Prüfung Innere Organe III & Gynäkologie
Bsc Physiotherapy, Sem5, Modul Innere Organe III & Gynäkologie
Bsc Physiotherapy, Sem5, Modul Innere Organe III & Gynäkologie
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Flashcards
Risikofaktoren für Adipositas
- Gene
- Umwelt
- Bildung
- Diäten
- Arbeit
- Medikamente
- Essstörungen
- Schlafmangel
- Bewegungsmangel
- Überernährung
gesundheitliche Folgen von Adipositas
- Sterberisiko erhöht
- hoher Blutdruck
- Typ-2-Diabetes mellitus
- ungünstige Blutfettwerte
- Schlafapnoe
- Gallenblasenerkrankungen
- Herz-Kreislauf-Etkrankungen
- Arthrose
- erhöhte Harnsäurewerte & Gicht
- Schwangerschaftskomplikationen
- Krebs
- Fertilitätsstörung / PCO
- Lumbalgien
- erhöhtes Risiko während Anästhesie
- Risiken bei Ungeboren von adipösen Schwangeren
Ziele Gewichtsreduktion konservativ
- 5-15% Gewichtsverlust als Endziel
- 2-4kg / Monat
- max 1-2 Verhaltensändreungen gleichzeitig
- Gesundheit muss im Vordergrund stehen
körperliche Aktivität Dosierung für Prävention, Gewichtsreduktion & -stabilisierung
Prävention bei Normalgewichtigen: 30min/Tag
Gewichtsreduktion: 45-60min/Tag
Gewichtsstabilisierung nah Reduktion: 60-90/Tag
positive Auswirkungen von Bewegung bei Adipositas
- Unterstützung & Stabilisierung Gewichtsreduktion
- Prävention Folgeerkrankungen
- psychophysische Regulation
- Erhöhung Lebensqualität
Herausforderungen körperliche Aktivität bei Adipositas
- Verringerte Belastbarkeit des Stütz- und Bewegungsapparates
- Unzureichend entwickelte Muskulatur
- Eingeschränkte Beweglichkeit & Koordination
- Geringe Ausdauer- & Kraftleistungsfähigkeit
- Fehlende Selbstwahrnehmung
- Falsche Belastungseinschätzung
Wichtige Grenzen in der Schwangerschaft
- 24 SSW potentielle Überlebensfähigkeit
- 34 SSW keine Lungenreifung nötig
- 37 SSW keine Frühgeburt mehr
- 40 SSW Termin
- 42 SSW Übertragung
Pränatale Beratung 12. SSW: Messung Nackenfalte & NIPT (noninvasive pregnancy testing) -> Im Blut der Mutter hat es faetale Zellen -> Berechnung Risiko für Trisomie 21
Arten von Wehen
- Senkwehen
- Vorwehen
- Eröffnungswehen (Gebärmutterhals geht auf, ab hier Geburtswehen)
- Austreibungswehen
- Presswehen
- Nachgeburtswehen
Geburtsmechanismus
- Tiefertreten des Kopfes -> Eintritt Beckeneingang: queroval
- Beugung des Kopfes -> Beckenhöhle -> Kopf zunehmend gebeugt
- Innere Drehung des Kopfes (1. Rotation) -> Anpassung an längsovalen Beckenausgang
- Streckung (Deflexion) -> Austritt aus Becken und Weichteilrohr
- Äussere Drehung des Kopfes (2. Rotation) -> Schultern müssen Drehung des Köpfchens nachvollziehen -> Köpfchen zur Seite
"Einschneiden" vs "Durchschneiden"
„Einschneiden“ = Wenn Kindskopf an Beckenausgang während Wehe sichtbar
„Durchschneiden“ = Kindskopf auch während Wehenpause sichtbar, Kopf tritt mit zunehmender Streckung aus, wobei sich Nacken an Symphyse anstemmt
organische Rückbildungsprozesse
- Abbau Flüssigkeitseinlagerungen
- Rückbildung (Involution) des Uterus / Genitalorgane
- Uterine Wundheilung
- Tendomuskuläre Rückbildung: mind. 6 Monate -> Sportberatung!
