Anatomie Basiswissen

Verdauung, wichtigste Regionen, Grundbegriffe und Funktionen

Verdauung, wichtigste Regionen, Grundbegriffe und Funktionen


C. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die menschliche Anatomie und Physiologie des Verdauungssystems. Sie behandeln die Funktionen von Organen wie Leber, Galle, Darm und Bauchspeicheldrüse, sowie die Rolle von Nährstoffen wie Glukose und Stärke. Die Karteikarten eignen sich besonders für Medizinstudenten und Gesundheitsberufe, die ein tiefes Verständnis der Verdauungsprozesse und deren Bedeutung für den Körper benötigen.
Flashcards
37
Students
14
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
20.03.2017 / 21.04.2025

Flashcards

Verdauungstrakt von oben nach unten

  • Mund
  • Zunge Lingua
  • Speicheldrüsen Glandulae oris
  • Rachen Pharynx
  • Speiseröhre Ösophagus
  • Leber Hepar (rechts)                       
  • Magen Gaster (links)
  • Gallenblase Vesica felleae
  • Magenpförtner Pylorus (Schliessmuskel)
  • Bauchspeicheldrüse Pankreas
  • 12-Fingerdarm Duodenum
  • Querverlaufender, Aufsteigender und absteigender Dickdarm Colon
  • Leerdarm Jejunum
  • Krummdarm Ileum
  • Blinddarm Caecum mit Wurmfortsatz Appendix vermiformis
  • Sigmaschlaufe
  • Mastdarm Rectum
  • After Anus

3 Hauptnährstoffe

  • Kohlenhydrate
  • Fette
  • Proteine

Einteilung der Kohlenhydrate (3 Zuckerarten)

werden in Polysaccharide (Mehrfachzucker), Disaccharide (Zweifachz.) und Monosaccharide (Einfachz.)eingeteilt

Stärke Mehrfachzucker

  • der einzige uns nährende Mehrfachzucker ist Stärke (Amylose). Besteht aus Ketten von ca. 6000 Traubenzuckermolekülen (Glukose)
  • Stärke in Getreide und Kartoffeln

Zellulose Mehrfachzucker

  • häufiger Mehrfachzucker ist Zellulose, besteht auch aus Glukose, chemisch anders verknüpft - für uns unverdaubar
  • Zellulose wichtig für Peristaltik und somit für eine geordnete Verdauung, regt Verdauung an
  • Zellulose wichtigster Ballaststoff
  • Zellulose findet sich in Gemüsen und Obst und Schale von Samen und Kernen (ungeschälte Wollkornprodukte) - geben keine Energie

Zweifachzucker

  • Haushaltszucker
    • in allen gängigen Süssspeisen 
  • Milchzucker
  • Maltzzucker

Einfachzucker ernährungsrelevant

  • Traubenzucker Glukose (von Stärke)
  • Fruchtzucker
  • Galaktose

Proteine

  • lange Ketten (über 100) von Aminosäuren
  • 20 verschiedene Aminosäuren
  • Polypeptide: 10-100 Ketten von Aminosäuren
  • Peptide: 2-10 Ketten aus Aminosäuren

Fette

  • Lipide oder Triglyzeride bestehen aus Glyzerin und 3 Fettsäuren.
  • pflanzliche Fette sind
    • essentiell
    • reich an ungesättigten Fettsäuren
    • wie Vitamine lebensnotwendig
    • sind eingepackt

Ionen Elektrolyte, Mineralstoffe

= el. geladene Teilchen, nehmen wir über Nahrung/Getränke auf

  • Kalzium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Chlorid
  • Phosphat

 

Spurenelemente

Ionen, die wir in Spuren brauchen

  • Fluor
  • Iod
  • Eisen

Vitamine

  • = organische Verbindungen (können zerstört werden)
  • essentiell, daher über Nahrung aufgenommen
  • werden eingeteilt in
    • fettlösliche  : Vitamine ADEK in Oel, Butter, Fleisch
    • wasserlösliche : Rest

Wasser

Der Mensch benötigt ca 1.5l pro Tag

Variiren kann dies durch Temperatur, Ernährung und Betätigung

Ballaststoff

wichtigster Ballaststoff ist Zellulose:

  • nicht verdaubar
  • in Gemüsen, Hülsenfrüchten, Obst
  • regt Verdauung an -> gut für Peristaltik
  • besteht aus Traubenzucker wie Stärke aber andere chemische Verknüpfung

Peristaltik

Wellenförmige Kontraktion in einem Hohlorgan zum Weitertransport dessen Inhalts

(Harn, Eizelle, Nahrung zum Magen, Erbrochenes zurück)

ganzer Verdauungstrakt

geschieht zum Weitertransport von Etwas oder zur Durchmischung des Nahrungsbreis im Magen

