Agrarmärkte

Agrarmärkte Österreich, EU und Global

Agrarmärkte Österreich, EU und Global


S. N.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Agrarmärkte auf Universitätsebene. Sie konzentrieren sich auf Trends im Lebensmittelhandel, Direktvermarktung, Bio-Produkte, und die Rolle von Unternehmen wie Hofer, Spar und REWE. Die Karteikarten beleuchten auch die Bedeutung von Exporten, landwirtschaftlichen Dienstleistungen und die Zusammenarbeit in der Branche. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit den wirtschaftlichen Aspekten der Landwirtschaft und den aktuellen Marktentwicklungen vertraut machen möchten.
Flashcards
126
Students
3
Language
German
Category
Agriculture
Level
University
Created / Updated
28.01.2018 / 12.03.2019

Flashcards

Getreidemarkt

In der EU:

 

  • Öffentl. Lagerung Getreide: Menge EU-weit begrenzt auf 3 MioTonnen
  • Größten Produzenten: F, DE, Polen
  • Sehr schlecht wird die Erntesituation im Süden der EU eingeschätzt- Dürre
  • 2017 Anbaufläche um -1,3% geringer als 2016 v.a. weniger Mais, Hirse und Triticale
  • EU daher 2017 höchstwahrscheinlich kein NettoExporteur
  • Importiert wird v.a. Weizen und Mais aus Drittländern
  • Hauptimporteure: Ukraine, Kanada, Russland

Getreidemarkt Global

 

  • Am meisten geerntet wird: Mais, Weizen und Reis
  • Getreideernte weltweit leicht gesunken (ca. -4 % im Vergleich zum Vorjahr)
  • Russland und Türkei steigende Erträge
  • USA, Australien, China und EU geringer Erträge
  • Weltweiter Verbrauch: 43% Nahrungsmittel, 36% Futtermittel
  • Größten Weizenerzeuger: EU, China, Indien
  • Exporteure Weizen: Russland, EU, USA
  • Importeure Weizen: Ägypten, Indonesien, Algerien
  • Größten Maiserzeuger: USA, China, Brasilien(Produktionskosten sehr niedrig)
  • Exporteure Mais: USA, Brasilien, Argentinien
  • Importeure Mais: Japan, Mexico, EU-28
  • Welt-Getreidehandel auf US-Dollar Basis
  •  Handel über sog. Kassageschäfte oder Warentermingeschäft

Kassamarkt:

unmittelbare Erfüllung -> außerbörslicher Kassamarkt (Verkauf an den Landhandel zu Tagespreisen (Lagerhaus)) und Produktenbörse (Börse für landwirtschaftliche Produkte Wien -Preisfindung 1x wöchentlich)

Terminmarkt: 

außerbörslicher Terminmarkt (Vorkontrakte zw. Landwirt und Handel) und Warenterminbörse (Eurex in Frankfurt oder MATIF in Paris)

Akteure der Warenterminbörse:

 

  • Hedger (dt. Absicherer): nutzen Warenterminbörse, um sich gegen unerwünschte Preisänderungen abzusichern (z.B. Landwirte)
  • Arbitrageure: nutzen Warenterminbörse zur Erzielung risikoloser Gewinne. 
  • Spekulanten: versuchen möglichst hohe Gewinne zu erzielen indem sie kurzfristig große Mengen Kapital investieren

Bushel 

= engl. Für Scheffel (Raummaß)
Ein Bushel hängt von der Sorte und Feuchtigkeitsgehalt ab
z.B: Weizen 1 Bushel = 27,2kg

Trends im Getreidemarkt:

  • Vermehrtes Aufkommen von Zöliakie ->Vermeidung von Getreideprodukten
  • Ernährungsbewusstsein erhöht “Low Carb Diät“ 

Herausforderungen in der Getreidewirtschaft:

 

  • Wetterphänomene wie El Niño oder La Niña
  • „Tank-Teller-Trog Problematik“ Flächenkonkurrenz und steigende Weltbevölkerung

Zuckerrübe und Zucker:

In Österreich:

 

