Lernziele Diplomprüfung 08.05.2017 Sedativa
Lernziele Sedative, Hr. Wernli
Lernziele Sedative, Hr. Wernli
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Lernkarten
Die Wirkung / Einsatzgebiete der Sedativa nennen.
Wirkung:
- Anxiolyse (Angstlösend)
- Schlafinduktion (hypnotische Wirkung)
- Sedierung, z.B. bei Narkose (Dormicum, akut beruhigend) nur i.v.-Gabe
- Muskelrelaxation
- Unterbrechung eines Status epilepticus
Vor- und Nachteile der Benzodiazepine nennen.
Bilden die grösste und wichtigste Gruppe der Schlaf- und Beruhigungsmittel.
Vorteile:
- breites Wirkprofil und gute Wirksamkeit
Nachteile:
- Risiko einer zentralnervösen Dämpfung und körperichen Abhängigkeit.
Die Benzodiazepine als grösste und wichtigste Gruppe der Schlaf-/ Beruhigungsmittel beschreiben.
Benzodiazepine bilden die grösste und wichtigste Gruppe der Schlaf- und Beruhigsmittel. Zu ihren Vorteilen gehört ihr breites Wirkprofil sowie gute Wirksamkeit. Die Nachteile beinhalten das Risiko einer zentralvenösen Dämpfung und körperliche Abhängigkeit.
Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihres Wirkprofils und ihrer Nebenwirkungen, v.a. im Hinblick auf die Pharmakokinetik.
Sie lassen sich in 3 verschiedene Gruppen einteilen (Wirkdauer und damit verbundenen Indikationen).
Nenne die 3 Gruppen der Benzodiazepine (Wirkdauer).
- Gruppe 1 kurzwirksame Benzodiazepine
Plasma-Halbwertszeit von 2-8h
- Gruppe 2 mittelwirksame Benzodiazepine
Plasma-Halbwertszeit von 5-20h
- Gruppe 3 langwirksame Benzodiazepine
Plasma-Halbwertszeit von 20-100h
Die Indikationen der Benzodiazepine nennen.
- Behandlung von Schlafstörung
Bei Ein- bzw. Durchschlafstörungen (kurz- bis mittellangwirksame), spätestens nach 2-3 Wochen Einnahme unterbrechen und ausschleichen lassen (über diesen Zeitraum Dosis reduzieren).
- Anxiolyse (Ängste pharmakologisch zu mindern) bei Angstörungen
Wirken rasch angstlösend und sind v.a. bei Panikattacken oder Akuttherapie die erste Wahl. Jedoch werden zur Anxiolyse länger wirksame Benzodiazepine wie Alprazolam oder Diazepam eingesetzt.
- Muskelrelaxation
Verminderung des Muskeltonus ist eine wichtige therapeutische Hilfe bei spastischen Syndromen wie z.B. Verspannungen im Rahmen von Schmerzsyndromen.
- Behandlung von Krampfanfällen
Am Anfang der Therapie sehr wirksame krampflösende Medikamente -> langfristige Verwendung ist aufgrund Toleranzbildung eingeschränkt (bereits nach einigen Wochen). Der Einsatz wird vorwiegend bei Status epilepticus oder b.B. im akuten Anfall.
- Akute Beruhigung
Einsatz bei akuten Angst- und Stresssituationen. Auch bei Herzinfarkt als Beruhigungsmittel indiziert. Wirken nicht kardiodepressiv.
Können Benzodiazepine Analgesie (Schmerzlinderung) vermitteln?
Nein.
Benzodiazepine können KEINE Analgesie vermitteln, sondern sogar Schmerzen verstärken.
Den Einsatz von Benzodiazepin-Antagonisten erklären.
Benzodiazepin-Antagonisten werden bei Schlafstörungen eingesetzt. Das Nebenwirkungspotenzial ist deutlich geringer als bei den Benzodiazepinen. Trotzdem muss auf die Abhängigkeit und Intoxikation durch Überdosierung geachtete werden.
Wiedergeben, dass Z-Medikamente zur Schlafmedikation eingesetzt werden.
Z-Medikamente werden bei Schlafstörungen eingesetzt (keine anxiolytische oder muskelreaxierende Wirkung). Das Nebenwirkungspotenzial ist deutlich geringer als bei den Benzodiazepinen. Trotzdem muss auf die Abhängigkeit und Intoxikation durch Überdosierung geachtet werden, vorallem bei Pat. mit früheren Drogenproblemen, psychiatrischen Erkrankungen sowie Abhängigkeit von Benzodiazepinen.
Bei Nicht-Benzodiazepin-GABA-A-A-Antagonisten handelt es sich um.....
sogenannte Z-Medikamente (wie z.B. Zopiclon, Zolpidem und Zaleplon).
Die Nebenwirkungen von Benzodiazepinen nennen.
Je nach Gruppe (kurzwirksam, mittellangwirksam oder langwirksam) unterschiedlich:
- Tagesmüdigkeit
- Reaktionssvermögen
- Abhängigkeit
- Verwirrung
- Tremor
- Angst
- innere Unruhe
Abhängigkeit und Enzug - Je kürzer die Wirkdauer, desto.....
- höher ist das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung.
- Bereits 1-2 Wochen nach Absetzen der kurzwirksamen folgende Entzugserscheinungen entwickeln:
- innere Unruhe
-Tremor
- Albträume, Aggressionen
- Verwirrung und Desorientierung
- Angst
- psychoähnliche Störungen