Gekürzte Fassung


L. W.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Business Intelligence ab, geeignet für Universitätsstudierende. Sie behandeln Themen wie Datenverarbeitung, Clustering, Vorhersagemodelle und Entscheidungsbäume, wobei Schwerpunkte auf Datenmodellen, Integration und Wertanalyse liegen. Besonders nützlich für Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Business Intelligence vorbereiten und ein tiefes Verständnis der Datenanalyse und -modellierung erlangen möchten.
Flashcards
80
Students
4
Language
German
Category
Computer Science
Level
University
Created / Updated
01.06.2017 / 16.08.2024

Lernkarten

Introduction und Foundation

 

Informationspyramide und Scope of BI

Pyramide:
untere Schicht sind Operative Data Systems
obere Schicht sind Management Support Systems (=Scope of BI)

Introduction und Foundation

Process of Rational Decision Making

Stufen der rationalen Entscheidungsfindung

  • Intelligenz            -               Untersuchung der Umwelt; Definition des Problems
  • Design                  -               mögliche Vorgehensweisen
  • Choice                  -               Alternativen analysieren und auswählen und implementieren

Arten von Entscheidungsfindungsprozessen

  • Strukturiert
  • Unstrukturiert (neuartige Probleme)

Introduction und Foundation

 

Business Intelligence Difinitionen

Konzepte & Methoden zur Unterstützung von business decision making durch Verwendung von faktenbasierten Unterstützungssystemen

  • Betonung liegt auf Logistik der Informationen
  • Sammeln und Aufbewahren von Daten
  • Anreichern von Daten
  • Muster entdecken

Introduction und Foundation

 

Data Mining

  • Algorithmen zentrierter Ansatz der Datenanalyse
  • Automatisierte Analyse großer Datenmengen und Muster entdecken
  • Methoden
    • Predictive/ vorhersagend
    • Descriptive/ beschreibend

Introduction und Foundation

Operational vs. BI Systems

Siehe Blatt (Tipp: Daten, Technologie, Zweck/Zielgruppe)

Data Warehousing

 

KDD

= Knowledge Discovery from Databases

 

Databases -> DWH -> Data Mining -> Evaluation& Presentation -> Knowledge

Data Warehousing

 

Definition

Data Warehouse

  • Themenorientierte
  • Integrierte
  • Chronologisierte
  • Persistente
  • Sammlung von Daten
  • Um das Management bei seinen Entscheidungsprozessen zu unterstützen

Data Warehousing: Prozess des Aufbauens und Nutzens eines DWH.

Data Warehouse

 

Federation vs. DWH

Traditioneller Weg zur Integration heterogener DB:

  • Bauen von Wrappern
  • Komplexe Informationsfilterung

DWH – Integration im Voraus:

  • Informationen aus verschiedenen Quellen werden im Voraus integriert und im DWH gespeichert und stehen für Abfragen zur Verfügung
  • Hohe Performance

Data Warehouse

 

OLAP - Definition

OLAP = Online Analytical Processing

Online = Zugang zu “live”-Daten
Analytical = Analysieren der Daten für Reporting

 

Reports sind

  • Multidimensional
  • Voller Kalkulationen
  • Zeitbasierte Analyse
  • Ideal für ad-hoc-Anfragen

Data Warehouse

 

Operational DBMS (OLTP) vs. Data Warehouse (OLAP)

OLTP

  • Hauptaufgabe traditioneller RDBMS
  • Tägliche/ operative Aufgaben
  • Komplexes Tabellendesign

OLAP

  • Hauptaufgabe von DWH-Systemen
  • Entscheidungsunterstützung
  • Sternschema

Data Warehouse

 

Warum DWH separieren?

  • Hohe Performanz für beide Systeme
  • Verschiedene Funktionen und verschiedene Daten
    • Entscheidungsfindung benötigt historische Daten (sind nicht im DBMS enthalten)
    • Unterschiedliche Quellen benutzen verschiedene Datenpräsentationen

Data Warehouse

 

Modelle und Architektur

DWH Modelle

  • Enterprise DWH                  sammelt Informationen über Themen des gesamten Unternehmens
  • Data Mart                            Teildatenstück, dass für bestimmte Nutzergruppen einen Wert besitzt

 

Architektur

  • Operative Systeme           (Server)                                                maßgebende Aufzeichnung
  • ETL                                        (Server)                                                Überführung ins DWH
  • DWH                                     (Server)                                                Geschäftsprozessmessung
  • Front End                             (Client und Services)                        Präsentation
  • User
     

Data Warehouse

 

Data Mart

  • Teildatenstück, dass für bestimmte Nutzergruppen einen Wert besitzt
  • „abhängige Data Marts“ sind Teil eines DWH
  • Meist auf low-cost Server implementiert

Data Warehouse

 

