M20

Sem 5

Sem 5


P. A.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Behandlung und Untersuchung von Schmerzen, Depressionen und Angststörungen im universitären Kontext. Sie decken Themen wie Schmerzkonferenzen, Placebo- und Nocebo-Effekte, sowie verschiedene Therapieansätze ab. Patienten, Therapeuten und Medizinstudenten profitieren von den detaillierten Informationen zu Diagnosen, Behandlungsstrategien und psychologischen Mechanismen, um ein besseres Verständnis und effektive Lösungen für komplexe Erkrankungen zu entwickeln.
Karten
110
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.01.2017 / 05.01.2021

Lernkarten

13. Die Wirkung von CRH, Noradrenalin und Cortisol auf den Organismus bei Stress erläutern

 

Stressverarbeitung:
HPA Achse (Hypothalamus -> Vordere Hypophyse (Adrenohypohyse) -> Nebennierenrinde
+ Sympathicus, Nebennierenmark

CRH: Hypothalamus: Angststeigernd, Psychomotorische Aktivität, Tiefschlaf sinkt, Appetit sinkt, Libido sinkt, Hoffnungslosigkeit steigt
Glucokortikoide: Gluconeogenese steigt, Lipolyse steigt, Proteolyse steigt, Insulinresistenz steigt
Adrenalin: RR steigt, HF steigt, Glucose steigt, GI Aktivität sinkt

CRH Rezeptoren im ganzen Hirn verteilt
„Schlecht“: CRF1: va Cortikal auch
„Gut“: CRF 2
CRF1: Steigt HPA Achse, Angst, Depression, reduziert Appetit, steigert Immunreaktion => Aktivieriert durch CRF + UCN
CRF2: Appetit sinkt, GI Motilität sinkt, Angst sinkt, Depression sinkt, Vasodilatation steigt, RR sinkt => Aktivierut durch UCN, SCP/SRP / UCNIII
=> Schnelelr Modus: Psychologische Stressoren, viszerale / sensorische Reize => CRH->CRHR1 Effekt: Anxiogen, HPA / Sympathicusaktivierung
Langsam: Adaptation, Erholung: Urocortin -> CRH R2 Effekt => Anxiolytisch

CRH R 1 Knockout Mäuse sind weniger ängstlich!
CRH Überaktivität bei Depression
HPA Überaktivität bei Depression + genetische Komponente

Neuronale Regulation der Stressreaktion: Mediale Amygdala positiv durch Interneuron
BST Negativ durch GABA
Hippocampus + Präfrontaler Kortex hemmend über IN (Paraventrikulärer Nucleus)
Raphe Nucleus positiv
NTS: Positiv

Stresssignale (Erfahrung, Innere Programme) -> Top Down Regulation (Limbisches Vorderhirn)
Ongoing homöostatisches Feedback
Stresssignale (Homöostatische Imbalance, Schmerz, Entzündung) -> Stressreaktionsausköser (Hirnstamm, Hypothalamus, CVO)
=> Mittleres Management: BST + Hypothalamus
=> Output Systems: HPA Aktivierung, SAM Aktivierung 

12. Neuroplastische und funktionelle Veränderungen des Hippocampus, der Amygdala und des präfrontalen Kortex unter chronischen Stressbedingungen beschreiben

(1)

Schaltkreise der Stressverarbeitung: 3H Corticosterone Bindung im Hippocampus
Wirkung Glucocorticoide im adulten Hippocampus
=> Hippocampusatraphie bei Stress => Reduzierte Dendriten in CA3 Region nach Stress / Glucocorticoidgabe
=> Reduktion der Neurogenese nach chronischem Stress im Hippocampus
Reduziertes Hippocampusvolumen bei Depression
SSRI -> Stimulation Wachstumsfaktoren im Hippocampus

Gyrus Dentatus: Stress => Glucocorticoide steigen, VEGF sinkt => Neurogenese sinkt
Antidepressive Therapie: NE + 5HT -> VEGF steigt, Proliferation, BDNF, Überleben => Neurogenese
CA3 Pyramidenzellen: Stress => Glucocortiode steigen, BDNF sinkt => Dendritatrophie
ADT: NE + 5HT steigt, BDNF steigt => Erhöhung + Überleben + Wachstum

Aktivierung der Amygdala + Abnahme der Kontrolle durch den Präfrontalen Kortex bei Stress
Präfrontaler Kortex -> Hemmt Amygdala -> Kein Stress
Loss of prefrontal regulation -> Stress

Präfrontale Hypoaktivität bei Depression
=> Überreaktion der Amygdala bei Depression
 

Neuroplastische Veränderungen bei Stress (2)


Neuronale Plastizität bei chronischem Stress
Hippocampus: Atrophie der Dendriten + reduzierte GR Expression, Suppression der Neurogenese -> HPA Feedback sinkt, Gedächtnisstörungen
Medialer präfrontaler Kortex: Atrophie der Dendriten + reduzierte GR Expression => HPA Feedback sinkt, gestörte Gedächtnisextinktion, Belohnung sinkt
Nucleus Centralis (Amygdala): CRH Expression steigt, Verstärkte CRH Freisetzung => Erhöhte Aktivität der HPA Achse + des Sympathicus => Angst
Basolaterale Amygdala: Erhöhung der Verzweigung des Dendritenbaums + massive Erhöhung der Exzitibilität => Erhöhte Aktivität der HPA Achse + des Sympathicus, Verstärkte emotionale Gedächtnisbildung, Belohnung sinkt
Locus Ceoruleus: Erhöhte Transmission von NA zum Kortex + Hippocampus => Erhöhung der HPA Exzitabilität gegenüber neuen Stressoren
PVN (Hypothalamus): Erhöhung der Stressresponsivität und verringerter GR Expressiom => Erhöhung der Erregbarkeit gegenüber neuen Stressoren

Nucleus Accumbens: Volumenreduktion, BOLD Signal während Belohungsaufgaben sinkt => Sinkende Expression des synaptischen Remodelling Genes RAC1
Ventrales Tegmentales Areal: NA
Hippocampus: Volumenreduktion, Belohnungsverhalten sinkt => Synapsendichte sinkt, Gliazelldichte sinkt
Basolaterale Amygdala: Volumenreduktion, Belohnungssignal steigt => Graue Masse sinkt, Gliazelldichte sinkt
Medialer präfrontaler Kortex: Volumenreduktion, Belohnungsreaktion sinkt => Weiße Masse nimmt ab, Dendritenbranching nimmt ab, Gliazelldichte nimmt ab