  • Zuckermarkt = Monopolist
  • Hauptanbaugebiete: NÖ (78 %), OÖ (13 %) und Bgld (8%) 
  • Ca. 6500 Rübenbauern
  • SVG: 102%
  • AGRANA: Segmente -> Zucker, Stärke, Frucht
  • primär Verkauf an Lebensmittelindustrie (Wiener Zucker)
  • Interessensvertretungen und Verbände:
    VÖR – Vereinigung der österreichischen Rübenbauernorganisationen
    ÖZVG – Österreichische Zuckerrübenverwertungsgenossenschaft
    RLG – Rübenlogistik GmbH
  • Marktordnung für Zucker geregelt in der Verordnung 

Zuckermarkt

In der EU:

 

  • EU =weltweit führender Erzeuger von Rübenzucker
  • zweitbedeutendster Zuckerimporteur
  • Meiste Zuckerrübenfläche: F, DE, Polen
  • Zuckerproduktion: F, DE, Polen
  • Europäische Zuckermarktordnung:
    EU-Regelwerk aus Quoten, Zöllen & Subventionen
    Ziel: Schutz der heimischen Zuckerproduktion durch Zuckerrübenanbau
    2005 Exportbegrenzung durch WTO auf ca. 1,5 Mio. t
  • Marktmaßnahmen innerhalb der GAP:
    private Lagerung
    Import bleibt bestehen – Einfuhren sind gestiegen
    leichter Anstieg der Zuckerproduktion wird erwartet
  • Folge vom Enden der Zuckerquote in Ö:
    kurzfristig größerer Preisdruck

Zuckermarkt Global

 

  • Größte Anbauflächen: Brasilien, Indien, China
  • Größte Produktionsmengen: Brasilien, Indien, China -> gesamt 2,2 Milliarden Tonnen
  • Gesündere Alternativen: Birkenzucker, Stevia, natürliche Süßungsmittel wie Honig oder Ahornsirup, Obst wie Datteln
  • Herausforderungen für die Zukunft:
    Wegfall der Zuckermarktordnung – mehr Wettbewerb / sinkende, volatile Preise / abnehmende Versorgungssicherheit wachsende Skepsis gegenüber Zucker

Brasilien produziert weltweit die doppelte Menge an Zuckerrohr als die Zuckerrübe weltweit angebaut wird!

Gemüse und Obst

In Österreich:

 

  • 2016 wurden 615.786 t Gemüse auf insgesamt 17. 330 ha angebaut
  • Schätzungen für 2017, leichten Zuwachs in der Fläche (17.485 ha) jedoch Reduktion der Menge (608.555 t) 
  • Man unterschiedet Feldgemüsebau und Gartenbaugemüse (geschützter Anbau unter Glas, Folientunnel)
  • Hauptgemüsesorten: Paradeiser, Zwiebel, Karotten und Kraut
  • Gartenbau: Am meisten Fläche in OÖ, NÖ, Wien
  • Feldbau: Am meisten Fläche in NÖ, OÖ, Burgenland
  • In NÖ Anbaufläche von 60%, OÖ 10%, STMK 9%

Gemüse wird eingeteilt in:

  • Fruchtgemüse z.B. Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbis, Auberginen
  • Blatt-, Stiel-, Dauergemüse z.B. Kraut, Kopfsalat, Spinat, Chinakohl, Mangold 
  • Wurzelgemüse z.B. Karotten, Zwiebel, Rote Bete, Radieschen, Sellerie

Gemüse Zahlen

Höchster SVG hat Zwiebel 136%, Erbsen 123% und Spinat 110% und Gemüse gesamt 57% -> sind daher Nettoimporteuer von Gemüse; 57% daher, weil ab November nichts mehr am Feld zum Anbauen geht, Glashausproduktion ist zu teuer -> daher Nettoimporteur

  • Pro-Kopf-Konsum: Paradeiser 28,9kg, Zwiebel 10,1kg, Karotten 7,2kg; Gemüse gesamt 111,6kg
  • Obst- und Gemüseverarbeitung insgesamt 138 Betriebe mit 3.845 Beschäftigten
  • Import: DE, I, Spanien
  • Export: DE, Ungarn, I

Wichtige Erzeugerorganisationen - Bereich Produktion:

 

  • - LGV- Frischegemüse Wien 
    - SGV- Sonnengemüse Vertriebs-GmbH
    - Marchfeldgemüse GmbH
    - GEO- Gemüseerzeugerorganisation  Ostösterreich
    - EO Steirisches Gemüse GmbH

