EKG
Block 2
Block 2
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Lernkarten
Definiere Schenkelblöcke:
- Verzögerte Ventrickelerregung aufgrund Blockade des re oder li Tavaraschenkel
- asynchrone Erregung --> verbreiterung des QRS Komplexes über 0.10 Sekunden
Differenzierung re / li Schenkelblock im EKG
Rechtsschenkelblock rauf (positves R)
Linksschenkelblock runter (negatives R)
komplett/inkompletter Schenkelblock:
- Inkomplett QRS verbreitert 0.10-0.12sek
- komplett QRS verbreitert über 0.12sek
Vorkommen re Schenkelblock:
- hinweis auf rechtsherzbelastung,
- LE,
- Kardiomyopathie,
- KHK,
- Myokarditis,
- Myokardinfarkt,
- Hypertonie
Vorkommen li Schenkelblock:
- Hypertonie,
- KHK,
- Myokarditis,
- Myokardinfarkt,
- Kardiomyopathie
Interpretation EKG bei Linksschenkelblock:
- M-förmige Konfiguration --> tiefe R Zacke (negativ) bei Linksschenkelblock
- Myokardinfarktinterpretation nicht sicher,
- ST-Strecke stark verändert - Ischämienachweis sehr schwierig.(altes EKG?!)
Aussage ST-Strecke
- Ausdruck Erregungsrückbildung der Kammern.
- STEMI mit HEBUNG und erhöhten Herzparametern.
- NSTEMI keine Hebung aber erhöhte Herzenzyme.
- ST-Strecke gibt Auskunft über Infarktgrösse, Lokalisation sowie Stadium
ST-Veränderungen
- Hebung: aus dem absteigendem R-Schenkel oder aus dem aufsteigenden S-Schenkel
- Senkung- aszendierend, deszendierend, horizontal
EKG bei Myokardinfarkt (Stadien)
- Stadium 0: Erstickungs T (hoch,breit) Frühbefund kurz nach dem Infarkt
- Stadium 1: Starke ST-Hebung aus dem absteigenden Schenkel der R-Zacke, T Positiv (Befund nach Stunden)
- Statium 2: Q Zacke breit, kleines R, ST mässig erhöht, T-Spitze negativ (nach ca. 1 Tag)
- Stadium 3: tiefe, breite Q Zakcke, R klein, ST wieder auf isoelektrischen Linie, T negativ (Folgestadium)
- Stadium 4: alter Infarkt, Q pathologisch breit und tief, R wieder normal hoch, Keine ST-Hebung, T wieder positiv
Vorderwandinfarkt / Proximal
- linksventrikulärer infarkt
- v.a RIVA oder einer seiner Äste betroffen
- Proximal - grosser Vorderwandinfarkt
- Direkte Infarktzeichen in Brustwandableitungen V1-V&
Vorderwandinfarkt / Distal
- kleiner Vorderwandinfarkt
- supraapikal (v1-V3) oberhalb Herzspitze
- Antero-septaler Infarkt (V1-V4) vorne Septum li
- Antero-lateraler Infarkt (I, aVL,V5,V6) vorne seitlich
Hinterwandinfarkt - inferiore (unten)
untere (diapragmale) Wand (häufiger inferiorer Infarkt als posterior!)
Hinterwandinfarkt - posterior (hinten!)