14. Beispiele für die Wechselwirkung von Wechselwirkungen von Zytokinen und CRH / Kortisol im Körper und im Gehirn benennen

(1)

Neuroendokrine Immun Interaktion
Depression als Immunstörung?
Depressive Pat => Proinflammatorsiche Zytokine, Akutphaseproteine, Adhäsionsmoleküle, Chemokine
Erhöhte Serum / Plasmakonzentration von IL6 + CRP
Erhöhte Konzentration von IL1beta + TNF alpha in Peripherie + Zerebrospinalflüssigkeit bei Depressiven
Hinweise auf positive Korrelation zwischen inflammatorischen Mediatoren + Schweregrad depressiver Symptomatik
Parallele zu inflammatorischen Prozesse => Pathophysiologie von kardiovaskulären Störungen + DM => Komorbidität von Depression
Inflammatorische Marker bei kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs, post virale Infektionen mit depressiven Symptomen korreliert

Stress Immun Interaktion + Depression: Stress -> CRH -> HPA Achse -> Cortison -> NFkB -> Inflammation: Proinflammatorische Zytokine, Chemokine, Adhäsionsmoleküle, Akute Phase Proteine -> Gehirn -> Monoamine sinken, Exzitotoxizität steigt, Trophische Faktoren sinken
NFkB => Soziale Isolierung, verringerte Nahrungsaufnahme, iNOS Induktion, oxidativer Stress, beeinflusst Zellwachstum, veränderte Plastizität

Erhöhte IL6 + NFkB Reaktion bei sozialen Stress bei Depression
 

Zytokine <-> Stress (2)


Gleichgewicht
Zu viel Glucocorticoid Effekt: Infektionen steigen, Wirksamkeit von Impfungen sinkt, Wundheilung sinkt, Krebsprogression steigt, Alterung steigt => Antiinflammatorisch
Zu wenig Glucocorticoideffekt: Autoimmunerkrankungen steigen, Inflammation steigt, Schmerz steigt, DM / Met Syndrom steigt, Depression steigt => Proinflammatorisch

Interferon alpha induzierte Depression: IFN alpha (Medikation bei Infektionen, Tumorerkrankungen) induziert IL6, IL1beta, TNFalpha => Dosisabhängige Depression bei 30-50% der Pat
Assoziiert mit Veränderungen des Serotoninmetabilismus, assoziiert mit Veränderungen der CRH Funktion (ACTH steigt, Kortison steigt), PET Studien zeigen veränderte metabolische Aktivität in Basalganglien (DA Antrieb, Hedonie verändert) + im anterioren cingulären Kortex (erhöhte Sensibilität gegenüber negativen Ereignissen + Konfliktsituationen), kann mit Antidepressiva verhindert werden

Glucocorticoide supprimieren zelluläre Immunität (T Zellen, Killerzellen…), CRH + sympathische Aktivierung stimulieren humorale Immunität => Freisetzung proinflammatorischer Zytokine
Glucocorticoide hemmen Zytokinfreisetzung über Inhibition von NFkB vermittelt durch Glucocorticoidrezeptoren
Bei starkem chronischen Stress + gleichzeitiger Resistenz der GR => Proinflammatorischen Zustand
Zytokine -> ZNS -> Netzwerk aus Neuronen + Gliazellen, das Zytokine produziert + Zytokinrezeptoren exprimiert => Amplifikation proinflammatorischer Signale => Profunde Effekte auf Neurotransmittersysteme, Wachstumsfaktoren + CRH System, limbische Schaltkreise + Belohnungsschaltkreise
Inflammatorische / postvirale Zustände -> Sickness Behavior (Gelernte Hilflosigkeit) => Depressive Verstimmung, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Schmerzen…

15. Antidepressiva und Phasenprophylaktika in ihre Wirkstoffobergruppen einteilen und wichtige Substanzvertreter zuordnen
+ 16. Die klinisch-pharmakologischen Eigenschaften (Indikationen, Wirkmechanismen, unerwünschte Wirkungen, Kontraindikationen, pharmakokinetische Charakteristika) von Antidepressiva und Phasenprophylaktiva beschreiben (1)

 

Psychopharmaka: Medikamente zur Abschwächung von psychopathologischen Syndromen + psychischen Krankheiten
=> Neuroleptika, Tranquillantien, Antidepressiva, Antikonvulsiva, Stimmungsstabilisatoren, Rauschmittel

Psychische Erkrankung <-> Funktionsstörung im Gehirn <-> Strukturelle Gehirnveränderungen
=> Gestörte Signalübertragung der Neurotransmittersysteme!
=> Biogene Amin Hypothese: Mangel an Neurotransmitter als Ursache
MAO Hemmung verbessert Depression, Reserpin kann Depression auslösen (Entspeicherung)
=> CAVE: Klinische Wirkung erst nach Wochen
=> HHN Hypothese => Auswikrungen auf Stresssysteme

Therapieansatz: Psychotherapie / Verhaltenstherapie / Tiefenpsychologie / Lebensweise: Immer
Schlafentzug + Antidepressiva: Va mittel-schwere Depression
Elektrokrampftherapie nur bei Therapieresistenz

Antidepressiva: Wirkstoffe, die depressive Symptome bessern => Depressionslösend, stimmungsaufhellend, psychomotorisch aktivierend / dämpfend
Suizidgefahr: psychomotorische Aktivierung schneller Stimmungsaufhellung => Zusätzlich Tranquilizer (Diazepin), Akut engmaschige Arztkonsultation
Antidepressiver Effekt nach 1-2W, zu Beginn regelmäßiger Arztkontakt, Response Rate 60-70% (Reduktion Symptomatik um 50%)
Mehrwöchige Behandlung in adäquater Dosierung => Keine ausreichende Besserung => Diagnose überprüfen, anderes Antidepressivum

Antidepressiva: Trizyklische Antidepressiva: Nicht selektive Monoamin Reuptake Inhibitoren
SSRI (Selektive Serotonin Reuptake Inhibitoren), SSNRI (NA + Serotonin Reuptake Inhibitoren)
Monoaminooxidasehemmer
Antidepressiva: Hemmung der Rückaufnahme ins präsynaptischen Neurons, Enzymatischer Abbau durch MAO, Negative präsynaptische Rückkopplung (Mirtazapin)
=> Erhöhung Neurotransmitterkonzentration im synaptischen Spalt, Verstärkung der Transmission von NA + 5HT
Verzögert: Veränderungen auf Rezeptorebene + nachgeschalteten 2nd messenger Systemen: Down Regulation von beta1 + 5HT2A Rezeptoren, Abnahme der Rezeptordichte + -empfindlichkeit, Latenz 2-4W, Korreliert mit klinischem Effekt
_

