Übungen zur Geographie II - Physische Geographie
- Repetition, Allgemeinbildung - Luftbildinterpretation - Geologie der Schweiz - eiszeitliche Landschaftsentwicklung
- Repetition, Allgemeinbildung - Luftbildinterpretation - Geologie der Schweiz - eiszeitliche Landschaftsentwicklung
-
- 1 / 74
-
Flashcards
C-14-Datierung
alle Pflanzen nehmen 14C auf --> in allen Lebewesen ein fixes Verhältnis von Kohlenstoff-isotopen (14C zu 12C)
--> durch genaues Kennen der C-Halbwertszeit kann berechnet werden, wann das Lebewesen aufgehört hat, 14C zu sich zu nehmen (i.e. gestorben ist)
Datierungsbereich
150 [a] - ca. 50 [ka] (mit Glück bis 70)
- virtuelles Wasser
- Wasserfussabdruck
- grünes & blaues Wasser
- virtuell: bei der Herstellung und dem Transport von Industriegütern und Lebensmitteln verbrauchte, verdunstete oder verschmutzte Wasser
- Fussabdruck: Indikator für direkten und indirekten Wasserverbrauch eines Konsumenten oder eines Produzenten --> Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes beansprucht wird
- grün: 65% - Menge an Regenwasser an, die im Boden gespeichert ist und im Laufe des Wachstumsprozesses von Pflanzen aufgenommen wird
- blau: 15% - Menge an Grundwasser oder Wasser aus Flüssen und Seen, die bei industriellen Produkten und im häuslichen Gebrauch verwendet wird, aber nicht mehr zurück geleitet werden kann
globale Verteilung der Wasserressourcen
97% Salzwasser
3% Süsswasser
--> 0.3% in Seen & Flüssen ("trinkbar", 30% Grundwasser (inkl. Sümpfe & Permafrost), 69.7% permanente Schneedecke, Gletscher und Eisschilde
Wien'sches Verschiebungsgesetz
λmax * T=konst=2898μmK
λ=Wellenlänge in μm; T=Temperatur in K
d.h.: Wellenlänge nimmt ab mit höherer Temperatur (Sonne heisser, kurzwelligere Strahlung (sichtbar) als kältere Erde (IR))
Faustregel bzgl. Drehsinn Hoch- und Tiefdruckgebiete
Hochdruckgebiete:
N-Halbkugel: Uhrzeigersinn
S-Halbkugel: Gegenuhrzeigersinn
Tiefdruckgebiete:
N-Halbkugel: Gegenuhrzeigersinn
S-Halbkugel: Uhrzeigersinn
Grössenordnungen:
Parameter der Erde
- Umfang Äquator
- Durchmesser/Radius Erde
- Gradnetz
- 1 Längen-/Breitengrad
- Prozentuale Verteilung Land & Wasser
- Äquator: 40'000 km
- Durchmesser/Radius: d=12'756 km, r=6'378km
- Gradnetz: Pole: 90°; Äquator: 0°; Polarkreise: 66.5°; Wendekreise: 23.5° (Erachse 23.5 geneigt)
--> Equinox: 23 Sept., 21. März; Solstice: 22 Dez. & Jun.
- 1 Längen-/Breitengrad: 111.3 km
Ozean: 71%, Land: 29% (stärkere Erwärmung in Nordhemisphäre, weil mehr Land)
Grössenordnungen:
Zeitachse
- Urknall
- Alter der Erde
- letzte Kaltzeit
- Entstehung der Menschen
- Urknall: 13.8 mia Jahre = 13.8 * 109
- Alter der Erde: 4'500'000'000 = 4.5 * 109
- letzte Kaltzeit:
Würm-Vereisung vor 115'000 bis 11'500 Jahren (Spätglazial: 20'000-11'500); LGM um die 25'000 BP
Beginn Pleistozän (Eiszeitalter): vor 2.6 Mio. Jahre
letzte Zwischeneiszeit: Phase über 15°C um die 120'000 BP
- Entstehung der Menschen: vor 5 mio Jahren = 5*106
- Paläozoikum
- Mesozoikum
- Tertiär
- Pleistozän
- Holozän
Gletscher-Gunstphasen
Gletscher-Ungunstphasen
Hochstand 1850
1850 - 1880 Ungunstphase
1881 - 1897 Gunstphase
1897 - 1916 Ungunst
1916 - 1923 Gunst
1923 - 1961 Ungunst
1961 - 1984 letzter Vorstoss (Gunst)
ab 1984 Schwund (Ungunst)
optimaler Tag für Luftbildaufnahme
Kompromiss zwischen:
- steilster Einfallswinkel d. Sonne = max. Beleuchtung --> 21. Juni
- kein Schnee mehr --> Sommer-Herbst
- keine Wolken
- tiefe Luftfeuchtigkeit --> wenig Dunst
- wenig Schatten:
um die 13:20
--> Aug.=Sommerzeit (d.h.+1h)
--> UTC+1+20min (1°=4min;5° Verschiebung = 20min)
Strecken-, Massstabvergleich
bei Luftbild: je näher bei Kamera (höher, näher bei Bildmittelpunkt), desto weniger verzerrt
Massstab Luftbild = Massstab*Strecke Karte / Strecke Luftbild
bsp bei 1:25'000 Karte:
xLB=25'000*sK / sLB
Bestimmung der Flughöhe
Brennweite f=153mm=0.153m
Massstab=M
Höhe über Boden=HÜG
1:XLB=f / HÜG --> HÜG = f * MLB
bspw.:
0.153 * 25'375 = 3'882.4 müG (+ Angaben Höhenlinien = müM)
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Hydrologie
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Möränenwall
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Rundhöcker
Merkmale:
- Durch Gletscher geschliffene Felspartien
- abgerundete sanftes Luv, steiles Lee im Gletscherfluss
Bildungsbedingungen:
- durch Fliessbewegung des Gletschers über Felskuppen
- erosive Bearbeitung durch Gletscher, abbrechen angefrorenes Gesteins auf Leeseite
Formildende Prozesse:
