Prüfung Management im Gesundheitswesen

Bsc Physiotherapy, Sem5, Modul Management im Gesundheitswesen

Bsc Physiotherapy, Sem5, Modul Management im Gesundheitswesen


S. Z.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Management im Gesundheitswesen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Finanzierung, Versicherungen, ethische Entscheidungsfindung und Gesundheitssysteme ab, wobei besonders die obligatorische Krankenversicherung, Unfallversicherung und das Drei-Säulen-Prinzip im Fokus stehen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachkräfte im Gesundheitswesen, die sich mit den komplexen Strukturen und ethischen Aspekten des Gesundheitsmanagements vertraut machen möchten.
Karten
34
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
05.02.2017 / 02.02.2019

Lernkarten

Definition Gesundheitssystem

alle Aktivitäten mit dem Ziel, die Gesundheit zu fördern, wieder herzustellen und zu pflegen.

3 Merkmale des CH-gesundheitssystems

- sehr gut, hohe Qualität
- teuer
- total intransparent

Gesundheitssysteme Typus Beveridge 
(GB, Finnland, Spanien)

- staatliche Steuerung und Finanzierung (durch Steuern)
- Vorteile: zugang für alle, Kostenkontrolle
- Nachteile: Wartezeiten, eingeschränkte Wahl

Gesundheitssysteme Typus Bismarck
(Deutschland, Frankreich, Polen)

- Finanzierung über sozialversicherung (Lohnabzüge)
- Vorteile: Zugang für alle
- Nachteile: Defizite Lohnnebenkosten

Gesundheitssysteme Typus Privat (USA)

- private Finanzierung, private Versicherung
- Vorteile: Wahlfreiheit, Innovation
- Nachteile: USA 50MIo ohne Versicherung

Die wichtigsten Prinzipien des KVGs

- Versicherungsobligatorium -> Chancengleichheit
- Die Mischung von staatlicher, politischer Planung und marktwirtschaftlicher Elemente -> alle haben Einfluss auf Kosten
- Kopfprämien
- Prämienverbilligung
- Risikoausgleich ( Versicherung die vor allem Alte/ oder viel Frauen hat, bekommt von Versicherung mit vielen jungen Leuten/ Männern, Geld vom Bund aus)
- Verhandlungsprimat -> mit Leistungserbringer verhandeln
- freier Zugang zu Gesundheitsleistungen
- Aufsicht des Staates über Krankenversicherungen
- freier Wettbewerb
- Vertragszwang
- freie Wahl der Leistungserbringer

Gesundheitsstrategie 2020: die Herausforderungen

- mangelnde Steuerbarkeit und fehlende Transparenz
- chronische Krankheiten
- ungesicherte Finanzierung
- Wandel in der Versorgung

Gesundheitsstrategie 2020: die vier Handlungsfelder

- Transparenz
- Versorgungsqualität
- Lebensqualität 
- Chancengleichheit  & Selbstverantwortung stärken

beeinflussen sich alle gegenseitig

Finanzierungsmodelle:

- duale Finanzierung
- Monistische Finanzierung

duale Finanzierung: parallel Steuergelden aus Kantone und Prämien (45% aus Prämien, der Resr aus Kanton)

monistische Finanzierung: 100% aus Prämien

Ethische Grundbegriffe

- Individualismus & Pluralismus
- technische und gesellschaftliche Entwicklung
- Globalisierung

Ethik

- Was ist sinnvoll, gerecht , vernünftig oder richtig?
- Wissenschaft von der Moral, bzw. dem moralischen Handelns und spricht über die Moral

Moral

Sitte, aber auch Gewohnheit, die Gesamtheit der Werte, Normen und Tugenden

Werte

bewusste oder unbewusste Orientierungsstandarts und Leitvorstellungen

Sitte

kulturabhängige Gewohnheiten

Haltung

charakterliche Disposition, die sich angesichts konkreter Situationen als perönliche Eigenschaft zeigen

Gewissen

ob eine Handlungsweise mit demjenigen übereinstimmt, was sich als das Wertegerüst einer Person erwiesen hat

ethisches Nachdenken

Methaethik: Vogelperspektive: Wissen dazugewinnen
deskriptive (Fakten) vs. nominative Ethik (Werteorientiert)
Charakter (personengeteuert) vs. Prinzipien Ethik (Handeln im Vordergrund)
deontologische (Pflichten, Normen) vs. teleologische Ethik (Konsequenzen der Entscheidung)

Individualethik vs. Sozialethik

Individualethik: Ich - Ich / Ich - Du - Beziehung

Sozialethik: Wir / Es-Beziehung

die 4 ethischen Prinzipien

- Autonomie
- Gutes Tun
- Nicht Schaden
- Gerechtigkeit

7 Schritte zur ethischen Entscheidungsfindung

1. Klärung Sachverhalt / Sachanalyse
2. Kontextanalyse
3. Werteanalyse mit 4 ethischen Prinzipien
4. Entwurf mind. 3 Handlungsmöglichkeiten
5. Analyse Handlungsmöglichkeiten
6. Handlungsentscheid
7. Kommunikation & Überprüfung Handlungsentscheid

Ziele der Sozialpolitik

- soziale Gerechtigkeit
- soziale Sicherheit
- sozialer Frieden
- Hebung des Wohlstandes und Ausweitung der Teilhabe daran

3 Säulen-Prinzip

1. Säule: staatliche Vorsorge: AHV, IV & EL -> für alle obligatorrisch
2. Säule: berufliche Vorsorge -> obligatorisch für alle Arbeitenden
--> sollten zusammen 60% des vorherigen Einkommens ausmachen
3. Säule: private Vorsorge: gebunden oder ungebunden -> freiwillig

Wer ist bei der IV versichert?

