Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

Lernkarten für die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

Lernkarten für die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

Sebastian Chavoen
Lernen

Sebastian Chavoen
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Notfallmedizin, geeignet für Fachpersonal. Sie decken Themen wie Dosierungen von Medikamenten wie Adrenalin und Prednisolon, die Behandlung von Schockzuständen, Atemwegstherapien mit Verneblern und die Durchführung von CPR ab. Besonders relevant für Ärzte und Rettungskräfte, die in akuten Notfällen schnell und präzise handeln müssen, um Leben zu retten.
Karten
80
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.04.2017 / 02.06.2022

Lernkarten

Anapylaxie Therapie

<15kg:

10ug/kgKG Adrenalin i.m., Adrenalin Vernebler, Fenistil (Dimetiden) 1mg (1ml), Prednisolon 50 mg, Volumen 20ml/kgKG i.v.

>15kg-30kg:

150ug Adrenalin i.m., Adrenalin Vernebler, Fenistil 2 mg (2ml), Prednisolon 150mg, Volumen 20ml/kgKG i.v.

30-60kg:

Adrenalin 300ug i.m., Adrenalin Vernebler, Fenistil 4 mg, Prednisolon 250 mg ,Volumen 10-20ml/kgKG

>60kg:

Adrenalin 500ug i.m., Adrenalin Vernebler, Fenistil 4-8mg, Prednislon 500-1000mg,Volumen 10mlkgKG

Clemastin Dosierung

1 Amp= 2mg auf 5 ml.

Dosierung 2-4 mg i.v. bei allergischem Schock.

Epiglottitis

Ät: Bakterielle Infektion meist mit Haemophilus influenzae B. Durch grosse Durchimpfung Relevanz rückläufig.

Kl: Pat. krank, hohes Fieber, Kinder ruhig/nach vorne gebeugt. klosige Sprache und Speichelfluss

Th: "don´t touch"-beruhigen des Kindes und der Mutter, evtl vorhalten von Sauerstoff. Zügiger Transport in pädiatrische Klnik

Krupp-Syndrom

Ät: meist virale Infektionen der oberen Atemwege

Kl: selten hohes Fieber, Kinder sind unruhig, In- und ggf. Expiratorischer Stridor,schnelle Atmung, bellender Husten

Stadien:

I)   bellender Husten, leiser Stridor

II)  Ruhestridor,beginnende Dyspnoe

III) Ruhedyspnoe, Tachykardie Hf>160/min

IV) Ateminsuffizienz, Zynaose, Bradykardie,Somnolenz

Th:

Std I+II Beruhigen, feuchte Luft

Std.III+IV Adrenalin 2-5mg über Vernebler,Kortikoide (rektal 100mg Prednisolon).

CRB65-Score bei Pneumonie

evtlerweitert als CRBU65-Score.

C:Confusion

R:Respiratory-Rate >30/min

B:Blood-Pressure RRsyst<90,RRdiast <60

65:Alter

Je 1 Punkt.0Punkte:ambulantes Procedere, 1-2 Punkte stationär, darüber:Intensiv

 

Bronchiolitis

Ät: Entzündung der unter kleinen Atemwege mit einer relativen Obstruktion.Meist RS-Virus

Kl:Obstruktion der untern Atemwege, Überbläung der Lnge bis zur "silent lung".Verlängertes Expirium

Th: O2/Flüssigkeit, Fiebersenkung. Ggf. Adrenalin Verneblung. GLukokortikoide ohne Effekt.Ggf NIV/Beatmung

 

Clinicial severity-Index/Forrester-Klassifikation bei Herzinsuffizienz

I)   Pat trocken und warm=> keine Herzinsuffizienz

II)  Patient warm und feucht=> Lungenödem

III) Patient kalt und feucht=>kardiogener Schock mit Lungenödem

IV) Pat kalt und trocken=>Schock

Lysetherapie

Lungenembolie:

Bolus 10mg+ 1,5mg/kgKG (max 90mg) über 2 h;Acceleriert: 0,6mg/kgKG über 15 Minuten.

