Lernkarten

Karten 26 Karten
Lernende 62 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 14.08.2017 / 05.09.2021
Lizenzierung Keine Angabe     (Deutsche Bundeswehr Gesetzgebung)
Weblink
Einbinden
0 Exakte Antworten 23 Text Antworten 3 Multiple Choice Antworten
Fenster schliessen

§17 Androhen des Schusswaffengebrauchs

- der Gebrauch von Schusswaffen ist anzudrohen.

Als Androhen gilt auch die Abgabe eines Warnschusses. Gegen Menschenmengen ist die Androhung zu wiederholen.

Fenster schliessen

Eine Streife sieht, wie eine ihr unbekannte Person die Kaserne durch ein Loch im Zaun verlässt. Auf den Anruf "Halt! Stehenbleiben!" bleibt die Person jenseits des Zaunes - also außerhalb des MSB - stehen. Die Personüberprüfung ergibt, dass es sich bei der Person um den Obergefreiten O handelt, der derzeit in der Unterkunft eine Ausgangsbeschränkung verbüßt.

War diese Überprüfung auch außerhalb des MSB nach UZwGBw zulässig?

Begründe Lagebezogen!

§1 UZwGBw Berechtigte Personen

  - Ja die der Soldat ist als Wache berechtigt nach UZwGBw zu handel

§4 Anahlten und Peronenüberprüfung

  - ja denn, wer einen MSB betritt, sich darin aufhält o. unmittelbar nach Verlassen bzw. dem Versuch ihn zu betreten verfolgt wird (Nacheile), zu vermuten ist, dass sich die Person dort nicht aufhalten durfte, unterliegt der Personenüberprüfung.

Fenster schliessen

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

Die weitere Personenüberprüfung führt ausschließlich der OvWa durch.

Für die weitere Personenüberprüfung gilt, dass sie grds. innerhalb von drei Stunden durchzuführen ist und in Ausnahmefällen (unter widrigen Umständen) in bis zu 12 Stunden.

Mann kann bei der weiteren Personenüberprüfung die betroffene Person auf jeden Fall drei Stunden festhalten.

Zivile Wachleiter dürfen niemals eine weiter Personenüberprüfung druchführen

Fenster schliessen

Die Streife greift abends auf ihrem Streifenweg im MSB eine unbekannte zivile Person Person P auf. Die Personenüberprüfung bleibt ohne Ergebnis. Da fallen dem P plötzlich zwei mit einem Bw - Anhänger gekennzeichnete USB - Sticks aus der Hosentasche.

Prüfen und begründen Sie lagebezogen, ob die Streife eine Durchsuchung gem. §7 UZwGBw durchführen darf.

§1 Berechtigte Personen

- Angehöriger der Wache

§3 Straftat gegen die Bundeswehr

- Diebstahl

§4 Anahlten und Personenüberprüfung

- hält sich ich MSB auf

§7 Durchsuchen und Beschlagnahme bei Personenüberprüfung

- §3 u. 4

- Flucht gefahr

- verdacht auf fund von weiteren Beweißmitteln

Fenster schliessen

Die Streifensoldaten OG Müller und HG Meyer treffen im Dienst auf den ihnen unbekannten Zivilisten Z. Sie überprüfen diesen im Rahmen des §4 UZwGBw. Z kann sich weder ausweisen, noch nennt er einen Grund für seinen Aufenthalt im MSB. Daraufhin verständigen die Streifensoldaten den WaHa, der ihnen befiehlt, den Z zu ihm aufs Wachlokal zu bringen. Dieser will nicht mitkommen, sondern dreht sich um und geht weg. Wäre es zulässig, den Z am Arm zu fassen und ins Wachlokalabzuführen?

Prüfen Sie anhand der einschlägigen Vorschriften der §§9, 12, 11 UZwGBw, ob dieses Vorgehen zulässig wäre.

§9 Vorraussetzung des unmittelbaren Zwanges

- die Soldaten sind befähigt als Wachsoldaten danach zu handel

§11 Androhen des der Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges

- jede Maßnahme ist anzudrohen sofern es die Lage zulässt

§12 Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

- hier würde durch ein einfache am Arm abführen das geringste Mittel darstellen

Fenster schliessen

Wann wäre eine Fesselung generell zulässig?

§14 Fesselung von Personen

Person unterliegt §5 UZwGBw oder Vorläufige Festnahme (§6 UZwGBw oder §127 StPO) ist durchgeführt.

