Tiermedizin
Rotation Pferd
Rotation Pferd
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Lernkarten
Endometritis-Erreger
Strep. zooepidermicus
E. coli
Klebsielle
Pseudomonaden
Endomatritis-Typen
subklinisch: pos. Befund oder viele Netrophile aber keine Symptome
klinisch: Ausfluß, Fieber, vermehrt gefüllter Uterus im Sono
akut/chronisch
Post-Breeding-Endometritis
v.a. ältere Stuten
bis 24 h nach Besamung physiologisch
Vorbericht: vaginaler Ausfluß nach Besamung
Post-Breeding-Endometritis- Untersuchungsgang
Anamnese: vaginaler Ausfluß nach Besamung
allg. US: unauffällig
gyn. US: Adspektion, rektale Palpation (Uterus symmetrisch? vermehrt gefüllt?, Eierstöcke Größe? große Follikel tastbar?)
Sono: flüssigkeitsgefüllter Uterus Trüb/klar, Eierstöcke Follikel/Gelbkörper?, freie Flüssigkeit
Spekulum: SH-Beschaffenheit, Auskluß/freie Flüssigkeit
Tupfer: aus Uterus, BU
Post-Breeding-Endometritis- Behandlung
falls Plazentitis- sofort mit Breitspektrum-AB behandeln
NSAIDS, da Entzündugshemmer
Spermien brauchen 30 min- 2h um in den Eileiter zur Befruchtung zu gelangen, befruchtete Eizelle bis Tag 5,5 p.o. um in Uterus zu gelangen, dass heisst ich kann 24 h p.o. bis Tag 4 mit NaCl spülen
Stute in Rosse bringen mit PGF2a (wirkt die ersten 5-7 Tage p.o. nicht), bringt natürliche Immunantwort in Schwung, fördert Durchblutung, führt zur Öffnung des Muttermundes
da lokales Problem: BU und Resistenutest abwarten und entsprechendes AB systemisch (lokal keine Ausrechende Verteilung)
Hengst- Gyn. US (vorgeschrieben für alle Hengste in künstlicher Besamung, nicht im Natursprung)
Tupferprobe: Contagiöse Equine Metritis durch Taylorella equigenitalis, 4 Tupfer ( Umschlagstelle Penisschaft, Fossa glandis/urethralis, Sperma o. Vorsekret) 2* im Abstand von 7 Tagen alle 60 Tage wdh, Bahandlung system. AB und Chlorhexidinwaschungen
Blutprobe:
Equine Infektiöse Anämie durch ein Retrovirus, Coggingstest alle 90 Tage
Equine Virus Arthritis durchein Arterivirus, AK-Test alle 120 Tage
Geburtshilfe vor ORT
nach Geburt immer direkt manuell auf Verletzungen prüfen ( raue Oberfl. normal, glatt Nachgeburt) oder später per Spekulum
Problem: Nachts-schlechte Überwachung-Austreibungsphase nur 15-30 min (müsste stündlich überwacht werden)
i.d.R. Haltungs/Stellungs/Lageanomalien und nicht Größe (relativ o. absolut) --> Clenbuterol (Wehenunterdrückung) und Epiduralanästhesie (Bauchpresse ausschalten)
wenn Korrektur nicht möglich Kliniküberweisung zum Kaiserschnitt oder wenn Fohlen schon Tod Fetotomie nach Schätz
Nachgeburtsverhaltung
NOTFALL ab 3 h nach Geburt, da Endotoxine --> Sepsis--> Geburtsrehe
Oxytocingabe (entweder hohe Dosis 5ml i.m. oder 2ml i.m. 2ml i.v. 2 ml s.c. oder Tropf)
langsamer Zug auf Nachgeburt
Uterusspülung 2-3* täglich
Breitband-AB
NSAID
Flunixin als Toxinfänger
ERU?
Equine rezidive Uveitis (Leptospiren Infektion im Bulbus) -> Vitrektomie; Bei jeder
Uveitis: Atropin Gabe Lokal um Verklebung der Iris und damit Verkleinerung/Verschluss der
Pupille zu verhindern!
Hornhautdefekt?
