EKG

Block 2

Block 2


M. M.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Elektrokardiographie (EKG) und deren klinische Relevanz. Sie decken die Grundlagen der Zellaktivität, Erregungsleitung und verschiedene Herzrhythmusstörungen ab, einschließlich gefährlicher und ungefährlicher Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Verständnis von EKG-Interpretationen vertiefen und die Diagnose sowie Behandlung von Herzrhythmusstörungen verbessern möchten.
Karten
55
Lernende
8
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
27.03.2017 / 31.01.2026

Lernkarten

Vofhofflimmern

Vollkommen unkontrollierte elektrische Erregung in den Vorhöfen mit Frequenzen der Flimmerwellen über 350/min. Geordnete Vorhofkontraktion nicht mehr möglich. Ein Teil der Impulse erreicht die Kammern, jedoch in unregelmässigen Abständen. Da teilweise einzelne Kammerkontraktionen rasch aufeinander folgen ist nicht jede von einer spührbaren Pulswelle gefolgt.(Peripheres Pulsdefizit)

Keine P ersichtlich, QRS normal, frequenz kann bradykard, normokard oder tachykard sein.

Kommt vor bei Mitralklappenfehler, Infarkten, nach chir. Eingriffen, HI, Hypertonie, LE

Grunderkrankung behandeln, bei tach. VHF Digitalis, Kardioversion, Pacemaker,

Wichtig Thromboseprophylaxe!

Sick Sinus Syndrom

veraltet

fasst verschiedene Rhytmussstörungen zusammen welche auf Fehlfunktion des Sinus und der Erregungsleitung auf Vorhofebene beruhen.

Wird verwendet bei kombiniertem Auftreten von Rhytmusstörungen mit ausgeprägt niedrigen oder hohen Frequenzen

Ursachen. Myokarditis, Kardiomyopathie, KHK, Intox, etc.

Äussert sich mit: Synkopen, Schwindeln, Palpitationen..

Oft Pace Maker indiziert

Kammertachykardie

Drei oder mehr aufeinanderfolgende Schläge ventrikulären Ursprungs mit einer Frequenz über 100/min. Beginn häufig plötzlich (paroxysmale)

In der Regel gehen einzelne Kammerextrasystolen voraus. Gefahr besteht das Kammertachykardie in Kammerflattern/Kammerflimmern über geht.

Es zeigen sich schnelle verbreiterte und deformierte QRS Komplexe, keine Ps sichtbar. Sinus meist i.o, Kammer schlägt unabhängig.

Ursachen: schwere Herzerkrankungen, oft im Anschluss an Myokardinfarkt oder HI, oftmals Iatrogen (Digitalis, Hypokaliämie usw) Elektrounfall

Therapie mit Antiarrhythmika (Cordarone)

Bei der instabilen KT (pulslos)

sofortiger beginn mit CPR, Defibrillation, Antiarrhytmika..

Kammerflattern

sehr selten. Kammerflimmern häufiger. Nur Kurzdauerndes übergangsstadium. Frequenz 220-350. Hämodynamik stark gestört.

häufig im Anschluss an einen Myokardinfarkt oder HI. Oftmals Iatrogen.

Sofortiger Beginn mit CPR und Thoraxkompressionen. Defibrillation, Antiarrhytmika

Kammerflimmern

 

Immer Rea Situation.

abnorme Schrittmacher in Kammer schlägt so rasch das sich Myokard nicht mehr kontrahieren kann. Chaotische Zuckungen des Myokards. Kreislaufstillstand folgt. Frequenz über 350/min. Verlust der Hämodynamik.

Vorkommern 5H`s, 5 T`s

Therapie

CPR/Thoraxkompression

Defibrillation, ACLS

Antiarrhytmika

Ursache behandeln

Torsade de Pointes

Sonderform der Kammertachykardie mit einer Periodischen Spitzenumkehr. Unförmige Kammerkomplexe schwellen regelässig an und ab.

Trifft eine neue Erregung (Extrasystole) auf das vulnerable Ende der T-Welle (R auf T Phänomen) wo die Refraktärzeit nicht mehr gegeben ist kann es zu einer Torsade de pointes kommen.

Oft ausgelöst durch Magnesiummangel(ST verlängert) oder Medis welche Kaliumkanäle blockieren (Cordarone). Folge ist eine verlangsamte Repolarisation und damit ein verlängertes Aktionspotential. Gefahr des Übergangs in ein Kammerflimmern.