TZA

Trizyklische AD: Verzögert antidepressiver Effekt, nicht selektive Hemmung der NA + 5HT Rückaufnahme
Noradrenerg: Desipramin, Nortriptylin
Gemischt: Imipramin, Amitriptylin, Dexpin
Serotonerg: Clomipramin
Rezeptor / Transporterspezifität => Spezifische Substanzspektrum: Stimmung, Antrieb, Anxiolyse, NW

Imipramin: Stimmungsaufhellend, psychomotorisch leicht aktivierend, anxiolytisch, Abbau zu Desipramin
Desipramin: va Psychomotorisch aktivierend, schwächer stimmungsaufhellend als Imipramin
Amitriptilin: Psychomotorisch dämpfend, schwächer stimmungsaufhellend, anxiolytisch, Abbau zu Nortriptylin

TZAD: idR 25-50mg als minimale, maximal 300mg Tagesdosis
Lipophile Substanzen, gut resorbiert, >50% bioverfügbar, lange HWZ, mEtabolisierung zu aktiven Verbindungen

NW: Anticholinerg: Augeninnendruck steigt, Akkomodationsstörungen, Harnretention / Verhalt, Mundtrockenheit, Obstipation
Alpha 1 antiadrenerg (Peripher): Orthostatische Dysregulation, Reflextachykardie
Andere: Kardiotoxisch (PQ, QRS Verbreiterung), Apptitsteigerung, Gewichtszunahme, Verwirrtheit, erektile Dysfunktion, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen

Mianserin, Mirtazapin, Maprotilin: Von TZA abgeleitet, blockieren präsynaptische alpha 2 Rezeptoren, blockieren 5HT2 + 3, verstärken 1
=> Weniger anticholinerge NW
Martazapin: Starker H1 (Histamin) Antagonismus => Sedierend
Mianserin: Ähnlich Desipraminwirkung, Blutbildstörungen! => Reservemittel
Maprotilin: Hemmt NA Reuptake

SSRI + SSNRI



SSRI: Selektive Wirkung auf serotonerges System, va keine Beeinflussung der noradrenergen Transmission, kaum anticholinerge NW, wenig kardiovaskuläre NW
=> Fluvoxamin, Fluoxetin, Paroxetin, Citalopram, Sertralin
=> Selektive Blockade des 5HT Transports => Stimmungsaufhellend, Anxiolytisch, Aktivierend

Vorteile: Keine H1 (Histamin) Blockade => Keine Sedation, kaum anticholinerge + kv Effekte, größte therapeutische Breite, eine Tagesdosis reicht
Nachteile: Zu Therapiebeginn oft Übelkeit, Erbrechne, Diarrhoe, Kopfschmerzen
(5HT2B: NO Freisetzung aus Gefäßendothel => Vasodilatation => Kopfschmerzen, 3: Afferenter Schenkel des Brechreflexes, 4: Ach Freisetzung im Magendarmtrakt => Motilitätssteigerung=
Sexuelle Dysfunktion, Schlafstörungen

KI: MAO Hemmer => Serotoninsyndrom (Verwirrtheit, Agitation, Hyperreflexie, Tremor, Hyperthermie, Erbrehcne, Durchfall)
=> Beim Wechsel medikamentenfreie Abstände einhalten!
SSRI erhöhen Plasmakonzentration von TZA, evtl Lithium (CAVE, geringe Therapeutische Breite) (Kombination jedoch mgl)
Hemmung CYP2D6 (Paroxetin, Fluoxetin), 3A4 + 1A2 (Fluvoxamin), bei Sertralin + Citalopram am geringsten, Arzneimittelinteraktionen beachten

Selektive Serotonin + NA RI: Venlafaxin: Keine Vorteile, erhöhte Suizidalität (Antriebssteigerung durch NA?)
Selektive NA RI (SNRI): REboxetin: Keine Vorteile, keine Zulassung in USA, keine GKV Erstattung in D

Agomelatin: Melatonin Agonist (MT1+2), Schwacher Hemmer von 5HT2c Rezeptoren im Ncl Suprachiasmaticus => Erhöht Dopamin + NA im frontalen Cortex
=> Antidepressiv, Verbesserung Schlafqualität + circadianer Symptome, weniger typische NW wie Libidoverlust, Erektionsstörungen + Gewichtszunahme
Wirksamkeit nicht absolut nachgewiesen

Antidepressiva:
Keine Abhängigkeitsentwicklung, keine Persönlichkeitsveränderung, Absetzsymptomatik

Phasenprophylaktika



Phasenprophylaktika: Stimmungsstabilisierend, Stabilisierung nach depressiver Episode (längerfristige Gabe des AD für mind 6 M)
Lithiumsalze: Ähnlichkeit Veränderung der Natriumströme, Beeinflussung PLC, Inositol 2nd messenger System)
Cabamazepin: Antiepileptikum, blockiert ZNS Natriumkanäle, GABA Verstärkung, Glutamat sinkt
Valproinsäure: Antiepileptikum, blockiert ZNS Natrium / Calcium Kanäle, GABA Verstärkung
Lamotrigin: ANtiepileptikum, blockiert ZNS Natrium / Calcium Kanäle, Aspartat + Glutamat sinkt

Lithiumsalze
Indikation: Akutbehandlung einer Manie, Phasenprophylaxe bei mehrphasigen unipolaren + bipolaren Störungen (Jahre – Lebenslang), Zusatz zu Antidepressiva bei Therapieresistenz (Augmentation), Langzeitprophaxe von Suizidgefährdeten
NW: Geringe therapeutische Breite (Monitoring, 0,6-0,8mmol/L), GIT Störungen, Müdigkeit / Tremor / Euthyreote Strumo / Polyruie, Gewichtszunahme
KI: Nierenfunktionsstörungen, Herzkreislauferkrankungen, SS

Johanneskraut: Verbessert Befinden bei leichter – mittelschwerer Depression, Beeinflussung Natrium Kanäle (Abflachung), Vermindert Natriumabhängige Wiederuafnahme von Neurotransmittern
=> Photosensibilisierung, CYP 3A4 Induktor (Hormonelle Kontrazeptiva, Immunsuppressiva)

Neue Therapieansätze: HPA Achse

 

MAO Hemmer

MAO Hemmer: Wichtigstes Enzym für den Abbau von NA + 5HT
A: Entscheidend für antidepressiven Effekt (Abbau von NA + 5HT), B: Primär Dopamin