- hintere Wand des linken Ventrikels,
- Spiegelbildliche Infarktzeichen
- ST-Strecken Senkungen
Rechtsventrikulärer Infarkt
- aufgrund geringer Muskelmasse des re Ventrikels im EKG nur schlecht nachweisbar
- Häufig bei inferioren (unteren) Infarkten Rechtsventrikuläre Beteiligung
- Infarzierung v.a hämodynamisch bemerkbar
- re Herz EKG zur besseren darstellung möglich
EKG bei Perikarditis:
- in 60-80% typische EKG Veränderungen
- EKG Veränderungen Brust/Extremitätenableitungen unzusammenhängend
- T-Welle gut von der ST-Strecke abgrenzbar
- ST Hebung auf aufsteigender S Zacke
- aufgrund eines möglichen Perikarderguss entsteht eine Niedervoltage (kleine QRS Komplexe da es nicht gut abgeleitet wird)
- stechende (nicht drückende) Thoraxsz sind thypisch
- besserung der Symptomatik im sitzen
- Herz enzyme normal jedoch Entzündungsparameter
EKG Definition
- elektische Aktivität auf Zeitachse
- Spannungsdifferenen der Herzmuskelfasern
- gibt Auskunft über Erregungsbildung, Leitung und Rückbildung, isoelektrische Linie wenn alle gleich geladen oder entladen
- EKG gibt keine Auskunft über Erregungsrückbildung im re Vorhof sowie keine Aussage über Auswurfleistung
- Dient zur diagnostischen Interpretation von Infarkten und Herzrhytmusstörungen
12er EKG
- für Infarktinterpretation relevant
- Herzrhytmusstörungen können bereits ab einer Ableitung abgelesen werden
Frontalebene - Extremitätenableitungen I,II,II & AvR,AvL,AvF
Horizontalebene - Brustwandableitungen V1-V6
Extremitätenableitungen nach Einthofen (bipolar)
- drei Elektroden und eine Erdungselektrode
- Ableitungspunkte dieser bipolaren Extremitätenableitung bilden die Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks.
- Zeigt Potentialänderungen in der Frontalebene auf.
- rot, gelb, grün, schwarz
Extremitätenableitungen nach Goldberger (unipolar)
- drei Elektroden plus Erdung,
- Extremitätenableitungen werden gegenüber Nullpunkt Sammelelektrode dargestellt
- Ableitungen:
- aVR (augmented Voltage) re Arm gegen li Fuss
- aVL li Arm gegen li Fuss
- aVF li Fuss gegen li Arm und re Fuss
Brustwandableitungen nach Wilson
- alle 6 Ableitungen registrieren gleiche elektrische Aktivität aus verschiedenen Winkeln
- Potentialänderungen in der Horizontalebene
Elektrodenplatzierung
- 4.intercostalraum paraternal rechts
- ICR paraternal links
- zwischen V2 und V4 auf dern 4.Rippe
- 5 ICR auf der linken Medioclavicularlinie
- 5 ICR auf der vorderen linken Axillarlinie
- 5 ICR auf der mittleren linken Axillarlinie
Nutzen Cabrera Kreis
Extremitätenableitungen (Willson/Einthofen) sind systematisch in Winkelintervallen von 30° dargestellt, ermöglicht Bestimmung des Lagetyps des Herzens
grosser proximaler Vorderwandinfarkt erkennt man wo und welches Gefäss ist betroffen?
V1-V6 (Li Herz Brustwandableitung) und RIVA (Ramus interventrikularis anterior) proximal (vorne) ist betroffen!!
Hinterwandinfarkt inferior erkennt mann anhand welchen Ableitungen und welche Koronarie ist betroffen?
II,III,aVF,V3r, V6r, - right coronaria ateria (RCA)
Aussage Kraft EKG
- Herzfrequenz
- Herzrhytmus
- elektrische Herzlage
- Morphologie
- Elektrolytstörungen
- Lungen/Herzerkrankungen
5er Ableitungs EKG - platzierung Elektroden ?
80% der ischämien können entdeckt werden
V Elektrode (weiss) sollte li im 5ICR vordere Axillarliniä geklebt werden
auf dem INZ zur Rhytmusdarstellung nicht zwingend
Physiologie Erregungsbildung
- Herzmuskelzellen sind im Ruhezustand negativ geladen (NaKa Pumpe sorgt dafür!) Zellen sind polarisiert! -90mV
- elektrischer Reiz z.B vom Sinusknoten lässt Zellen depolarisieren, heisst sie erhalten eine positive Ladung (bis 20mV) auch Aktionspotential genannt-kontraktion findet statt.
