Biochemie Lüscher

Biochemie Lüscher

Biochemie Lüscher


J. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biochemie der DNA-Replikation, Mutationen und Zellzyklusregulation auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie DNA-Polymerasen, Reparaturmechanismen, Mutationsarten und deren Folgen, sowie die Rolle von CDKs und Cyclinen in der Zellzykluskontrolle. Besonders fokussiert sind die Auswirkungen von Mutationen auf Krankheiten wie Leukämie und Lymphome. Ideal für Studierende der Biochemie und Molekularbiologie, die sich auf Prüfungen oder die Vertiefung ihres Fachwissens vorbereiten.
Cartes-fiches
39
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.03.2017 / 24.05.2017

Cartes-fiches

CTD-P reguliert RNA Prozessierung:

 

Ser5-P-> Aktivierung der Polymerase, nicht prozessiv (nur kurze RNA Stücke werden gebildet)

Ser5-P +Ser2-P-> Freisetzung der Polymerase, jetzt prozessiv

Ser5-P -> Capping Faktoren (Schutz des 5'-Endes der mRNA)

Ser2-P + Ser5-P -> Splicing (Prozessierung des Transkripts, Herausschneiden der Intone, Liegiren der Exone)

Ser2-P -> Terminationfaktoren, poly-Adenylierung (3'-Ende)

Chromosomale Translokationen und assoziierte Krankheitsbilder:

Burkitt Lyphom/ Leukämie:

 

 

hoch aggressiv, aber gute Prognose durch intensive Chemotherapie

Chromosomale Transklokation t(8;14)(q24;q32)

Fusionsgen: IGH-MYC

 

Chromosomale Translokationen und assoziierte Krankheitsbilder:

Chronisch myeloische Leukämie (CML):

 

Behandlung durch Imatinib oder andere Tyrosin-Kinase-Inhibitoren

chromosomale Translokation: t(9;22)(q34;q11)

Fusiongen: BCR-ABL1

Chromosomale Translokationen und assoziierte Krankheitsbilder:

Akute promyeloische Leukämie:

 

sensitiv auf Behandlung mir Retinsäure, gute Prognosen:

chromosomale Translokation: t(15;17)(q22;q21)

Fusionsgen: PML-RARA

Zellzyklusphasen und Kontrolle der Übergänge:

G1-S-Checkpoint (oder Restriktionspunkt, START)

- Proliferationssignale

- Grössenwachstum

- DNA Qualitätskontrolle

- Vorbereitung der Replikation

Zellzyklusphasen und Kontrolle der Übergänge:

(während S-Phase): DNA-Damage Checkpoint

DNA beschädigt ? 

Zellzyklusphasen und Kontrolle der Übergänge:

G2-M Checkpoint

- Überprüfung der der Replikation, ist die DNA vollständig repliziert (nach S-Phase)

- Vorbereitung auf Mitose

Zellzyklusphasen und Kontrolle der Übergänge:

Metaphase-Anaphase Checkpoint

-Chromosomen-Spindel vorhanden und in Ordnung ?

Zellzyklusphasen und Kontrolle der Übergänge:

Übergang G1-G0 

 

-inhibitorische vs stimulatorische Proliferationssignale

-Differenzierung

(G0 ist nicht Teil des Zellzyklus, ist eine Art Ruhephase)

wesentlich Regulatoren des Zellzyklus:

CDKs: Cyclin-abhängige Kinasen

3 wesentliche Regulationsprinzipien von CDKs

-Cyclin-Bindung (CDK aktiv)/ Cyclin-Abbau (CDK inaktiv)

-CKI-Bindung (CDK-Inhibitoren)

-Phosphorylierung/Dephosphorylierung

Phosphorylierung

Serin, Threonin, Tyrosin

Glykosylierung:

Serin, Threonim, Asparagin

Methylierung

Lysin, Arginin

Acetylierung:

Lysin

Ubiqutinilierung

Lysin

Regulation der Cylcin/CDK-Komplexe

- negative/inhibitorische Phosphorylierungen wurden entfernt (Phosphatase)

- aktivierende Phosphorylierungen wurden hinzugefügt (Kinase)

- Cyclin ist gebunden (anwesend)

-> wenn alle 3 Punkte erfüllt: Kinase Aktivität wird aktiviert 

 

G1:

Cyclin D-CDK 4/6 -p15 - p16 -p18 -p19

Cyclin E- CDK 2 -p21 -p27 -p57

        

S:

Cyclin A- CDK 2 -p21 -p27 -p57

G2:

Cyclin A-CDK 1 -p21 -p27 -p57

M:

Cyclin B- CDK 1 -p21 -p27 -p57

abschließende Zusammenfassung  (Details auf Zettel in Block)

Deregulation des G1-S-Checkpoints in den meisten Zellen:

 

-Retinoblastom-Protein (RB)

-E2F Transkriptionsfaktoren

-Signale (Signalüberträger, Wachstumsfaktoren, TFs, Cycline, CDKs, CKIs)

Replikationsblasen (origins of replication)

 

- Chromosomen haben mehrere ORIs

- Feuern nicht alle gelichzeitig

- Feuern nicht alle in jeder S-Phase

- Feuern maximal einmal pro Zellzyklus

- Die Funktion der ori- bindenden Proteine ist Zellzyklus-abhängig

DNA-Polymerasen bei Säugern:

Polymerase α (alpha)

