Anatomie

Basiswissen Atmungssystem

Basiswissen Atmungssystem


C. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die menschliche Anatomie, insbesondere die Atemwege und ihre Funktionen. Sie decken Themen wie die Struktur und Aufgaben der Nase, des Rachens, des Kehlkopfs, der Luftröhre, der Bronchien und der Lungen ab, einschließlich der Alveolen und des Zwerchfells. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis der Atemphysiologie vertiefen möchten, da sie detaillierte Informationen über den Aufbau und die Prozesse des Atmungssystems liefern.
Karten
27
Lernende
30
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
08.03.2017 / 11.10.2025

Lernkarten

Nenne die Aufgaben des Atmungssystems:

 

  • Aufnahme von o2
  • Abgabe von Co2
  • Vorbereitung der Atmungsluft :
    • Erwärmung
    • Reinigung
    • Anfeuchtung
    • Kontrolle
  • Stimmbildung
    • durch den Kehlkopf (Larynx)
    • die Resonanzräume

Einteilung des Atmungssystems

  • Obere Atemwege (luftleitend):
    • Nase
    • Rachen (Pharynx)
  • Untere Atemwege (luftleitend):
    • Kehlkopf (Larynx
    • Luftröhre (Trachea)
    • Bronchien
  • Atmungsorgan (Gasaustausch):
    • Lungenbläschen (Alveolen)

Luftweg

1. Nasenhöhle

2. Rachen Pharynx

3. (über den Kehldeckel Epiglottis) durch den Kehlkopf Larynx 

4. Luftröhre Trache

5. in die Hauptbronchien

6. Lappenbronchien

7. Segmentbronchien

8. Bronchiolen

9. Alveolen

Aufbau Nase

  • Nasenbein (unter Stirnhöhle)
  • Nasenknorpel
  • Untere 3 Nasenmuscheln (im Innern der Nase)
  • Harter Gaumen (Knochen)
  • weicher Gaumen (Muskel)
  • Stirnbein (oberhalb Nase)
  • Keilbeinhöhle (oberhalb der Rachenmandeln)
  • Türkensattel (über der Keilbeinhöhle)
    • Sitz der Hypophyse
  • Riechepithel (oberhalb der Nasenmuscheln)
  • Rachenmandeln (unterhalb der Keilbeinhöhle)

Nasenhöhle

wird durch Nasenscheidewand in zwei Hälften geteilt (Septum).

Schleimhaut wegen guter Durchblutung rosa und wegen Drüsen feucht

Aufgabe der Härchen im Naseneingang

Abfangen von Fremdkörpern

was geschieht in der Nase beim Atmen

die Einatmungsluft wird:

  • erwärmt (durch Blutgefässnetz)
  • kontrolliert (durch Riechorgan)
  • angefeuchtet (durch seröse Drüsen)
  • gereinigt (durch Schleim und Flimmerhaare)

Nenne die 4 Nebenhöhlen

  • Stirnbeinhöhlen (2)
  • Keilbeinhöhle (2)
  • Siebbeinhöhle (2)
  • Kieferhöhle (2)

gleichen Schleimhaut ausgekleidet wie die Nasenhöhle.

Sind mit Luft gefüllt und durch feine Öffnungen mit der Nasenhöhle verbunden

Verengung dieser Öffnungen -> Druck im Kopf und verändert die Stimme

Aufgaben der Nebenhöhlen

  • erleichtern den Schädel (Gewichtsmässig) und Durchlüftung
  • Oberflächenvergrösserung = Erwärmung und Anfeuchten der Luft
  • Resonanzraum für die Stimme

Rachen Pharynx

Verbindungsstück zwischen Nasenhöhle, Mundraum und Eintrittsbereich in die Speise- und Luftröhre

Schlauchartiges Organ (muskulös-quergestreift) mit Öffnungen vorne gegen Nase, Mund und Kehlkopf.  Die Öffnungen gegen Mund und Kehlkopf können verschlossen werden (Schlucken, Sprechen)

willkürlich, jedoch dem Schluckreflex unterstehend.

Nenne die Aufgaben des Rachens

  • Schlucken
  • Luftweiterleitung
  • Rachenmandeln: Entzündungen abzuwehren, da lymphatisch

Lage des Kehlkopfs Larynx

  • bildet den Eingang zu den unteren Luftwegen, sitzt der Luftröhre Trachea auf
  • beim Mann (Adamsapfel) grösser als bei der Frau (wegen Sexualhormonen in der Pupertät wächst er stärker

Nenne die Aufgaben des Kehlkopfs

  • Pförtnerfunktion (Trennung Luft- und Speiseweg):
    • die Epiglottis (Kehldeckel) neigt sich beim Schlucken über den Kehlkopfeingang, damit Nahrung nicht in die Trachea gelangt.
    • Zusätzlicher Schutz gegen Fremdkörper geben die Stimmbänder, die sich dicht aneinanderlegen -> Hustenreflex
  • Stimmbildung
    • Beim Atmen in Mittelstellung
    • beim Ausatmen willentlich in Schwingung -> Ton