Reflexe (Ernährung betreffend)

Angeboren (Saugreflex, Atmung nachts, Schluck-, Husten-, Nies, Gähnreflex und Erbrechen)

Standardantwort des Körpers auf innere und äussere Umweltreize.

vom Rückenmark und dem verlängerten Rückenmark (Medulla oblungata = Hirnregion) gesteuert

unwillentlich

Vegetatives NS

regelt alle unbewussten Körperfunktionen, die von der glatten Muskulatur bewegt werden

Reflexe NICHT

Symp. erhöht:

  • Puls und Herzschlagkraft
  • Blutdruck
  • Blutzucker
  • BronchienERWEITERUNG

dabei sind Verdauungsfunktionen und Ausscheidungsfunktionen gehemmt!

Parasymp.:

  • unterstützt körperliche Ruhe und Reserveaufbau

dabei laufen Verdauung (Peristaltik und Sekretion) Ausscheidungssprozesse (Miktion und Stuhlgang) gut

Beeinflussung des Verdauungstraktes 

Stress (Sympathikus eingeschaltet - Verdauung gehemmt)

Durch bewusste Erhohlung (Spazieren, Entspannungsübungen..) kann Parasympahtikus indirekt eingeschaltet werden

Mir blieb die Spucke weg = überrascht, erregt -> Sympathikus eingeschaltet, weniger Speichelproduktion

Sekretion (exokrine Drüsen)

= Abgabe von Verdauungssäften

Wichtigste Komponente sind die Verdauungsenzyme

  • die Sekretion dieser Verdauungsenzyme wird vom Parasympathikus gefördert

(Verdauungs-) Enzyme Fermente

hochspezialisierte Eiweisse, spalten Nährstoffe auf

haben Sammelbezeichnungen: -ase (=spalten)

Bsp: Enzyme, die Proteine spalten = Proteasen, die die Amylose spalten sidn Amylasen, Lipasen, Saccarasen, Peptidasen,Laktasen

Resorption

Aufnahme der Nährsoffbausteinen (Glukose, Aminosäuren) durch die Schleimhaut des Dünndarms

Fette werden über Lymphgefässe der Darmzotten augenommen und über den Milchbrustgang in den Blutkreislauf gebracht. Restliche Nährstoffe über Kapillaren der Darmzotten.

Das Blut des gesamten Verdauungstraktes fliesst über die Pfortader zur Leber. Dort beginnt die Speicherung von Glukose (Glykogen=tierische Stärke) und die Metabolisierung (chemische Umwandlung) von ev. Schad- und Giftstoffen oder Medis

von der Leber gelangt das Blut dann zum Herzen

Fettemulgierung

Fette in kleinste Tröpfchen verwandeln

Fette sind nicht wasserlöslich, somit scheiden sie sich und bildne Fettaugen

Damit die Fette aber im Darm effizient und schnell gespalten werden können, werden sie in kleinste Tröpfchen zerlegt. Dies erledigen die Gallensäfte, die von der Leber gebildet werden. Die Säure wird über den Gallengang in den 12-Fingerdarm abgegeben.

wofür ist die Galleblase

Sammelorgan für Gallensäure

Menschen können ohne Gallenblase verdauen, sofern sie nicht allzu fettige Gerichte essen

Mundhöhle

Mündung von 3 Speicheldrüsen (Unterkiefer- Unterzungen- Ohrspeicheldrüse)

Im Speichel hats Amylase enthalten (Im Mund Ptyalin)

32 Zähne

MMM VV ESS    SSE VV MMM    S= Schneidezähne, E= Eckzähne, V= Vormahlzähne/Backenzähne, M= Mahlzähne 

MMM VV ESS    SSE VV MMM                                                                                                                       inkl. Weish.z.

Zunge

  • ist ein Muskel
  • hilft, die Nahrung im Mund zu bewegen
  • trägt auf der Oberfläche Geschmackszonen
    • süss, salzig, sauer, bitter

Scharf ist kein Geschmack sondern Schmerzempfinden! (z.B. Capsaicin in Chilli)

Das Aroma des Essens wird durch den Geruchssin in der Nase wahrgenommen

Speiseröhre

  • Muskelschlauch mit einer Schleimhaut (Mucosa)
  • befördert mit Hilfe der Peristaltik Nahrung in den Magen und zurück (Schutzreflex bei verdorbenem Essen)

Magen Gaster

  • Sammlung und Durchmischung des Nahrungsbreis
  • Bildung von Magensäure und Schleim
  • Bildung von Pepsin (eine Protease), erste Spaltung von Proteinen
  • Bildung von Intrinsic Factor (für die Aufnahme/Resorption von Vitamin B12) Vit 12 wichtig für Zellteilung
  • Wasser und Alkohol werden resorbiert
  • Der Magenpförtner (Schliessmuskel am Ende des Magens) gibt portionenweise den Nahrunsbrei in den 12-Fingerdarm.

