Fragen und Antworten


A. B.
Diese Lernkarten decken medizinische Dokumentation und Klassifikation auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Dokumentation von Patientendaten, die Verwendung von Klassifikationen wie SNOMED CT und ICD-10, sowie die Abrechnungssysteme wie TARMED. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit der korrekten Dokumentation, Klassifikation und Abrechnung medizinischer Leistungen auseinandersetzen müssen.
Karten
298
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
23.06.2017 / 26.06.2017

Lernkarten

KIS

Klinikinformationssystem: klinische Daten: Anamnese; Diagnosefindung; Behandlungsplanung; Behandlungsverlauf; Ergebnisse

PAS

Patienten-Administrationssystem: erbrachte Leistungen; Diagnosen; Behandlungen; Verlegung; Entlassung

Umsysteme

RIS/PACS; LIS

eKG

elektronische Krankengeschichte: wichtigster Inhalt des KIS

ePD

Im Kontext eHealth ist das elektr. Pat.dossiert die elektronische Sammlung der med. Dokumente einer Person

Warum erhebt man Stamm-/Bewegungsdaten?

Leistungen zuordnen med./pfl. Daten zuordnen Abrechnen Korrespondenz gesetzl. Anforderungen (Statistiken etc.)

Stammdaten

> nur einmal vorhanden Patient (PIN/PID) Name; Vorname Geschlecht; Familien-; Zivilstand Geburtsdatum; Geburtsort AHV; Nationalität; Sprache Adresse; Tel.nr. Pat.verfügung; Konfession Ansprechspersonen

Bewegungsdaten

> einmal-mehrmals vorhanden Fallnummer (FID) Eintritts-; Austrittsdatum Abteilung; Zimmer Eintrittsart (Notfall/geplant) Versicherungsklasse Garant (GID) Vers.-Nr. Hausarzt; einweisender Arzt Physio; Seelsorger Eigentum; HiMi Kostform

Was braucht es in einer Applikationslandschaft umd PIN und FID zu bewirtschaften?

führend definierte Anwendung (Master): PAS oder KIS

Handlungen im Fallmanangement

Eintritt Behandlung/Fall Austritt

Patientenpfad Eintritt

Aufnahme: neu (PIN&FID); bestehend (FIDn) Triage (Dringlichkeit) Verlauf: amb/stat; Verlegung; Urlaub; Rehospitalisation Leistungen: Erfassung

Patientenpfad Behandlung

Falldokumentation: WAS (med. Handlung) WANN WER (von welcher Person) WARUM WELCHEM (Ergebnis) WEM (Pat.)

Patientenpfad Austritt

Korrespondenz Abrechnung Statistiken Kontrolle

BfS-Datensammlung

alle stationären medizinischen Betriebe müssen den BfS-Datensatz jährlich abliefern "Administrativer Fall": Eintritts-; Aufenthalts-; Austrittsmerkmale

Mit welchem Tarif wird abgerechnet? Ambulant/Stationär

Ambulant: TARMED Stationär: SwissDRG (Fallpauschalen)

Definition Stationäre Behandlung

mind. 24h unter 24h wenn: Todesfall; Überweisung; Übernachtung mit Bettbenutzung

Definition Urlaub

über 24h kein externe Leistungen wurden in Anpruch genommen Bett im Spital bleibt reserviert

Definition Verlegung A-B

1 stationärer Fall: Verlegung unter 24h mit Rückverlegung nach unter 48h 2 stationäre Fälle: Verlegung über 24h oder Rückverlegung über 48h

medizinischer Fall

orientiert sich allein am klinischen Kontext und kann somit mehrere ambulante u/o administrative Fälle umfassen

administrativer Fall

Abfolge von med. Massnahmen (amb/stat) innerhalt einer abrechenbaren Periode -> Träger der Hauptdiagnose (DRG)

Aus was für Daten besteht die BfS-Datensammlung?

Basisdaten (Merkmale; Diagnosen; Behandlungen) Psychiatrische Zusatzdaten (Behandlung; Psychopharmakotherapie etc) Neugeborenen-Zusatzdaten (Geburtszeitpunkt; Vitalstatus; Mehrling mit Geburtsrang; Geburtsgew.; Körperlänge; Kongenitale Missbildungen; Verlegung Kind in anderes Spital)

Was muss man beim Austritt kontrollieren?

gab es administrativen Urlaub? Verlegung? ist es eine Rehospitalisation? evtl. Fallzusammenführung

Bloody Exit

Rehospitalistion und Fallzusammenführung innerhalb 18d; gleiche MDC

DRG

Diagnosebezogene Fallgruppen (Diagnosis Related Groups): Abrechnung der stationären Spitalaufenthalte mittels Fallpauschalen Klassifikationssystem; mit dem Leistungen an Pat. anhand der Haupt- und Nebendiagnosen und der Behandlungen in Fallgruppen klassifiziert werden.

Ziele DRG

stat. Behandlungen in Kategorien einteilen und messen (homogene Gruppen möglichst wenig) leistungsbezogene Abgeltung nationalgültige Fallpauschalen (KVG) überschaubare Anzahl von Klassen Leistung des Spitals messen Klassifikation: vollständig und disjunkt

MDC

Hauptdiagnosegruppe (Major Diagnostic Categories) 26 MDCs im DRG 6.0 Kategorie: baut auf Körpersystem/Erkrankung auf

Grouper

Softwar zur Zuordnung von Behandlungsepisoden zu MDCs und DRGs

Wann wurden SwissDRG eingeführt?

1/1/2012

Stadien und Grenzen zur DRG-Berechnung

LOW OUTLIER untere Grenzverweildauer INLIER - mittlere Verweildauer obere Grenzverweildauer HIGH OUTLIER

wie viel Geld enthält das Spital im low und high Outlier? Wo ist es am lukrativsten?

low: weniger Geld high: mehr Geld unterer Inlier am lukrativsten

Was für Datenelemente braucht der Grouper?

Diagnosen Prozeduren Geschlecht Alter Aufnahmeart Entlassart Verweildauer Urlaubstage Aufnahmegewicht Dauer der maschinellen Beatmung

Ablauf Grouper

Prä-MDC MDC (Hauptdiagnose) OR-P (OP) CCL/PCCL (Nebendiagnosen: Komplikationen/Komorbidität) med./chir. DRG Effektive Fallpauschale

DRG Format

F60A F Hauptgruppe 60 Basis-DRG innerhalb MDC A Ressourcenverbrauch (A: höchster)

Kostengewicht

cw (costweight) relative Fallschwere verglichen mit dem "Standardpatienten" Bsp: 2017 DRG F60A = 1.507

Wie wird das CW ermittelt?

auf der Grundlage der Fallkostendaten ausgewählter Spitäler; den sog. Netzwerkspitälern

CCL

Komplikations- und Komorbiditätslevel Schweregradstufen für Nebendiagnosen OP: 0-4 med: 0-3 (1 = leicht)

PCCL

Patientenbezogener klinischer Schweregrad kumulativer Effekt der Kompl/Komorb

Baserate

Basispreis: Betrag der bezahlt wird mit CW 1.0 Betrag = CW x Baserate

Durch wen wird die Baserate festgelegt?

Tarifpartner: Versicherer und Leistungserbringer

Vorgehen des Spitals wenn sie Verlust machen?

Mit Versicherer verhandeln Finanzen prüfen (unnötige Kosten?) Eingriff nicht mehr anbieten/ Partnerschaft mit anderem Spital

Étudier