Vielfalt der Tiere VL 1
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Cartes-fiches
Evolution
Evolution (lateinisch evolvere entwickeln ): allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation
Muster: Entwicklung der Organismen im Lauf der Erdgeschichte
Prozess: Vererbbare Veränderungen von Organismen im Lauf der Zeit
Makroevolution, Mikroevolution
Makroevolution
Muster, Geschichte der Evolution
Langsam (z.B. 6 Mio Jahre)
auf oder über Art-Ebene
zB. Artbildung, Phylogenie
Mikroevolution
Prozess der Evolution
Schnell (z.B. <100 Jahre)
innerhalb einer Population
zB. Selektion, Drift
Geschichte der Evolutionstheorie: Antike
Aristoteles (384 322 v. Chr.)
Arten sind unveränderlich und evoluieren nicht
Starker Einfluss auf westliche Kultur
Geschichte der Evolutionstheorie: 15.-18. Jh
Frühe Naturalisten (15. und 16. Jh.) sortierten Organismen in Gruppen
Unterschiede innerhalb der Gruppen kleiner als zwischen den Gruppen
Gründe der Unterschiede blieb unbekannt oder gottgegeben
Carl von Linné (1707 1778)
Gründer der Taxonomie zur Klassifizierung der Diversität
Gruppierung ähnlicher Arten in immer generellere Gruppierungen
Taxon (pl. taxa): Organismengruppe, die eine taxonomische Einheit bildet
Geschichte der Evolutionstheorie: Erste Fossilienfunde
Ende 17. Jh. Entdeckung der Fossilien, Paläontologie
Ende 18. Jh. belegte Cuvier, dass einige Fossilien zu Arten gehörten, die nicht mehr existieren. Z.B.: Mastodon, vor 11 000 Jahren ausgestorben
Ideen, dass Arten nicht unveränderbar sind, dass Arten aussterben, und dass die Erde sehr alt ist, begannen sich in Wissenschaftskreisen zu verbreiten
Geschichte der Evolutionstheorie: Schlüssel-Aussagen
Lamarck vs Darwin
Lamarck: die erworbenen Merkmale werden vererbt -> Schmidt mit starken Muskel -> nachwuchs hat dann auch starke armen. Giraffe: die Natur strebt den Giraffen an, einen langen Hals zu haben, da die Blätter so hoch sind. Dieser „längere“ Hals wird dann weiter gegeben, bis der Hals ganz lang ist.
Darwin: Es gibt eine Variation und die Natur selektioniert, wer die Wahl hat, sich weiter zu entwickeln. Es gab Giraffen mit langen und kurzen Hälsen. Die mit langen überlebten und pflanzen sich fort. Die Hälse wurden immer länger, aber eine gewisse Variation bleibt bestehen.
Vererbungslehre: Mendel, watson, Sutton
Vererbungslehre:
Bisherige Vorstellung (auch Darwins): Genetisches Material wird gemischt, wie Farben. Darwin sah aber, dass dieses Konzept irgendwie nicht aufgeht.
Gregor Mendel (1822-1884): Hat Prinzipien der Erblichkeit beim Züchten von Erbsen entdeckt. Grundelemente der Vererbung (heute nennen wir dies Gene) bleiben von Generation zu Generation intakt. Gene kannten sie noch nicht dazumal.
Walter Sutton (1877-1916) - 1903 Entdeckung der Chromosomen
James Watson (geb. 1928) & Francis Crick (1916-2004) - 1953 Entdeckung der DNS Helix
Diese Erkenntnisse sind Bahnbrechend, da wir so ins Detail hineinschauen können.
Genetik, Genom, Gen, Chromosom, DNA
Genetik: auch Vererbungslehre: Teilgebiet der Biologie, welches sich mit den Mechanismen der Weitergabe von Erbanlagen (Genen) an die nächste Generation befasst. In der Zelle eine Zellkern und dort die Chromosomen und dort haben wir die ganze DNA-Helix -> der Baustein des Lebens. Dort steht alles was der Körper braucht um den Menschen zu bauen.
