VWL - Die Marktwirtschaft

Wie funktioniert die Marktwirtschaft, Marktversagen, Die Bedeutung der Eigentumsrechte, Die Rolle des Staates, Staatsversagen, Wirtschaftsordnung in der Schweiz

Wie funktioniert die Marktwirtschaft, Marktversagen, Die Bedeutung der Eigentumsrechte, Die Rolle des Staates, Staatsversagen, Wirtschaftsordnung in der Schweiz


L. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der Marktwirtschaft, geeignet für Fortgeschrittene. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Marktmechanismen, Güterarten, Marktversagen und die Rolle des Staates, wobei Begriffe wie Konsumentenrente, Produzentenrente und Wohlfahrt vertieft werden. Besonders nützlich für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die die Funktionsweise von Märkten und die Auswirkungen staatlicher Eingriffe verstehen möchten.
Flashcards
35
Students
4
Language
German
Category
Macro-Economics
Level
Other
Created / Updated
22.08.2017 / 20.06.2019

Flashcards

Was ist der Markt?

Verfahren, bei dem durch das Zusammenwirken von Anbietern und Nachfragern Entscheidungen über den Preis und die Menge von Gütern und Produktionsfaktoren getroffen werden.

Wie funktioniert die Marktwirtschaft?

Was soll produziert werden?
Welche Güten sollten in welcher Menge produziert werden und wer entscheidet darüber?

Wie soll produziert werden?
Mit welchen Produktionsverfahren und wo soll produziert werden und wer entscheidet darüber?

Für wen soll produziert werden?
Wer erhält was und wie viel vom Produktionsergebnis und wer entscheidet darüber?

Auf den Märkten werden die drei zentralen Probleme der wirtschaftlichen Ordnung gelöst.

Markt- und Preismechanismus

Anbieter sollen Güter herstellen, welche die Konsumenten wünschen.

Marktversagen bei asymmetrischer Information

- Marktteilnehmer haben oft Informationsdefizite

Bspw. Herr Fahrlehrer, brauche ich mehrere Fahrstunden?

Befragter hat Anreiz, Antwort zu geben, die ihm selber Einnahmen ermöglicht. Richtigkeit der Antwort ist schwer überprüfbar.

Preisfunktionen

1. Informationsträger   
signalisiert, ob es sich lohnt, von einem Gut herzustellen
(Steigende Preise, Angebot im Vergleich zu Nachfrage ist gering)
 

2. Steuerungs- und Allokationsfunktion
Welche Güter, in welchem Verfahren und mit welchen Mitteln wo und wann hergestellt werden. 
Knappe Ressourcen werden dorthin gelenkt, wo Verwendung am dringedsten ist.


 

Allokation

Zuweisung der verfügbaren Mitteln (Ressourcen) an die Herstellung von bestimmten Gütern

Effiziente Allokation:
Vorhandene Mittel werden in ihrer produkivsten Verwendung eingesetzt, Gesamtprodukt wird maximiert.

Markteffizienz

Aus vorhandenen Mitteln wird das Beste gemacht.

Die unsichtbare Hand von Adam Smith

Um einen optimalen Gewinn zu erzielen, bietet jeder Produzent das an, was der Konsument kaufen will. Durch den Kauf bzw. Verkauf steigert der Konsument als auch der Produzent seinen Nutzen. Die Maximierung des Eigennutzens maximiert so auch das gesellschaftliche Wohl, welches eine unbeabsichtigte Folge der individuellen Handlungen ist, die durch den Markt- und Preismechanismus – die unsichtbare Hand – aufeinander abgestimmt werden. 

Bedeutung Marktversagen

Wenn Koordination und Allokation durch Marktmechanismums unter bestimmten Bedingungen unvollkommen wird und zu Nebeneffekten führt.