- Jede depolarisierte Zelle reizt elektrisch die benachbarte Zelle. Erregungswelle über gesamtes Myokard. Ganzes Myokard kontrahiert
- Darauf folgt wieder Muskelerschlaffung und Wiederherstellung des Ruhemembranpotentials auch genannt Repolarisation
Depolarisation und Repolarisation im EKG:
P: atrial Depolarisation
P-Q AV Überleitung
QRS: ventrikular Depolarisation
T: Ventrikular Repolarisation
Reizleitungszelle
versus
Herzmuskelzelle
RLZ: spontane diastolische Depolarisation, haben kein Ruhepotential. Schwellenpotential bei -60mV - Kanäle sind immer etwas offen bis sie ganz aufgehen und Depolarisation stattfindet. Wenn zu schnelle Depolarisation stattfindet gibt es Extrasystolen
HMZ: keine spontane diastolische Depolarisation. Ruhepotential bei -90mV vorhanden- Depolarisation erfolgt erst wenn RLZ depolarisiert ist und Reiz weiter gibt. Kammertachycardie entsteht bei Instabilität der Membran. Kanäle sind offener. Tertiäres Zentrum wird schneller erregt.
Zusammenhang Vorgänge der Herzmuskelfaser und Auswirkungen im EKG
- In Ruhe ist Herzmuskelfaser polarisiert. Zellinnere ist negativ geladen. Fliesst kein Strom, keine elektrische Aktivität nach Erregung erfolgt Depolarisation welche zur Ladungsumkehr führt.
- Erregungswelle auf positive Hautelektrode zu gleich positiver Ausschlag im EKG (Vektor trifft auf Ableitungselektrode)
- Erregungswelle von positiven Hautelektroden weg ergibt negativen Ausschlag im EKG
- Erregungswelle auf halbem Weg auf positive Hautelektrode ergibt biphasischen Ausschlag (zweilagig) positiv und negativ
- Repolarisation kann nur in 2 Richtungen verlaufen - normale und umgekehrte Richtung. Pathologisch ist wenn diese in gleiche Richtung wie Depolarisation (z.B T Welle negativ)
Zeiten der EKG Strecken
- PQ - 0.12-0.20
- QRS - 0.08
- QT - frequenzabhängig ca. 0.35
U Welle
Delta Welle
U Welle: Welle nach T, sehr selten z.B bei Hypokaliämie
Delta-Welle: Nach P direkt ins R, SK Überleitung auf AK gestört (Wolff-Parkinson-White)
EKG Häuschen Aufzeichnung
1 Häuschen --> 1mm - 0,04
5 Häuschen --> 5mm - 0,2
25 Häuschen --> 25mm - 1 Sek
Rhytmusinterpretation (10 Punkte)
- RR Abstand, Regelmässigkeit, Frequenz
- PP Abstand, Regelmässigkeit, Frequenz
- vor jedem QRS ein P?
- nach jedem P ein QRS?
- PQ-Zeit? (0.12-0,2)
- QRS Zeit (0.04-0,1)
- QT-Zeit (frequenzabhängig-0,26-0,45)
- Delta Welle?
- ST Hebung oder Senkung
- Befinden Pat. - Herzklopfen / Synkopen
Interpretation Sinusrhytmus
Definitiver Beweis nur mittels intrakardialer Ableitung von re Vorhof
- Frequenz 60-100
- P vor jedem QRS
- PQ-Zeit 0.12-0,2
- Regelmässig?
- Jegliche Abweichung ist eine Rhytmusstörung
nomotope Reizleitungsstörungen
Als nomotop bezeichnet man in der Medizin eine Struktur oder ein Ereignis, die bzw. das an der physiologisch richtigen Stelle im Körper auftritt.