Die Einzelerzeuger haben große Konkurrenz – dadurch haben sie Absatzschwierigkeiten, was zum Rückgang der Einzelerzeuger führt 

Wichtige Erzeugerorganisation – Bereich Verarbeitung:

 

- Efko – Oberösterreichische Obst- und Gemüseverwertungsgenossenschaft
- ETG- Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse 

Kartoffel


- Anbaufläche 2017 21.000 ha
- Ertrag 2016 767.260t
- Import:  267.980 t (60 % aus DE)
- Export: 120.732 t
- Pro-Kopf-Verzehr: 50kg; SVG 136%
- Am beliebtesten sind: festkochende Kartoffel (56 %), vorwiegend festkochend (37 %), mehlig (7 %)
Kartoffelverarbeitung:
- Industriespeisekartoffel → Chips, Pommes, Püree:  Kelly´s (Wien), Frisch und Frost (Hollabrunn), 11er (Frastanz/ Vbg), Agrana (Gmünd/ NÖ) § 
- Industriestärkekartoffel → Textil/ Kosmetik/ Baustoff/sowie Bioethanol 

Obstproduktion:

 

  •  3.200 Erwerbsobstbauern bewirtschaften eine Fläche von 12.500 ha
  • 2016 Erntemenge von 84.200 t im Erwerbsobstbau und somit nur ein Drittel einer Normalernte (-67 %)
  • Massive Ernteverluste durch Frühjahrsfrost
  • Man unterscheidet Kernobst, Steinobst und Beerenobst 

Obst Erwerbsanbau 2016

  • Kernobst aus Erwerbsanbau 2016:
    - 2016 eine Produktionsmenge von 65.600 t (-71 % im Vergleich zum Vorjahr) 
    - Äpfel nur 60.800 t (-72 %)
    - Birnen lediglich 4.800 t (-52 %)
    - Hauptanbaugebiet für Kernobst ist die Steiermark
  • Steinobst aus Erwerbsanbau 2016:
    -  Gesamtproduktion belief sich auf 6.600 t - 50 % im Vergleich zum Vorjahr
    - Marillen 4.200 t (-40 %)  
    - Zwetschken lediglich 840 t (-66 %) 
    - Kirschen &Weichsel  780 t (-61 %)
    - Auch für das Jahr 2017 werden Ernteverluste aufgrund Hagel und Unwetter befürchtet
  • Beerenobst aus Erwerbsanbau 2016:
    -  Unterdurchschnittliche Erntemenge 11.900 t - ein Minus von 29 % im Vergleich zu 2015
    - Erdbeeren 9.800 t (-27 %) 
    - Ribisel 790 t (-53 %)  
    - Himbeeren 640 t (-22 %)  
    - Kulturheidelbeeren 660 t (-22%)

Obst-Zahlen

  • Pro-Kopf-Konsum:
    -  Bananen: 11,8 kg
    - Apfel: 19,6 kg
    - Orangen: 6,7kg
    - Birnen: 4,3 kg
    - Obst gesamt: 79,1 kg

SVG Obst: 49% - Wir sind daher Nettoimporteur von Obst 

  • Import: Italien, Spanien, Türkei & Ecuador
  • Export: DE, Slowenien, Ungarn & I

Wichtige Erzeugerorganisationen Bereich Produktion:
 

-  OGS Obst-Gemeinschaft-Stmk GmbH
- OPST Obst Partner Steiermark GmbH
- Oberinntalobst GmbH
- EOS Erzeugergemeinschaft Obst Steiermark 

  • Wichtige Erzeugerorganisationen Bereich Verarbeitung:
     

- STBOG Steirische Beerenobstgenossenschaft
- efko  OÖ Obst- und Gemüseverwertungs-Genossenschaft 

Die amcAUSTRIA = Interessensvertretung der österreichischen Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse e.V. mit Sitz in Weiz (Stmk

Gemüsemarkt

In der EU:

 

  •  Hauptziele: 
    1.  Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit &Marktorientierung z.B. durch Erzeugerorganisationen
    2. Verringerung von Einkommensschwankungen z.B. Unterstützung bei Ernteverlusten od. Preisverfall, Aus- und Weiterbildung
    3. Erhöhung des Obst- und Gemüsekonsums in der EU z.B. durch EU-Schulobstprogramm (Ko-finanziertes Programm)
    4. Förderung des Einsatzes umweltfreundlicher Anbau- und Produktionsmethoden
  • Hauptproduzenten Gemüse sind: Spanien, I, Polen, F & Niederlande

