Analysis II für TPH

Analysis II (TUW) Differentialrechnung in mehreren Variablen, Funktionenräume, komplexe Funktionentheorie

Analysis II (TUW) Differentialrechnung in mehreren Variablen, Funktionenräume, komplexe Funktionentheorie


F. L.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Analysis II auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Funktionen, Räume, Normen und Hilbert-Räume. Sie decken Themen wie lokale Invertierbarkeit, Newton-Iterationsformel, stationäre Punkte, Fourierreihen und Orthonormalbasen ab. Ideal für Studierende der Mathematik, die sich auf Prüfungen oder vertiefende Studien vorbereiten.
Karten
95
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Mathematik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.04.2017 / 21.08.2020

Lernkarten

Wie nennt man eine Funktion der Gestalt

\(f(x)=c+b\cdot x\)

affine Funktion

Jede(s) [...] \(f: \mathbb R^n \to \mathbb R^m\) wird durch eine \(m \times n\)-Matrix \(A \in \mathbb R^{m \times n}\) charakterisiert gemäß:

\(f(x)=A \cdot x\)

Die Menge der Eigenwerte einer Matrix bezeichnet man als

Spektrum

Eine lineare Abbildung hat bezüglich ihrer [...] eine sehr einfache Gestalt, nämlich Diagonalgestalt.

Eigenbasis

Spektralsatz:

Jede symmetrische Matrix A besitzt eine ...

orthogonale Eigenbasis

Wenn man den Wert einer Norm durch eine andere nach oben abschätzen kann, nennt man die beiden Normen

äquivalent

Konvergenz- und Stetigkeitsfragen sind von der Wahl der Norm unabhängig, falls man zwei [...] Normen vergleicht.

äquivalente

Was bedeutet anschaulich der Begriff der Abbildungsnorm oder induzierten Matrixnorm:

\(||A||:=\displaystyle \sup_{x \neq 0}\frac{||Ax||}{||x||}=\) \(\displaystyle \max_{||x||=1}||Ax||\)

Den Betrag des betragsgrößten Eigenwertes einer Matrix bezeichnet man als [...] \(\rho(A)\)

Spektralradius

Ein [...] f setzt sich aus m skalarwertigen Koordinatenfunktionen \(f_k(x)\) zusammen.

Vektorfeld

Welche Aussagen treffen auf Stetigkeit zu?

Der Vektor der partiellen Ableitungen eines Skalarfeldes heißt [...] von f.

Gradient

Die totale Ableitung eines Vektorfeldes wird durch die [...] dargestellt

Jacobi-Matrix

Wie lautet die Kettenregel in der allgemeinen Fassung für Vektorfelder?

\(J(g \circ f)(\xi)=\)\(Jg(f(\xi)) \cdot Jf(\xi)\)

Wobei \(Jg(f(\xi)) \cdot Jf(\xi)\) eine Matrixmultiplikation ist

Wenn eine Funktion zweimal stetig partiell differenzierbar ist, kommt es bei der 2. partiellen Ableitung auf die Reihenfolge der Variablen, nach denen abgeleitet wird, nicht an. Dieses Resultat heißt Satz von

Schwarz

Wie lautet der Satz von Taylor (bis Grad 2) für Skalarfelder?

\(f(\xi +h)=f(\xi)+\)\(\nabla f(\xi) \cdot h+ \frac{1}{2}h^THf(\xi)h\)\(+ R_3(\xi,h)\)

Was besagt der Satz über implizite Funktionen und wann gilt er?

Sei f ein stetig differenzierbares Vektorfeld \(f: D\subseteq \mathbb R^m \times \mathbb R^n \to \mathbb R^n\).

An einer Stelle sei \(f(\xi,\eta)=0\) und \(\frac{\partial f}{\partial y}(\xi,\eta) \in \mathbb R^{n \times n}\) sei invertierbar.