Was braucht es noch zur Sprachbildung

  • Stimmbänder: Ton
  • Resonanzräume: Klangfarbe (Nasenhöhle, Nebenhöhlen, Rachen, Mund)
  • Zunge, Gaumen, Lippen und Zähne: Sprachbildung
  • Motorisches Zentrum: Steuerung der Sprachbildung

Woraus besteht die Luftröhre Trachea

beginnt beim Kehlkopf und endet bei der Gabelstellung (Bifurkation) zu den Hauptbronchien

Nachbar zur Luftröhre

Besteht aus:

  • Knorpelspangen (hyaliner Knorpel)
  • glatte Muskelfasern hinten an den Knorpelspangen
  • Bindegewebe mit elastischen Fasern innerhalb Spangen und Muskel
  • Respiratorisches Epithel (Flimmerhaare und Becherzellen) innerhalb Bindegewebe
  • Lumen = Lichtung

Ausgekleidet ist die Trache mit respiratorischem Epithel, dessen Flimmerhaare in Richtung Rachen schlagen. Hier wird die Luft ebenfalls erwärmt, angefeuchtet und gereinigt

Knorpelspangen

  • sind nach hinten geöffnet
  • verbunden durch elastisches Bindegewebe
  • hinten zusammengehalten durch glatte Muskelfasern und Bindegewebe

Bronchien und Bronchiolen

in den Bronchien fast keine Knorpelspangen mehr, eher Knorpelplättchen

in der dünnen Wand der Bronchiolen fehlen die Knorpelspangen, dafür hats Muskelfasern, welche bei Körperruhe die Bronchiolen eng stellen (Parasympathikus) und bei Arbeit die Bronchiolen erweitern (Sympathikus)

Bei Asthma bronchiale sind die Bronchiolen krankhaft  eng gestellt

Aufbau Lungen

  • Oberlappen
  • Mittellappen (linker Lungenflügel hat fast keinen Mittellappen wegen dem Herz)
  • Unterlappen
  • Basis der Lungen (liegen auf dem Zwerchfell Diaphragma)

Lungenkreislauf mit Gasaustausch

Lungenarterie bringt Co2 angereichertes Blut

in den Alveolen wird dieses durch Diffusion von den Kapillaren zum Ausatmen abgegeben

von den Alveolen dringt durch Diffusion O2 in die Kapillaren -> Erythrozyten nehmen dieses O2 auf und transportieren durch die Lungenvene das sauerstoffangereicherte Blut zum Herzen

Äussere Atmung

 

Diffusion in den Alveolen (Gasaustausch) = äussere Atmung

Aufbau Brustfell Pleura

Die Lungen sind vom Brustfell (Pleura) umgeben:

innen Lungenfell

schlägt dann um ins äussere Blatt = Rippenfell

dazwischen Pleuraspalt mit seröser Flüssigkeit -> Unterdruck!

Atmungsvorgang

2 Phasen:

  • 1. Einatmung Inspiration,
    • aktiver Vorgang, Kontraktion der Rippenhalter, Zwischenrippenmuskulatur und Zwerchfell.
    • das Volumen des Brustkorbes vergrössert sich daher. Rippenfell macht mit und Lungenfell dank des Unterdrucks im Pleuraspalt auch wie Blasbalg. Füllt sich mit Luft
  • 2. Ausatmung Exspiration
    • passiver Vorgang, durch die elastischen Fasern in den Lungen können sie sich zusammenziehen, das presst die Luft wieder nach aussen

Heisst:

  • Inspiration= Zwerchfell kontrahiert (senkt sich), äussere Rippenmuskeln heben den Brustkorb an, Thoraxvolumen nimmt zu
  • Exspiration= Zwerchfell entspannt (hebt sich), innere Rippenmuskeln senken den Brustkorb, Thoraxvolumen vermindert sich

Atemsteuerung 

durch das Atemzentrum (verlängertes Mark =letzte Hirnregion)  REFLEX!!

Hier werden O2-Mangel oder Co2-Überschuss registriert und nötigenfalls das Atmen erzwungen (Erregung des Inspirationszentrum)

Brustatmung

Bei Kontraktion heben sich die Rippen und gehen in die Horizontale, Brustraum wird vergrössert

Bauchatmung

Diaphragma kontrahiert und entspannt sich (Blasbalg)

Atemfrequenz

8 - 20 Atemzüge pro Minute à 0,5l Luft = 4-10l pro Minute

Lungenvolumen

normale Atmungskurve = Atemvolumen (0.5l)

tief einatmen = inspiratorisches Reservevolumen (2l)

alles rauspusten = exspiratorisches Reservevolumgen (2l)

das, was als Reserve immer im Körper bleibt = Residualvolumen (1l)

alles zusammen = Totalkapazität

von maximaler Einatmung bis max. Ausatmung = Vitalkapazität

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