Glazialer Prozessbereich (pink)
Kartierung: "Kartoffel" mit Pfeil in ehem. Fliessrichtung
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Drumlin
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Moränenbastion
Merkmale:
- Mächtige Moränen-Konfigurationen
- durch Höhenlinien sieht steilen Abhang und dunkler Rand
Bildungsbedingungen:
- aus kleine, schuttreichen Gletschern gebildet à zu Permafrost entwickelt, dass sich wie Blockgletscher fortbewegt
- oft durchzogen von Murgängen
- Front: Schutt- und Murkegel
Formildende Prozesse:
Glazialer Prozessbereich (pink)
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Blockgletscher
Merkmale:
- Geschwulst aus Schutt
- sieht mehrere Stockwerke --> Stufen durch Punkte/Höhenlinien gekennzeichnet
Bildungsbedingungen:
- permanent gefrorene Schuttmasse
- Einfluss Schwerkraft langsam hangabwärts bewegt
- Permafrost (evtl. Eis in Poren)
- typische Stirnschichten (Gewulst)
Formildende Prozesse:
Periglazialer Prozessbereich (rot)
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Sturzkegel, Sturzhalde
Merkmale:
- Kegelförmige Auffangrinnen
- an Steilen Felswänden
- mehrere Sturzkegel --> Sturzhalde (mehrere Rinnen zusammen)
Bildungsbedingungen:
- Auffangrinne für Steinschläge
- Am Ende von Felswänden (Zulieferung von Schutt und Gestein)
- durch Schwerkraft lagert Schutt ab (grosse Felsblöcke weiter unten / kleine oben)
Formildende Prozesse:
Gravitativer Prozessbereich (braun)
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Erosionstrichter
Merkmale:
- verkehrter Kegel in Höhenlagen, in welchen Material erodiert wird
Bildungsbedingungen:
- Anriss-Gebiet von Murgängen und Erosionsrinnen
- flächenmässig sehr gross werden --> zu einem Murgang zusammenfliessen
- genügend Gefälle und fluvialer Abtrag von Schutt
Formildende Prozesse:
Fluvialer Prozessbereich (grün)
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Murgang
Merkmale:
- entlang von gekennzeichneten Höhenlinien (gegen innen)
- schwarze Linien auf Legenden
- fliessen talabwärts
Bildungsbedingungen:
- umfasst den Prozess und die Form
- fliesst von Anriss-Gebiet entlang dem Gelände in Ablagerungszone
- grosse Mengen Schutt- und Erdmasse erodieren
- mit genügend Wasser --> Schlammströme, die viel zertören
Formildende Prozesse:
Fluvialer Prozessbereich (grün)
Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:
Mur-/Schwemmkegel
Glaziale Serie
Glazialer Prozessbereich
--> Prozesse und Formen, die durch (Gletscher-) Eis geformt werden oder entstanden
- Moränen...:
Seiten: aktuell am Rand
Ufer: Relikte früher Hochstände
spätglazial: Alter min. 11'500 Jahre
postglazial: meist Moränen d. kl. Eiszeit, bspw. von Hochstand 1850
- Rundhöcker
pink/violett
Periglazialer Prozessbereich
--> Prozesse und Formen, durch Eis bedingt ausserhalb des Gletschereises (wo Gletschereis war
--> Auch Tiefe Temperaturen und geringe Einstrahlung --> wo sich kein Gletschereis bilden konnte
Blockgletscher=perm. gefrorene Schuttmasse, Durchschnittsgeschw. im Bereich dm/Jahr
rot
Fluvialer Prozessbereich
--> Prozesse und Formen, die in erster Linien durch Wasser ausgelöst und geschaffen werden
--> Gravitative Kräfte spielen ebenfalls grossen Einfluss
grün
Gravitativer Prozessbereich
--> Prozesse und Formen, durch Massenbewegungen
(selten nur dieser Prozesse, oft verknüpft mit anderen)
braun
Anthropogener Prozessbereich
--> alle Flächen die durch menschliche Einwirkung massgeblich verändert wurden
- Bach-, Flussverbauungen
- Hangterrassierung
- Skipisten, -lifte
- Lawinenverbauungen
- ...
Tertiär
Zeit: 60 - 5 Mio. BP (Kanäozoikum)
Temperatur: 2 Abfälle: von 15° auf 17°C und dann von 22° auf 15°C (Beginn des Eiszeitalters)
Ereignisse, Prozesse, Entwicklungen:
Ablagerung von Molasse im Mittelland (30 - 15 Mio. BP), Flysch am Alpenrand (60 - 30 Mio. BP)
Glarner Hauptüberschiebung
Dislokation und Schrägstellung d. Molasse
Auffaltung des Juras
Molasse-Becken
entspricht Mittelland
verwitterte Gesteinstrümmer (Schutt, Kies, Sand, Lehm) von Ur-Flüssen aus Alpen auf kalkigen Untergrund transportiert
Abtragungsschutt des werdenden Gebirges
dislozierte, subalpine Molasse; schräggestellte Molasse; flachliegende Molasse
--> Mergel, Sand, Nagelflug (von fein zu grob)
Jura
Am Nordrand des Mittellandes:
letzte Episode der Alpenfaltung
Sedimente des Ufer- bis Flachwasserbereichs der Südküste Europas
Faltenjura: gefaltet; Tafeljura: von letzter Schubphase nicht erfasst, sondern zerbrochen
Kalksteine, Mergelsteine