Dann existieren Umgebungen und eine Funktion \(g:U \subseteq \mathbb R^m \to V \subseteq \mathbb R^n\) mit folgenden Eigenschaften:

1) \(g(\xi)=\eta\)
2) \(f(x,y)=0, \quad (x,y)\in U \times V\) \(\iff y=g(x), x \in U\)
3) Die Auflösungsfunktion g ist auf U stetig differnzierbar. Es gilt die Formel der impliziten Differentiation:

\(\displaystyle \underbrace{\frac{\partial}{\partial x}f(x,g(x))}_{n \times m}+\)\(\displaystyle \underbrace{\frac{\partial}{\partial y}f(x,g(x))}_{n \times n} \cdot \underbrace{g'(x)}_{n \times m} =0\)

Für zweimal stetig differenzierbares f: \(D \subseteq \mathbb R^n \to \mathbb R\) und \(\xi \in D\) bezeichnet man die \((n \times n)\)-Matrik

\(Hf(\xi):=\Big(\displaystyle \frac{\partial f}{\partial x_i \partial x_j}(\xi)\Big)\)

als [...]-Matrix von f an der Stelle \(\xi\)

Hesse

Wie lautet der Mittelwertsatz für Vektorfelder?

Sei \(f:D\subseteq \mathbb R^n \to \mathbb R\), D offen, f stetig differenzierbar auf D. Seien \(x,y\in D\) derart, dass die Verbindungsstrecke zwischen x und y auf D enthalten ist.

\(f(x)-f(y)= \) \(\displaystyle \int_0^1Jf(x+t(y-x))dt \cdot (x-y)\)

f ist auch lipschitz-stetig:

\(|f(x)-f(y)| \leq\) \(\displaystyle\sup_{x \in D}||Jf(z)||\cdot ||x-y||\), \(\forall x,y \in D\)

f soll in eine Laurentreihe entwickelt werden.

Wenn f in einer Umgebung \(U \subseteq \mathbb C\) von \(z_0 \in \mathbb C\) differenzierbar ist mit ausnahme von \(z_0\), dann heißt \(z_0\)  [...] von f.

isolierte Singularität

Sei \(z_0\)eine isolierte Singularität von f. Wenn der Hauptteil der Laurentreihe verschwindet, nennt man \(z_0\) eine [...]

hebbare Singularität

Sei \(z_0\)eine isolierte Singularität von f. Wenn der Hauptteil der Laurentreihe endlich ist, also \(c_n = 0 \) für \(n\lt -m \lt 0\) nennt man \(z_0\) einen [...] der Ordnung m.

Pol

Sei \(z_0\)eine isolierte Singularität von f. Wenn unendlich viele Koeffizienten im Hauptteil der Laurentreihe ungleich null sind, nennt man \(z_0\) eine [...]

wesentliche Singularität

Sei \(z_0\)eine isolierte Singularität von f. Der Koeffizient \(c_{-1}\) in der Laurent-Entwicklung f um \(z_0\) heißt das [...] von f an \(z_0\), man schreibt:

\(\displaystyle \text{Res}_{z=z_0}f(z):= c_{-1}\)

Residuum

Formuliere das absolute Highlight der Theorie der komplexen Funktionen :-)
Den Cauchy'schen Residuensatz

Sei \(\Gamma\)eine stückweise glatte, geschlossene Kurve, und f sei auf Inneren analytisch mit Ausnahme endlich vieler isolierter Singularitäten im Inneren von \(\Gamma\). Dann gilt:

\(\displaystyle \oint_\Gamma f(z)dz = 2\pi i \sum_{k=1}^n \text{Res}_{z=z_k} f(z)\)

Vorgehensweise zur Bestimmung des Residuums an einer Polstelle \(z_0\)

\(\text{Res}_{z=z_0} f(z)=\)  \(\displaystyle \frac{1}{(m-1)!}\lim_{z\to z_0} \frac{d^{m-1}}{dz^{m-1}}\big((z-z_o)^mf(z)\big)\)

Definition Laurentreihe

Sei die Funktion \(f(z)\) in einem Kreisring \(r \lt |z-z_0| \lt R\) analytisch. Dann gilt für alle z in diesem Kreisring die Laurent-Entwicklung (Laurentreihe)

