BI 407

Evolution II

Evolution II


K. R.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegendes Wissen über die Evolution des Menschen und die Erdgeschichte. Sie beleuchten die Entstehung von Arten wie Homo sapiens, Neandertaler und Homo erectus, deren Merkmale, Lebensweisen und zeitliche Einordnung. Zudem werden Hypothesen zur Entstehung des Lebens, das Massensterben verschiedener Epochen sowie die systematische Stellung des Menschen innerhalb der Tierwelt behandelt. Ideal für Schüler der Mittelschule, die sich mit biologischen Grundlagen und der Menschheitsentwicklung vertraut machen möchten.
Flashcards
13
Students
3
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
15.02.2017 / 09.06.2026

Flashcards

Entfaltung des Lebens

  • Alter der Erde: 4.6 Milliarden Jahre
  • Erste Lebewesen: Prokaryoten
  • Beginn des Lebens: vor 3 Milliarden Jahren
  • Kambrium: erste Fossilien; gehören allen heute noch lebenden Tiergruppen an (kambrische Explosion)
  • Besiedelung des Landes: vor 430 Mio. Jahren durch Grünalgen; dann Gliederfüsser (Arthropoden); dann Vorläufer der Amphibien

Hypothesen zur Herkunft der organischen Verbindungen in Lebewesen

  1. Ursuppen-Hypothese: entstanden in der von Sauerstoff freien Uratmosphäre unter dem Einfluss von elektrischen Entladungen und kosmischer Strahlung als Energiequelle
  2. Eintrag-Hypothese: gelangte über Kometen und kosmischen Staub auf die Erde
  3. Eisen-Schwefel-Hypothese: Ursprung ist Grund der Ozeane, wo Vulkane Energie und anorganische Ausgangsstoffe liefern

Präkambrium

  • erste vielzellige Fauna (Ediacara-Fauna); die den Hohltieren ähnelnden Tieren verschwanden im Erdaltertum

Erdaltertum (Paläozoikum)

  • vor 540 Mio. Jahren bis vor 250 Mio. Jahren
  • Beginn: kambrische Explossion (alle heute bekannten Tierstämme entstanden in kurzer Zeit)
  • Landpflanzen entwickelten sich im Silur (ca. 440–400 Mio.) stark
  • allmählich entstanden grössere Wälder
  • gegen Ende: Entstehung der hinsichtlich Artenvielfalt erfolgreichsten Insektengruppen (Käfer, Schmetterlinge, Hautflügler)
  • auch hohe Artenzahl an Amphibien und Reptilien
  • Ende durch durch Massensterben von 90% aller Arten

Erdmittelalter (Mesozoikum)

  • von 250 bis 65 Mio. Jahre
  • Zeitalter der Dinosaurier (entwickelten 39 Familien; von ihnen stammen auch Vögel ab)
  • in den Meeren: Entstehung moderner Korallen, Muscheln erlangten heutiges Aussehen, Knochenfische als artenreichste Gruppe
  • gegen Ende: Vorläufer der Säugetiere (Nachtaktivität; wichen Konkurrenz der überlegenen Dinosaurier aus)
  • Ende durch Massensterben vieler Arten aus (u. a. sämtliche Dinosaurier)

Erdneuzeit

  • begann vor 65 Mio. Jahren
  • Entwicklung der Blütenpflanzen; reiche Fauna von Bestäubern
  • adaptive Radiation der Säugetiere; modernen Arten entstanden
  • plazentale Säuger verdrängten die Beutel- und Kloakentiere

Systematische Stellung des Menschen

  • Stamm der Chordatiere: zumindest im Embryo ausgebildete dorsale Chorda
  • Klasse der Säuger: Besitzes von Milchdrüsen und Haaren
  • Ordnung der Primaten —> Trockennasenaffen (trockener Nasenspiegel
  • Trockennasenaffen —> Altweltaffen (schmale, nach innen gerichtete Nasenlöcher)

 

  • Überfamilie Hominoidea (enthält Menschenaffen und Mensch)
  • Tribus Hominini: Mensch + ausgestorbene Vorfahren

Australopithecinen

  • vor 4 bis 1.4 Mio. Jahren in Ostafrika
  • bewohnten lockeres Waldgebiet; konnten klettern + sich aufrecht auf zwei Beinen fortbewegen
  • Gehirnvolumen etwas über dem Niveau der heutigen Schimpansen
  • einfacher Werkzeuggebrauch wahrscheinlich, aber nicht nachgewiesen
  • Unterscheidung nach graziler und robuster Form

Homo rudolfensis zu Homo erectus

  • erste Vertreter der Gattung Homo traten vor 2.5 Mio. Jahren in Ostafrika auf
  • ältesten Arten: H. rudolfensis und H. habilis
  • aus H. rudolfensis mit Homo ergaster vor 1.9 Mio. Jahren bildete sich eine erste Art, die dem Typ Homo erectus zugeordnet werden kann
  • Gehirnvolumen dieser ersten Arten lag deutlich über demjenigen der Australopithecinen (600–800 cm3)
  • Anpassungen an den aufrechten Gang sind fortgeschritten
  • Anatomie der Hände erlaubt ein feineres Arbeiten (Gebrauch von Steinwerkzeugen erstmals nachgewiesen)

Homo erectus

  • verbessert in allen oben erwähnten Merkmalen
  • Gehirnvolumen bis 1 300 cm3
  • vor 2 Mio. Jahren Auswanderungen nach Europa und Asien
  • H. erectus verwendete bereits hoch entwickelte Steinwerkzeuge und Feuer; vermutlich beherrschte er auch eine Form von Sprache

Neandertaler (Homo neanderthalensis)

  • lebte von vor 250 000 bis 40 000 Jahren in Europa/dem Nahen Osten
  • entstand aus einer europäischen Population von Homo erectus („Homo heidelbergensis“)
  • Gehirnvolumen deutlich größer als dasjenige des Menschen mit 1 500–1 600 cm3
  • Lebensform in kleinen Gruppen mit selbst gefertigten Wohnbauten
  • Wohnstätten wurden in verschiedene Arbeitsstellen unterteilt
  • für die Ernährung spielte die Jagd eine grosse Rolle

Homo sapiens

  • Entwicklung aus einer kleinen afrikanischen Population
  • ältesten Fossilien des modernen Menschen fanden sich in Afrika
  • älteste Fund ist 160 000 Jahre alt
  • zuerst Ausbreitung in Afrika, dann bis vor 100 000 Jahren die Besiedlung der restlichen Welt
  • vor 30 bis 60 000 Jahren gelangten erste Siedler nach Australien
  • vor 40 000 Jahren: höheren geistigen Fähigkeiten des Menschen entstanden
  • symbolisch-abstrakte Denken —> komplexere Kulturleistungen, erste künstlerische Darstellungen und Sprache

Vogel- und Reptilienmerkmale des Archaeopterix

Vogel: Federkleid, Vogelflügel, Vogelschädel

Reptilien: drei freie Finger, Gabelbein, lange Schwanzwirbelsäule

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