Metadata

  • Daten über Daten (Namen, Definition, Beschreibung)
  • Definieren Warehouse-Objekte
  • Beschreiben Felder, die aus ETL-Prozessen entstehen
     

Data Warehouse

 

Architecture Development

Architekturentwicklung

Empfohlen: Implementierung inkrementell und evolutionär

  1. Definieren eines high-level Datenmodells für das gesamte Unternehmen
  2. Implementierung eines Enterprise Warehouse und von Data Marts
  3. Verteilte Data Marts erstellen
  4. DWH ist einziger Verwalter der Daten, welches Daten an Data Marts verteilt

Data Integration & ETL

 

Data Quality

Bedeutung von Datenqualität:

  • Relevant
  • Nützlich
  • Akkurat
  • zugänglich

Data Integration & ETL

 

Data Accuracy

Datenakkurates:

  • korrekt
  • eindeutig
  • konsistent
  • vollständig

Data Integration & ETL

 

Definition ETL

  • Extraktion            Auswahl der Daten aus OLTP Datenbank
  • Transformation   Validieren, Säubern, Integrieren, Zeitstempel der Daten
  • Laden                   Schreiben der Daten in das DWH


ETL bezieht sich auch auf umfassende Prozesse

  • Gewünschte Daten werden aus Quellen identifiziert & extrahiert
  • Einige Transformationen werden bei Extraktion ausgeführt
  • Laden der extrahierten Daten in DWH oder eine Staging Area

Data Integration & ETL

 

Data Sources

ETL – Extraktion aus internen Quellen:

Quellen:                                OLTP, ERP, CRM, Fertigung,...
Arten von Daten:                Produktion, Planung, Verkauf, Marketing
Formate:                              RDBMS, Data Marts, Tabellen, Textdokumente


ETL – Extraktion aus externen Datenquellen:

  • Probleme mit der Regelmäßigkeit, Formate und Vorhersagbarkeit
  • Gekaufte DB, Marktforschung, Vorhersagen, …
     

Data Integration & ETL

 

Staging Area

Transformation – Data Staging Area

  • Ermöglicht verbesserte Qualität der Daten
  • Staging = säubern & anreichern von Daten
  • Weiterleiten in ein DWH

Gründe zur Nutzung von Data Staging Areas

  • Reduzierte Last auf operativen Systemen und DWH
  • Back-Up ohne Quellen zu belasten
  • Dokumentation der Transformation
     

Data Integration & ETL

 

Tasks/ Aufgaben

  • Datenzusammenfassung (Staging Area oder im DWH)
  • Entfernen von Anomalien
  • Präsentation themenorientierter Daten
  • Standardisierung
     

Data Integration & ETL

 

Beispiele für Daten-Anomalien und notwendige Transformationen

Fehlende Werte:                                Handhabung von NULL-Werten (ignorieren, warten, default, …)
Input Text Encondings:     unterschiedliche Kodierungen der Input-Texte
Multiple Encodings:           m/f, 0/1
Fehler:                                  fehlerhaft Daten müssen abgefangen werden
Multiple Standards:           Umrechnung unterschiedlicher Einheiten
Names of Elements:          unterschiedliche Attributnamen zusammengehöriger Entitäten
Meaning of Elements:       Beschreibung der Bedeutung in den Metadaten
Referentielle Integrität:     Zuordnung Fremdschlüssel zu Primärschlüssel
Namen & Adressen:          fehlende Werte, Vermischung von Daten, verschiedene Adressen für dieselbe Person
Zeitstempel ergänzen:      ermöglicht zeitbasierte Analyse

Multidimensional Data Model

Daten werden als multidimensionale Würfel dargestellt.
Dieses besteht aus:

  • Fakten (facts, measures)
  • Dimensionen
    • Konzepthierarchien
    • Attribute

Multidimensional Data Model

 

Fakten

Fakten:

  • Repräsentieren faktische Daten
  • Durch eine/ mehrere Dimensionen organisiert
  • Füllen Zellen eines Datenwürfels
  • Meist numerische Werte, daher auch als Messzahlen bezeichnet
     

Multidimensional Data Model

 

Dimensionen

  • Kanten des Datenwürfels
  • Bieten Koordinaten oder Zeiger auf bestimmte Zellen des Würfels
  • Bspw.: Produkt, Zeit, Region

Multidimensional Data Model

 

Stored vs. Calculated Measures

Gespeicherte Messzahlen:              DB speichert Ergebnis einer Variablen
Berechnete Messzahlen:                 DB kann die berechneten Zahlen zur Abfragezeit berechnen
 

Multidimensional Data Model

 

Attribute

  • Beschreibende Informationen über Dimensionen
  • Nützlich um Dimensionen für Analyse auszuwählen
  • „wähle Produkt, dessen Farbe Blau ist“
  • „wähle Zeiten, dessen Zeit Januar ist“
     

Multidimensional Data Model

 

