Onkologie

Onkologie

Onkologie


T. D.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Onkologie für Berufslehrlinge. Sie behandeln die verschiedenen Phasen der Zellteilung, die Wirkungsmechanismen von Zytostatika und andere Behandlungsmethoden wie Antihormontherapien und Immuntherapien. Die Karteikarten beleuchten auch die Ursachen von Krebs, einschließlich genetischer Faktoren, Viren und Umweltgiften, sowie die Epidemiologie von Tumorerkrankungen. Sie sind besonders nützlich für angehende Mediziner, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention von Krebs auseinandersetzen.
Karten
17
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
30.03.2017 / 25.03.2019

Lernkarten

Onkologie Definition

Onkologie = Lehre von Geschwulstkrankheiten.

Die Onkologie ist die Wissenschaft von der Entstehung, Entwicklung und Behandlung von Tumorerkrankungen

Definition Tumor

Tumor= Geschwülst, Schwellung

AlleTUmore werden nach dem Ausgangsgewebe benannt

-Benigne Tumore enden mit -om

-Maligne Tumore enden mit -sakrom oder -Karzinom

Definition Population

Bevölkerungsgruppe, welche über bestimmte Merkmale definiert wird.

Definition Morbidität

Anzahl Krankheitsfälle in einer Population

Definition Mortalität

Verhältnis der an einer bestimmten Krankheit Verstorben zur Gesamtenbevölkerung

Definition Letalität

Verhältnis der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl erkrankter Personen. Mass für den Schweregrad einer Krankheit

Definition Inzidenz

Anzahl Neuerkrankungen in einem bestimmten Zeitraum und in einer definierten Population.

Definition Prävalenz

Anzahl Krankheitsfälle zu einem bestimmten Zeitpunkt in deiner definierten Population

Ursachen Tumorentstehung

5% der Tumoren sind erblich

Die Ursache ist oft nicht geklärt Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle.

  • Chemische Karzinogenese (Krebs erzeugende Stoffe)
  • Nahrung: gesunde Ernährung = Krebsrisiko geringer
  • Viren: Bestimmte Krebsarten sind mit Viren asooziiert.
  • Genetische Faktoren: Gewisse Gendefekte führen zu Krebs.
  • Immunsystem: Ob Krebs entsteht ist auch Frage der individueller Immunlage.Im Blut gesunder Menschen lassen sich vereinzelt Tumorzellen nachweisen, ohne dass sie ein Malignom haben oder später entwickeln. Da der Körper diesen entarten Zellen selbst vernichten kann.

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Exogene Risikofaktore

Tabakkonsum, Fette, Fleisch, Alkohol, Ernährungsgewohneiten, Tumorgene Infektionen, Sexuelle und reproduktive Faktoren, Viren, Bakterien, Parasiten, Schadstoffexposition, UV-Licht und ionisierende Strahlen, Adipositas, Bewegungsmangel, erhöhter BMI= Krebsrisiko steigt mit dem Körpergewicht

Epidemiologie

Bei den Frauen: Am meisten Brustkrebs, dann Lungenkrebs
Bei den Männer: Am meisten Lungenkrebs, dann Prostatakrebs

 

Primär Prophylaxe von Tumorerkrankungen

(Verhütung)

z.B Aufklärung, Gesetze über Grenzwerte bei Schadstoffen, Nikotinabstinetz, HPV- Impfung

 

Sekundäre Prophylaxe

(Früherkennung)

Gebärmutterhalsabstich, Mammografie, rektale digitale Palpation der Prostata

Zytostatika Begriffserklärung

Zytostatika sind Medikamente, die die Zellteilung von rasch wachsenden, sogenannt wachstumsaktiven Zellen stören und relativ unspezifisch hemmen.

Je nach Krebsart werden andere Zytostatika eingesetzt. Es gibt über hundert verschiedene, die sich auf mehrere Kategorien aufteilen.

-       Chemotherapie

-       Antihormontherapien

-       “zielgerichtete“ Therapien

-       Immuntherapien

Da die Zellteilung verschiedene Phasen durchläuft, muss auch der Wirkungsmechanismus der einzelnen Medikamente anders sein, um eine bestimmte Phase oder mehrere Phasen stören zu können.

Die Anwendung von Zytostatika erfolgt:

  • meist als Zusammenstellung mehrere Substanzen, damit die Zellen in möglichst allen ihrer Teilungsphasen getroffen werden (Polychemotherapie)
  • seltener mit einzelnen Substanzen (Monochemotherapie)
  • oft zusammen mit einer Strahlentherapie (kombinierte Radio-Chemotherapie), wodurch in spezifischen Fällen die Wirkung der Bestrahlung verstärkt werden kann
  • zur Vorbereitung auf eine Stammzell- oder Knochenmarkstransplantation

Wirkungsmechanismus der Zytostatika:

  • Hemmmung der DNS-Synthese
  • Hemmung des Spindelapparates (somit wird die Zellteilung verhindert)
  • Veränderung der DNS-Struktu

Wirkungsmechanismus der Antihormontherapien:

-Das Wachstum gewisser Krebszellen kann hormonabhängig sein, sofern ein gewisser Anteil der Zellen einen entsprechenden Rezeptor aufweist = Hormonrezeptor-positiv ist.

 

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