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Cartes-fiches
Welche Ziele verfolgen Unternehmen?
Geschäftsprozessmanagement
Globale Verfügbarkeit von Informationen
Homogenisierung und Optimierung der Anwendungslandschaft
Optimierung der IT-Infrastuktur
Kundenzufriedenheit
Gewinnmaximierung
Welche Herausforderungen gibt es für Unternehmen und was sind die Konsequenzen daraus?
Allianzen & Fusionen, Kunden-/gesetzliche Anforderungen, Neue Technologien, Organisationsstrukturen, Markttendenzen, Wettbewerber
Konsequenzen:
- Städnige Anpassung der Geschäftsprozesse und betrieblichen Abläufe
- Entwicklung und Integration neuer Produkte und Services
- Hoher Kostendruck
Was bedeutet Prozessautomatisierung?
Unterstützung der Geschäftsprozesse mit geeigneten Mitteln der IT
Prozessorientierte Integration von Systemen und Softwarebausteinen zur automatisierten Bearbeitung der Aktivitätenm von Geschäftsprozessen
Automatisierung von Prozessen innerhalb eines Unternehmens und über Unternehmen hinweg
Was machen Unternehmen um ihre Ziele zu verwirklichen?
Prozesse optimieren / unterstützen
Personalisierung von Services mittels IT (zB Anzeige passender Jacke nach Kauf einer Hose)
Was bedeutet vertikale und horizontale Integration in der IT?
Vertikal: Führungsebene will aggregiert wissen, was in den Ebenen unter ihr passiert (verschiedene Länder & Systeme); Die Systeme werden also vorallem nach oben integriert
Horizontal: Die Systeme von der Beschaffung bis zum Verkauf (verschiedene Länder & Systeme) werden miteinander integriert um die Prozesse zu optimieren
Was ist Digitalisierung?
Früher: Automatisierung von manuellen Prozessen
Heute: Smarte Produkte, IT ist Enabler, neue Geschäftsmodelle entstehen
Was bedeutet Integration?
- Datenaustausch oder Kommunikation zwischen Systemen oder
- Nutzung der Funktionalität eines Systems
- über Schnittstellen, die ein System anbietet
- mit der Überwindung technischer Unterschiede und
- der Berücksichtigung unterschiedlicher Datenmodelle
Bsp.: Bank, kann ich Kredit an Kunde vergeben? -> Schufa muss berücksichtigt werden, eigene Haushaltsrechnung aber auch
Man muss immer wissen wie die Schnittstelle aussieht und muss die auch überwachen und warten; Fehler schwer zu finden bei Integration von sehr vielen Systemen
=> Middleware hiflt über normierte Schnittstellen dabei
Was sind die Chancen IT-gestützter Prozessautomatisierung?
- Digitalisierung von Prozessen
- Sehr großes Potential für Kosteneinsparung und Fehlerreduktion
- Wettbewerbsvorteile
- Neue Geschäftsmodelle
- Standardisierung
- Menschen müssen weniger langweilige, anstrengende oder gefährliche Aufgaben machen
Was ist ein Geschäftsprozess? Nenne 3 Eigenschaften.
Verkettung von Teilprozessen, die einem Geschäftsziel dienen. Hat Anfang und Ende. Ressourcen sind daran beteiligt.
- hat bestimmte Bedingungen unter denen eine Instanz gestartet wird
- hat definierte Ausgaben bei der Beendigung
- erfordert die Interaktion von Beteiligten
- kann manuelle und automatisierte Aktivitäten enthalten
- läuft verteilt ab, über Anwendungsgrenzen und u.U. sogar über Unternehmensgrenzen hinweg
- hat eine Dauer, die sehr unterschiedlich sein kann
- ist überlicherweise lang/länger laufend
Was ist Prozesseffizienz?
- Effizienz = Maß für die Wirtschaftlichkeit des Mitteleinsatzes
- do the things right
- Geschäftsprozesse sind effizient, wenn die Kudenleistung mit möglichst geringem Ressourceneinsatz, d.h. wirschaftlich erzeugt werden
- Wichtigste Kenngrößen: Prozesskosten-, -zeiten, -qualität
Was ist Prozesseffektivität?