Tranylcypromin: Hemmt irreversibel MAO A+B (kovalent)
NW: Unruhe, Schlafstörungen, Schwindel, Hypertensive Krise nach Verzehr tyaminhaltiger Nahrung
Tyramin: Indirektes Sympathomimetikum (Verdrängt Katecholamine aus Speichervesikel), Katecholaminfreisetzung
=> Tyraminfreie Diät: Va reifer Käse, Wein
Interaktionen: Serotoninsyndrom bei Kombination mit anderen 5HT erhöhenden Substanzen (SSRI)
=> Hyperthermie, Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Unruhe, Krämpfe
Moclobemid: Hemmt reversibel MAO A
Tyraminzufuhr (umstritten), reversible Bindung => Verdrängung möglich => Abbau von Tyramin mgl + MAO B steht zur Verfügung
NW: Unruhe, Schlafstörungen, Schwindel

Selegilin: Hemmt irreversibel MAO B => Hemmt Dopamin Abbau, Parkinsontherapie, keine Zulassung für Depression

17. Grundlegende psychotherapeutische Techniken () am Beispiel der Behandlung von Depression erläutern

 

(Kognitiv-Verhaltenstherapeutisch / Psychodynamisch)

Psychotherapie: Kombination Pharmakotherapie + Psychotherapie wirksamer als Monotherapie
=> Psychodynamisches Modell vs Kognitiv lerntheoretisches Modell (Gelernte Hilflosigkeit, Verstärkter Verlust Modell, Kognitive Theorie, Selbstregulationsmodell)

Psychologische Ätiologiemodelle
Psychodynamisch:
Unbewusste Verlustphantasien => Herstellung ausgeprägter Abhängigkeitsbeziehungen + Ausbildung unbewusster Größenphantasien
=> Entstehung aggressiver Affekte + Rigide Gewissensbildung => Wendung der Aggression gegen die eignee Person => Erhöhte Verletzbarkeit des Selbstwertgefühls

Kognitiv Lerntheoretisch: Gelernte Hilflosigkeit: Erfahrung der Nichtbeeinflussbarkeit, Nichtvorhersehbarkeit => Selbstschuldzuschreibung, hilflose Selbstcharakterisierung, Generalisierung eigener Unfähigkeit
Kognitiv: Negative Sicht auf sich Selbst, die Welt und die Zukunft => Stabile Schemata werden durch Belastungen aus Latenz geholt -> Dysfunktionale Kognition
Systematische Fehler der Informationsverarbeitung: Willkürliche Schlussfolgerungen, Übergeneralisierung, Personifizierung, Absolutistisches Denken

=> Psychoedukation, Tiefenpsychologie, Kognitive Verhaltenstherapie
Psychoedukation: Aufklärung über Häufigkeit des KH Bildes (Pat ist nicht allein), Aufklärung über zumeist gute Prognose + Behandelbarkeit der Erkrankung, über mögliche Ätiologien und diesbezügliche Behandlungsmöglichkeiten

Tiefenpsychologisch: Übertragungs- Gegenübertragungs Konstellation, Bearbeitung von Altruismus, Ambivalenz, Autoaggression, Kränkbarkeit, Selbstwert, Schuld, Selbstansprüche, Rekonstruktion biographischer Aspekte, Beleuchtung der momentanen Lebenssituation, Klärung von Zukunftsentwürfen

Kognitiv Verhaltenstherapeutisch: Gegenwarts- und Ressourcenorientierung, Entlastende Maßnahmen, Aufbau befriedigender Aktivitäten, Bearbeitung dysfunktionaler Kognition, Soziales Kompetenztraining, Verbesserung familiärer Interaktionen

Einschätzen Suizidalität: Gedanken, Häufigkeit, Distanzierung / Aufdrängung, Plan, Vorbereitungen, Schutz, Mitteilung, Suizidversuch (+ in der Umgebung)

 

18. Die somatischen Manifestation der depressiven Störungen erkennen

 

Basisdiagnostik: Spezifische Anamnese bzgl somatischer Symptome, körperliche Untersuchung + neurologisch, Labor: BB, Elektrolyte, Transaminasen, Kreatinin, BSG, TSH
Eskalation: EKG, Röntgen Thorax, Echo, 24h EKG, CT / MRT Kopf, Doppler Carotiden, neuropsychologische Testung, TPHA (Lues), Vitamin B12 + Folsäure, Urinstatus, HIV Test

Somatische Erkrankungen als Ursache depressiver Symptomatik / negativer Einfluss
Infektionserkrankungen (infektiöse Mononukleose, Cytomegalie, Influenza, Tuberkulose)
Maligne Erkrankungen, Endokrinologisch (va Hypothyreosen, Cushing / Addison, Hyperparathyreoidismus / Hyperaldosteronismus)
ZNS (Degenerativ (Parkinson, Huntington, Demenz), Entzündlich (HIV, Neurosyphillis, Borreliose, Meningoenzephalitis, MS), Trauma, Tumor, Zerebrovaskulär (Mikro / Makroangiopathien), Epileptisch
Kollagenös / Autoimmun (SLE, RA, Sjörgen)
Anämie

Somatische Symptome:
Kopfschmerzen, Schwindel, Rückenschmerzen (va Frauen), Atembeschwerden (Engegefühl), Herzbeschwerden (Herzrasen), Magen Darm (Appetitveränderungen, Übelkeit, Völlgegefühl, Schmerzen), Unterleibsbeschwerden (Zyklusstörungen, Schmerzen, Libidoverlust)

Angststörung: Körperliche Empfindung (Schwindel, Mundtrockenheit, Tachykardie, Hyperventilation, Tetanie, Schwitzen, Stenokardie)
+ Äußere Reize -> Wahrnehmung -> Gedanken (Gefahr) -> Gefühl (Angst) -> Physiologische Veränderungen -> Körperliche Empfindung
=> Teufelskreis

=> Allgemeine körperliche Abgeschlagenheit / Mattigkeit, Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen), Appetitstörungen / Magendruck / Gewichtsverlust / Obstipation / Diarrhoe, diffuser Kopfschmerz, Druckgefühl in Hals + Brust / Globusgefühl, funktionelle Störungen von Herz + Kreislauf (Tachykardie, Arrhythmie, Synkopen), Atmung (Dyspnoe), Magen + Darm, Schwindelgefühl / Augenflimmern / Sehstörungen, Muskelverspannungen / diffuse neuralgiforme Schmerzen, Libidoverlust / Sistieren der Menstruation / Impotenz / sexuelle Funktionsstörungen, Gedächtnisstörungen 

19. Praktische Aspekte der pharmakologischen Behandlung depressiver Störungen erläutern

 

