ETHZ


A. K.
Diese Lernkarten decken die Grundlagen des Untertagbaus auf Universitätsebene ab. Sie behandeln Themen wie die Berechnung der Druckfestigkeit, verschiedene Bauweisen und Betriebsweisen, sowie die Vor- und Nachteile von Ankern und Stahlbögen. Zudem werden Versagensmechanismen, Bruchmechanismen und die statische Wirkungsweise von Spritzbeton erläutert. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende und Ingenieure, die sich mit den technischen Aspekten des Tunnelbaus und den notwendigen Maßnahmen zur Sicherung und Stabilisierung von Tunnelbauwerken auseinandersetzen.
Cartes-fiches
38
Utilisateurs
10
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
20.08.2017 / 05.07.2023

Cartes-fiches

Kriterien zur Wahl der Linienführung

-Zwangspunkte

-Funkirion (Streckenkonzept)

-Umweltschutz

-Topographie

-Lage der Portale

-Geologie, Hydrologie

-Mögliche Zwischenangriffe

-Bau- u Betriebslüftung

-Wirschaftlichkeit

-Gefährdung benachbarter Objekte

-Baumethoden

-Vorschriften

Längsgefälle Grenzwerte

min. 5%

max. 2% (Bahn), 15%(Strasse)

Normalprofil

Typischer QS mit Angaben über Ausbau, Abdichtung, Entwässerung, Innenausbau, Nutzräume und Betriebsausrüstung

Ausbruchsicherung

Massnahmen zur gewährung der Arbeits-, Standsicherheit und Begrenzung der Verformungen

min R (Ausbruchradius)

Rmin(Nutzraum) + dT(Toleranz+Verformungen) +dV(Verkleidung)+dA(Ausbruchsicherung) (+ Raum für spätere Massnahmen in Rmin)

Längslüftung max. Länge

700-1000m (Richtungsverkehr)

500-800m (Gegenverkehr)

Typischer Aufbau zweischaliger Ausbau

1. Aussenschale aus Spritzbeton

2. Abdichtung

3. Innenschale aus Ortbeton

Abdichtung und Entässerungssystem

-Ableitkonzept: ohne Aufstau des Grundwassers, drainiert, getrennt vom Betriebswasser -> Beeinflussung des GWS (Setzungen)

-Verdrängungskonzept: Rundumabdichtung, Aufbau Wasserdruck

Ablauf Tunnelvorhaben (Phasen)

Projektietungsarbeiten

Genehmigungsverfahren

Ausschreibung - Angebot - Vergabe

Bauausführung

Ausrüsungen

Projektierungsphasen

Planungsstudie

Vorprojekt

Auflageprojekt

Genehmigungsprojekt

Bauprojekt

Vorbeireitung der Ausschreibungsunterlagen

Ausschreibung

Vergabe

Detailpläne erstellen

Bauarbeiten Ausführen

Ausrüstungen installieren

ggf. Probefahrten

Zyklus Vortrieb

Lösen

Ausbruchsicherung

Nachziehen Versorgung

Wasserhaltung

Abdichtung und Verkleidung

Ausrüstungen

Tragwerk

Bauteile die für Stabilität und Formerhaltung notwendig sind

Kern

Gebirge innerhalb des zukünftigen Tunnels

Einwirkung / Auswirkung Tunnelbau

Einwirkung = Wegfallen der stützenden Wirkung des Kerns

Auswirkung = Verformung oder Instabilität

 

Mögliche Gefährdungsbilder

Niederbruch / Instabilität der Ortsbrust

Steinfall

Tagbruch

Querschnittsverengungen

Oberflächensetzungen

Auflockerungsdruck

Echter Gebirgsdruck

Quelldruck

Wassereinbruch

Tragwerksgestaltende Massnahmen

Geometrische Massnahmen: Linienführung, Systemwahl,... (Einwirkungen)

Stützende Massnahmen: Anker, Verzug, Spiesse,... (Stützwirkung des Kerns kompensieren)

Baugrundverbessernde Massnahmen: Drainage, Injektion,... (Versteifen, verfestigen,...)