Fluoreszin Probe (Fluorezin bindet an hydrophiles Kollagen im Stroma der
Hornhaut wenn das Epithel beschädigt ist und färbt sich gelblich)
Nie Cortison geben, da wenn Kornea bereits beschädigt ist Cortison Körpereigene Heilung hindert
Luxation Lentis?
(Linsen Aufhängung verloren gegangen, Vorfall in vordere Augenkammer oder
Glaskörper) -> Elektro Retina Gramm (ERG) zur Kontrolle ob die in den Glaskörper verlegte
Linse die Retina bereits geschädigt hat
Stute mit Serom, Stute mit Seromorgehen?
Serome an Brust Vorsicht, hier verläuft N. Phrenicus
-Sporader an Brust verursacht auch oft Serome (V. thoracica superficialis)
-Serome nicht zu früh spalten (3-5d, lt Vorl. 8d nach Entstehung), in dieser Zeit HAUT
KONTROLLIEREN
-Ablauf: Scheren, Lokalanästhesie, Spalten, Spülen, Drainage, Verband, Spülen, AB
(systemisch)
-Bewegung zum Ausmassieren
OCD?
Die Osteochondrosis ist als Folge einer fehlerhaften enchondralen Ossifiaktion anzusehen.
Primäre osteochondrotische Läsionen entstehen vor allem im Wachstumsknorpel im
artikulär/epiphysären Bereich. Die Primärläsionen sind sehr charakteristisch und meist
multifokal
Histologisch sind Unmengen von abnormal aussehenden, runden Knorpelzellen, die demnach
Folge einer Störung der enchondralen Ossifikation sind, auszumachen.
Durch die Störung der enchondralen Ossifikation entsteht ein übertrieben dickes
Knorpelgewebe, das über die Grenzen des Diffusionsgradienten hinauswächst und daher
nicht mehr über die Synovialflüssigkeit versorgt werden kann
Außerdem nekrotisieren kleine Blutgefäße
Eine defekte Gefäßversorgung kann demnach durch ischämische Nekrose zu einer
Schädigung des Knorpels führen
Das stark verdickte Knorpelgewebe ist anfälliger für mechanische Verletzungen und kann sich
vom subchondralen Knochen abspalten und freie Gelenkkörper bilden
Sekundär erfolgt meist eine Verknöcherung des freien Gelenkkörpers. Die freien Dissekate
können außerdem den umliegenden Gelenkknorpel schädigen und die Ursache für eine
degenerative Gelenkerkrankung im Sinne einer Arthropathia deformans darstellen
Ursachen (unklar)
- Trauma
- Bewegung
- Fütterung
- Hormone
- Genetik
- Wachstum
Radiologische Befunde:
Eine Osteochondrosis dissecans stellt sich röntgenologisch durch eine im Gelenk befindliche
isolierte Verschattung dar.
Allerdings muss nicht jede isolierte Verschattung immer sichtbar sein.
Oft ist nur noch ein sogenanntes „Mausbett“, eine von einem sklerosiertem Rand umgebene
Konturveränderung der Gelenkfläche, zu sehen. Außerdem ist es schwierig eine
Osteochondrose röntgenologisch zu erfassen, wenn sich die isolierte Verschattung noch im
knorpeligen Stadium befindet
DD:
-Chipfrakturen
-Arthritiden
-Knochenzysten
-degenerative Gelenkerkrankungen
-periostale Reaktionen an Bandansatzstellen
-Luxationen und Synovitis mit Zöttchenhypertrophie
-nichtentzündliche degenerative Veränderungen in Form einer Artropathia deformans oder
Arthritis et Periathritis chronica deformans
Therapie : Arthroskopie mit Entfernung des Gelenkskörperchens
Tetanus?
DD: Trauma (spinales Schocksyndrom), nutritive Muskeldystrophie
(Weißmuskelkrankheit)
- Symptome: Muskelspasmen, Trismus, Nickhautvorfall, steifer Gang,
gestreckter Hals/Kopf, steife Ohren, Sägebockstellung, akustische Reizbarkeit
- Tetanustoxin wird zwar irreversibel gebunden, aber Rezeptorblock wird
erneuert → dabei wird auch Toxin mit abgebaut → langsame kontinuierliche
Verbesserung
Druse?