Marktversagen bei Wettbewerbsbeschränkungen

Es werden künstliche Knappheiten geschaffen, die es den Anbietern ermöglichen, ohne Steigerung der Leistungsfähigkeit, überdurchschnittliche Profite zu erzielen (rent seeking = unverdientes Einkommen)

- Unternehmen sind zu ständigen Verbesserung der Leistung im Interesse der Konsumenten gezwungen, dazu braucht es Anstrengungen

- Der rational handelnden Mensch sucht nach Wegen, diese Anstrengungen zu vermeiden und trotzdem Gewinne zu machen, bsp. Beschränkung des Wettbewerbs.

Diverse Wettbewerbsbeschränkungen:
- Zölle und Einfuhrkontingente
- Produkt- und Produktionsnormen
- Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert
- Kooperation mit Konkurrenten

Marktversagen bei öffentlichen Gütern

Güter, die von privater Seite nicht angeboten werden, obwohl kaufkräftige Nachfrage vorhanden ist.

Um Gut privat produzieren zu können, muss das Recht auf den Konsum des Gutes auf bestimmte Personen beschränkt werden. Nur derjenige der bereit ist, für das Gut zu bezahlen, darf in Genuss des Gutes kommen. Alle anderen werden ausgeschlossen.

Funktioniert Ausschlussprinzip nicht, sind die einzelnen Nachfrager nicht bereit, dafür einen Preis zu bezahlen, deshalb finen sich auch keine Anbieter.

Nicht-Rivalität im Konsum

Wenn die Nutzung eines Gutes durch ein Individuum die Nutzung durch jemand anderen nciht beeinträchigt.

(Niemand ist bereit, für das einen Preis zu bezahlen)
Bsp. Alle Wanderer profitieren von der guten Alpenluft

Wann spricht man von öffentlichen oder Kollektivgütern?

Wenn bei einem Gut sowohl das Ausschlussprinzip als auch die Rivalität im Konsum nicht funktionieren.

- öffentliche Sicherheit
- Strassenbeleuchtung
 

"Free-rider-Haltung", es kommt nicht zur Nachfrage und damit zur Produktion solcher Güter.

Marktversagen bei externen Effekten

 

- nict alle Kosten, die bei der Produktion oder beim Konsum anfallen, werden vom Verursacher getragen

Externe Kosten
Bspw. Wohnung an der Autobahn, Bewohner wird von Autofahrer durch Lärm und verschmutzte Luft belästigt, der Verursacher muss nichts dafür bezalen.

Externes Nutzen:
Renovierung altes Haus verschönert Dorfbild und erfreut alle Betrachter, mit Humor Kollege zum Lachen bringen. Auch hier funktioniert Ausschlussprinzip nicht, niemand ist bereit, einen dem Nutzen entsprechenden Preis zu zahlen --> zu wenig Güter mit externen Nutzen werden produziert.

 

Adverse selection = falsche Auslese

die "guten" Teilnehmer im Markt verbleben nicht, sondern die "schlechten"

Bspw. Versicherungsprämie, Versicherung hat die Kunden, die sie eigentlich nicht möchte, diejenigen mit hohen Wahrscheinlichkeit eines Schadenfalles. Versicherung muss Prämien erhöhen, und gute Kunden gehen weg.
 

Bedeutung Eigentumsrechte

Wenn es an der richtigen Verankerung der Eigentumsrechten fehlt, leistet der Markt nicht, was wir von ihm erhoffen.

Öffentliche Güter

z.B. Luft, nicht rivalisierend im Gebrauch, niemand kann ausgeschlossen werden im Gebrauch

Allmendegüter

Ausschlussprinzip funktioniert nicht, sind aber rivalisierend.

Bsp. Fisch --> Nur einer kann ihn fangen, jedoch ist es unmöglich, auf einen Fkisch ein Eigentumsrecht durchzusetzen. Alle haben Zugang ufs Meer.