Lokalisation: Kern

Funktion: Synthese des Primers des Verzögerungstranges, enthält Primaseaktivität

DNA-Polymerasen bei Säugern:

Polymerase δ (delta) 

Lokalisation: Kern

Funktion: Synthese des Führungsstrangs, enthält PCNA, 5'-3'-Exonuklease-Aktivität

 

DNA-Polymerasen bei Säugern:

DNA-Polymerase ε (Epsilon)

 

Lokalisation: Kern

Funktion: Reparatur

DNA-Polymerasen bei Säugern:

DNA-Polymerase β (Beta):

 

Lokalisation: Kern

Funktion: Reparatur

DNA-Polymerasen bei Säugern:

DNA-Polymerase γ (Gamma)

Lokalisation: Mitochondrien

Funktion: Replikation der mitochondrialen DNA

chemischer Reatkions-Mechanismus der DNA-Replikation

- nucleophiler Angriff der 3'-OH-Gruppe am alpha- Phosphat- Atom

- Kettenverlängerung am 3'-OH-Ende

- DNA-Polymerasen brauchen umbedingt ein freies 3'-OH-Ende (d.h Sie können im Unterschied die Synthese nicht iniziieren im Unterschied zu RNA-Polymerasen)

-Energie für die Synthese kommt vom einzubauenden Nucleotid

Torsional stress 

durch Entspiralisierung der gerade abgelesenen DNA-Abschnitte (notwenig für Replikation und Translation), kommt es zum positiven Supercoiling.

-> zu starke Verwindung der DNA-Doppelhelix, geht mit Torsionskräften einher

Topoisomerase 1

um den Torsionskräften des positiven super coilings entgegenzuwirken wird es durch die Topoisomerase 1 entspannt

- Topoisomerase 1 Hydrolysiert einen Strang der dsDNA -> relaxiert so 

- Danach liegiert sie den Einzelstrangbruch wieder

Topoisomerase 1-Inhibitor:

Tumortherapie:

Irinotecan (Darmkrebs)

Topotecan (Ovarial Ca, Zervix Ca, kleinzelliges Lungen Ca)

Topoisomerase 2:

kann positive und negative Superspiralisierung entspannen durch Doppelstrangbruch unter ATP-Verbrauch:

-Auftrennung eine DNA-Doppelstranges

-> Durchführen eines anderen DNA-Doppelstranges (entwirren)

-> Ligieren des Doppelstranges

detaillierter Ablauf:

- ATP- Bindung und Dimerisierung der ATP-ase Domänen, Doppelstrangbruch in Helix 2

- Durchführung von Helix 1 durch Bruch in Helix 2

- Ligieren des Bruchs in Helix 2 und Freigabe von Helix 1

Topoisomerase 2-Inhibitor:

 

Tumortherapie: Etoposide (z.B Lungen Ca)

Antibiotika 

Ursache von Mutationen: DNA-Schädigung

Spontane Hydrolyse:

- Depurinierung von Adenin und Guanin

- Desaminierung von Cytosin

Umwelt:

-ionisierende Strahlung -> Strangbrüche

- reaktive Metaboliten -> Modifikation von Basen

Sonnenlicht:

-UV -> Pyrimidindimere

Mitose:

-Verlust/Gewinn von Chromosomen

Replikation:

-falsche Basenpaarung, Verlust/Gewinn von Basen

Arten der Mutationen:

Genom-Mutationen: -> Chromosomenzahl

Chromosomen-Mutationen: -> Translokationen, Deletionen, Insertionen, Inversionen, Amplifikationen

Gen-Mutationen: -> Austausch von Basen, Verlust von Basen, Gewinn von Basen

Konsequenz: Beeinflussung der Funktion von Genen und deren Produkten

Gen-Mutationen

Startcodon: AUG: Methionin, Met, M 

Stopcodone: UAA, UAG, UGA

Punktmutationen:

Transition; Purin-Basen gegen andere Purin-Base ersetzt oder Pyrimidin gegen anderen Pyrmidin-Base ersetzt

Transversion: Pyrimidin-Base gegen Purin-Base ersetzt und umgekehrt

Folgen von Mutationen:

 

Veränderung der Gendosis/Verlust oder Gewinn von Genen

-> Zunahme/Abnahme/Verlust von Proteinen

-> Erhöhung/Minderung der Proteindosis

=> mehr/weniger Funktion

Beispiele:

-Amplifikation von Cylcin E-> Mammakarzinom, Osteosarcom

- Amplifikation von N-MYC im Neuroblastom -> schlecht Prognose

Fusionsgene:

-> Fusionsproteine

-> neue Funktion

Beispiele:

- t(9;22) -> BCR-ABL (chronisch myeloische Leukämie)

- t(15; 17) -> PML- RARα (akute promyeloische Leukämie)

Veränderung der codierdenden Sequenz

-> mutiertes Protein

-> modifizierte Funktion/ Funktionsgewinn/Funktionsverlust

Beispiel:

-Mutation von BRAF (Melanom)

Veränderung von regulatorischen Sequenzen

-> veränderte Genexpression

-> veränderte Proteinexpression

- > Gewinn/ Verlust vin Funktion

Beispiel: t(8;14) -> cMYC (Burkitt-Lymphom)

DNA-Reparatursysteme: allgemeine Strategie

- Mismatch Repair System

- Base Excision Repair (BER)

- Nucleotide Excison Repair (NER)

- Double Strand Break Repair: - non homologous end-joining (NHEJ) - homologe Rekombination

Étudier