- Effektivität = Maß für die Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen
- do the right things
- Geschäftsprozesse sind effektiv, wenn ihre Ziele und Ergebnisse die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden erfüllen und gleichzeitig dazu beitragen, die Unternehmensziele zu erreichen
- Wichtigste Kenngröße: Kundenzufriedenheit
Was ist Business Process Management?
Managementdisziplin, mit der Strategien und Ziele einer Organisation und die Erwartungen und Bedürfnisse von Kunden miteinander verbunden werden.
BPMN umfasst Strategien, Ziele, Kultur, Organisationsstrukturen, Rollen, Grundsätze, Regeln, Methoden und IT-Werkzeuge um:
a) End-to-End-Prozesse zu analysieren, zu entwefen einzuführen zu steuern und kontinuierlich zu verbessern und
b) eine Prozess-Governance aufzubauen.
Was ist Business-BPM, was ist IT-BPM und worin liegen die Unterschiede?
Business-BPM:
- Betriebswirtschaftliche Gestaltung von Prozessen zur Erfüllung der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung von Anforderungen der Prozessimplementierung und -überwachung.
- Ziel: Prozesse anhand der fachlichen Bedürfnisse des Unternehmens gestalten und optimieren
IT-BPM:
- Unterstützung und Automatisierung von Prozessen mit Hilfe der IT. VOn der Modellierung über das Design und die Implementierung bis zur Ausführung und dem Monitoring von Prozessen
- Prozessintegration auf der Basis einer SOA
- BPMN, WS-BPEL, Process/Workflow Engine
- Services, Applikationen, Systeme
- Benutzerintegration
Business: Neue Geschäftsprozesse schaffen (Enabler)
IT: Bestehende Geschäftsprozesse unterstützen
Was sind die Schritte des Business Process Management Lifecycles? Welche dieser Schritte gehören überlicherweise dem Business-BPM an, welche dem IT-BPM? Erläutern Sie die Schritte kurz.
Design (Business):
- Fachliche Modellierung der Soll-Prozesse
- Festlegung von Prozess-KPIs
- Validierung des Models
Implementierung (IT):
- Ausgangspunkt sind fachliche Prozessmodelle
- Prozessautomatisierung (Integration, Process Engine, Geschäftsregeln)
- Integration von Benutezrn als Teilnehmer in einem Geschäftsprozess
Ausführung (IT):
- Deployment und Test
- Betrieb der Ausführungsplattform (Sicherstellung der Verfügbarkeit, Einhalten SLA)
Monitoring (IT):
- Logging
- Business Activity Monitoring (Aggregration von Events zur Berechnung von Prozess-KPIs)
- Auditing
- Alerting
Analyse und Optimierung (beides):
- Reporting und Visualisierung von Information
- Datenanalyse
- => Identifikation von Schwachstellen und Optimierungspotential
Was sind Ziele der Prozessautomatisierung?
- Erhöhung der Kundenzufriedenheit
- zB schnellere Bearbeitung
- Höhere Prozessqualität
- Reduktion von Prozessfehlern
- Transparenz über die ausgeführten Abläufe im Unternehmen
- Informationen über aktive Prozesse (zB Bearbeiter, Ressourcennutzung, etc.)
- Verkürzung der DLZ
- Verringerung von Prozesskosten
- Grundlage der Integration von IT-Systemen
- Einheitliche Benutzeroberflächen
- Basis für KVP
- Einfache Änderung von Prozessen
Welche Möglichkeiten gibt es bei der Prozessoptimierung? Nennen Sie auch 3 Beispiele.
- Weglassen
- Auslagern
- Zusammenfassen
- Parallelisieren
- Verlagern
- Beschleunigen
- Keine Schleifen
- Ergänzen
Bsp.:
- Vermeidung von Doppelarbeit
- Eliminierung von Medienbrüchen im Arbeitsablauf
- Reduzierung von Warte- und Liegezeiten
- Vermeidung von Bearbeiterwechseln während eines Arbeitsablaufs
Wie sind Prozesse in Strukturierung und Dynamik zu unterscheiden?