Symptome: Fieber, Verdickung und Vereiterung regionaler Lnn. mit
Abszessbildung, Entzündung der SH im oberen RT (Nasenausfluss), Husten
- sehr kontagiös → Pferd isolieren!
- Diagnose: Symptome + BU Nasen-/Rachenausstrich
Aortenklappeninsuffizienz Pferd
Herzgeräusch in der Diastole, nur holodiastolische Herzgeräusche relevant
Klinische Symptomatik
- bei höhergradigen Aortenklappeninsuffizienzen hüpfender und pochender Puls
- verstärkte Karotispulsation,
-Tachykardie oder Tachyarrhythmie
-veränderte Schleimhautfarbe
- eventuell eine verlängerte kapilläre Rückfüllungszeit
-Leistungsminderung schon nach geringer Arbeit oder Symptome von Kreislaufschwäche
werden nur in den Fällen beobachtet, in denen die AoVI mit hochgradigen hämodynamischen
Störungen einhergeht.
Ätiologisch stehen degenerative Veränderungen der Semilunarklappen im Vordergrund.
Entzündliche Veränderungen im Sinne einer Endocarditis valvularis spielen eine bedeutende,
jedoch hinsichtlich der Häufigkeit des Auftretens eine untergeordnete Rolle. Parasitäre
Ursachen und angeborene Defekte sind selten.
Aortenklappeninsuff häufig mit anderen Klappeninsuffizienz, sowie mit Dilatation des li
Ventrikels vergesellschaftet (daraufhin dann oft Vorhofdilatation Folge)
Ein im finalen Stadium auftretendes Linksherzversagen im Sinne einer kongestiven dilatativen
Kardiopathie ist gekennzeichnet durch die Kardinalsymptome: Tachykardie (evtl.
Tachyarrhythmie), AoV-Insuffizienz, MV-Insuffizienz, ausgeprägtem 3. Herzton,
inspiratorischer Dyspnoe und Lungenödem. Unterbrust- und Unterbauchödeme verursacht
durch eine Kardiopathie sind Zeichen einer schwerwiegenden Erkrankung, häufig im
Endstadium.
Pneumothorax Pferd
Pneumothorax Pferd
-selten, va. Durch Traumen, Pleuropneumonie, Eingriffe an Atemwegen
-Luft strömt in Pleurahöhle ein
-Auskultation: Physiologische Lungengeräusche im dorsalen Thoraxbereich fehlen (evlt
schwierig zu hören, da subkutanes Emphysem)
-lebensbedrohlich
-Tachy-, Dispnoe
Cepesedan = Detomidinum
Pharmakodynamische Eigenschaften
Cepesedan enthält als wirksamen Bestandteil 4-(2,3-dimethylbenzyl)1H-imidazolhydrochlorid.
Die internationale Bezeichnung (INN) lautet Detomidinum. Detomidin führt zur Beruhigung
(Sedation) der Tiere und beseitigt Schmerzzustände. Dauer und Intensität der Wirkung
hängen von der verabreichten Dosis ab. Der Wirkungsmechanismus von Detomidin besteht in
einer ausgeprägten Stimulation zentraler Alpha-2-Adrenorezeptoren. Seine analgetische
Wirksamkeit beruht auf einer Hemmung der Übertragung von Schmerzimpulsen im ZNS.
Da Detomidin auch auf periphere Alpharezeptoren wirkt, kann es zum Blutzuckeranstieg und
in höheren Dosierungen zu Piloerektion, zum Schwitzen und zur Diurese kommen. Nach einer
anfänglichen Abnahme kommt es zum Blutdruckanstieg und zur Verlangsamung der
Herzfrequenz. Das EKG weist ein verlängertes PR-Intervall und beim Pferd einen leichten
AV-Block auf. Die geschilderten Erscheinungen sind vorübergehender Natur. Die
Atemfrequenz kehrt nach einer anfänglichen geringgradigen Abnahme wieder zum
Ausgangswert oder leicht darüber zurück.
