Onkologie
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Lernkarten
Onkologie Definition
Onkologie = Lehre von Geschwulstkrankheiten.
Die Onkologie ist die Wissenschaft von der Entstehung, Entwicklung und Behandlung von Tumorerkrankungen
Definition Tumor
Tumor= Geschwülst, Schwellung
AlleTUmore werden nach dem Ausgangsgewebe benannt
-Benigne Tumore enden mit -om
-Maligne Tumore enden mit -sakrom oder -Karzinom
Definition Population
Bevölkerungsgruppe, welche über bestimmte Merkmale definiert wird.
Definition Morbidität
Anzahl Krankheitsfälle in einer Population
Definition Mortalität
Verhältnis der an einer bestimmten Krankheit Verstorben zur Gesamtenbevölkerung
Definition Letalität
Verhältnis der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl erkrankter Personen. Mass für den Schweregrad einer Krankheit
Definition Inzidenz
Anzahl Neuerkrankungen in einem bestimmten Zeitraum und in einer definierten Population.
Definition Prävalenz
Anzahl Krankheitsfälle zu einem bestimmten Zeitpunkt in deiner definierten Population
Ursachen Tumorentstehung
5% der Tumoren sind erblich
Die Ursache ist oft nicht geklärt Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle.
- Chemische Karzinogenese (Krebs erzeugende Stoffe)
- Nahrung: gesunde Ernährung = Krebsrisiko geringer
- Viren: Bestimmte Krebsarten sind mit Viren asooziiert.
- Genetische Faktoren: Gewisse Gendefekte führen zu Krebs.
- Immunsystem: Ob Krebs entsteht ist auch Frage der individueller Immunlage.Im Blut gesunder Menschen lassen sich vereinzelt Tumorzellen nachweisen, ohne dass sie ein Malignom haben oder später entwickeln. Da der Körper diesen entarten Zellen selbst vernichten kann.
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Exogene Risikofaktore
Tabakkonsum, Fette, Fleisch, Alkohol, Ernährungsgewohneiten, Tumorgene Infektionen, Sexuelle und reproduktive Faktoren, Viren, Bakterien, Parasiten, Schadstoffexposition, UV-Licht und ionisierende Strahlen, Adipositas, Bewegungsmangel, erhöhter BMI= Krebsrisiko steigt mit dem Körpergewicht
Epidemiologie
Bei den Frauen: Am meisten Brustkrebs, dann Lungenkrebs
Bei den Männer: Am meisten Lungenkrebs, dann Prostatakrebs
Primär Prophylaxe von Tumorerkrankungen
(Verhütung)
z.B Aufklärung, Gesetze über Grenzwerte bei Schadstoffen, Nikotinabstinetz, HPV- Impfung
Sekundäre Prophylaxe
(Früherkennung)
Gebärmutterhalsabstich, Mammografie, rektale digitale Palpation der Prostata
Zytostatika Begriffserklärung
Zytostatika sind Medikamente, die die Zellteilung von rasch wachsenden, sogenannt wachstumsaktiven Zellen stören und relativ unspezifisch hemmen.
Je nach Krebsart werden andere Zytostatika eingesetzt. Es gibt über hundert verschiedene, die sich auf mehrere Kategorien aufteilen.
- Chemotherapie
- Antihormontherapien
- “zielgerichtete“ Therapien
- Immuntherapien
Da die Zellteilung verschiedene Phasen durchläuft, muss auch der Wirkungsmechanismus der einzelnen Medikamente anders sein, um eine bestimmte Phase oder mehrere Phasen stören zu können.
Die Anwendung von Zytostatika erfolgt:
- meist als Zusammenstellung mehrere Substanzen, damit die Zellen in möglichst allen ihrer Teilungsphasen getroffen werden (Polychemotherapie)
- seltener mit einzelnen Substanzen (Monochemotherapie)
- oft zusammen mit einer Strahlentherapie (kombinierte Radio-Chemotherapie), wodurch in spezifischen Fällen die Wirkung der Bestrahlung verstärkt werden kann
- zur Vorbereitung auf eine Stammzell- oder Knochenmarkstransplantation
Wirkungsmechanismus der Zytostatika:
- Hemmmung der DNS-Synthese
- Hemmung des Spindelapparates (somit wird die Zellteilung verhindert)
- Veränderung der DNS-Struktu
Wirkungsmechanismus der Antihormontherapien:
-Das Wachstum gewisser Krebszellen kann hormonabhängig sein, sofern ein gewisser Anteil der Zellen einen entsprechenden Rezeptor aufweist = Hormonrezeptor-positiv ist.