Data Cubes

  • Logisches multidimensionales Datenmodell eines DWH wird oft als Datenwürfel dargestellt
  • Erlaubt es, Messzahlen in multiplen Dimensionen anzuzeigen
  • Kann auch 2D sein

Multidimensional Data Model

 

Multidimensional Data Relational Databases

Multidimensionale Daten in RDBMS können auf verschiedene Arten implementiert werden:

  • Sternschema
  • Schneeflockenschema
  • Galaxienschema

Multidimensional Data Model

 

Multidimensional Data Relational Databases Sternschema

  • Einfachstes RDWH-Schema
  • Faktentabelle (mit Hauptinformationen) umgeben von Dimensionstabellen
  • Dimensionstabellen können bei Bedarf gejoint werden (Joins sind einfach durchzuführen)

Multidimensional Data Model

 

Multidimensional Data Relational Databases Schneeflockenschema

  • Abwandlung des Sternschemas; Dimensionstabellen liegen normalisiert vor
  • Wiederholende Gruppen werden in neue Tabelle verlagert
  • Verringert Speicherplatz
  • Für Join werden mehr Tabellen benötigt (nur Dimensionstabelle)

Multidimensional Data Model

 

Multidimensional Data Relational Databases Galaxienschema

  • Mehrere Faktentabellen, die sich Dimensionstabellen teilweise teilen

Multidimensional Data Model

 

Multidimensional Data Relational Databases

Schneeflocke vs. Stern

Schneeflocke:
Dimenionstabelle normalisiert
à einfache Wartung
à spart Speicherplatz
Schlechtere Systemsperformanz, da mehr Joins benötigt werden

Stern:
Dimenionstabelle nicht normalisiert

 

Multidimensional Data Model

 

Multidimensional Data Relational Databases
DWH vs. Data Mart (Schema)

DWH: Galaxie

Data Mart: Galaxie & Stern

OLAP

 

Concept Hierarchies & OLAP

OLAP – Konzepthierarchien

  • Bietet eine nutzerfreundliche Umgebung für interaktive Datenanalyse
  • Multidimensionales Datenmodell
  • Abstraktionsebenen der Dimensionen sind durch Konzepthierarchien definiert
  • OLAP-Operationen ermöglichen eine interaktive Abfrage & Analyse

OLAP – Konzepthierarchien – Starnet

  • Beschreibt Konzepthierarchien zur Abfrage multidimensionaler DB
  • Abstraktionslevel heißen „footprint“ (repräsentiert mögliche Granularitäten)

 

OLAP

 

Operations

Roll-Up:                 Zusammenfassen von Daten, durch Reduzieren der Dimensionen
Drill down:            Einführung neuer Dimensionen
Slice & Dice:        Selektion spezieller Level einer oder mehrerer Dimensionen
Pivot:                     Visualisierung 3D zu 2D

OLAP

 

OLAP Database Perspective: MOLAP

Multidimensional OLAP:

  • Bereitstellen einer spezialisierten DB, die Daten physisch in mehrdimensionaler Form speichert
  • Array-basiertes multidimensionale Datenbank

Vorteile

  • Schnelle Abfragen durch optimierten Speicher
  • Natürliche Indizes
  • Nutzerfreundlich
  • kompakt

Nachteile

  • höhere Kosten
  • höhere Lernkurve
  • längere Ladezeiten bei großen Mengen

 

OLAP

 

OLAP Database Perspective: ROLAP

Relational OLAP:

  • Implementiert das logische dimensionale Modell unter Benutzung des Stern-/ oder Galaxie-/ oder Schneeflockenschema in einer relationalen DB.
  • Relationales DBMS um DWH-Daten zu verwalten

 

Vorteile

  • Geringere Kosten
  • Einfache Speicherung großer Datenmengen
  • Vorhandene RDMS Skills und Tools können genutzt werden

Nachteile

  • Schlechtere Performance
  • Höherer Arbeitsaufwand
  • Laden aggregierter Tabellen
  • Schwierigkeit benötigte Kalkulationen zu implementieren

 

OLAP

 

OLAP Database Perspective: HOLAP

Hybrid OLAP:

  • Nutzerflexibilität: Teile der Daten in MOLAP-Sytemen und andere in ROLAP-System gelagert

OLAP

 

Reporting

Report Server:

  • Berichte sind die gängigste Form (ca 80% in BI Systemen) Informationen für Endverbraucher aufzubrauchen
  • Reporting-Server generieren Berichte

Arten des Reporting

  • Informationsquelle für das Management
  • Arten:
    • Standard                             feste Intervalle mit Fokus auf die Vergangenheit
    • Ereignis-gesteuert             Signal ungewöhnlichen Verhaltens in der Gegenwart
    • Ad-hoc                                  Anfrage bei Informationsbedarf bei Entscheidungsproblemen

Reporting-Engines

  • Grafische Tools
  • Nutzerfreundliche Präsentation

Étudier