Genom: Gesamtheit der vererbbaren Informationen einer Zelle, die als DNA vorliegt
Gen: Abschnitt des Genoms, der für ein bestimmtes Merkmal codiert
Chromosom: Trägerstruktur der Gene
DNS (DNA englisch): DesoxyriboNukleinSäure «Bauplan des Lebens»
Vererbung (Allelen...)
Viele Arten haben 2 Sätze von Chromosomen, je einen von jedem Elternteil. In jeder Zelle kommen also zwei Varianten jedes Gens vor, die sogenannten Allele (Ausprägungsformen).
Ein Allel kann dominant oder rezessiv sein. Das dominante Allel wird immer exprimiert. Dominantes Allel braune Augen B dominiert rezessives Allel blaue Augen b. Bb hat braune Augen (wie auch BB)
Genetische Variation ist die Basis für Evolutionsprozesse.
Heterzygot: unterschiedliche Allele an einem Gen
Das rezessive Allel wird exprimiert, wenn zweifach vorkommend.
Homozygot: gleiche Allele an einem Gen
Phänotyp: Erscheinungsbild des Organismus oder bestimmter Teile davon (Morphologie, Physiologie, Verhalten, etc.)
Genotyp: in den Genen festgelegte Erbinformation, die den Organismus oder Teile davon beeinflusst. Nicht sichtbar vererbbar
Phänotyp kann unterschiedlich sein bei gleichem Genotyp. Zum Beispiel während der Entwicklung --> Schmetterling
Phänotyp kann unterschiedlich sein bei gleichem Genotyp. Zum Beispiel wegen Umwelteinflüsse. Hortensie --> pH Wert sauer --> blau
Allele unterschiedlicher Gene werden mehrheitlich unabhängig voneinander vererbt (rekombiniert). Daraus entsteht eine sehr grosse Variation an Phäno-/Genotypen.
Evolution
In Abwesenheit von Selektion, Drift, Migration und Mutation, bleiben die Allelfrequenzen einer Population von einer Generation zur anderen gleich (Hardy-Weinberg Gleichgewicht)
Wenn dieser Kreislauf geschlossen ist, dann bleibt die Allelfrequenz immer gleich. Wenn sich jedes Allel mit jedem Allel fortpflanzen lässt, dann haben wir eine konstanze Allelfrequennz, Sobald aber etwas in dem Kreislauf passiert: Mutation, Selektion, Drift oder Migration dann kann es sein, dass auf einmal andere Allele zum Zuge kommen.
Selektion, Drift, Migration und Mutation sind Prozesse, die die Allelfrequenzen von einer Generation zur nächsten ändern können. Sie sind Mechanismen der Evolution.
Evolution: jede Veränderung in Allelfrequenzen von einer Generation zur anderen
Drift: schrumpft die Allelfrequenz, dann gibt es weniger Vielfalt.
Frequenz: Gewisse Anzahl eines Allels.
Vogel Mittlere Grundfink: Die durchschnittliche Schnabelgrösse verändert sich über die Jahre:Trockene Zeit- > grössere Schnäbel.
Es standen nur wenige grobe Samen zur Verfügbarkeit. Schnabelgrösse korreliert gut an die Härte. Selektion ist Adaptation. Desto grösser der Schnabel desto mehr kraft haben sie die Körner zu beissen. Hatte man einen kleinen Schnabel ist man geschickter mit kleinen Samen umzugehen, aber wenn diese nicht vorhanden sind, bringt es nichts.
Der Schnabel der Überlebenden der Trockenzeit war grösser
Der Schnabel der Nachkommen nach der Trockenzeit ebenfalls
Die Finken mit kleinerem Schnabel sind gestorben.
Nach der Dürre haben alle Finken grössere Schnäbel. Beispiel zeigt, dass Evolution am Werk war.Natürliche Selektion oszilliert.
Bedingungen für natürliche Selektion, Variabilität im Merkmal, Erblichkeit des Merkmales
Fitness Unterschiede (die nicht zufällig sind)
Fitness: Genetischer Beitrag eines Individuums an die nächsten Generationen.
Zum Beispiel gemessen als Anzahl Nachkommen, summiert über das ganze Leben (reproductive success)