Pharmkotherapie: Stufe 1: SSRI (Zitalopram): Wenige IA über CYP, gut bei jahrelanger Behandlung, gute Wirksamkeit ~ Depressivitätsgrad
Alternativ SSNRI: Vendaflaxin (Austauschbar)
Eskalation mit Mirtazapin: Schlafanstoßen, Sedierend, ABER: Gewichtszunahme

Therapieresistenz:
Ursachen: Diagnostische Probleme: Fehldiagnose (psychiatrisch / somatisch), unerkannte Komorbidität (psychiatrisch, somatisch, die Depression aufrechterhält), pharmakogen verursachte Depression
Inadäquat durchgeführte antidepressive Behandlung (zu kurz, ungeeignete Dosis, ungeeignetes Verfahren), Non Compliance, unbekannte psychosoziale Faktoren (die Depresion aufrechterhalten + verursachen), großer sekundärer KH Gewinn
Remission => Rückfallprophylaxe
Erhaltungstherapie: Vorzeitiger / abrupter Abbruch => Hohes Rückfallrisiko
Erhaltungstherapie => Fortführung der Pharmakotherapie (gleiche Dosis) + Psychotherapie (niederfrequent als in Akuttherapie)

Rezidivprophylae: nicht immer erforderlich, indiziert bei rezidivierender depressiver Störung + starker funktioneller Beeinträchtigung während depressiver Episode
=> Pharmakotherapie mindestens 2 J (gleiche Dosis), Psychotherapie: Höhere Nachhaltigkeit der Therapieerfolge bei fortgesetzter Psychotherapie, indiviziert wenn Pharmakotherapie nicht möglich, besondere psychosoziale Belastungen vorliegen + Pat wenig Copingstrategien aufweist

Klinische Akzente:
Anxiolyse: Serotonintransporterhemmung: SSRI, Clomipramin
Antriebssteigerung: NA: Nortriptilin, Reboxetin
Sedierung (Unruhe, Schlafstörungen): Amitriptillin, Mirtazapin (H1 Antagonistmus)

 

20. Die Wechselwirkung von chronischen Schlafstörungen und depressiven Störungen erklären

(1)

Insomniesymptome häufig, unspezifisch / eigenes Beschwerdebild
=> Pimär (nicht organisch)
=> Reduzierte LQ, erhöhte Tagesmüdigkeit, kognitive Einschränkungen, Stimmunsschwankungen, erhöhte Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, eigneschränkte psychosoziale Funktionsfähigkeit im privaten + beruflichen Bereich

ICD10: Einschlaf, Durchschlafstörungen / schlechte Schlafqualität, 3x/W mind 1 Monat lang, va nachts viel über Schlafstörung nachdenken / übertriebene Sorgen tags über negative Konsequenzen , unbefriedigende Schlafdauer + Qualität mit Leidensdruck + Auswirkung auf Alltagsqualität

Teufelskreis: Schlafbehindernde Gedanken (Grübeln im Bett, negative Gedanken + Erwartungen, negative Konsequenzen)
Ungünstige Schlafgewohnheiten (lange Bettzeiten, langes Wachliegen im Bett, unregelmäßiger Schlaf Wach Rhythmus, Schlaf tagsüber, Versuche vorzuschlafen + Schlaf nachzuholen, Verbindung Bett mit schlafinkompatiblen Verhaltensweisen (Grübeln im Bett))
Konsequenzen: Tagsüber Erschöpfung + Müdigkeit, Beeinträchtigung der stimmung, Einbußen in Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, Einschränkung soziale Aktivität
Aktivierung / Erregung: Emotional: Ärger, Wut über Schlaflosigkeit, Befürchtung negativer Konsequenzen des schlechten Schlafs; Köperlich: Anspannung, Aktivierung
=> Schlaflosigkeit

Insomnie <-> Depression: Ausführliche Anamnese, Ausschluss organische / psychiatrische Störung

Insomnie bei Depression: 90% depressive Verstimmung mit Störungen der Schlafkontinuität
Fragebogen Depression + Insomnie
Insomnie: Schlafanamnese, Schlaftagebuch, Schlaffragebögen: PSQI, ISI

Polysomnographie: Verlängerte Einschlaflatenz, erhöhte Anzahl + Dauer von nächtlichen Wachphasen, verminderte Schlafeffizienz, Vermindertes NREM1 / N1, vermehrtes Auftreten von Mikroarousals, häufig first night effect im Schlaflabor
 

Depression <-> Insomnie (2)


Insomnie als Prädiktor für Depression: Reduzierte Gesamtschlafzeit, längere Wachzeit, reduzierte Schlafeffizienz, frühmorgendliches Erwachen, weniger NREM2+SWS, mehr REM (va1), kurze REM Latenz, Zunahme REM Intensität
=> Insomnie kann zur Depression führen => Risikofaktor
=> 2x erhöhtes Risiko an Depression zu erkranken

Schlaf + Emotionen: Interkation kortikale, emotionale + autonome Hyperarousals durch Insomnie in zwei parallelen Prozessen aufrechterhalten: Top Down: Insomnie -> Aufrechterhaltende Arousals, Bottom Up: Dysfunktion Schlaf Wach Regelkreise + Aufrechterhaltung emotionaler + kognitiver Veränderungen

=>>: Chronische Insomnie mit erhöhtem Risiko für Depression assoziiert, Insomnie häufiges Symptom bei Depression, Zentrales Element der psychophysiologischen Insomnie ist Annahme einer Übererregung (Hyperarousal) => Äußerung kognitiv, emotional / physiologisch

Depression: Interessensverlust, Schuldgefühle / Wertlosigkeit, wiederkehrender Gedanke an Tod / Suizid, Appetitverlust
Primäre Insomnie: Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, nicht erholsamer Schlaf, Ausschluss Depression

21. Unterschiede der wichtigen Unterformen der Insomnie (Psychophysiologische, paradoxe, anpassungsbedingte Insomnie) vom Symptom Ein- und Durchschlafstörung bei depressiver Störungen erkennen

 

Anpassungsbedingte akute (situativ / reaktiv bedingte) Insomnie: Schlaflsogikeit als unmittelbare Folge akuter äußerer psychischer und physischer Belastungen (KH Aufenthalt, finanzielle Sorgen), häufig
kürzer 4W, nicht öfter als 3 Nächte / W