Kontraktion Uterus: Blutstillung an Plazenta-Haftstelle gefördert, Wundheilung unterstützt, Wochenfluss (Lochialsekret) angeregt
Reduzieren der Muskelsubstanz: Abbau von Muskelzellen und Verkleinerung von bleibenden Muskelzellen. Direkt nach Geburt: Uterus 1kg, nach 10-12 Tagen: Normalgewicht
Regeneration der Gebährmutterschleimhaut: Wochenfluss nach 6-8 Wochen abgeschlossen
Anatomie Beckenboden
Diaphragma pelvis:
- M.levator ani (M.puborectalis, M.pubococcygeus, M.iliococcygeus)
- M.ischiococcygeus
Diaphragma urogenitale:
- M.transverus perinei profundus
- M.transverus perinei superfiscialis
Schlissmuskelschicht:
- M.sphincter ani externus
- M.bulbospongiosus (syn: M.bulbocavernosus)
- M.ischiocavernosus
Funktionen des Beckenbodens
- Stützen der inneren Organe
- Einfluss auf Ausscheidung von Urin und Stuhl (Verschluss von Harnröhre und After, aber auch Zulassen von Stuhlgang und Wasserlassen)
- „Tragende“ Rolle während Schwangerschaft
- Öffnen bei Geburt
- Bedeutung für Sexualität
- Sicherung der Kontinenz bei körperlicher Aktivität
- Stabilisierung des Beckens beim Gehen und Stehen
- Zusammenspiel mit dem Zwerchfell
- Stabilisierendes System Rumpf
Right tone to support the pelvic organs, to contract for support during abdominal pressure and for continence, to relax during voiding and defecation and during sexual activity
Innervationssysteme Beckenboden
Somatische Innervation: quergestreifte Muskulatur
- Plexus sacralis S2-S4
- Kurze direkte Äste (Rr. Levatorii)
- N.pudendus lange Äste
Vegetative Innervation: glatte Muskulatur des Gefäss & Organwände, Sphincter & Drüsen
- Sympathische Ursprungsneurone Th10-L2
- Parasympathische Ursprungsneurone S2-S4 (N.splanchnici)
Elastizität von Nerven des Beckenbodens ohne Funktionseinbusse ca. 15%.
Faserverteilung der Beckenbodenmuskulatur: 70% slow twitch, 30% fast twitch
Miktionszyklus inkl. Aktivität VNS
Füllungsphase:
Sympathikus: willkürlich Blasenhals zusammenhalten & Grundspannung Beckenboden
Parasympathikus: M.detrusor soll entspannt bleiben
Miktion:
Parasympathikus überwiegt: detrusor soll anspannen
Sympathikus sollte ausgecshaltet sein, so dass Beckenboden ganz entspannt sein kann
Physiologie der Kontinenz
Harnröhrendruck > Blaseninnendruck
- Tonus der quergestreiften Muskulatur
- Während Blasenfüllung: gradueller Spannungsanstieg
- Plötzliche Druckerhöhung: reflektorische Spannung
- Tonus der glatten Muskulatur und Durchblutung der Urethra
- Longitudinale Falten des Urethra-Epithel ergeben sternförmige Abdichtung
- „Gefässkissen“ durch venöses Geflecht um Urethra (Abdichtung durch Kompression der Schleimhautfalten)
- Elastizität des Bindegewebes / aktive und passive Drucktransmission
- Passive Drucktransmission: intraabdominale Druckerhöhung wird auch auf periurethales Gewebe übertragen – Druckerhöhung in Harnröhre
- Aktive Drucktransmission: Reflexkontraktion
Norm: 5-8 Miktionen / Tag, in der Nacht gewöhnlich keine. Nach dem 60. Lebensjahr gelten 1-2 nächtliche Miktionen als normal.
Risikofaktoren für pelvic floor disorders
- Schwangerschaft & Geburt (grosser Kopfumfang, Geburtsgewicht, Episiotomie)
- Geschlecht
- Alkohol
- Adipositas
- Kollagen
- Alter (Verlust 1% Muskulatur pro Jahr)
- Obstipation
- Genetische Komponente?
Hyperaktive Blase - Klinik
Unwillkürlicher Harnabgang bei plötzlichem imperativem Harndrang
- Häufige Blasenentleerung (>8x/d)
- Entleerung nur kleiner Urinmengen
- Nicht oder nur schwer unterdrückbarer Harndrang
- Häufige nächtliche Entleerungen
- Dranginkontinenz
- Inkontinenz beim Geschlechtsverkehr
Motorisch: unkontrollierte Detrusorhyperaktivität (Blasenmuskel) während Speicherphase
Sensorisch: ohne nachweisbare Detrusoraktivität; erhöhte Miktionsfrequenz
Hyperative Blase - Ursachen
- Ideopathisch
- Blasenbedingt (HWI, interstitielle Zysitis, Fremdkörper, Blasentumore, Urethraobstruktion)
- Neurogen (MS, Parkinson, zerebrovask. Erkrankungen, Querschnittssyndrom, senile Demenz, Alkoholismus)
- Nicht blasenbedingt (Kolpitis, Genitaltumore, Medikamente, Genitalatrophie, Deszendus)
- Sensorisch: Hypersensitivität durch Infektion, Entzündung, sexueller Missbrauch
- Motorisch: neurogen, falsches Miktionsverhalten, instabiler urethaler Verschluss
- Stress, psychische Probleme
Belastungsinkontinenz - Klinik
Blasenverschluss nicht kompetent
Urinabgang bei körperlicher Belastung, wenn der Druck im Bauch und damit in der Blase erhöht ist.
