Grundlage der Anamnse, Exploration und des Interviews

Grundlage der Anamnse, Exploration und des Interviews, Nitrowski

Grundlage der Anamnse, Exploration und des Interviews, Nitrowski


M. L.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Anamnese, Exploration und des Interviews im universitären Kontext. Sie behandeln verschiedene Aspekte der Interviews, wie den Aufbau, die Prinzipien und Ziele, sowie die Erfassung von Informationen über den Patienten. Die Karteikarten umfassen auch die Aufgaben des Therapeuten und die Ansprüche des Patienten. Sie sind besonders nützlich für Studierende der Psychologie, die sich auf die Diagnosestellung und die Durchführung von Interviews vorbereiten möchten.
Karten
10
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.02.2017 / 24.02.2017

Lernkarten

Nenne die allgemeinen Prinzipien des Erstgesprächs

- Angstreduktion

- Verstärkung (Lob, Wertschätzung)

- Modell-Lernen

- Kognitiv-emotionale Analyse und Aufmerksamkeitslenkung

- Selbstregulation (nicht mehr Unterstützung alsnötig)

- Informelle Freiwilligkeit (Motivation des Patienten)

- Wahlfreiheit

- Selbstwertachtung (Keine Demütigung desPatienten)

Was sind die Ziele und Ansprüche des Patienten?

 

- Verständnis (Ernstgenommen werden, wertfrei)

- Therapieerfolg (Kompetenz, Plausibilität)

- Transparenz (Ablauf, Vorgehnsweise)

- Organisatorische Information (Kosten, Dauer, Terminplanung)

Was sind die Aufgaben des Therapeuten?

- Informationssuche (Anlass für Behandlungswunsch, Ressourcen,Kompetenzen)

- Informationsweitergabe (Erklärung der Symptomatik, Klärung organisatorischer Fragen, vermittlung allgemeiner Prinzipien)

- Aufbau einer guten emotionalen Beziehung (PAtient ungleich Freund)

- Aufbau einer guten therapeutischen Beziehung

- Erste Therapeutische Intervention (Vorbereitung auf spezifische Behandlungskonzepte

- Wenn keine Therapie => plausible, entppathologisierte Erklärung

- Suizidgefährdung: adäquate Sicherstellung

Was gehört zur Exploration?

- Erfragung der aktuellen Situation, Befindlichkeit, Symptomatik und der begleitenden Umstände

- Ziel: gezielt Informationen über die Erlebniswelt des Patienten zu gewinnen

Was gehört zur Anamnese

Vergangenheitsorientierte Diagnostik

Primär => Sammlung und Systematisierung von Informationen aus Vor- und Entwicklungsgeschichte (Biografie, Krankengeschichte)

Sekundär => aktuelle Situation oder Problematik

Eigen und Fremdanamnsese

Kann auch über schriftliche Befragungen Beinhalten

Was sind die Merkmale von Interviewverfahren?

Sie sollen...

innerpsychologische Vorgänge des Befragten aufzeigen

auf vergangene Ereignisse eingehen können

Handlungsmuster erkennen lassen

Was sind die Aspekte eines klinischen Iterviews

Freies klnisches Interview

-Freies Gespräch => Erfassung einer bestimmten Fragestellung

- Keine Feste Fragenreihenfolge

- Therapeut bestimmt den Ablauf

- Keine festgelegte Auswertung (Checkliste)

Ziel:

- Allgemeine Erfassung der Problemlage

Probleme:

- Informations-, Interpretations- und Beobachtervarianz, Güte ist stark abhängig vom Interviewer

Was sind die Aspekte eines halbstrukturierten Interviews

-Fragen sind vorgegeben, doch muss der Wortlaut nicht eingehalten werden

-Keine verbindlichen Regeln zum Ablauf

-keine festgelegten Auswerungen

Ziele:

Nicht nur Diagnosestellung, eher dimensionale Schweregradbestimmung der Symptome

Probleme:

- Informationen sind nicht einheitlich/Generalissierbar

 

Was sind die Aspekte eines strukturierten Interviews

- Höhere Formalisierung

- Vorformulierung der Fragen

-Wiedergabe in Wortlaut unter Einbeziehung entsprechender Regeln (Umformulierung nur bei Verständnisproblemen)

Ziele:

zur (kategorialen) Diagnosestellung

Probleme:

- wenig Variatonsspielraum

Was sind die Aspekte eines Standartisierten Interviews

- Höchste Formalisierung

- Vollständige Festlegung der Durchführung/Auswertung

- Kein Spielraum in der Anwendung

- Durchführung/Auswertung in der Regel computergestützt

Ziele:

- Maximale objektive Diagnosestellung

Problem:

- Kein Variationsspielraum

- kaum qualitative Informationen

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