BFH, MAR4, Marktforschung MAFO

Dozent: Dr. Prof Egon Schranz

Dozent: Dr. Prof Egon Schranz


M. R.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Marktforschung auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Stichproben, Beobachtungen, Interviews, Befragungen und Analysen ab, mit Fokus auf Methoden wie Quoten- und Zufallsauswahl. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Marketingfachleute, die ihre Kenntnisse in Marktforschung vertiefen und praktische Anwendungen verstehen möchten.
Flashcards
166
Students
23
Language
German
Category
Marketing
Level
University
Created / Updated
10.01.2018 / 05.03.2025

Flashcards

Begriff Marktforschung

Datensammlung, -erfassung, -aufbereitung und –analyse

Ziel der Marktforschung

Informationslücke schliessen

Hypothese überprüfen

Action Standards (was passiert wenn...)

die Qualität der Entscheidungen zu erhöhen

die Entscheidungen abzusichern

Begriffsabgrenzung (in welche Forschungsart wird die Marktforschung eingeordnet)?

Sozialforschung --> Meinungsforchung --> Wirtschaftliche Themen ---> Marktforschung --> Marketingforschung

 

 

MAFO Situationen (Planungsebene Unternehmen)

Planungsinhalt: Vision, Leitbild

Marktforschungsaufgaben: Übersichten (VWL, Recht, Umwelt, Branche)

Planungsinhalt: Businessplan 

Marktforschungsaufgaben: Situationsanalyse

MAFO Situationen (Planungsebene Strategisches Marketing)

Planungsinhalt: Markt/Marktsegment/Positionierung

Marktforschungsaufgaben: Konzepttest, Instrumentenspezifische Situationsanalysen

MAFO Situationen (Planungsebene operatives Marketing)

Planungsinhalt: Planung der Instrumente

Marktforschungsaufgaben: Pretest

Planungsinhalt: Einsatz der Instrumente

Markforschungsaufgaben: Posttest

MAFO Situationen (Sicht nach aussen)

Informationen über das Marktgeschehen:

  • Marktkennziffern 
  • Marktsegmente, Käufertypen, Kaufverhalten 
  • Wirkungen Massnahmen auf Kaufverhalten 
  • Kundendaten (Produktverwender, Handel) 
  • Konkurrenz (Stärken/Schwächen) 
  • Umwelteinflüsse 
  • usw. 

MAFO Situationen (Sicht nach innen)

Informationen über die Unternehmenssituation:

  • Umsatzentwicklung, Umsatzstruktur
  • (nach Leistungen, Verkaufsgebieten, Kundensegmenten usw.) 
  • Kundenadressen 
  • Infrastruktur, Kapazitäten, Ressourcen 
  • usw. 

Phasen des Marktforschungsprozesses

Ausgangspunkt für die Markforschung

Ist ein Marketingproblem bzw. eine Informationslücke

Begriff Hypothese

Aussage, die der Gültigkeit unterstellt wird, aber nicht bewiesen oder verifiziert ist.

Es ist üblich, dass die Bedingungen angegeben werden, unter denen sie gültig sein sollen. 

Inhalte einer Marktforschungsstrategie

  • Erhebungsmethoden 
  • Grundgesamtheiten, Stichproben, Auswahlverfahren 
  • Anforderungen an Datenauswertung 
  • Kostenrahmen und Grobtermine 

Datenerhebungsmethoden

1. Sekundärforschung

2. Primärforschung

  • Befragung
  • Beobachtung
  • Test/Experiment

Was deckt die Datenerhebungsmethode Befragung genau ab?

Was deckt die Datenerhebungsmethode Beobachtung genau ab?

Was deckt die Datenerhebungsmethode Test/Experiment genau ab?