- Sinusbradykardie
- Sinustachykaride
- Sinusarrhytmie
- Sinusstillstand
hetereotope Reizleitungsstörungen
Als heterotop bezeichnet man in der Medizin eine Struktur oder ein Ereignis, die bzw. das an einer atypischen, d.h. falschen Stelle im Körper auftritt.
- Vorhofflattern
- Vorhofflimmern
- Sick Sinus Syndrom
- Kammertach.
- Kammerflattern
- Torsade de Pointes
- Kammerstillstand/Asystolie
- PEA (Pulslose Elektrische Aktivität)
- Extrasystolen (supraventrikulär/ventrikulär) momotope und polytope
Monomorphe ventrikuläre Extrasystolen entpringen in der Regel auch dem gleichen Erregungsort (monotop) und können sowohl organischer Ursache sein, als auch bei Gesunden auftreten.
Polymorphe ventrikuläre Extrasystolen sind in der Regel polytop (unterschiedlichen Ursprungs) und immer Ausdruck einer Herzerkrankung.
AV Blöcke (Reizleitungsstörungen)
AV Block 1 ° PQ Zeit ist konstant über 0.20 Sek. Ansonsten normales EKG
AV Block II° Sinusreize werden teilweise vom AV Knoten blockiert, nicht jede Erregung erreicht Kammer
- Typ Wenkebach PQ Intervall wird bei jedem Impuls länger bis es schliesslich zu einem Ausfall kommt. Es folgt also nicht nach jedem P ein QRS. (Wen-cke-bach) QRS über 0.20 verlängert
- Typ Mobitz Periodische Leitungsblockierung ohne vorherige zunahme der Überleitungszeit. Blockierung nach jedem 2.3.4. oder 5. Schlag. Wechselnde Überleitung (2:1,3:1,4:1,5:1) PQ Zeit normal, Frequenz meist Bradykard, tiefer als bei Wenkebach
Av-Block III° Totale Unterbrechung der AV Überleitung. Ersatzrhytmus zwingend! Vorhöfe und Kammern schlagen völlig unabhänig voneinander.P wird nicht von einem QRS gefolgt.
- Mit AV-Ersatzrhytmus Frequenz 40-60P, QRS schmal
- Mit Kammerersatzrhytmus 20-30P, QRS verbreitert
Typ3 ° Vorkommen: organisch, Digitalisüberdosierung, Myokarditis, degenerative Veränderungen der Leitungsbahnen, verbreiterte deformierte QRS, Frequenz 20-40/min, Synkopen warhscheinlich
Therapie: Pacemaker
Sinusstörungen
- Sinusbradykardie verlangsamter Rhytmus mit Ursprung im Sinus. Ansonsten alles Normal, Frequenz unter 60. Physiologisch bei Sportlern,
- Sinustackykardie schneller Rhytmus mit Ursprung im Sinus. Frequenz über 100. Ansonsten alles normal.
- Sinusarrhythmie unregelmässiger Rhythmus mit Ursprung im Sinus. Frequenz variert (normo, brady oder tachykard) physiologisch atemabhängig bei jungen Erwachsenen
- Sinusstillstand Bei einem Ausfall übernimmt ein anderes Schrittmacher Zentrum. ggf. Pace Maker nötig.
Vorhofflattern
Tachykarde Rhytmusstörung welche durch kreisende, elektrische Erregungen in der Vorhofmuskulatur mit einer Frequenz der Flatterwellen von 220-350/min Schrittmacherzentrum nicht im Sinus, meist im re Vorhof. Keine P Welle, Keine Wirksame Vorhofkontraktion. Tritt meist bei Kardialen Grunderkrankungen auf wie Klappenfehler, Myokardinfarkt, HI, Hypertonie, LE
Therapie: Grunderkrankung behandeln, Antiarrhytmika, Kardioversion, Katheterintervention