Pharmakokinetik

Fragen vom Prof

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G. W.
Diese Lernkarten decken die Pharmakokinetik auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln die Wirkung von Pharmakons, deren Resorption, Verteilung und Metabolisierung im menschlichen Organismus, insbesondere die Rolle der Leber und des Darms. Die Karten erklären auch die Bedeutung der Plasmaeiweißbildung, des Ionisationsgrads und der Bioverfügbarkeit von Medikamenten. Sie sind nützlich für Medizinstudenten und Pharmakologen, die ein tiefes Verständnis der Pharmakokinetik und ihrer klinischen Relevanz benötigen.
Cartes-fiches
9
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
13.11.2017 / 10.02.2021

Cartes-fiches

Nenne 3 Charakteristika, von denen die Resorption und Verteilung eines Arzneimittels im Organismus abhängt ?

1.Lipophilie bzw. Polarität 

2. Interaktion mit ABC-Kasetten-Transportern (z.B MDR1)3. Bindung an Plasmaprotein

Was versteht man unter Kumulation eines Arzneimittels? Welcher pharmakokinetische Parameter eines Arzenimittels determiniert dessen Kumulationsgefahr?

Die Kumulation ist die Anreicherung eines Arzneimittels im Organismus bei regelmäßiger Einnahme. Die Kumulationsgefahr eines Arzneimittels wird durch die Eliminationshalbwertzeit (HWZ) bestimmt: ist die HWZ um ein Vierfaches größer als das Applikationsintervall, besteht hohe Kumulationsgefahr

First pass effect

Die meisten Arzneimittel werden nach oraler Applikation bereits bei der ersten Leberpassage in einem bestimmten Umfang metabolisiert und zum Teil inaktiviert. Ein hoher First pass effect eines Pharmakons weist auf starke hepatische Metabolisierung hin

A) Sind alle Menschen gleich? Nenne ein Bsp.  eines Medikaments das von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich metabolisiert wird. B) Wie würden Sie vorgehen um die optimale Wirkdosis eines Medikamentes zu bestimmen?

A) Nicht alle Menschen sind gleich. Enzyme sind zum Teil in polymorpher Form vorhanden (Polymorphismen von Enzymen) z.B. NAT2, Umsetzung von Isoniazid; und CYP2D, Umsetzung von Debrisoquin (=1Punkte). B)Messung des Wirkstoffes im Blut (oder Plasma, Serum). Die therapeutisch wirksame Dosis eines Medikaments wird auf die Konzentration des Medikamentes im Plasma (Serum) bezogen (=1 Punkt)

Warum wird Benzol schneller ausgeschieden als Hexachlorbenzol?

Benzol wird zum größten Teil nach einer Phase I Reaktion (oxidation) in Phenol umgewandelt. Phenol oder weitere Phase II wasserlösliche Folgeprodukte werden im Urin ausgeschieden. Polychlorierte Verbindungen wie Hexachlorbenzol sind sehr lipophil und werden nur langsam verstoffwechselt und ausgeschieden

A) Welches Enzym ist bei der Oxidation der meisten Medikamente beteiligt? B) Welchen Einfluss hat die Aufnahme von Johanniskraut auf den Metabolismus von Medikamenten?

A) CYP3A4

B) Unter Einnahme von Johanniskrautextrakt in der üblichen therapeutischen Dosierung steigt beim Menschen die Expression von Zytochrom P4503A4 (CYP3A4) im Darm sowie von CYP3A4 in der Leber um ca. 40-50% an (Enzyminduktion in der Leber genügt als Antwort). Medikamente die durch CYP3A4 metabolisiert werden, werden daher viel schneller abgebaut. Die Serumspiegel der Medikamente sind demzufolge unterhalb der therapeutisch wirksamen Dosi

Was Versteht man unter der Bioverfügbarkeit eines Pharmakons und wodurch wird dieser beeinflusst, wenn das Arzneimittel oral verabreicht wird

Bioverfügbarkeit (=Geschwindigkeit und Ausmaß mit dem ein Pharmakon resorbiert wird und am Wirkort verfügbar wird)

Die Resorption nach oraler Gabe hängt ab von der aufgenommene Nahrung, Motilität und pH des Magen-Darm-Trakts, Ionisationsgrad und Zubereitungsform des Arzenimittels, um vom First pass effect( nach gastrointestinaler Resorption passiert das Pharmakon über die Leberportalvene und wird dort z.T. Unwirksam durch Biotransformation 

Wie hängen Wasserlöslichkeit und das Verhalten an biologischen Membranen von dem Ionisationsgrad eines Pharmakons ab? 

Gleichung von Henderson & Hasselbalch

Die Gleichung beschreibt die Abhängigkeit des Ionisationsgrades einer Substanz von ihrer Dissoziationskonstanten (pKa) un der H+- Ionenkonzentration (pH) der Lösung 

Abhängig vom pH

Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Plasmaeiweißbildung eines Pharmakons

- Keine oder geringe Plasmaeiweißbildung: Solche Pharmaka erreichen sehr schnell eine hohe Plasmakonzentration und dadurch eine starke Wirkung um Zielgwebe (Effektorzellen). Sie werden aber auch sehr schnell eliminiert, da sie rasch in andere Kompartimente verteilt und dabei metabolisiert oder direkt renal ausgeschieden werden.

- Hohe Plasmaeiweißbildung: Solche Pharmaka erzielen eine schwächere Wirkung in den Effektorzellen, da nur der freie (ungebundene) Anteil ins Zielgewebe gelangen kann. Aus diesem Grund werden sue auch nur langsam eliminiert. Das hat zur Folge, dass die Wirkung länger anhält, da länger wirksame Plasmakonzentrationen vorhanden sind. Der Anteil des freien Pharmakons, der in der Leber metabolisiert oder renal ausgeschieden wird, wird aus der gebundenen Fraktion des Pharmakons nachgeliefert, da freies und gebundenes Pharmakon in einem dynamischen Gleichgewicht stehe

Étudier