Spezielle Erhebungsinstrumente und Analyseverfahren

  • Omnibus-Umfragen
  • Panels
  • Markttests
  • Werbetests
  • Conjoint-Befragung
  • Data Mining
  • Delphi-Befragung
  • Mystery Research

Sekundhärmarktforschung (Desk Research)

Baut auf bereits vorhandenem “Material“ auf. 

Ist der Primärmarktforschung i.d.R. zeitlich vorgelagert. 

Primärmarktforschung (Field Research)

Originäre, bislang unbekannte Informationen werden speziell für aktuelles Problem erhoben. 

Quellen der Sekundärmafo

Innerbetriebliche Datenquellen

  • Kunden-Datenbanken, Data Warehouse 
  • Rechnungswesens, Buchhaltung 
  • Verkaufs-Statistiken 
  • Rapporte über Kundenbesuche. 
  • Konkurrenzbeobachtungen bzw. -dokumentationen 
  • Messebesuche 
  • Reklamationsstatistiken, Aus- wertung von Hotline-Kontakten 
  • Frühere Marktforschungsstudien 

Ausserbetriebliche Datenquellen

  • Internet/Suchmaschinen 
  • Veröffentlichungen/Studien von Institutionen, Wirtschafts-/Branchenverbänden, Industrie-/Handelskammern, Mafoinstituten, Banken, Konkurrenten, Handelspartnern etc. 
  • Nachschlagewerke 
  • Dokumentationen/Forschungs- berichte von Hochschulen und Industrie- / Dienstleistungs- betrieben, Dissertationen 
  • Publikationen von Fachverlagen, Fachliteratur, Fachzeitschriften und Konsumentenschutz- Organisationen 

 


 

Vorteile der Sekundärmafo

Datenbeschaffung ist günstig oder sogar gratis. 

Daten sind oft schnell/ sofort verfügbar. 

 

 

Nachteile der Sekundärmafo

Daten sind häufig wenig spezifisch/ problembezogen. 

Evtl. nicht aktuell (genug). 

Keine Exklusivität. 

 

 

Synonym für quantitative Mafo

Umfrageforschung

Schlüsselfrage der quantitativen Mafo

Wie viel?

Kosten der quanitativen Mafo

CHF 10 - 200

Repräsentativität der quantitativen Mafo gegeben?

Ja

Stichprobengrösse der quantitativen Mafo

Gross N>400

Befragungsarten der quantitativen Mafo

telefonsich, persönlich, schriflich, online

Vorteile der quantitativen Mafo

Hardfacts

Nachteile der quantitativen Mafo

eher oberflächliche Ergebnisse

Synonym für qualitative Mafo

Psychologische Marktforschung, Motivforschung

Schlüsselfrage der qualitativen Mafo

Warum?

Kosten der qualitativen Mafo

min. CHF 500

Befragungsarten der qualitativen Mafo

Einzelexploration, Gruppendiskussion

Vorteile der qualitativen Mafo

tiefgründige, psychologische Erkenntnisse

Nachteile der qualitativen Mafo

Ergebnisse bleiben hypothetisch

Ist die Repräsentativität der qualitativen Mafo gegeben?

Nein

Vorteile des persönlichen Interviews

Alle Arten von Fragestellungen, 

lange Interviews möglich, 

Rückfragen möglich, etc.

Nachteile des persönlichen Interviews

Kosten (120 bis 150 Franken / Interview)

Erklärung einer Omnibus-Befragung

  • Ist Mehrthemenumfrage (MTU) 
  • Eine von Marktforschungsinstituten angebotene standardisierte quantitative Befragung, an welcher mehrere Auftraggeber mit ihren individuellen Fragen teilnehmen können. 
  • Kosten bemessen sich an der Anzahl und Art d. eingegebenen Fragen. 
  • Hauptvorteil: Wirtschaftlichkeit, d.h. relativ kostengünstige Teilnahme an einer Repräsentativ-Befragung mit einigen wenigen Fragen. 
  • Hauptnachteil: Untersuchungsdesign ist vorgegeben. 

Study