BLAl104 Biotechnologie

Biotechnologie Grundlagen

Biotechnologie Grundlagen


D. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über biotechnologische Verfahren und Konzepte auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie die Struktur und Funktion von DNA, RNA, Genen, Proteinen und Enzymen, sowie Techniken wie PCR, Klonierung und Gentechnik. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende der Biologie, die sich mit den Grundlagen der Biotechnologie vertraut machen möchten, um die Manipulation genetischer Informationen und deren Anwendungen in der Forschung und Industrie zu verstehen.
Flashcards
78
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
31.10.2017 / 17.02.2019

Flashcards

Allel

Genvariante. Zustand an einem bestimmten Locus (a oder a)

Aminosäure

Bausteine der Proteine (Eiweiss)

Autosomen

Die Chromosomen mit Ausnahme der Geschlechtschromosomen

Basen

ADENIN (A) - THYMIN (T); GUANIN (G) - CYTOSIN ©

Basenpaar

Im doppelsträngigen DNA- Molekül vorhanden als zwei komplementäre Basen, die Wasserstoffbrücken bilden (A ist komplementär zu T, C zu G)

Biotechnologie

Das Präfix "bio" aus Biologie stammt aus dem Griechischen (bios: Leben; Logos: Lehre). Unter Biotechnologie werden alle Methoden, Verfahren oder Produkte verstanden, die die Nutzung von lebenden Organismen oder ihrer zellulären Bestandteile beinhalten. "Biotechnologie ist eine anwendungsorientierte Wissenschaft der Biologie und Biochemie in enger Verbindung mit technischer Chemie, Verfahrenstechnik udn Apparatebau. Sie behandelt den Einsatz biolpogischer Prozesse bei technischen Verfahren und industrieller Produktion." Biotechnologie ist keine erfindung der Neuzeit. Seit Jahrhunderten setzen Menschen Hefen und andere Mikroorganismen ein, um Bier oder Käse zu produzieren. Heutzutage werden auch gentechnische Methoden verwendet, um das Erbgut spezifisch zu verändern und bestimmte Eigenschaften zu erhalten.

Chromosom

Ringförmige oder lineare Einheit eines Genoms bestehend aus einem kodiertem Teil (enthält Gene) und einem nicht kodiertem Teil.

Crossing- over

Mechanismus des Austausches von Chromatidstücken während der Meiose I (Zygotän/ Pachytän)

3'- Ende ("Drei- Strich- Ende")

Das Ende eines Nukleinsäuremoleküls, das am 3'- Kohlenstoffatom des Zuckerrestes des letzten Mukleotids eine freie OH- Gruppe aufweist.

Denaturierung

Bei Nukleinsäuren die Trennung doppelsträngiger Moleküle in die beiden Einzelstränge

DNA(DNS)

DesoxyriboNukleinSäure (A for Acid) Doppelhelix mit zwei Ketten bestehend aus aneinandergekoppelte Zuckerlmolekülen (Desoxiribose) und Phosphatgruppen. Die Basen der Ketten halten die beiden Ketten zusammen unter der Bildung von Wasserstoffbrücken.

DNA-Fingerprint

Analyse der individuellen Zusammensetzung der DNA eines Lebewesens mittels gentechnischerVerfahren zum Nachweis seiner Identität oder Verwandtschaft mit anderen.

DNA-Ligase

Enzym, das DNA-Moleküle an den Enden kovalent miteinander verknüpft. Diese kovalenten Verbindungen heissen Phosphodiesterbindungen

DNA-Polymerase

Enzymtyp, der aus Nukleotiden einen neuen DNA-Strang synthetisiert.

DNA-Sequenzierung

Verfahren zur Bestimmung der Basenfolge in einem DNA-Strang (Reihenfolge der A-, C-, G- und T-Basen)

Einzelnukleotidpolymorphismus

(SNP= single nucleotide polymorphism) Eine einzelne Nukleotidabweichung in einer Nukleotidsequenz im Vergleich zu einer anderen. Einzelnukleotidpolymorphismen entstehen durch Punktmutationen (entstehen zumeist durch falch eingebaute Nukleotide).

Enzyme

Proteine mit katalytischer Wirkung auf biochemische Reaktionen.

Exon

Für eine bestimmte Aminosäurenfolge kodierter Bereich (Folge von Basentripletts) im offenen Leserahmen (Leseraster) eines Gens

Expressionsvektor

Ein DNA-Vektor (z.B. Plasmid) der benutzt werden kann, um ein bestimmtes Protein durch eine mit dem Plasmid transformierte Zelle herstellen zu lassen.