Herzinfarkt:

Bolus 15mg

dann 50 mg über 1/2 h

dann 35 mg über 2h

Myasthenia gravis (therapie)

Myasthenia gravis: Ach-Mangel

Pyridostygmin (1-3mg i.v.),ggf Atropin

Hypoglykämie (Therapie)

Glukose i.v. 10ml G40%=4g Glukose

Iniital Gabe von 10-100ml i.v. (entspricht 4-40g Glukose)

CAVE: als Infusionszusatz oder mit Infusion laufen lassen wegen Venenreizung

SHT fokal/diffus

fokal:                                   diffus:

SDH,EDH                            SAB,axonaler Schaden

Hirnkontusion                      Hirnödem

GCS-Score

Galsgow-Come-Scale

Augen öffnen (max4 Pkt):

4 spontan/3 auf Aufforderung/2 auf Schemrzreiz/ 1 kein Augenöffnen

Beste motorische Reaktion (max 6 Pkt)

6 Spontan/ 5 auf Schemrzreiz gerichtet/ 4 auf Schemrzreiz ungerichtet/ 3 Beugesynergismen/2 Strcksynergismen/ 1keine

Beste verbale Reaktion (max 5 Punkte):

5 Sprache unauffällig 4 desorientiert 3 Wortsalat 2 unverständliche Laute 1 keine

 

kranieller Perfusionsdruck (Berechnung)

Mittlerer arterieller Druck (berechnung)

CPP=MAP-ICP (ICP normalerweise<20mmHg)

CPP ideal >60 und <70mmHg

MAP= RRdiast+(RRsyst-RRdiast)/3

Behandlungsstrategie SHT

Prophylaktisch:

Vermeidung Hypoxie,Noroxie (Sp=2 >90%)

Normokapnie

Normothermie

Normogylkämie

Analgosedierung

Therapeutisch:

"Haed-blocks" (Vermeidung der Red des venösen Rückstromes durch Sriff-neck)

Oberkörperhochlagerung (30°)=>ggf. ganze Liege kippen)

Tiefe Narkose (z.B. Barbiturate)

Osmotherapeutika (NaCl 7,5% 4ml/kgKG oder Mannitol 20% 5ml/kgKG) und leichte Hyperventilation bei Herniationszeichen ("kann" Empfehlung Leitlinie)

Neurogener Schock

Spinaler Schock

Neurogener Schock:

Durch Schädigung des ZNS ausgelöster Schock mit Störung der Makro- undkonsekutiv der Mikrozirkulation (periphere Vasoplegie)=>Symptome: Bradykardie, Hypotension

 

Spinaler Schock:

Durch Schädigung des Rückemarkes ausgelöst. Dabei Querschittssymptoamtik mit Ausfall der vegetativen (autonomen) Funktionen.

-Blasen-/Mastdarmstörungen

-Ileus.

-Anhidrose

-perphere Vasoplegie

Dermatome

C6 Daumen

Th4 Mamillenhöhe

Th10 Bauchnabel

L3 Innenseite des Kniegelenks

L5 Zwischen I. und II. Zehe

Berechnung Körpergewischt Kinder

Gewicht= (Alter+4)*2

Infsionsmenge initial 20ml/kgKG

oder 4-2-1-Regel:

40 ml für erst 10kg

20ml für die nächsten 10 kg

1ml für jedes weitere kgKG

Stufentherapie des Status epilepticus

1.) Benzodiazepine (Diazepam 5-10mg ggf. Wdh)

2.) Phenytoin 750mg über 30 Minuten ggf. Wdh.

3.) Phenobarbital (500-1000mg)

4.) Narkose mit Thiopental oder Propofol (Thiopental 5 mg/kgKG oder Propofol 1,5mg/kgKG) 

Hunt-Hess-Klassifikation bei SAB

I)  Aneurysma ohne Blutung,Kopfschmerzen

II) Meningismus, keine neurologischen Auffäligkeiten bis auf Hirnnervenausfälle

III)Schläfrigkeit, Verwirrtheit, ggf. leicht Anfälle

IV)Stupor, Mäßige bis schwere Hemiparese,

V) Koma

Kinderdosierungen Naloxon und Flumazenil

Naloxon 0,01-0,1 mg/kgKG (1A=1ml=0,4mg=> 0,25ml=0,1mg)

Flumazenil 0,01mg/kgKG (1A=5ml=0,5mg=> 1ml=0,1mg)

Kohlenmonoxidvergiftung

Kompetetive Bindung des CO an Hämoglobin, jedoch CO mit deutlich höherer Affinität.

Normal <10%COHb

>10% Kopfschmerzen/Schwindel

>20% Übelkeit/Erbrechen

>30% Benommenheit,Erschöpfung/Atemnot

>40% Kollaps

>50% Koma/Krampfanfall

>60% Tod in 10min-1h

>70% Tod ind wenigen Min.

Therapie:

Sauerstoffgabe(!). Bei niedrigen CO-Werten Maske, sonst Intubation und Beatmung mit FiO2 100%. Hyperbare Oxygenierung (HBO) (RS mit Zentrum).