Psychophysiologisch: häufige chronische Insomnie, ungenügender Schlaf + reduzierte Tagesleistungsfähigkeit
Erlernte / konditionierte Insomnie, ursprünglich Reaktion auf eine akute / chronische Belastung => Verselbstständigung, Begüstigt durch dysfunktionale Verhaltensweisen + Kognition
Teufelskreis: Erwartungsangst + schlechter Schlaf => man schläft schlechter ein, je mehr es herbeigewünscht wird
monotone Siutation: Oft problemloses Einschlafen
nicht durch andere somatische / psychiatrische Erkrankung erklärbar (primäre Insomnie), Wichtig: Abgrenzung von psychiatrischen Grunderkrankungen (Depression, Angststörung)
ABER: => Unzureichende Stressbewältigung + Problemlösekapazität, jedoch keine ausgeprägten psychopathologischen Symptome, die erlauben, eine psychiatrische Diagnose zu stellen

Paradoxe Insomnie: Fehlbeurteilung des Schlafzustandes
Schlaf subjektiv als sehr schlecht + wenig erholsam wahrgenommen, im Schlaflabor jedoch keine ennenswerte Schlafstörung objektivierbar
Schlafwahrnehmungsstörung / Pseudoinsomnie
Beschwerden || psychophysiologische Insomnie 

1. Richtungsweisende anamnestische Angaben und Untersuchungsbefunde bei Patienten mit depressivem Syndrom grundlegend psychopathologisch und differentialdiagnostisch nach ICD10 einordnen

 

Depression: gehört zu den weltweit häufigsten Erkrankungen, in allen medizinischen Fachdisziplinen
Screeing: Stimmung, Antrieb
Schweregrad der Depression => Fachärztliche Versorgung

Hauptsymptome: Gedrückte Stimmung, Interessensverlust / Freudlosigkeit, Antriebsmangel / Erschöpfbarkeit

Nebensymptome: Störungen der Konzentration / Aufmerksamkeit / Denkvermögen, Vermindertes Selbstwertgefühl + Selbstvertrauen, Gefühle von Schuld + Wertlosigkeit, negative + pessimistische Zukunftsvorstellungen, Selbstmordgedanken + -handlungen, Schlafstörungen, verminderter Appetit

Tageszeitliche Schwankung, idR morgendliches Stimmungstief + Früherwachen,
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust (>5% in einem Monat), verminderte Libido

2. Bei Patienten mit depressivem Syndrom auf Grundlage der Arbeitsdiagnose eine weiterführende Diagnostik (symptombezogene Ausschlussdiagnostik, standardisierte Testverfahren) planen

 

Diagnosestellung depressives Syndrom => Gezielte Diagnostik
=> Neurologische + internistische Untersuchung, RR, HF
Labor: BSG, BB, Elektrolyte, BZ, Leber- und Nierenfunktionsparameter, TSH, Vit B12, TPHA (Lues)
EEG, ggf CCT/MRT, ggf Dexamethasonshemmtest, Neuropsychologische Testung

Zusatzdiagnostik => Symptomatische Depression (Begleitdepression bei Hypothyreose) oder organische Depression (Parkinson, Apoplex, Demenz) nachweisen / ausschließen 

3. Auf Grundlage der Ergebnisse von Anamnese und Untersuchung bei Pateinten mit depressivem Syndrom eine Arbeitsdiagnose formulieren

 

Psychopathologische Befunderhebung, Biopsychosoziale Anamnese
Psychische Symptomatik: Gedrückte Stimmung, Interessesverlust + Anhedonie, Antriebsverminderung
Somatische Symptome: Schlafstörungen, Appetitverlust, Obstipation, Libidomangel, Kopfdruck, Schwindel, Engegefühle, Schmwerzen
Häufig primär mit somatischen Symptomen präsentiert => Erfragen Beschwerdebild zugrundeliegender psychischer Symptomatik 

4. Die Ergebnisse von Anamnese, psychopathologischem Befund, körperlicher Untersuchung und weiterführender Diagnostik bei Patienten mit Depression differentialdiagnostisch nach ICD10 einordnen und bewerten

 

Strukturierte + komprimierte Zusammenfassung Anamnese + psychopathologischer Befund
+ körperliche, paraklinische + apparative Befunde
=> Diagnostisches + therapeutisches Procedere 

5. Bei Patienten mit somatisierender Depression einen Plan zur medizinischen Betreuung, einschließlich einer allgemeinen und spezifischen Behandlung in Grundzügen erstellen und diskutieren
 

Leicht, Mittel: Ambulant Behandelt, Medikamentös, Psychotherapie, Multimodal
Schwer: Stationär, Medikamentös unbedingt, Psychotherapie, Multimodale Therapie

Bei somatischer Depression: Psychopharmakologisch, Psychotherapeutisch
+ somatische Beschwerden behandeln (zB Schmerzsymptome mit adäquater schmerztherapeutische Behandlung)

6. Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten der ambulanten Betreuung depressiver Patienten anhand von Fallbeispielen benennen

 

Depression: Häufig Präsentation mit somatischen Beschwerden

Zwei Fragen Test: Niedergeschlagen / Traurig / Bedrückt / Hoffnungslos? Lust- + Freudlosigkeit?
Jährlich 30% Menschen mit psychischen Erkrankungen
=> va Angst, Depression (eher f), Alkoholabhängigkeit (m)

Leichte Depression: 14 Tage Watchful Waiting -> Psychotherapie ODER Medikamente
Mittel: Psychotherapie ODER Medikamente
Schwer: Psychotherapie UND Medikamente
IMMER: Vorher Aufklärung / Psychoedukation, Partizipative Entscheidungsfindung!

Behandlungsraten zwischen 20-60%, Erkennensrate zwischen 45-60%
CAVE: Outcome unabhängig von Diagnosestellung! Behandlung und Erkennung genauso gut!
=> Stigmatisierung! Gefahr

Medikamentöse Therapie: Kein Goldstandard

Psychotherapie: Überweisung, Therapeutensuche + Terminvereinbarung, 5 Probetermine, Beantragen Psychotherapie bei der Krankenkasse + Konsiliarschein
Kurzzeittherapie (25 Sitzungen) oder Langzeittherapie (45-50 Sitzungen)
Verlängerung möglich
2 Jahresfrist vor erneuter Beantragung Psychotherapie

Konsiliarbericht

Somatische DD: Hyper / Hypothyreose, Herzinsuffizienz + Hypertensive Herzkrankheit, NW Antihypertensiva, Entgleisung DM, Tumorerkrankung, Demenz>
=> Demenz als Ausschlussdiagnose 

7. Hausärztliche Präventions- und Behandlungsstrategien chronischer Schmerzzustände für ausgewählte Beratungsanlässe (Rückenschmerz, Fibromyalgie, Arthrose) beschreiben

(1) => Arthrose, Rücken

Schmerzpat: Häufig (fast 20% bei Hausärzten) => Rückenschmerz, Arthrose / Arthritis, Kopfschmerzen…