- Sehr stark strukturierte und regulierte Prozesse
- Ablauf komplett vorgegeben durch Prozessdefinition (elektron. Rechnungsdatenaustausch)
- Entscheidungsintensive Prozesse
- Menschliche Beteiligung, Kollaboration (Rechnungsprüfung, Schadensprüfung)
- Case-Management
- Sehr dynamische, situationsabhängige Prozesse (Beschwerdemanagement)
Wann lohnt sich die Automatisierung?
Lohnt sich immer dann, wenn Kosten der Automatisierung geringer als deren Nutzen sind.
Bei Prozessen, die ohne menschliche Interaktion gekapselt werden können der Fall. Auch Steuerung komplett manueller Prozesse kann Sinn machen, idR sind die Kosten im vgl. zum Nutzen aber zu hoch.
Wozu kann ein BPMS bei der Realisierung eines Geschäftsprozesses genutzt werden?
Prozessorchestrierung:
- Hohe Transaktionszahlen und Datenvolumina
- Vollständige Automatisierung
- SOA und B2B Integration
Human Workflow:
- Integration menschlicher Aktivitäten mit automatisierten Schritten
- Spezielle User Interfaces
Was ist der Unterschied zwischen konzeptuellen Prozessmodellen und ausführbaren Prozessen (Workflows)?
Konzeptuelle Prozessmodelle:
- Erstellt von Fachexperten
- Enthalten alle fachlich relevanten Informationen
- Müssen verständlich und intuitiv sein
- Lassen Raum für Interpretation
- Basis für die Kommunikation mit Stakeholdern
Ausführbare Prozesse (Workflows):
- Von IT-Experten gemacht
- Input für ein BPMS
- Müssen maschinenlesbar und verarbeitbar sein
- Müssen eindeutig sein und dürfen keine Ungenauigkeiten enthalten
- Enthalten zusätzliche für die Ausführung relevante Informationen
Welche unterschiedlichen Aspekte eines Geschäftsprozesses beschreibt ein prozessorientierter Workflow?
Manuelle und automatische Aktivitäten
Geschäftsregeln
Sequentielle und parallele Schritte
Entscheidungspunkte
Behandlung von Ausnahmen
Transaktionale Eigenschaften
Welche Arten von Aktivitäten können in einem BPMN-Modell benutzt werden?
Wie läuft eine manuelle Aktivität aus Sicht der Prozesssteuerung ab?
- Initiierung durch die Process Engine
- Verständigung einer Person in der passenden Rolle
- Aufgabe landet in Aufgabenliste
- Person bearbeitet ihre Aufgabe (evtl. mit IT-Unterstützung)
- Checkout-Event
- Process Engine wartet bis der Mensch den Abschluss der Aktivität zurückmeldet
- Checkin-Event, zB durch Absenden eines Formulars
Welche Herausforderungen/Probleme gibt es bei der Integration?
- So wenig Abhänigkeiten wie möglich
- Integration sollte auch weiterhin funktionieren wenn sich eine Anwendung weiterentwickelt
- Unempfindlichkeit gegenüber Änderungen
- Möglichst geringe Eingriffe in den Code
- Geeignete Wahl der Technologie
- Kosten, Vendor-Lock-In
- Vereinheitlichung von Datenmodellen
- zB über Anwendungen hinweg nur ein Geschäftsobjekt
- Aktualität und Konsistenz
- Geringe Latenzzeiten
- Auflösung von Inkonsistenzen
- Berücksichtigung von Verteilungsaspekten
- Remote Kommunikation hat deutlich geringere Performance
- Geeignete Fehlerbehandlung
- so, dass Prozess fachlich sinnvoll funktioniert
Warum ist der Aufruf einer lokalen Methode ein Beispiel für eine enge Kopplung?
- Beide Methoden sind in der selben Programmiersprache geschrieben
- Es muss genau die festgelegte Anzahl an Typen und Parametern übergeben werden
- Der Aufruf erfolgt sofort und die rufende Methode wartet bis die aufgerufene Methode fertig ist (synchroner Aufruf)
Was sind die Vorteile von loser Kopplung?