Beim Pferd: kontraindiziert bei Herzproblematik und Atemwegserkrankungen, da
möglicherweise als NW Herzarythmien und atrioventrikulärer und sinuatiraler Block
Kolikkurs
-übliche Koliksymptome (…), Inappetenz, fehlender Kotabsatz
-fragen, was/wie lange Pferd bestimmtes Verhalten zeigt
-nicht fressen lassen
-bewegen
CAVE: hohe HF >> keine rektale Untersuchung, sonder GLEICH NSS (Herzfrequenz bis 40
ok, ab 60 NSS)
-immer Temp messen (!), da evlt. Peritonitis
(Fallbeispiel Kolikpferd mit Peritonits: Gabe von Penicillin (gram+), Genta (gram-),
Metronidazol (anaerobe)
-NSS schieben:
Leerer Eimer
Warmes Wasser
Trichter
Immer Nasenbremse (Cave Siebbeinblutung durch Abwehrbewegung, blutet
sehr massiv, ist aber wohl nicht gefährlich)
Beim Schieben in Oesophagus pusten
Pfd muss schlucken
>> Mageninhalt kommt raus
Oder >> Magenüberladung, dann 2-3l H2O in Sonde geben, Sonde dabei bewegen
-Wenn kein Reflux, rektale Untersuchung (evtl. Buscopan)
-evtl. Sedation mit Xylazin (eignet sich gut für NSS, aber cave, macht „schnelle Hinterhand“)
-NSAID
-Novaminsulfon (Metamizol)
In USA: Gabe von Flunixin-Muclonin (Cave, hochpotent, verbirgt evtl
Koliksymptome)
-weitere Untersuchung (in Klinik): U-Schall, Blut, Punktat
-Torsio coli >> Durchfall (wg. Toxinen)
-wenn Kolik nicht so akut, Ablauf: AU, RU, NSS, Novaminsulfon und Buscopan, Eingabe von
ca. 3l Paraffin (nicht machen, wenn bereits klar ist, dass OP gemacht wird)
-Infusion
-Sandkolik: Kot mit Wasser im Rektalhandschuh aufhängen >> Ablagerung Sand in
Handschuhfingern
EMND (Equine Motor Neuron Disease)
Pathogenese:
- Degeneration der Motoneuronen im Rückenmark und Hirnstamm
- Ursache ist unbekannt
- es wird vermutet, dass Störungen des antioxidativen Metabolismus vorliegen
- die Vitamin E Serumkonzentration ist vermindert
- schlechtes Heu oder Gras sind prädisponierend
Klinik:
- Gewichtsverlust
- tiefe Kopf-Hals-Haltung
- progressive Schwäche
- “Elephant on a ball”, die Pferde können nicht ruhig stehen
- Muskelatrophie und -zittern (als Zeichen einer Läsion der unteren Motoneuronen)
- spätes Stadium: Beteiligung des GIT mgl. und Festliegen
Diagnose:
- Muskelbiopsie aus M. sacrococcygeus dorsalis medialis (hier sind besonders viele
Fasern vom Typ 1)
- Spontanaktivität im Elektromyogramm
- Anstieg der Muskelenzyme im Blut
- ophtalmologisch sieht man rautenförmige gelbbraune Verfärbungen des Tapetum
lucidums
Therapie:
- Vitamin-E-Gaben (4000-6000 IE)
Larvale Cyathostominose
Cyathostominae = Unterfamilie der kleinen Strongyliden
Epidemiologie
Ausscheidung der Eier mit dem Kot
Entwicklung bis zur infektiösen L3 (Voraussetzung Feuchtigkeit und Wärme)
Infektion oral-alimentär (v.a. Weide) oder orale Schmutzinfektion (Stall)
L3 häuten sich in Dickdarm-Schleimhaut zu L4 (histotrophe Phase)
Rückkehr ins Darmlumen, Entwicklung zu adulten Würmern
Hypobiose : verzögerte Entwicklung; Larven liegen enzystiert in der Schleimhaut vor
(dunkle/gelbliche/rötliche Knötchen)
Präpatenz: 5-15 Wochen
Patenz: bis zu 3 Jahre
Klinik
meist keine klinischen Symptome bei infizierten Pferden
Larvale Cyathostominose
- durch synchrones Austreten der Larven aus der Dickdarm-Schleimhaut
- v.a. Pferde im Alter von bis zu 6 Jahren
- saisonal gehäuft im Winter/Frühjahr
- akute/persistierende Diarrhoe, Gewichtsverlust, Fieber und Kolik, Ödeme an Glm.