Grad 1: Husten, Niesen, Lachen, Pressen
Grad 2: Abrupte Körperbewegungen, beim Aufstehen, Joggen, Tragen, Heben
Grad 3: im Liegen
Belastungsinkontinenz - Ursachen
- Insuffizienter Harnröhrenverschlussmechanismus
- Geburt: > 30min Austreibungsphase, Kindsgewicht >4kg, Forzeps
- BB-Verletzung
- Nervenläsionen
- Verletzungen Bindegewebe
- Pressen beim Stuhlgang
- Schweres Heben
- Asthma, Raucherhusten
- Östrogenmangel Post-Menopause, 2. Zyklushälfte
- Sexuelle Traumata
- Adipositas
- Alter
Ursachen von Senkungsbeschwerden
- Haltung
- Geburt (vaginale Geburt mit Forceps, verlängerte Austreibungsphase, BB-Verletzungen, Überdehnung Nerven, SSW durch hormonell bedingte Gewebsveränderungen)
- Chronische Belastungen (chron. Husten, schwere körperliche Arbeit, Übergewicht, häufiges Joggen, Obstipation)
- Hormoneller Einfluss (Östrogenabfall, 2. Zyklushälfte, Stillzeit, Klimakterium)
Prostata
- Produziert ein Sekret, das Bestandteil des Samens ist:
Exokriner Anteil -> Zink, Zitrat, PSA
Endokriner Anteil -> Peptidhormon
- Aktiviert inaktive Spermien aus den Nebenhoden
- Neutralisiert das saure Milieu in der Vagina
- besteht aus 50 einzelnen DRüsen
- Bindegewebsanteile spielen eine Rolle im Blasenverschlussmechanismus
Beninge Prostatahyperplasie
- Vermehrter (auch nächtlicher) Harndrang
- Abgeschwächter, dünner Harnstrahl
- Nachtröpfeln von Harn nach der Entleerung
- Restharn in Blase -> kann zu Blasenentzündungen führen
Belastungssteuerung BeBo-Training
Anfangsphase: Erlernen der Spannung
mehr Wdh (>30) bei niedriger Intensität (30%Fmax) -> Verbesserung intermuskuläre Koordination
Aufbauphase:
- Hypertrophie: 8-15 Wdh bei hoher Intensität (60-80&Fmax)
- Schnell- & Reaktivkraft: üben von schnell aufeinanderfolgenen Anspannungen -> kedoch immer noch willkürlich und darum zu langsam um in ADL reaktiv spannen zu können -> darum Übungen aus sensomotorischem Training oder Vibrationstraining einbauen
Beckenbodentraining immer in Kombination mit M.transversus abdominis kombinieren -> Ausdauertraining 10x10s/Tag -> dient der Stabilisierung der LWS
Wirkungen Insulin
- Hemmung endogener Glucoseproduktion in Leber
- Steigerung des Glucoseverbrauchs im Muskel- & Fettgewebe
- hemmt Proteolyse
- kann Aminosäuren im Muskel speichern - Voraussetzung für Muskelaufvbau
- hemmt Lipolyse -> Fett bleibt im Fettdepot
- senkt Blutzuckerspiegel
- macht Zellobefrläche durchlässig für Glucose
Einfluss VNS auf Insulinproduktion
Parasympathikus stumuliert Insulinsekretion, Sympathikus hemmt eher.
Bei Aktivität (Sympathikus eher aktiv) baut Adrenalin Glykogen zu Glukose um. Glukagon fördert zusätzlich die endogene Glukoseproduktion in Leber.
Durch körperliche Aktivität steigt Insulin-Sensitivität, GLUT4 Transporter werden zusätzlich bei Bewegung an Zelloberfläche transportiert.
Typ I vs Typ II Diabetes mellitus
Typ I: absoluter Insulinmangel infolge Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen des Pankreas.