- verbessert Wartbarkeit und Anpassbarkeit
- Änderungen an einer Komponente beinflussen andere Komponenten nicht
- Programmieren gegen Schnittstelle, nicht gegen Implementierung
- sorgt für Laufzeit-Unabhängigkeit
- möglichst wenig Zugriffe auf andere Komponenten, die
- potentiell auf anderen Servern liegen
=> Je loser die Kopplung desto besser für die Integrationslösung
Welche Arten von Verarbeitungsmöglichkeiten gibt es für Daten?
- Einzelverarbeitung
- Bulk-Verarbeitung
- Massendaten
- Batch-Verarbeitung
Anwendungsfall: Mehrere Anwendungen haben gemeinsame Daten, die schnell aktualisiert und konsistent sein müssen.
Welche Integrationslösung eignet sich für diesen Anwendungsfall? Was sind die Vor- und Nachteile dieser Lösung?
Gemeinsame Datenbank:
Die Anwendungen verwenden dieselbe Datenbank mit einem universellen Datenschema.
+ Standardverfahren, keine neue Technologie muss eingeführt werden
+ Keine Probleme mit unterschiedlicher Semantik
- Definition eines universellen Datenschemas ist schwierig
- Externe Software kann üblicherweise nicht auf das interne Datenschema festgelegt werden
- Performance Nachteile
Anwendungsfall: Mehrere Anwendungen haben gemeinsame Daten, die über eine der Anwendungen geändert werden und dann in den anderen Anwendungen aktualisiert werden müssen.
Welche Integrationslösung eignet sich für diesen Anwendungsfall? Was sind die Vor- und Nachteile dieser Lösung?
Dateiaustausch:
Eine Anwendung (Producer) erzeugt periodisch Dateien mit geänderten Daten und stell diese den beteiligten Anwendungen (Consumer) zur Verfügung, damit diese ihre Daten aktualisieren können.
+ Einfacher Integrationsmechanismus (von den meisten OS unterstützt)
+ Sehr gute Entkopplung von Producer und Consumer
+ Gut geeignet zur Verarbeitung großer Datenmengen (zB Austausch von Datensätzen zwischen DBs)
- Mechanismus nicht gut geeignet für sehr häufige Dateierzeugung (zB jede Änderung) und sehr fein-granularen Dateien
- Risiko für Inkosistenz
- Dezentrale Anpassung von Daten verlangt Interpretation
Was ist der grundlegende Unterschied zwischen SOAP und REST?
- SOAP ist ein Protokoll, REST ist ein Architekturmuster
- SOAP ist aktionsbasiert, REST ist ressourcenbasiert
- Asynchrone Kommunikatio bei REST nur durch Addons
- SOAP: Nutzung im Backend, REST: Nutzung im Frontend/Mobile Clients
- SOAP: Erweiterbare Standards zu Sicherhei (WS-Security); REST: Sicherheitskonzepte des Web (SSL/TSL, OAuth)
Was sind die Vorteile der Nutzung einer MOM?
- Asynchrone Kommunikation
- Sender und Empfänger arbeiten unabhängig voneinander (zB Ausfall)
- Nachricht kann an mehrere Empfänger vermittelt werden
- Nachrichten können gebündelt ausgeliefert werden -> Effizienz
- Kommunikation über Rechnergrenzen hinweg:
- hererogene Systeme werden über MOM integriert
- Variables Timing:
- Zeitliche Entkopplung, Offline Betrieb
- Drosselung:
- Empfänger kann Verarbeitungsrate bestimmen (Pufferung)
- Verlässliche Kommunikation:
- Nachrichten werden zwischengespeichert
Vorraussetzung: Hohe Verfügbarkeit und Performance der MOM
Auf welchen Protokollen setzen REST und SOAP auf?
REST setzt auf HTTP auf.
SOAP ist protokollunabhängig und kann daher HTTP oder andere Transportprotokolle verwenden.
Wie würden Sie einen Web Service beschreiben?
- Middleware / Netzwerk zwischen Web Server und Client
- Kapselung einer Methode einer Anwendung -> lose gekoppelt
- Programmiersprachenunabhängig
- Bei REST benötigt man eine URL, bei SOAP lädt man sich die Schnittstellenbeschreibung herunter um damit bestimmte Anfragen an den Service senden zu können
- Programmierbar
- Selbstbeschreibend
- Kapselung
- Lose gekoppelt
- Ortstransparenz
- Protokolltransparenz
- Komposition