 

 

Tunnelstatik

Grundlage der Tragwerksanalyse (=Ermittlung von Auswirkungen)

-> Beuhrteilen des Gebirgsverhalten und Gefärdungsbilder, sowie Wirksamkeit der Massnahmen prüfen

initiale Spannungen

Sigma(y0) = gamma*T

Sigma(x0) = K*Sigma(y0)

K Seitendruckkoeffizient

K = 1-sin(phi) (normalkonsolidert)

K = 0,7 ...1,0 oder höher (überkonsolidiert)

lin.-el. Spannungs- und Verschiebungsverlauf

Sigma(r) = Sigma(0) - (Sigma(0) - Sigma(a)) * (a/r)^2

Sigma(t) = Sigma(0) + (Sigma(0) - Sigma(a)) * (a/r)^2

Verformungen (el. Gebirgskennlinie)

u(r) = (1+v)/E*[sigma(0) -sigma(a)] * a^2/r

Gebirgskennlinie

Zusammenhang zwischen Ausbauwiderstand und der Radialverschiebung am Ausbruchsrand

Bruchbedingung

sigma(t) < m * sigma(a) + sigma(d)

-> System bleibt elastisch

m

[ 1 + sin(phi) ] / [ 1 - sin(phi) ]

Spannung am Rand der pl. Zone

sigma(roh) = [2 * sigma(0) -sigma(d) ] / (m+1)

Coulomb (T= )

N*tan(phi) + c*B*H/cos(omega)

Bruchmechanismen

Ablösen

Gleiten

Kippen

Spritzbetonverfahren: Vor- und Nachteile

trocken:

+einfache Handhabung

+geringe Investitionen

-mehr Rückprall

-grosse Staubentwicklung

-geringe Leistun

nass:

+weniger Rückprall

+gute Leistung

-Roboter erforderlich

-Unterhalt

-nur für grosse Kubaturen rentabel

 

stat. Wirkungsweise von Spritzbeton

Schale (30cm)

Versiegelung (5cm)

Spritzbeton (Vor- und Nachteile)

+sattes Anliegen am Gebirge

rel.schnell wirksame Sicherung

anpassungsfähig

-Staubbildung

Erfahrung nötig

keine Gewölbewirkung

sprödes Versagen

Kontrolle schwirig (var. QS)

Stahlbögen ( Vor- und Nachteile)

+sofortiges Tragvermögen

duktil

- Kraftübertragung schwierig

Hinterfüllung

hohe Materialkosten und Zeitaufwand

Ankertypen

Expansionsanker

Mörtelanker

Kunstharzklebeanker

Spreizhülsenrohranker

Swellex-Anker

schwere Anker

Versagensmechanismen Anker

Bruch des Ankerstabs

Versagen der Verankerung ausserhalb des Bruchkörpers

Versagen der Verankerung im Bruchkörper

Anker (Vor- und Nachteile)

+Anpassungsfähig und Kombinierbar

-Gebirge mit kleiner Scherfestigkeit nicht möglich

-Korrosionsanfällig

Bauweise / Betriebsweise

Bauweise = Art der Wuerschnittsunterteilung

Betriebsweise = Vorgehensweise in der Längsrichtung

Systemabgrenzung Tunnel

tiefliegend: 2-3 D rund um Tunnel

oberflächennah: bis OKT

Auflockerungsfaktor kappa

1 < kappa < m

kappa = [1+sin(dilatanzwinkel)] / [1-sin(dilatanzwinkel)] = epsilon(r,pl) / epsilon(t,pl)

kappa (mittel) = 1 / [1-sin(phi)]

Druckfestigkeit sigma(d)

2 * c * cos(phi) / [1-sin(phi)]

Étudier