Vorkommen: Hypomagnesiämie, Medis überdosiert (Antidepressiva, Neuroleptika, Antiarrhytmika), Elektrounfall

 

Notfallsituation - Defibrillation, CPR, ACLS

Magnesium

Kammerstillstand/Asystolie

elektrische und mechanischer Herzstillstand. "relative Nulllinie". Verlust Hämodynamik.

Endzustand irreversiblem Kammerflimmern. Alle Zellen sind vollständig Depolarisiert - Strom Reiz nützt nichts mehr!

Vorkommen 5H/5T

Therapie: ACLS, CRP, Ursache beheben, Adrenalin?! 

PEA

sichtbare elekt. Aktivität im EKG ohne mech. Kontraktion. Mechanischer Herzkreislaufstillstand.

Defibrillieren nützt nichts.

Vorkommen 5H/5T

Therapie: CPR, ACLS, Ursache beheben.

Extrasystolen

vorzeitig einfallender Schlag, meist durch längere komp. Pause gefolgt. Muss sich nicht zwingend auf peripheren Puls auswirken (evtl. sogar fehlender Schlag wenn sehr schwach)

  • Supraventrikuläre Extrasystolen (SVES) Ursprung im Vorhof oder AV Bereich. Keine P Welle vor SVES, QRS normal. ggf. komp. Pause. Vorkommen: Genussmittel, Myokarditis, KHK, Allgemeininfekt....) Falls gehäuft Antiarrhytmika, ansonsten keine Therapie nötig.
  • verntrikuläre Extrasystolen (VES) Ursprung im Kammerbreich. QRS verbreitert. Keine P. Welle. komp. Pause nach Extrasystole
  • monotobe VES: ursprung der selbe Ort. VES sehen gleich aus
  • polytope VES: Ursprung aus verschiedenen Zellen. VES unterschiedlich.
  • Bigeminus: Jeder zweite Schlag ist eine VES.
  • Couplet (VES) monotope VES im Doppel

VES spührt man Doppelschlag

SVES spührt man oft nicht

Polytobe VES sind gefährlich.

Vorkommen: Überdosierung Digitalis, Sympathomimetika, nach Herzop, bei Myokardinfarkt, Schädigung des Myokard,

Therapie: Ursache behandeln, Antiarrhythmika (B.Blocker, Cordarone), absetzen der auslösenden Medis

ungefährliche Reizbildungssöturngen

Sinusbradykardie,

Sinustachykardie,

Sinusarrhythmie,

Sinusstillstand,

normocardes Vorhofflimmern

normocardes Vorhofflattern

SVES

monotope, vereinzelte VES

 

 

ungefährliche Reizleitungsstörungen

AV I° AV II° Typ Wenckebach

gefährliche Reizleitungsstörungen

AV Block II° Mobitz und AV Block III°

gefährliche Reizbildungsstörungen

tachykardes Vorhofflattern

tachycardes Vorhofflimmern

gehäufte VES, insbesondere polytobe früh einfallende VES (R auf T Phänomen)

Kammertachykardie mit Puls

5 H`s & 5 T`s

Dienen als Merkhilfe die reversiblen Ursachen eines Herzkreislaufstillstandes auszuschliessen. Als Eselsbrücke gelten hier die «5H» und die «5T»

H`s

  1. Hypovolämie
  2. Hypoxie
  3. Hypo/Hyperkaliämie
  4. H Ionen Azidose
  5. Hypothermie

 

T`s

  1. Toxine
  2. Tensionspneumothorax (Spannungspneu)
  3. Tamponade kardial
  4. Thrombose kornonar
  5. Thrombose pulmonal

Na-Ka Pumpe

die K-Konzentration in der Zelle ist höher als außerhalb der Zelle. Umgekehrt ist das mit Na. Die Na-Konzentration ist außen viel höher als in der Zelle. Die Na-K-Pumpe sitzt in der Zellmembran und ist dafür zuständig, diese Ionenverteilungen aufrecht zu erhalten. Denn die K-Ionen haben die Tendenz, aus der Zelle heraus zu wandern (durch Kanäle von innen nach außen zu diffundieren).Die Na-Ionen wiederum diffundieren gerne von außen in die Zelle hinein. Die Na-K-Pumpe ist nun dafür da, diese Ionen-"Wanderungen" wieder rückgängig zu machen. Sie transportiert die reingewanderten Na-Ionen wieder aus der Zelle raus und gleichzeitig die rausgewanderten K-Ionen wieder in die Zelle rein. Übrigens verbraucht die Pumpe dabei Energie, d.h. ATP. Die Pumpe wird meist im Zusammenhang mit Nervenzellen beschrieben, denn bei dem Prozess der Erregungsleitung werden die Ionenverteilung von Na und K kurzfristig völlig durcheinandergebracht

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