Gemüsefacts:

  • Am meisten angebaut wird:
    - Tomaten
    - Zwiebel
    - Karotten
    - Kohl
    - Gurken
  • Höchster Pro-Kopf-Verbrauch:
    - Griechenland
    - Malta
    - Rumänien
    - Portugal
  • Höchster SVG:
    - Niederlande
    - Spanien
    - Italien
  • Hauptproduzenten Obst sind:
    - Italien
    - Polen
    - Spanien
    - Frankreich
  • Am meisten angebaut wird:
    - Äpfel
    - Orangen
    - Birnen
    - Pfirsich

Gemüse-Import 2016


- Obst- und Gemüseimport nahm zu (+ 6%)
- Wert der Importe: 15,3 Mrd. €
- Obstimporte v.a.: Bananen, Zitrusfrüchte, Ananas und Avocado
- Gemüseimporte v.a.: Tomaten, Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch

Gemüse Export 2016

- Obst- und Gemüseexport nahm ab (- 9%)
- Wert der Exporte: 4,9  Mrd. €
- Obstexporte v.a.: Äpfel und Zitrusfrüchte
- Gemüseexporte v.a.: Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch 

Gemüse-Obst

Global

  • Gemüseproduktion2014 (1.169 Mio t):
    - Asien 900 Mio t
    - Europa 100 Mio t
    - Amerika 86 Mio t
    - Afrika 80 Mio t
    - Ozeanien 3 Mio t
  • Wichtigsten Gemüsesorten weltweit: Tomate, Wassermelone, Zwiebel, Kohl
  • Obstproduktion 2014 (689 Mio t):
    - Asien 370 Mio t
    - Amerika 147 Mio t
    - Afrika 91 Mio t
    - Europa 74 Mio t
    - Ozeanien 7 Mio t
  • Wichtigsten Obstsorten weltweit: Zitrusfrüchte, Bananen, Äpfel, Trauben
  • Gemüse- und Obsthandel Nettoexporteure:
    - Türkei
    - Mexiko
    - Indien
    - China
    - Peru
  • Nettoimporteure:
    - USA
    - EU
    - Kanada
    - Japan
    - Saudi-Arabien
  • Trends am Obst und Gemüsemarkt: Saisonales und regionales Obst und Gemüse, Jackfruit als Fleischersatz, Super Food (Avocado, Goji Beere und Co)

Ölsaaten und Eiweißpflanzen:

In Österreich:
Wichtigste Kulturen:

 

  • Sojabohne: Anbaufläche 64.467 ha
  • Ölraps: 40.430 ha
  • Ölsonnenblume: 22.021 ha
  • Ölkürbis (-62% im Vergl. Zum Vorjahr) und Speisekürbis: 22.867 ha
  • Öllein: 1.641 ha
  • Mohn: 1.700 ha
  • 93 % des Sojaanbaus in Bgld, NÖ, OÖ und Stmk
  • Ab 2018 Verbot von Pflanzenschutzmittel auf Greening-Flächen
  • Körnererbse: 6.327 ha, Durchschnittserträge 2.400 kg/ha
  • Ackerbohne: 10.538 ha, Durchschnittserträge: 2.500 kg/ha

Problematik Sojaextraktionsschrot:

  •  

  • Ca. 75 % der importierten Sojaprodukte nach Österreich sind gentechnikverändert
  • 2014 wurden 480.000 t Sojaextraktionsschrot importiert
  • Verwendung v.a. in der Tierhaltung
  • Auch wenn vermehrt Soja in Österreich angebaut wird, sind wir auf Sojaextraktionsschrotimporte angewiesen

Ölsaaten und deren Konsum:

 

  • Soja und Sojabohne: Pro-Kopf-Verzehr: 2,3 kg; SVG: 72 %
  • Sonnenblumenkerne: Pro-Kopf-Verzehr: 0,7 kg; SVG: 36 %
  • Pro-Kopf-Verzehr „sonstige Ölsaaten“: 3,6 kg; SVG: 42 % 

Hülsenfrüchte Österreich

 

  • Pro-Kopf-Verzehr: 0,7kg; SVG: 92%
  • Erzeugung: 54.866t
  • Einfuhr: 11.567t
  • Ausfuhr: 6.783t
  • Verluste von 1.646t
  • Inlandsverwendung: 59.650t