Extrachromosomale DNA

Das Erbmaterial, das in den Zellen nicht in den Chromosomen niedergelegt ist. Beispiele: Plasmide (In Bakterien), mitochondriale DNA ( in allen Eukaryoten), Plastiden- DNA in Pflanzen, Algen

5'-Ende ("Fünf-Strich-Ende")

Das Ende eines Nukleinsäuremoleküls, das am 5'- Kohlenstoffatom des Zuckerrestes des letzten Nukleotids eine freie Phosphatgruppe aufweist.

Gelelektrophorese

Trennmethode, bei der Probematerial (DNA, RNA oder Proteine) in einem elektrischen Feld in einer stationären Phase (dem Gel) nach physikalischen Parametern (Länge der DNA- Moleküle) voneinander getrennt wird

Gen

Einheit der biologischen Vererbung, das für ein biologisches Merkmal verantwortlich ist. Besteht aus einer Nukleidabfolge (Basenabfolge) die die Bauanleitung für die Herstellugn einer Polypeptidkette enthält.

Genexpression

Der Begriff wird im Allgemeinen verwendet, um die Synthese ("Expression") von RNA durch eine Zelle zu bezeichnen. Der Begriff wird auch für den Gesamtvorgang bis zum finalen Genprodukt (Protein) und das durch / mithilfe des Proteins entstehende Merkmal verwendet.

Genkonstrukt

Das beim Gentransfer übertragene genetische Material. Neben dem Gen selbst enthält das Konstrukt für die Ausprägung einen Promoter (Genschalter) und einen Terminator (Stoppsignal). Meistens werden weitere Sequenzen eingesetzt, wie z.B. ein Selektionsmarker (Antibiotikaresistenzgen für die Selektion von transformierten Zellen).

Genom

Die gesamte Erbanlage (die Gesamtmenge der DNA) in einer Zelle. Damit können auch die gesamten Erbanlagen im Zellkern gemeint sein (Kern- Genom) als auch die Erbanlagen im Mitochondrium (Mitochondriales Genom) und im Chloroplast (Plastidengenom).

Genomik

Teilgebiet der Genetik, das sich speziell mit dem Aufbau von Genomen befasst.

Genotyp

Genetisch charakterisierter Gen- Locus eines Individuums für beide Elterngenome - Kombination der Allele (Genvarianten) am selben Locus der beiden homologen Chromosomen z.B.: AA, Aa oder aa.

Gentechnik

Verfahren (Methoden) zur Isolierung, Erforschung, Vermehrung, Veränderung und Übertragung von Erbmaterial (DNA).

Glatte Enden

(Stumpfe Enden) Ende eines doppelsträngigen DNA- Molekäls ohne einzelsträngige Überhänge. Entsteht durch die Einwirkung bestimmter Restriktionsenzyme.

GVO

Gentechnisch Veränderter Organismus. Ein Organismus, dessen genetisches Material von Menschen verändert wurde, durch das Einbringen von zusätzlichen genetischem Material, um so bestimmte Eigenschaften zu erzielen.

Haplotyp

(Abkürzung von "Haploider Genotyp") Eine Variante einer Nukleotidsequenz auf einem der beiden homologen Chromosomen im Genom eines Lebewesens.

Humangenomprojekt

Internationales humangenetisches Wissenschaftsprojekt, das zum Ziel hatte, eine Konsensus- Sequenz für das gesamte menschliche Erbgut zu erstellen.

Hybridisierung

In der Molekulargenetik die Vereinigung komplementärer Nukleinsäurestränge durch Basenpaarung (A mit T und C mit G).

Introns

Nicht für Aminosäuren kodierende Bereiche zwischen den Exons eines Gens. Introns werden aus dem Primär- Transkript (Prä-mRNA) im Rahmen der RNA- Spleissung herausgetrennt.

Klebrige Enden

(kohäsive Enden) überhängende Einzelstrangbereiche eines ansonsten doppelsträngigen DNA-Moleküls. Entstehen unter Einwirkung bestimmter Restriktionsenzyme.

Klonen

Die Erzeugung eines oder mehrerer genetisch identischer Individuen eines Lebewesens. Die Gesamtheit eines genetisch identischen Nachkommens wird bei ganzen Organismen wie auch bei Zellen als Klon bezeichnet. Das Erzeugen von identischen Kopien von DNA wird hingegen als Klonieren bezeichnet.

Klonieren

Das Herstellen von einer oder mehreren genetisch identischen Kopien von DNA- Anschnitten.

Komplementäre Basenpaare

Paarungen der Nukleotid- Basen Adenin und Thymin (A-T) oder Guanin und Cytosin (G-C) zwischen Nukleinsäuresträngen. Ausbildung der komplementären Basenpaare erfolgt durch die Bildung von Wasserstoffbrücken.

Kopplung

Zwei Loci liegen auf demselben Chromosom.

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