Dünndarm 3 Abschnitte

12-Fingerdarm Duodenum

Leerdarm Jejunum

Krummdarm Ileum

12-Fingerdarm Duodenum

Sekretion der Galle und des basischen Bauchspeichels:

Neutralisierung des sauren Mageninhaltes Ph 8.5

Leerdarm Jejunum

Krummdarm Ileum

  • Spaltung der Nährstoffe dank vieler Enzyme aus Bauchspeicheldrüse und kleinen Drüsen in der Darmschleimhaut (Peptidasen und Maltasen)
  • Resorption der Bausteine
  • Falten, Zotten und Mikrovilli: vergrössern die Oberfläche des Dünndarms für eine effizientere Resorption der Nährstoffe in Blut und Lymphe

Dickdarm Colon

und Aufgaben

besteht aus:

  • Blinddarm
  • Aufsteigender Dickdarm
  • querliegender Dickarm
  • absteigender Dickdarm
  • Sigmaschlaufe
  • Mastdarm

Aufgaben:  

  • Rückresorption von Wasse 
  • Eindickung der Fäzes
  • Aufnahme von Vitaminen (vorallem Vit K), die durch Darmflora gebildet werden
  • Sammlung von Stuhl im Mastdarm Rectum
  • Bilddarm keine wichtige Funktion beim Menschen. Bei Pferden wichtig - Aufspaltung von Zellulose, gewinnen aus Pflanzenblättern Energie

Anus

Innerer und äusserer Schliessmuskel

Leber Hepar = grosser Hauschemiker

Aufgebaut wie ein Schwamm

2 Hohlraumsysteme: im einen fliesst Blut aus der Pfortader und Leberarterie, im anderen fliesst Galle, die aus der Leber stammt.

-> Galle und Blut werden NICHT vermischt.

Die Leberzellen tragen Mikrovilli auf der Oberfläche (sind keine Epithelzellen) und stehen in engem Kontakt zum Blut

Aufgaben der Leber Hepar

  • Entgiftung (Schadstoffe in der Nahrung, Arzneimittel, Alkohol)
  • Produktion Blutproteine (ausser Antikörper: Albumine, Alpha- und Betaglobuline)
  • Synthese Galle: Bildung der Gallensäuren zur Fettemulgierung
  • Umwandlung von Fett in Kohlenhydraten und umgekehrt
  • Abbau- und Ausscheidung: Harnstoff und Urobilin in Blut, Bilirubin in die Galle
  • Speicher: Glykogen und Zwischenspeicher für Eisen
  • Immunabwehr

Galle, Gallengänge, Gallenblase

  • Gallensaft wird in der Leber gebildet
  • über Lebergang in Gallengang zum Duodenum geleitet
  • an selber Stelle mündet der Pankreasgang
  • Bei fettigem Essen gibt die Gallenblase durch Kontraktion mehr Galle in den Duodenum für bessere Emulgierung
  • In der Galle sind Gallensäure, Bilirubin und andere Abfallstoffe enthalten (metabolisierende Medis)
  • Bei Gallensteinen verstopft der Gallengang und die Galle kann nicht abfliessen. Bilirubin häuft sich -> Gelbsucht

Aufgaben Bauchspeicheldrüse Pankreas

  • exokrine Funktion: Protease, Lipasen, Amylasen,Laktase, Nuklease - Der Bauchspeichel ist alkalisch und neutralisiert die Magensäure im Duodenum
  • endokrine Funktion und Steuerung des Zuckerhaushaltes mit Hilfe von Insulin und Glukagon
    • Insulin und Glukagon sind wichtige Hormone für Stoffwechsel der Kohlenhydrate, sie sind Gegenspieler
    • Insulin: senkt Blutzuckerspiegel, Glukagon erhöht den Blutzuckerspiegel

Bauchfell Peritoneum

  • kompliziert gefaltete Haut
  • wie eine Plastiktüte überzieht sie etliche Verdauungsorgane
  • enhält einen Hohlraum,in welchem vom Gekröse (Mesenterium) Blut und Lymphgefässe und Nerven enthalten sind
  • Das Gekröse dient der Aufhängung und der Versorgung der Verdauungsorgane

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