und Unterbauch
- Hypalbuminämie, β-Globulinämie, evt. Anämie
Diagnose
Einachweis im Kot (Flotationsverfahren)
Therapie
makrozyklische Laktone (Ivermectin)
Benzimidazole (Fenbendazol) -> Eizahlreduktionstest, da Resistenzen
Tetrahydropyrimidine (Pyrantelembonat)
klinisch manifest erkrankte Pferde aufstallen, schonen
Prophylaxe
Wurmkur mind. 2x jährlich
intensive Weidepflege (Kot einsammeln, Ausmähen)
Prognose
Todesfälle möglich
massive Malabsorption durch Larven
Entwurmung tötet nur adulte Würmer; Endotoxinschock möglich
Differentialdiagnosen bei Durchfall
Bakterien: Salmonellen, Clostridien-Toxine, E.coli
Parasiten: kleine Strongyliden, Bandwürmer
medikamentöse Behandlung:
Antibiotika-assoziierte Diarrhoe, NSAID-induzierte Rechtsdorsal-Kolitis
Neoplasie: Lymphom, Plattenepithelkarzinom
Organinsuffizienz: Leber, Niere, Herz
- orale Aufnahme großer Mengen Sand
- Stress, plötzliche Futterumstelung
- Vergiftungen
spezielle Differentialdiagnosen bei Fohlen
Bakterien: Clostridien-Toxine, Salmonellen
Rhodococcus equi (1-6 Monate), Lawsonia intracellularis (2-12 Monate)
Viren: Rotaviren, (Corona-/Adenoviren)
Parasiten: Strongyloides westeri, Cryptosporidium parvum
- Fohlenrosse-Durchfall (Anpassung der Darmschleimhaut an erste Futteraufnahme)
- Darmschädigung nach Asphyxie
- Aufnahme von zu viel Milch/ Milchaustauscher
- Laktoseintoleranz
COB (Chronisch obstruktive Bronchitis / Bronchiolitis)
!Ausschlussdiagnose
Symptome: (Alter meist 12-24Jahre)
- Leistungsminderung
- Husten
- vermehrt Sekret in den tiefen Atemwegen für mehr als 6 Wochen
Auslöser:
- Gase, Staube -> Schimmelpilzsporen (Gram-negative Bakterien)
- evtl unausgeheilte Virusinfektion
- Genetisch bedingt
- Potenzierung bei Belastung durch exogene Faktoren -> Kontraktion der Atemwege
-> keine vollst. Regeneration
Diagnostik:
- >20% neutrophile Gran.
- Albumin: 30g/l
-Differenzierung über Globuline
Behandlung:
-Prednisolon (Glukokortikoid) 1mg/kg über min 4 Wochen
NSAIDs, Wirkung auf Gastrointestinaltrakt
(Synonym: Antirheumatika, Antipyretika)
-> Analgetischer Effekt bei entzündlichen Schmerzen
-> Hemmen Prostaglandin-, Thromboxan-, und Prostacyclinsythese (Durch COX1/COX2
Hemmung)
Wirkung:
-Analgesie: PGE2-Senkung (ZNS und Peripher)
-Antipyretisch: PGE2-Senkung (ZNS)
-Antiphlogistisch: PGE2-Senkung (Peripher)
-Thromboseprophylaxe (vor allem Acetylsalicylsäure)
-Colonkrebsprophylaxe (Cox2 Hemmung)
! Nebenwirkung: Reizung des Magen-Darm-Trakts
durch:
1: Vasodilatation (PG´s)
2: verminderte Schleimproduktion, erhöhte Magensäuresekretion (Durch erniedrigtes PGE)
3: Bei sauren ASS -> Anreicherung in den Mukosazellen
4: Blutungen durch Thromboxansenkung
-> Lieber Selektive COX 2 Hemmer
Rechts dorsale ulzerative Kolitis
Symptome:
- Fieber
- Kolik
- Lethargie
- Anorexie
- Endotoxämiesymptome
- Gewichtsverluste
- chronischer Durchfall
- periphere Ödeme
- Laminitis
Auslöser:
- Ulzeration der GIT-Mukosa
- Blutungen
- exsudative Enteropathie (Eiweißverlust)
- Aufflackern einer bestehenden Kolonentzündung
Diagnostik:
- Neutropenie
- Leukozytose
- steigender Hkt.