Indikationen für hyperbare Oxygenierung:

• Bewusstseinsstörung

• Neurologische / neuropsychiatrische Symptome

• kardiale Ischämie

• alle Schwangeren

• Asymptomatische Patienten spätestens ab COHb 25 %

Indikationen für Schockraumalarmierung

-RRsyst <90mmhg

-Penetrierende Verletzungen/Schussveretzungen Hals-Rumpf-Kopf-Bereich

-Amputationen proximal Hände/Füsse

-Ateminsuff mit notwendigkeit der Intubation

-Vebrennungen >20%KOF >IIb

-SHT mit GCS<8

-Frakturen von mind 2 proximalen Knochen,instabiler Thorax,Beckenfrakturen

-Querschnittsverletzungen

Ausserdem:

PKW-Unfall mit Intrusion vn 50-75cm

Geschwindigkeits-Delta >30km/h

Sturz aus >3m

Ejektion aus dem Fahrzeug,Tod eines Insassen

Füssgänger/Fahrradunfall

INjur severity score

6 Regionen:

Kopf-Hals/Gesicht/Abdomen/Thorax/Extremitäten und Becken/Haut und Weichteile

Einschätzung nach Verletzungsschwere:

Harmlos 1Punkt=>Tödlich 6 Punkte

3 am schwersten betroffenen Körperpartien werden jewils quadriert und dann addiert=>max Punktzahl 75!

Wenn eine Verletzung tödlich=>automatisch 75Punkte

Mainz emergency evaluation score (MEES)

Score zur Sicherung der Behandlungsqualität.

Besteht aus Vitalparametern (RR/Herzfrequenz/Atemfrequenz,GCS,SpO2,Schmerz,Herzrythmus)

Beruteilt jeweils mit Punkten (4Punkte:physiologisch, 1Punkt lebensbedrohlich)

Jewils bestimmung bei Eintreffen des NA und bei Übernahme im KH=> Delta des Scores als Hinweis Hinweis für behanldungsqualität

Kardioversion bei VHF

elektrische Kardioversion:

-R-Zacken Synchronisation, Kardioversion mit 150-200J unter Analgoseiderung,ggf steigern

medikamentöse Kardioversion:

z.B. Amiodaron 300mg

Ind.: Nur, wenn intrakardialer Thrombus ausgeschlossen (TEE!) ODER, wenn der Beginn sicher in den letzten 48h oder sicher  in dern letzten 3 Wochen eine adäquate Antikoagulation bestand

Indikationen zur Notfallintubation

-Respiratorische Insuffizienz

-Koma/SHT mit GCS<9

-Reanimation/Apnoe

-Schweres Thoraxthrauma mit instabilem Thorax 

-SpO2<90% nach Ausschluss eines Spannungspneumothorax

-Schock mit RR<90mmHg

-Ausgedehnte Verbrennungen

-Therapierefraktärer status epilepticus

Intrössäre Zugänge

Anlage mit unterschiedlichen System (Bine-injetion-gun/EZIO)

Orte: 

proximaler Humerus, proximale mediale Tibia, oberhalb malleolus medialis, bei Kindern lateraler Femurkondylus

Gefahr der Osteomyelitis ca 0,6%

sPESI-Score

Bei Lugnenembolie:

-Alter

-Krebs

-Z.n. Herzversagen

-Tachykardie >110/min

-SpO2<90%

-Hypotonie <100mmHg

Dobutamin

1A=250mg/50ml

Perfusor: 5mg/ml=>Laufrate 2-10ml/h (entspricht 2,5-10ug/kgKG)

MANV-Vorgehen bei Eintreffen

1.) Eigenschutz beachten=> Hinweis für ABC-Unfall?Wenn ja Rückmeldung an die Leitstelle!

2.) Absprache mit dem Leiter Feuerwehr/Polizei

3.) Kurzerkundung der Einsatzlage:

-Rückmeldung an die Leitstelle (Wie viele Pat ca., wie schwer verletzt?Bedarf an RTW/KTW/NA,LNA/OrgL?)