Aktivierte Arthrose: Ruheschmerz, Anlaufschmerz, Schwellung, Rötung

Therapie?
NSAR: Beste Wirksamkeit (Analgetisch, Antiphlogistisch)
CAVE: Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, akutes Nierenversagen, Gastrointestinales Risiko
Diclofenac darf nach MI nicht mehr gegeben werden !
Paracetamol: Keine ausreichende Wirksamkeit; Metamizol: Gefahr Agranulozytose; Opiate: Hier schlechte Wirksamkeit, schlechte Verträglichkeit, Sturzgefahr; Coxibe: Kardiovaskuläres Risiko

Nicht Medikamentöse Therapie: Physiotherapie, Sport, Eigenübungen, Wärme, Linsenkneten, Ergotherapie, ggfs Überweisung Orthopädie, intraartikuläre Injektionen, OP

Chronische Schmerzen:
Prävention: Aktivierung, keine Medikalisierung, Psychosoziale Anamnese (Arbeitsplatz), kurzfristige Therapiekotnrollen, ggfs frphzeitige ambulante multimodale Rehabilitation

Gut: Physiotherapie, AU Verlängerung, Röntgen, Wärmeanwendungen, Muskelrelaxantien (keine wirksamen auf dem Markt), Psychotherapie, Akkupunktur
Schlecht: Opiate (wenn nur innerhalb multimodaler Therapie), Massage (fördert Passives Krankheitsverhalten)

Opiattherapie bei chronischen Schmerzen: 4-12W: Option bei diab PNP, Postzosterneuralgie, Arthrose, Rückenschmerz
>26W: 25% bei diab PNP, Postzosterneuralgie + chronische Rückenschmerzen
Keine Monotherapie, realistische Therapieziele, Therapiekontrolle
KI: Primäre Kopfschmerzen, Fibromyalgie, funktionelle + psychische Schmerzsyndrome

Behandlung Fibromyalgie, Zoster Neuralgie



Fibromyalgie: Kernsymptom: Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen, Schlafstörungen / nicht erholsamer Schlaf, Müdigkeit / Erschöpfungsneigung (körperlich / geistig)
teilweise überlappend mit somatoformer Schmerzstörung, aber nicht gleichzusetzen
Assoziation mit Depression mgl, aber nicht mit depressiver Störung gleichzusetzen

Diagnostik: Klinische Diagnose nach Klassifikationskriterien
=> Anamnese, KU + Ausschluss körperlicher Erkrankungen
Basislabor: BSG, CRP, BB, Kreatininkinase, Ca2+, TRH
Bei typischen Beschwerdekomplex + fehlendem klinischen Hinweis auf körperliche Erkrankungen keine weitere technische Diagnostik
Screening auf vermehrte seelische Symptombelastung (Angst + Depression)

Therapie: Patientenaufklärung (Legitimität der Beschwerden, funktionelle Ursache), körperliche und psychosoziale Aktivierung, körperbezogene Therapien (Ausdauertraining, Funktionstraining, Entspannungsverfahren), Multimodale Therapie (+ kognitive Verhaltenstherapie), zeitlich befristet Medikamente (Amitryptilin), keine NSAR, keine stark wirksamen Opiate
Langfristig Selbstmanagement

Schmerztherapeutischer Notfall: Post Zoster Neuralgie bei 20-25% aller Zosterinfektionen, bei 70% der über 70 Jährigen, rasche + adäquate Analgesie wesentlich zur Verhinderung der Neuralgie, brennender, bohrender Schmerz, einschießend, Berührungsempfindlichkeit, gel Juckreiz
=> Antivirale Therapie (Aciclovir), NSAID oft nicht ausreichend wirksam, neuropathischer Schmerz: Koanalgetika frühzeitig beginnen

Koanalgetika: Antidepressiva (Amitryptilin), ANtikonvulsiva (Carbamazepin, Garbapentin, Pregabalin), Patientenaufklärung (nicht zur Behandlung einer Depression / Epilepsie verordnet), einschleichende Dosierung, va bei älteren Pat, kurzfristige Evaluation von Veträglichkeit + Wirksamkeit (Wirkeintritt oft erst nach 10-14t)

First Line: TZA, SNRI, Pregabalin, Gabapentin
2nd line: Tramadol, Capsaicin
Third Line: Oxycodon
NNT zwischen 3 und 7

 

8. Placebo und Nocebo definieren und an jeweils einem Beispiel zuordnen
(1)
 

Placebo diskriminiert zwischen spezifischen und unspezifischen Therapieeffekten

Placebo: Ich werde gefallen
Pharmakologisch unwirksame Substanz: Kein spezifischer Effekt bezüglich des KH Verlaufs
Pharmakologisch aktive Substanz: Unreines Plazebo / Pseudoplazebo: Wirksam, aber kein spezifischer Effekt (fehlende Evidenz) bzgl des KH Verlaufs
Aktiver Plazebo: Kein spezifischer Effekt auf Indikation, stimulieren Hervorrufung typischer NW eines Medikaments

Problem Definition: Meist Tautologisch, Negativdefinitionen (Effekte, die wir nicht kennen = Plazebo)
=> Besser: Positiver Heilungseffekt durch den symbolischen Effekt oder der Bedeutung der Patientenintervention

Placeboeffekt: Arzt Pat Interaktion, Erwartungshaltungen von Patient + Arzt, Umgebungsbedingungen
Vermengte Effekte: Natürlicher KH Verlauf, statistische Effekte, Methodische Fehler

Placebo Reaktion: Gesamteffekt der Placebowirkung bestehend aus Placeboeffekt + Vermengten Effekten
Placebo Effekt: Nicht spezifischer psychologischer / psychophysiologischer therapeutischer Effekt, den ein Placebo hervorruft

Nocebo Effekt: Wenn og potentiell therapeutische Effekte sich in Beschwerden / Symptomverschlechterung ausdrückt

Nocebodefinition: Ich werde schaden
=> Gabe eines Placebos + Aufbau von Befürchtungen durch die therapeutische Maßnahme krank zu werden
=> Gegenstück zum Placeboeffekt, lange bekannt

Formen: Pharmazeutische Darreichungsformen, Interventionell operative Methoden
Anwendung: Klinische Forschung, Medizinische Praxis

Placebo + Nocebo (2)



Klinische Forschung: Ununterscheidbar (Aussehen, Geruch, Farbe), Form ~ Verum, Placebo, Pseudoplacebo und aktive Placebos
Pharmazeutisch: Tabletten, Salben, Infusionen…, Stationär > Ambulant, Injektionen > Tablette > Salbe
Scheinoperationen, Scheinprozeduren (Scheinakupunktur) (Penetrierend / nicht penetrierend)