- Hypoproteinämie
- Hypokalziämie
- erniedrigtes Kalium
- erniedrigtes Natrium
- erhöhte Leberenzyme
IBD
„Inflammatory bowel disease“ = chronische Darmentzündung (v.a. Dünndarm betroffen)
Formen:
-granulomatöse
-lymphozytäre
-eosinophile Enteritis ( → MEED „multisystemische-eosinophile-epitheliotrope Krankheit)
Symptome = unspezifisch und variieren je nach Schweregrad, Ausdehnung und Lokalisation
-Abmagerung
-Malabsorption (Dünndarm betroffen)
-Durchfall (wenn Entzündung bis in den Dickdarm reicht)
-Hypoproteinämie
-rezidivierende Koliken
-bei MEED auch Dermatitis und eosinophile Infiltration in andere Organe (auch Blut)
Diagnose
-über klinische Symptome
-Laboruntersuchung (vermindertes Gesamtprotein, v.a. vermindertes Albumin)
-Ultraschall (segmental verdickte Darmwand)
-Malabsorption (mittels Glucose- oder Xyloseabsorptionstest → wobei an unserer Klinik wohl nur
der Glucoseabsorptionstest gemacht wird, weil Xylose teurer ist)
-genaue Diagnose nur über Biopsie (aber Laparoskopisch nur bis zum Duodenum zugänglich und
Rektal nur sinnvoll, wenn Infiltration bis zum Rektum reicht) → und Frage ob das sinnvoll ist,
weil die Therapie gleich bleibt
Differentialdiagnose
Generelle Infektionserkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Colitis und Lymphom
Prognose
Bei klaren Hinweisen auf IBD ist die Prognose laut Literatur mittel- bis langfristig ungünstig bis
schlecht, je nach Ansprache auf Therapie. Laut Julia ist die Prognose eher „optimistisch“
Therapie
Glukokortikoide = Mittel der Wahl
(anfangs Dexamethason 0,02-0,04 mg/kg injiziert, dann Prednisolon 1 mg/kg oral)
CNI
Crea + Urea erhöht = Azotämie
- praerenal durch Schock (verminderte Nierenperfusion (meist folgend dann renal)
-renal durch Niereninsuffizienz (fehlende Filtrationsleistung)
-postrenal durch Blasenruptur, -Stein
Akute Niereninsuffizienz: Zellgehalt erhöht im Sediment (Zylinder → durch
Sauerstoffunterversorgung abgestorbene Tubuluszellen), Erys im Urin, spG erniedrigt
= Isostenurie (1,012) (Urin entspricht Plasma)
CNI: Protein und Glukose erhöht im Urin, Hypercalcämie im Blut, oft SH Ulcera durch
Ammoniak (Harnstoff von Bakterien in Ammoniak umgewandelt, greift SH an; wenn im
Darm dann Verlust von Protein → Hypoalbuminämie), Zahnstein, oraler
Ammoniakgeruch
Ataxie- Traber
Ataxie an der Hinterhand ca 1 Grad schlimmer als vorne, da sich
typischen Läsionen oder Stenosen im Bereich C2-5 befinden und dort die Nervenbahn
der Hinterhand weiter lateral im Rückenmark liegen als die der Vorderhand → werden
schneller und stärker komprimiert
Ursache für diese druckbedingte Degeneration ist oft zu starkes Wirbelwachstum und
zu starke Verknöcherung (deshalb zB bei Trabern, bekommen viel Kraftfutter und
sollen schnell wachsen und für Rennen bereit sein), auch genetische Komponente
vermutet
Embryotransfer
Zyklussynchronisation zweier Stuten mit Regumate (0,04 mg/kg), Wirkstoff ist
Altrenogest, es reduziert die Ausschüttung von LH und FSH und unterdrückt so den
Östrus
● mit PGF2a kann die Luteolyse eingeleitet werden (zusätzliche Wirkung ist