Die Rolle des Staates

Festlegen von Spielregeln (Rahmenbedingungen)

Der Staat garantiert Eigentums- und Vertragsrechte und stellt die Voraussetzungen für einen funktionierenden Wettbewerb sicher. Staatliche Massnahmen dienen der Verhinderung von Marktversagen, der Gewährleistung einer gerechten Einkommens- und Vermögensverteilung und der Förderung der wirtschaftlichen Stabilität.

 

Kartellgesetz

Dadurch wird der Schutz des Wettbewerbs in der Schweiz erfüllt.

 

Die 3 Hauptpfeiler des Kartellgesetzes

- Fusionskontrolle
- Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen
- Bekämpfung von Kartellen

Kartellen = Absprachen zwischen Unternehmen zur Preissetzung, Mengen- oder Gebietsaufteilungen.
Unternehmensgruppen die sich absprechen, um eine Monopolstellung zu erlangen

Welche Behörden sind für den Schutz des Wettbewerbs in der Schweiz zuständig?

Wettbewerbskommission
Preisüberwachung (darf Preissenkungen empfehlen oder sogar verfügen)

Staatsversagen

Staatliche Eingriffe bergen die Gefahr, dass Marktversagen durch Staatsversagven ersetzt wird. Dann ist der Staat nicht mehr Wettbewerbsförderer sondern Wettbewerbsbehinderer.

-Wenn ein Staat versucht wirtschaftliche Probleme kann er das Gegenteil bewirken:


-Regulierungskosten: Um das Problem zu untersuchen entstehen enorme Kosten.
 

-Verzerrung der Allokationseffizienz: Parallelimprote für Medis werden verboten und der Preis zu Lasten der Konsumenten hochgehalten.
 

-Politisch motivierte Entscheidungen: Wenn Politiker wieder gewählt werden wollen machen sie leere Versprechen

Liberalismums

Der Liberalismus ist eine politische Grundhaltung, welche die persönliche Freiheit gegenüber der staatlichen Gewalt betont (liber = lateinisch «frei»). Vertreter des Liberalismus setzen sich für eine freie Marktwirtschaft und aussenpolitische Öffnung ein.

Gesetze, die es erlauben, von den marktwirtschaftlichen Grundprinzipien abzugehen

  • Erhaltung und Förderung gefährdeter Wirtschaftszweige und Berufe

  • Schutz wirtschaftlich bedrohter Landesteile

  • Preisüberwachung

  • Mieterschutz

  • Erhaltung einer gesunden Bauernschaft

  • Bodenrecht, Raumplanung

Unterschied Plan- und Marktwirtschaft

In der Marktwirtschaft werden Produktions- und Konsumentscheide vom Markt kooridiniert (unsichtbare Hand, Angebot/Nachfrage) und bei der Planwirtschaft durch eine zentrale Planungsbehörde geplant

Produzentenrente

Erlös eines Produzenten für ein Gut, abzüglich der Kosten, die ihm für den Erwerb oder die Herstellung des Gutes entstanden sind

Konsumentenrente

Zahlungsbereitschaft eisen Konsumenten für ein Gut, abzüglich des Preises, den er dafür tatsächlich bezahlen muss

Wie nennt sich die Summe aus Produzenten- und Konsumentenrente?

Wohlfahrt

Was kann mit der Wohlfahrt passieren wenn der Marktpreis neu gesetzt wird?

Wohlfahrtsverlust

Welche Güter sind ausschliessbar und rivalisierned?

Private Güter (z.B. Äpfel)

Welche Güter sind nicht ausschliessbar und rivalisierned?

Allmendgüter (z.B. Fischbestände)

Welche Güter sind ausschliessbar und nicht rivalisierned?

Clubgüter (z.B. Netflix)

Welche Güter sind nicht ausschliessbar und nicht rivalisierned?

Öffentliche Güter (z.B. Satz des Pythagoras)

Was nennt sich Rent-Seeking?

Durch einsetzen von Ressourcen und politischen Prozessen versuchen sich einen eigeten Vorteil zu erschaffen, anstatt die Ressourcen sinnvoll zu verteilen

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