- wenn Gefahr besteht, dass die Person angreift

- sie Wiederstand leistet

- sie zu fliehen versucht

- zu vermuten ist, dass sie sich aus d. Gewahrsam befreien will

- bei Selbstmordgefahr

Fenster schliessen

Der Streifenführer OG Müller sieht einen Dieb, der aus dem Fenster des Fachmedienzentrums steigt. Der Dieb hat vier geklaute Laptops unter dem Arm. OG Müller kann sehen, dass der Dieb keine Waffen oder Explosivmittel bei sich trägt.

Er überlegt ob er jetzt auf den Dieb schießen dürfte.

Prüfen Sie den §15 Abs.1 Nr.1 und begründen Sie lagebezogen, ob der OG Müller hier schießen dürfte.

§15 Schusswaffengebrauch gegen Personen

Gegen einzelne Personen

- um Ausführungen o. Fortsetzungen einer Straftat gegen die Bw zu verhindern (Verbrechen, Vergehen o. tätlicher Angriff gegen Leib u. Leben)

- um eine Person anzuhalten, die durch Flucht versucht sich einer Personenüberprüfung zu entziehen

- ...die sich der vorläufigen Festnahme durch Flucht zu entziehen versucht

- Um eine Person an der Flucht zu hindern o. sofort wiederzuergreifen, die sich in Gewahrsam der Bw befand

Gegen Menschenmengen

- Nur wenn von ihr aus Straftaten unmittelbar bevorstehen und Zwangmaßnahmen gegen Einzelne nicht zum Ziel führen o. offensichtlich keinen Erfolg versprechen

 

Antwort: Nein er darf nicht schießen weil der Dieb noch nicht auf der Flucht ist und der Diebstal "nur" ein vergehen ist und der Dieb werder bewaffnet ist noch andere Kampfmittel

Fenster schliessen

Der Streifenführer OG Müller sieht einen Dieb, der aus dem Fenster des Fachmedienzentrums steigt. Der Dieb hat vier geklaute Laptops unter dem Arm. OG Müller kann sehen, dass der Dieb keine Waffen oder Explosivmittel bei sich trägt.

Er überlegt ob er jetzt auf den Dieb schießen dürfte.

Die Lage entwickel sich weiter:

Der Dieb eilt (mit dem Laptop im Arm) mit schnellen Schritten weg, als er die Streifen erblickt. OG Müller ruft die Person zweimal an mit den Worten: "Halt, stehen bleiben!" und "Halt, stehen bleiben oder ich schieße!"

Der Dieb bleibt nicht stehen.

Prüfen Sie lagebezogen unter Beachtung der §§ 15, 12, 16, ob OG Müller schießen dürfte.

Zu erst sollte versucht werden der Person nachzueilen. Da diese Balast (die vier Laptops) hat wird sie langsamer sein. Nur nur wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, darf das Schießen als letze Möglichkeit in betracht gezogen werden.

 

§12 Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

- liegen die Vorraussetzungen nach §9 UZwGBw vor?

+ Grunsatz der Geeignetheit nach §10 UZwGBw

+ der Verhältnismäßigkeit (Schaden muss im Verhältnis zu Erfolg stehen)

+ der Erfoderlichkeit (soweit es der Zweck erfordert)

§15 Schusswaffengebrauch gegen Personen

Gegen einzelne Personen

- um Ausführungen o. Fortsetzungen einer Straftat gegen die Bw zu verhindern (Verbrechen, Vergehen o. tätlicher Angriff gegen Leib u. Leben)

- um eine Person anzuhalten, die durch Flucht versucht sich einer Personenüberprüfung zu entziehen

- ...die sich der vorläufigen Festnahme durch Flucht zu entziehen versucht

- Um eine Person an der Flucht zu hindern o. sofort wiederzuergreifen, die sich in Gewahrsam der Bw befand

Gegen Menschenmengen

- Nur wenn von ihr aus Straftaten unmittelbar bevorstehen und Zwangmaßnahmen gegen Einzelne nicht zum Ziel führen o. offensichtlich keinen Erfolg versprechen

§16 Besondere Vorschriften für den Schusswaffengebrauch 

Schusswaffen dürfen nur gebraucht werden, wenn andere Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges erfolglos angewandt o. offensichtlich keinen Erfolg versprechen. Schusswaffengebrauch soll nur angriffs- oder fluchtfähig machen. Kein Schusswaffengebrauch auf Kind unter 14 Jahren (Notwehr gem. §32 StGB ist hiervon ausgenommen).