Typ II: vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf Insulin & Funktionseinschräbkung der Betazellen -> relativer insulinmangel
Prozess Ausbruch Krankheit Typ I-Diabetes
Kein Insulin -> Abbau Glykogen, Protein & Fett -> Plasmakonzentration (Glukose, Aminosäuren, Fettsäuren) steigt -> metabolische Azidose -> Atemfrequenz steigt -> Hyperlipoproteinämie -> Plasmakonzentration für Niere zu hoch -> Glykosurie -> Verlust von Wasser & Elektrolyten -> Funktion des Nervensystems sinkt -> Diabetisches Koma
Symptome Hyperglykämie bei Typ I Diabetes
- Extremer Durst
- Erhöhte Atemfrequenz
- Schwindel / Übelkeit
- Muskelschwäche
- Gewichtsreduktion
- Eigenartiger Mundgeruch
Symptome Hyperglykämie über längere Zeit -> Typ II-Diabetes
Allgemeinsymptome
Niere
Auge
Haut
Immunsystem
- Herabgesetzter Immunstatus mit häufigen Allgemeininfektionen
- Harnwegsinfekte
Nervensystem
- diabetische Neuropathie, insbesondere Polyneuropathie
- Muskelfaszikulationen
Einfluss von Blutdruck & Übergewicht auf Diabetes Typ II
Diabetes hat Einfluss auf Bluthochdruck, zusammen kann es Risiko für Spätfolgen erhöhen. Bluthochdruck und Diabetes Typ II haben dieselben Risikofaktoren.
Adipositas ist meistens der Auslöser für Diabetes Typ II. Fettgewebe ist bei Adipositas immer leicht entzündet, die setzen Botenstoffe frei, welche eine Insulinresistenz fördern. Zusätzlich ist die Ernährung bei Übergewichtigen eher zuckerhaltig, somit haben diese irgendeinmal eine Überlastung des Pankreas, bis hin zum dem Punkt, wenn Betazellen absterben.
Wirkung körperliche Aktivität bei Typ -2-Diabetes
- Verbesserte Insulinsensitivität
- Tiefer BZ während und nach körperlicher Arbeit
- Tiefere Insulinkonzentration
- Tiefere Tagesinsulinbedarf -> Medis?
- Tiefere HbA1c-Werte
- Verbessertes Lipidprofil
- Verbesserung einer milden bis mässigen arteriellen Hypertonie
- Erhöhter Energieverbrauch -> Gewichtsreduktion?
- Steigerung Kraft & Beweglichkeit
- Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
- Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Lebensqualität
- Verbesserter Stoffwechsel -> Prävention Mikroangiopathie
Belastungsregeln mit Diabetes
- Pro 1h Bewegung ZZZ-Regeln -> 10g Kohlenhydrate zusätzlich zu Mahlzeit und zum Voraus
- Vor & nach Sport BZ-Messung
Risiken von Diabetes
- Periphere Polyneuropathie
- Verletzungen von Beine & Füsse, da Sensi vermindert
- Risko für Herzinfarkt erhöht
- Blutdruckschankungen
- Mikroangiopathie -> keine High impact Belastungen
Gründe warum Pat auf IPS liegt
- Intensive Überwachung nötig (spezielle Medikamente, instabiler Zustand, erhöhter Hirndruck, …)
- Unterstützung von Vitalfunktionen
- Invasive Therapie (Beatmung, Hämofilter, Herzunterstützungssysteme, …)
- Intensive Pflege (evt. Physio) nötig (kann auch erhöhte Unruhe bedeuten)
Störungen des Säure-Basen-Haushaltes
Respiratorische Azidose:
pH zu tief, bei alveolärer Hypoventilation
-> Anstieg PaCO2, Kompensation: Anstieg HCO3-
Respiratorische Alkalose:
pH zu hoch, bei alveolärer Hyperventilation
-> Abfall PaCO2, Kompensation: Abfall HCO3-
Metabolische Azidose:
pH zu tief, bei Nierenfunktionsstörung, diabetisches Koma
-> HCO3- zu tief, Kompensation: Abatmen von CO2 (Hyperventilation)
Metabolische Alkalose:
pH zu hoch, bei zu viel Basen, bzw- Säurenverlust
HCO3- zu hoch, Kompensation: Hypoventilation
Unterschied spintane Atmung vs. maschinelle Beatmung
Spontane Atmung:
die Luft wird bei der Einatmung in die Lungen gesogen (durch Unterdruck)
Maschinelle Beatmung:
die Luft wird bei der Einatmung durch das Beatmungsgerät in die Lungen geblasen (durch Überdruck) -> Gelenksmechanismus wird anders beansprucht!
Gründe für maschinelle Beatmung
- Sedierte / relaxierte Patienten
- Fehlende Schutzreflexe
- Ateminsuffiziente Patienten
- Verminderte Wachheit
- Lungen - / Herzerkrankungen mit Beeinträchtigung der Perfusion / des Gasaustausches
- Thoraxverletzung
- Gestörter Gasaustausch