\(\displaystyle f(z)=\sum_{-\infty}^\infty c_n(z-z_0)^n\)

mit \(c_n=\displaystyle \frac{1}{2\pi i}\oint_\Gamma \frac{f(z)}{(z-z_0)^{n+1}}dz\) 

mit einer beliebigen, ganz innerhalb des Kreisringes verlaufenden, stückweise glatten, geschlossenen Kurve \(\Gamma\)

Fundamentalsatz der Algebra

Jedes nichtkonstante Polynom mit reellen oder komplexen Koeffizienten besitzt [...] eine Nullstelle in \(\mathbb C\)

Satz von Liouville

Jede beschränkte ganze Funktion f: \(\mathbb C \to \mathbb C\) ist [...]

konstant

Welche Aussagen treffen auf komplexe Differenzierbarkeit zu?

Cauchy'sche Ableitungsformel

\(f^{(n)}(z)=\) \(\displaystyle \frac{n!}{2 \pi i}\oint_\Gamma \frac{f(\zeta)}{(\zeta-z)^{n+1}}d\zeta\)

Cauchy'sche Integralformel

Die stückweise glatte, geschlossene Kurve \(\Gamma\) sei der Rand eines Gebietes \(D \subseteq \mathbb C\). Die Funktion f sei differenzierbar in D und stetig auf \(\overline D\). Weiters sei z ein beliebiger Punkt im Inneren von D. Dann gilt für f(z) die Darstellung als Cauchy-Integral

\(\displaystyle f(z)=\frac 1{2 \pi i}\oint_{\Gamma}\frac{f(\zeta)}{\zeta-z}d\zeta\)

Die Werte der Funktion f innerhalb des Gebietes sind durch ihre Werte auf dem Rand bereits eindeutig festgelegt

Ein Gebiet D heißt [...], wenn das Innere jeder auf D verlaufenden, glatten, geschlossenen Kurve in D enthalten ist.

einfach zusammenhängend

Was muss zutreffen, dass das komplexe Kurvenintegral wegunabhängig ist, dh. dass man schreiben kann:

\(\displaystyle \int_a^b f(z)dz\)

?

\(z=x+iy\)

\(u(x,y)=\text {Re}(f(z)) \quad\) \(v(x,y)=\text {Im}(f(z))\)

Was besagt der Cauchy'sche Integralsatz?

Sei f in einem einfach zusammenhängenden Gebiet \(D \subseteq \mathbb C\) differenzierbar, so gilt für jede stückweise glatte, ganz in D verlaufende, geschlossene Kurve \(\Gamma\):

\(\displaystyle \oint_\Gamma f(z)dz=0\)

Ist f in einem einfach zusammenhängenden Gebiet \(D \subseteq \mathbb C\) differenzierbar, so ist für \(z \in D\) auch die durch

\(F(z):= \displaystyle \int_a^z f(\zeta)d\zeta\) definierte Funktion in D differenzierbar und es gilt: \(F'(z)=f(z)\)

Jede Funktion F mit dieser Eigenschaft heißt [...] von f.

Stammfunktion

Welche Aussagen über komplexe Zahlen treffen zu?

Wie lautet die Euler'sche Formel?

\(r e^{i\varphi}=?\)

\(z=re^{i\varphi}=r(\cos\varphi +i\sin \varphi)\)

Was trifft auf Stetigkeit und Differenzierbarkeit komplexer Funktionen zu?

a) Eine komplexe Funktion heißt stetig an der Stelle \(\zeta\), wenn gilt: \(\displaystyle\lim_{z\to\zeta}f(z)=f(\zeta)\)

b) Eine komplexe Funktion \(f = u+iv\) ist genau dann stetig, wenn die reellen Skalarfelder u(x,y) und v(x,y) stetig sind.

c) Eine komplexe Funktion ist komplex differenzierbar, wenn die Skalarfelder u(x,y) und v(x,y) differenzierbar sind.

d) Eine komplexe Funktion, die komplex differenzierbar ist, ist stetig

e) Wenn die Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen von den Koordinatenfunktionen u(x,y) und v(x,y) erfüllt werden, ist f komplex differenzerbar.

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