Ölmühlen, Unternehmen Österreich

  • VOG:
    - Größter Rapsölproduzent Österreichs
    - Unternehmen VOG leitet Werk in Aschach
    - Vertragsanbau 1.167 Bauern im Jahr 2014
  • BAG:
    - Größte Sojamühle Österreichs
    - Sojaöl und Sojaextraktionsschrot
    - Jährliche Verarbeitung: 60.000-70.000 t Soja, 13 Mio. Liter Sojaöl

Interessensvertretung Ölmühlen:

  • Bundesverband Pflanzenöl Austria
  • Zusammenschluss dezentraler Ölmühlen, Lieferanten, Be- und Verarbeitern, wissenschaftlicher Einrichtungen usw. 
  • Förderung des Absatz und der Zusammenarbeit der Mitglieder sowie fachliche Expertise hinsichtlich Anbau und Nutzung 

In der EU:

Ölsaaten Anbauflächen:

 

  • Anbaufläche Ölsaaten: 11,9 Mio. ha
  • Raps: 6.7 Mio. ha (Frankreich, Deutschland, Polen)
  • Sonnenblume: 4.2 Mio. ha (Rumänien, Bulgarien, Spanien)
  • Sojabohne: 0,9 Mio. ha (Italien, Rumänien, Frankreich) 
  • Leinöl: 0,1 Mio. ha (Großbritannien, Schweden, Frankreich)
  • Ölsaaten-Ertrag in der EU 2015: ca. 33 Mio. t 

Ölsaatimporte in die EU

 

  • EU ist auf Importe angewiesen
  • 85% für Vermahlung/Ölextraktion (45.906t)
  • Import aus Drittstaaten: 17.403t
  • Export in Drittstaaten: 906t
  • Gesamtbedarf: 50.414t

Ölsaatschrot:

 

  •  Neben den unverarbeiteten Ölsaaten wird auch Ölsaatschrot importiert
  • Import aus Drittstaaten: 22.251t
  • Export in Drittstaaten: 950t
  • Gesamtbedarf: 51.416t

Woher kommen die Ölsaaten?

 

  • EU importiert 6,8 Mio.t Palmöl/ Jahr
  • Hauptimportregionen:
    - Sonnenblumenöl & -mehl : Ukraine
    - Sonnenblumenkerne: Moldawien
    - Sojabohne: Brasilien

Eiweißpflanzen in der EU:

 

  • Hauptsorten sind Ackerbohne, Körnererbse und Lupine
  • Gesamtfläche in der EU 1,78 Mio. ha §  (53 % Körnererbse, 36 % Ackerbohne, 11 % Lupine)
  • Gesamtertrag Eiweißpflanzen 2017: 5 Mio. Tonnen
  • Greeningmaßnahmen der EU erheblichen Einfluss

Ölsaaten und Ölfrüchte: Weltweit:

 

  • Ölsaaten hauptsächlich für Futtermittel, menschliche Ernährung und mittlerweile auch Energiemarkt (Biokraftstoffe)
  • 7 wichtigsten Ölsaaten und Früchte weltweit: Palm & Palmkern, Soja, Raps, Sonnenblume, Baumwolle, Erdnuss und Kokos
  • Anbaufläche (Soja, Raps, Sonnenblume, Palm) weltweit: ca. 197,6 Mio. ha 

Erzeugermenge Ölsaaten und Ölfrüchte

  • 61% Sojabohne
  • 13% Raps
  • 8% Erdnuss
  • Erntemenge 2016 lag bei 526,9 Mio. Tonnen weltweit
  • USA, Brasilien und Argentinien: 83% Produktionsmenge
  • Weltweite Ölerzeugung: 179 Mio. Tonnen (2016)
  • 35% Palmöl
  • 29% Sojaöl
  • 15% Rapsöl

Trends und Herausforderungen Ölsaaten und Ölfrüchte:

 

  • Sojaanbau (GVO-Soja) wird auch in Zukunft steigen (Fleischkonsum steigt weltweit)
  • EU-Greening Maßnahmen ->Reform Einfluss auf Sojaflächen in der EU
  • Palmölverbrauch steigt weiter ->Länderspezifisches Umdenken im Verbrauch

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