zunehmendes Follikelwachstum und Kontraktion der glatten Muskulatur -> NW ist
starkes Schwitzen)
● mit hCG kann eine Ovulation ausgelöst werden (Voraussetzung ist ein Follikel mit
mind. 3,5 cm + Ödematisierung des Uterus), der Eisprung erfolgt 36-48 Stunden nach
Applikation
- hCG kann auch bei Kryptorchismus eingesetzt werden, es stimuliert die
Testosteronausschüttung sodass sich der Hoden über Testosteron nachweisen lässt
- Dosierung hCG: 1500 IE
Postbreeding Endometritis
12-48h nach Besamung kann es zu einer sterilen
Entzündung als Reaktion auf das Sperma als “Fremdkörper” geben, sodass die Stute nicht
aufnimmt (daher am besten Nachschallen)
Fohlenrosse
tritt 6-20 Tage nach Geburt ein (je später die Besamung desto
unwahrscheinlicher ist ein Erfolg, weil die Stute mit zunehmendem Alter ihres Fohlens bei
Fuß mehr Energie für die Milch benötigt und nicht genügend Energie für einen neuen
Embryo übrig bleibt)
Spermaqualität
Geruch neutral, Farbe elfenbein,
Konsistenz wässrig/milchig/molkig/rahmig
Mindestanforderungen an Sperma (mind 40 ml, Konzentration mind. 100 Mio/ml, Mobilität
mind. 70%, vorwärts mind. 50%
Haltbarmachung von Sperma
1. frisch bei 16°C, 2. gekühlt bei 4-5°C + Puffer, 3.
gefroren mit flüssigem N bei -195°C + Glycerin als Frostschutz
Nennen Sie den 13 Punkte-Plan der klinischen Allgemeinuntersuchung beim Pferd
1. Körperhaltung
2. Verhalten
3. Ernährungszustand
4. Pflegezustand
5. Habitus
6. Atemfrequenz
7. Pulsfrequenz
8. Körpertemperatur
9. Nasenausfluß
10. Spontaner Husten und Auslösen des Hustenreflexes
11. Unterkieferlymphknoten
12. Sichtbare Schleimhäute
13. Herz/Lungenauskultation (Übersicht)
Um ein infektiöses Geschehen im Einzeltier oder im Bestand, aber auch um das Einschleppen von potentiellen Krankheitserregern in eine Klinik zu reduzieren - welche Fragen stellen Sie einem Besitzer im Rahmen der Anamneseerhebung und auf welche klinisch relevanten Parameter achten Sie besonders?
Dauer der Erkrankung: perakut, akut, subakut, chronisch
Art und Entwicklung der Erkrankung: kennzeichnende Leitsymptome (Husten, Fieber,
Ödeme,
ZNS, Nasenausfluß), Begleitumstände (Haltung, Nutzung, Kontakt zu stallfremden Pferden,
Neuzugänge im Bestand, Transporte, Deckakt), wiederholtes Auftreten der Krankheit,
andere
Pferde im Bestand betroffen
Vermutliche Ursachen der Erkrankung: Fütterung, Haltung, Pflege, Neuzugänge im Bestand,
Verwendungszweck
Vorbehandlungen: Krankheitserscheinungen können durch Vorbehandlungen verändert sein
Woran erkennen Sie eine anaphylaktische Reaktion auf eine Medikamentengabe bei einem
Pferd?
Pferd?
Kalter Schweiß
Kalte Haut
Erhöhte Herzfrequenz
Initial porzellanweiße, dann schmutzig rote Schleimhäute (bis blaue)
Erhöhte Atemfrequenz
Blutdruckabfall
Welche Maßnahmen ergreifen Sie bei einer anaphylaktischen Reaktion bei einem Pferd?
Venenverweilkatheter und Flüssigkeitszufuhr
Schnellwirksames Kortikiod
Adrenalin
Welche Stellen am Pferd eignen sich für intramuskuläre Injektionen (Vorteile, Nachteile, Einschränkungen)? Wie führen Sie eine i.m. Injektion beim Pferd durch?