-Anfahrt und Aufstellung der nachrückenden Fahrzege organisieren (Bereitstellungsraum)

-Verletztenablage festlegen/Verletztensammelstelle für Leicht- und Schwerverletzte

-Med Sichtung der Patienten (max45Sec/Pat) bzw. Rückmeldung der Triage (mStart)

-Einsatz von nachrückenden Kräften für die Versorgung Schwerstverletzter

-Nach Eintreffen LNA=>Übergabe des Einsatzes und detaillierte Informationsüergabe.

mSTART-Triage

Erkundung der Lage:

Pat gehfähig: wenn ja zuweisen zur Patientensammelstelle=>baldmöglichst erneute Triage (Kategorie III)

Nicht gehfähig:

C: Starke äussere Blutung? ja=>Kategorie I

A:Nein: Atemwege verlegt?ja=>Überstrecken des Kopfes=>Atmung? nein=>Kategorie IV ja=>Stabile Seitenlage=>Kat I

B:Atemfrequenz >30 oder <10?=>Kategorie I

C: Puls tastbar udn hf<120/min=>nein:Kat I

D: Kein einfache Aufforderungen nicht befolgen?=>Kat I

Sonst II

APGAR-Score

Erhebung nach 1/5 und 10 Minuten je 1-3 Pkt

Atmung              kein, unregelmäßig, regelmäßig

Puls                   kein, <100, >100

Grundtonus       schlaff, träge, normale Bewegungen 

Aussehen          blaue oder weisse Asphyxie, Stamm rosig/Extrmitäten zyanotisch, rosig 

Reflexe              keine, grimmasieren, schreien

Neugeborenenversorgung

Abnabelung erst nach ca 1 Minuten (bzw., wenn Pulsationen der Nabelschnur aufhören)

Wärmemanagment (Neugeborene kühlen extrem schnell aus)

Erhebung des APGAR-Score nach 1, 5 und 10 Minuten.

Absaugen nur, wenn Kind nicht schreit/suffizient atmet (erst Mund-Rach und dann vorsichtig nasal)

Neugeborenenreanimation

Ind: schlaffes Kind, Bradykardei <60/min, Asphyxie,insuffizienter Atmung oder Apnoe

Vorgehen:

Geburt=>Wärmemanagment und Erhebung des APGAR=> Kind Atmet nicht?

=> Atemwege öffnen/Absaugen. 5 initiale Beatmungen mit Raumluft (kein Sauerstoff!!)

=> Erneute Beurteilung: Anstieg der Hf? Thoraxbewegungen?

=> Wenn nciht: optiemierung der Kopfposition, 2Helfer Beatmung, Esmarch-Handgriff, Wiederholung der Beatmungen.

Erneute Beurteilung=>Thoraxbewegungen?Anstieg der Hf?

Wenn nicht: CPR 3:1, Ggf. Erhöhung des FiO2! Beurteilung der Hf alle 30 sec.(!). Venöse Zugang (ggf. Nabelschnurkatheter!) und medikamentöse Therapie (Adrenalin).

TUBUSgrössen und SAD bei Neugeborenen

Tubus ID 3-3,5, Einführteife ca 8,5 cm

Laryngxmaske 1

Laryngstubus  0

Gynäkologische Blutungen in der Schwangerschaft

-Ursachen

Ursachen:

-Plazenta praevia totalis

-Plazentalösung

-Fehlgeburt

-Ektope Schwangerschaft

-Uterusruptur

 

Plazenta praevia totalis vs. Plazentalösung

Plazenta praevia totalis:

-Starke Blutung nach Aussen (hellrot),

-klinischer Zustand der Mutter korreliert gut mit der Menge des Blutes (Schock),

-meist protrahierter Verlauf

-meist keine Wehentätigkeit/Schmerzen

Plazentalösung:

-meist nur geringe Menge dunkles Blut

-Diskrepanz zwischen klinsichem Zustand der Mutter und der Blutungsintensität

-Abdominelle schemrzen, Uterus Bretthart.

-Wehentätigkeit

Uterusruptur (Symptomatik)

Ät:

-Trauma

-Z.n. Sectio

-Groses kind

Symptome:

Bretthartes, schmerzhaftes Abdomen

Vorzeitige Plazentalösung durch Ruptur

-Intraabdominelle Bltung mit Schock

Atone postpartale Blutung (Therapie)

Crede-Handgriff

-Kühlugn transabdominell

-Hormonelle Stimmulaton durch Anlegen des Kindes

Medikamentös:

Oxytocin 10IE als KI (100NaCl)

Tokolyse

Magnesium 4-6g i.v. über 15-30 Minuten

Fenoterol (Partusisten) i.v. (1A=0,5mg/1ml)=>0,5mg auf 10ml G5%=>Fraktioniert 1-2 ml über 1-2 Minuten, ggf Wdh nach 3-5 Min.

Nifedipin 10 mg (ggf Wdh.) ("off-label-use")

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