- alle die in der CH wohnen
- alle die in der CH erwerbstätig sind
- freiwillig können Bürger der CH, der EU oder EFTA sich versichern lassen, sofern sie ausserhalb dieser Länder wohhnen

Invaliditätsbegriff

- Gesundheitsschaden
- bleibend eoder längere Zeit (1 Jahr) andauernde Erwerbsunfähigkeit
- Erwerbsunfähigkeit durch Gesundheitsschaden verursacht

Leistungen der IV

- Berufsberatung & berufliche Abklärungen
- erstmalige berufliche Ausbildungen
- Umschulungen
- Kapitalhilfe
- Arbeitsvermittlung
- Taggeld
- Rente
- medizinische Eingliederungsmassnahmen
- medizinische Massnahmen vor dem 20. Lebensjahr
- Hilfsmittel
- Hilflosenentschädigung
- Früherfassung und Frühinterventionsmassnahmen (Prävention)
- Integrationsmassnahmen
- Assistenzbeiträge

Definition Unfall

Plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die iene Beeinträchtigung der körperlichen geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

Berufsunfall - Nichtberufsunfall

wenn Person <8h/Woche arbeitet ist sie nur gegen Berufsunfälle (Arbeitsweg inbegriffen) versichert
wenn Person >8h/Woche arbeitet ist sie gegen beides versichert, Arbeitsweg giltet jedoch als nicht-Berufsunfall

Wer ist gegen Unfälle versichert?

alle arbeitenden Personen (Heimarbeiter, Personen in Ausbildung, Volontäre...) sind bei Unfallversicherung versichert
alle nicht berufstätigen Personen sind obligatorisch bei der Krankenversicherung gegen Unfälle versichert

Wann beginnt und wann endet die obligatorische Unfallversicherung?

Beginn:am Tag der geplanten und tatsächlichen Arbeitsuafnahme
Ende. 30 Tage nach dem tag, an dem der Anspruch auf mind. 50% des Lohnes aufhört
man kann nach Abschluss einer Abredeversicherung die Deckung für nicht-berufsunfälle um 180 Tage verlängern
für Teilzeitbeschäftigte endet die obligatorische Versicherung sobal der Arbeitsweg des letzten Arbeitstages abgeschlossen ist

Leistungen der Unfallversicherung

- medizinische Behandlung
- Reise-, Transport- & Rettungskosten
- Hilfsmittel
- Taggeld (80% des versicherten Verdienstes bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit)
- Invalidenrente
-Integritätsentschädigung
- Hilflosenentschädigung
- Hinterlassenenrente
- Übergangsleistungen
- Übergangstaggeld (80% des Verdienstes während max. 4 Monaten)
- Übergangsentschädigung (80% des verdienstes während max. 4 Jahre)
- berufliche Eingliederungsmassnahmen

Unterschiede zwischen Rente einer Unfallversicherung und IV-Rente

- Unfallversicherung berücksichtigt nur die unfallbedingten Einschränkungen, der IV ist es egal ob Unfall oder Krankheit
- IV deckt gesundheitliche Einschränkungen ab und ist demnach eine finale Versicherung
- Unfall- & Militärversucherung ab Invaliditätsgrad 10%, IV erst ab 40%
- Unfallrenten werden lebenslänglich ausbezahlt, IV-Renten werden ab erreichen des pensionsalter in AHV-Renten umgewandelt

Invalisitätsgrad = Erwerbseinbusse (Berechnung)

(Valideneinkommen -Invalideneinkommen) / Valideneinkommen
vorheriges Einkommen: 5'000
Invalidenlohn (aktuell durch Invalidität Einkommen: 3'000
-> 0.4 = 40% -> IV würde übernehmen

obligatorische Krankenversicherung, wer muss ich versichern?

jede in der CH wohnhafte Person, innerhalb von 3 Monaten nach Wohnsitzaufnahme

Krankentaggeldversicherung

ist freiwillig:
- Arbeitgeber hat Lohnfortzahlungspflicht von mind 3-48 Wochen
3 Monate Arbeit: keine Lohnzahlungspflicht
4-12 Monate Arbeit: 3 Wochen
ab 2. Jahr: 4-8 Wochen

- Arbeitnehmen kann sich zusätzlich versichern
- Arbeitgeber kann sich von Lohnfortzahlungspflich befreien

-> normalerweise Lohnfortzahlung von 80% des Lohnes über 730-900 Tage

Étudier