Halsbereich: in der Mitte eines Dreiecks, das durch Nackenband Halswirbelsäule und
kranialem Rand des kranial am Schulterblatt gelegenen M. Subclavius, Injektion durch die
Pars Cervicalis des M. Trapezius hindurch in den M. Splenius cervicis oder in den ventral
folgenden M. Serratus ventrales cervicis. Faszien können Drainage des Sekrets behindern,
viele Strukturen die im Fall eines Spritzenabszesses geschädigt werden können, eitriges
Sekret versackt zwischen den Faszienblättern im Bereich des Schulterblattes
Vorderbrustbereich: M. Pectoralis descendens, nie bei Deckhengsten da sie aus
Folgeschmerz nicht mehr springen! Abszesse können gut gespalten und behandelt werden,
nicht in der Nähe der mittleren Brustfurche (Verletzungen Brustbein, Brustbeinfistelbildung),
Spritzenabszesse können gut behandelt werden
Schultergliedmaße: M. Triceps brachii, lateral in das distale Caput longum, Handbreit kranial
in des Margo tricipitalis in kranialer und dorsomedialer Richtung, viele Strukturen die im Fall
eines Spritzenabszesses geschädigt werden können
Beckengliedmaße: M. Semitendinosus, 120-160mm distal des Sitzbeinhöckers, zu weit lateral
und zu weit distal liegt im Bereich des M. Biceps femoris und kann die hier liegenden Venen
oder den N. Ischiadicus (oder seine Äste) schädigen, Gefahr einer iatrogen verursachten
Blutung oder Lahmheit, Spritzenabszesse können gut behandelt werden
Injektion: Desinfektion der Injektionsstelle, Antippen der Haut als Vorankündigung für das
Pferd (außerhalb der desinfizierten Stelle), Kanüle komplett senkrecht einstechen, Spritze
aufsetzen, aspirieren, injizieren, herausziehen
Wie erkennen Sie eine i.m. Injektionsstelle, die sich entzündet hat? Die sich durch
Anwesenheit von anaeroben Bakterien entzündet hat?
Warme, schmerzhafte, umschriebene Umfangsvermehrung an den bekannten
Injektionsstellen, kann mit Fieber einhergehen, Abgekapselter Eiter, zuerst fest, dann
fluktuierend. Diagnose durch Tastbefund und Allgemeinuntersuchung, Ultraschall, Punktion,
Bakteriologische Untersuchung
Welche Stellen am Pferd eignen sich für intravenöse Injektionen (Vorteile, Nachteile, Einschränkungen)? Wie führen Sie eine i.v. Injektion beim Pferd durch?
V. Jugularis externa: am Übergang des oberen in das mittlere Halsdrittel, da hier der M.
Omohyoideus auf der Innenseite der V. Jugularis externa verläuft und die sie von der in der
Tiefe liegenden A. Carotissinus Communis trennt; kräftig ausgebildeter M. Cutaneus coli
erschwert die Lokalisation und Injektion, da die Vene schlecht zu orten ist und man tiefer
stechen muß, Abwerhbewegungen können die Kanüle herausrutschen lassen; paravenöse
Verabreichung kann zu erheblicher Gewebereizung, Paraphlebitis, Thrombophlebitis mit
Verschluß der Vene führen
V. Epigastrica cranialis superficialis: kaudal der Schultermuskulatur, in Höhe der 6. Rippe in
der tastbaren Lücke zwischen dem Dorsalrand des M. Pectoralis profundus, diesem
anliegend, und den Zacken des M. Serratus ventralis thoracis wird die V. Thoracica
superficialis gestaut, gut zwei Handbreit kaudal über der Trizepsmuskulatur, also in etwa über
der 10. Rippe wird die mit angestaute V. Epigastrica cranialis superficialis bei flachem
Herzwärts gerichtetem Einstich punktiert
V. Cephalica: caudal des Margo medialis radii, wird medial am Radius punktiert (Fohlen,
wegen Abwehrbewegungen, Gefährdung TA)
Intravenöse Injektion: Desinfektion, Körpernah anstauen, Einstich der Kanüle mit sichtbarem
Anschliff in Winkel von 45° bis Blut kommt, flach in die Vene vor schieben, umgreifen
(Zeigefinger zwischen Kanüle und Haut zum Anstauen, Daumen und Zeigefinger halten
Kanüle fest), Spritze aufsetzen und aspirieren, injizieren, aspirieren nochmals injizieren (um
Medikament auszuspülen), weiter distal stauen (um Kanüle nicht in die Vene zu drücken),
Spritze herausziehen