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Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 22.05.2017 / 15.10.2021
Lizenzierung Keine Angabe     (VSEI Kalkulation 2. Auflage, Branchen-Kennzahlen VSEI)
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Was ist die Garantiezeit? Welche Zeiten gibt es? Wo sind diese geregelt?

Im Bauwesen gibt es eine grudsätzliche Garantiefrist von 2 Jahren nach SIA 118. Sie beginnt meist mit der Abnahme des Werkes (unterschiedliche Laufzeit über ein Bau möglich). Dem Bauherr ist es erlaubt während dieser Frist, jederzeit die Mängel zu rügen. Dies bedeutet ein Besserstellung gegenüber der sofortigen Mängelanzeige gemäss OR Art. 370. Ausnahme bilden Mängel, welche durch nicht beheben Folgeschäden verursachen können. Diese sind auch nach SIA unverzüglich zu melden.

Für verdeckte Mängel gilt eine Zeit von 5 Jahren nach Abnahme. Diese Mängel sind sofort zu rügen. 

Verschweigt ein Unternehmer seinerseit bekannte Mängel, so kann er dafür bis 10 Jahre nach der Abnahme haftbar gemacht werden.

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Was heisst Liquidität? Wie können Sie diese kontrollieren? Von was ist sie abhängig?

Begriffserläuterung:
Liquidität ist die Fähigkeit und Bereitschaft eines Unternehmens, die Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und betragsmässig zu begleichen. Es müssen entsprechend genügend flüssige Geldmittel zur Verfügung stehen.

Wir unterscheiden 3 Stufen der Liquidität:

- 1. Stufe, Cash ratio (Barliquidität)
Es gibt das Verhältnis der liquiden Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten an. (Kennzahl bei rund 10-35%)

- 2. Stufe, Quick ratio
Hier werden zuzüglich zu den liquiden MIttel die kurzfristigen Forderungen addiert und anschliessend im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten gestellt (Kennzahl bei 100%)

- 3. Stufe, Current ratio
Hier wird das gesamte Umlaufvermögen gegenüber den kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis gesetzt. (Kennzahl 150% - 200%)

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Was ist die Wertschöpfung? Welchen Einfluss haben temporäre- und externe Mitarbeiter auf die Wertschöpfung?

Die Wertschöpfung rechnet sich aus dem verrechneten Umsatz (abzüglich der MWST) mit anschliessendem Abzug des Materials (zum Einkaufspreis), sowie externe Dienstleistungen (z.B. Mietkran, -Hebebühne, Leistungen Unterakkordant).

Die Wertschöpfung wird vielfach pro Stunde ausgewiesen, oder pro Mitarbeiter:

Pro Stunde nach Branchenkennzahlen 2016
- Ø  Umsatz pro Stunde 100.79 CHF
- Ø  Materialeinsatz          25.80 CHF
= Ø  Wertschöpfung / h    74.99 CHF

Pro Mitarbeiter nach Branchenkennzahlen 2016
- Ø  Umsatz pro MA          143'043.-- CHF
- Ø  Materialeinsatz             48'690.-- CHF
= Ø  Wertschöpfung / MA    94'352.-- CHF

Somit trägt das zugemietete Personal zur Wertschöpfung vollumfänglich bei.

Im Weiteren verwenden wir eine Kennzahl Wertschöpfung 2. Dieser nennt den Deckungsbeitrag in der Installation (DB-Inst.). Bei dieser Kennzahl werden von der Wertschöpfung zusätzlich alle direkten und auftragsbezogenen Lohnkosten der Installation, inklusive der technische Bearbeitung abgezogen. Die PZK (Personal Zusatzkosten werden hier ebenfalls berücksichtigt und in Abzug gebracht).

Die Kennzahl der Wertschöpfung 2 liegt nach Betriebsvergleich 2016 auf 29.-- CHF.

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Wo finde ich die externen Dienstleistungen in der Detailanalyse?

*** Antwort folgt ***

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Erkären Sie den Begriff 'Zession'.

Zession (auch Abtretung gennant) ist nach schweizerischem Zivilrecht  die Übertragung einer Forderung. Vom Zedenten (übertragender Gläubiger) zum Zessionar (empfangender Gläubiger wird durch einen schrifltichen Vertrag geregelt.

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Welchen Jahresumsatz macht eine Firma mit 52 Mitarbeitern?

Bevor wir diese Frage genauer beantworten können stellen sich folgende Fragen:

- Sind dies 52 Mitarbeiter aus der Installation oder auch Sekretariat, Projektleiter, etc.
- Wie steht das Verhältnis der Monteure zu den Lehrlingen
- schlussendlich werden wir wohl eine Firma nach 'Branchenkennzahlen' respektive Betriebsvergleich annehmen

Anschliessend können wir dann folgende Rechnung nach Betriebsverlgeich 2016 (52 Mitarbeiter inkl. Unternehmer, Admin, etc.) herleiten:

143'043.-- CHF / Mitarbeiter * 52 = 7,5 Millionen CHF Umsatz

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Wo ist der Mietpreis für den Firmenstandort eingerechnet?

Die Miete für den Standort ist in verschiedene Bereiche aufzuteilen und entsprechend zu verbuchen.

Einerseits finden wir in den übrigen Gemeinskosten (üGK) die Raummiete für das Montagepersonal und dazugehörige Nebenkosten. In den Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten (VVGK) finden wir Miete für das kaufmännische Personal und Verwaltungsräume, hierbei kann man noch unterscheiden zwischen VVGK welche auf das Material und welche auf die Löhne übertragen werden.

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Was unternehme ich, wenn ein Auftrag in tiefroten Zahlen abgeschlossen hat?
Was kann man unternehmen, wenn bei einem laufenden Auftrag die Kosten überschritten werden?

Zu welchen Konditionen wurde der Auftrag offeriert?
- Vielleicht war von Anfang an so kalkuliert worden, dass der Auftrag mit einem Verlust abgeschlossen wird. Strategie

Anhand der Nachkalkulation die Differenzen zu der Vorkalk aufdecken:
- Falsch kalkuliert? --> Bei nächsten Objekten berücksichtigen
- Material zu teuer? Wurde falsche Material bestellt/verbaut? War es so nicht ausgeschrieben, prüfen ob Mehrkosten weitere verrechnet werden können.
- Personaleinsatz? habe ich das richtige Personal eingesetzt (Mischfaktoren, fachliche Ausbildung entsprechend Arbeiten eingesetzt), sind eventuell temporäres Personal für die Mehrkosten verantwortlich, oder Unterakordanten?
- Wurde die Mitlaufende Kalkulation vernachlässigt oder gar nicht getätigt?

Bei dieser Fragen gibt es unzählige Möglichkeiten. In erster Linie gibt es keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage. Sicherlich ist eine genau Analyse durchzuführen, anschliessend sind Massnahmen daraus zu treffen (sofortige und mittelfristige).