Kontexteffekt: Behandlungscharakteristiken (Farbe, Größe, Form), Patient (KH und Therapieglaube, Angst, Adherence), Patient Arzt Beziehung (Suggestion, Reassurance, Compassion), Health Care Setting (Ambulant / Stationär, Raum), Arzt (Status, Geschlecht, Behandlungs- + KH Glaube)

Induktion von Erwartungen, Einfluss durch Studieninformationen

Placebo in Chirurgie: RCT: Arthroskopie mit 3 Hautschnitten + Lavage, Debridement / Nur drei Hautschnitte
=> Gleicher Effekt
Placebo vs Sham Verfahren
Akkupunktur: Wirksamkeit bei Kopfschmerz / Migräne nicht besser als bei Placebo, jedoch bei Gonarthrose + Rückenschmerzen
=> Bei Kopfschmerzen Placebo genauso wirksam wie Medikamententherapie

Variabilität ~ Zeit mit Patienten, Zuwendung, Empathie, Bedeutung, Erwartungshaltung, Konditionierung
=> Nicht nur Größe spezifischer Therapieeffekte wichtig, Größe unspezifischer Therapieeffekte wichtig (Komplexe Therapien)

Spezifischer Effekt = Gesamteffekt – Placebo Effekt (= unspezifischer Effekt)

Gesamteffekt wichtiger als spezifischer Effekt!!

9. Die Wirksamkeit und die Mechanismen von Placebo- und Noceboeffekten bei psychischen und Schmerzerkrankungen an Beispielen (zB zur Erwartungshaltung oder Arzt-Patienten-Interaktionen) erläutern
(1)
 

Psychologische Mechanismen: Konditionierung (unbewusstes Lernen), Erwartungshaltung + Belohnungssystem (Reaktion + Erwartung)
Lerneffekte, Erinnerung, Motivation, Reduktion von Angstgefühlen, Bedeutung von Verfahren

Konditionierung + Immunantwort: Zusammenwirken zentrales NS + peripheres IS bei Konditionierung, Insula + Amygdala wichtige Strukturen bei konditionierten Reduktion von AK Produktion

Erwartungshaltung + Belohnungssystem: Aussicht auf Belohnung regt Hirnzentren an -> Freisetzung Botenstoffe, Dopaminfreisetzung durch Aktivierung des Ncl Accumbens
=> Placebo bei Parkinson -> Dopaminausschüttung ins Striatum

Neurobiologische Mechanismen
Schmerz: Aktivierung endogener Opioide + Dopamine (Placebo), Aktivierung von Cholecystokinin + Deaktivierung von Dopamin (Nocebo)
Parkinson: Aktivierung Dopamin ins Striatum und Änderung der Aktivität von Neuronen in den Basalganglien + Thalamus
Depression: Veränderungen von elektrischen und metabolischer Aktivität in verschiedenen Hirnregionen (zB ventrales Striatum)
Angst: Änderung der Aktivität des vorderen Cingulären und Orbitofrontalen Cortex, genetische Varianten der Serotonintransporter und Tryptophanhydrolase 2
Abhängigkeit: Veränderung der metabolischen Aktivität in verschiedenen Gehirnregionen
Autonome Reaktion auf tiefe Hirnstimulation: Veränderung neuronaler Exzitatibilität in limbischen Regionen
Kardiovaskuläres System: Reduktion der beta adrenergen Herzaktivität
Respiratorisches System: Konditionierung von Opioidrezeptoren in Atemzentren
Immunsystem: Konditionierung von einigen Immunmediaotren (IL2, IFN Gamma, Lymphozyten)
Endokrines System: Konditionierung einiger Hormone (GF, Cortisol)
Physikalische Leistung: Aktivierung endogener Opioide + erhöhte Muskelarbeit
Alzheimer: Präfrontale Exekutivkontrolle + funktionelle Verbindung präfrontaler Areale
 

Wirkmechanismus Placebo / Nocebo (2)


Hirnareale: Klassisch Konditioniert (assoziativ, unbewusstes Lernen)
=> Subcortical: Hirnstamm (Vegetative Funktionen, Motorik, Erregung), Amygdala (Affektverhalten, emotionales Lernen, vegetative Funktionen), Hypothalamus (Integrationsorgan vegetativer Funktionen), Insula (Somatosensible, viszerosensible Reize)
=> Dopamin
Kognitiv Moduliert (mentalistisch, Reaktion auf Erwartung)
Cortikal / Subcortikal: Präfrontaler Cortex (höhere kognitive Funktionen, Selbstregulation), Tegmentum (Motorik, vegetative Funktionen), Ncl Accumbens (Belohnung, Aufsuchverhalten), Amygdala (Affektverhalten, emotionales Lernen, vegetative Funktionen)
=> Opioide, Dopamin, Choledystokinin, NO

Mechanismen des Noceboeffekts: Negative Erwartungshaltung, Hirnareale aktiviert bei erwarteten Schmerzen (Anteriorer Zingulärer Cortex, Präfrontaler Kortex, Insula)
Cholecystokinin als Mediator für Nocebo Schmerz
Verstärkung durch psychologische Erkrankungen (vermehrte Angst, Depressivität, Somatisierungsneigung) => zusätzliche NW
=> Noceboresponder identifizieren: Identifikation von Hochrisikopatienten: Vorher NW, mehr unspezifische Symptome, psychologische Symptome, Somatisierungsneigung

Wirkungsvoll va bei Schmerzerkrankungen, funktionelle + psychische Erkrankungen, Großer Kontext Effekt (Verabreichungsform, Farbe, Marke, Preis, Umgebungsfaktoren / Kultur / Diät / Rettungssystem / Gesundheitssystem / Arzt Pat IA), Komplexe Wirkweise
In therapeutischer Praxis sinnvoller Placebokontexteffekt ohne Placebogabe anzuwenden
Risiko Nutzen abwägen 

10. Die Zusammensetzung, den Ablauf und die Zielsetzung einer Schmerzkonferenz beschreiben

(1)

Schmerzkonferenz: Offene, Multidisziplinäre Patientenvorstellung
Strukturierter Ablauf: Aufklärung Patient (vor Konferenz)
Tatsacheneinführung (ohne Pat), Patientenbefragung + ggf Patientenuntersuchung, DD Diskussion (ohne Pat), Procederefestlegung (ohne Pat), Nachbesprechung Pat nach Konferenz

Patientenauswahl: Wiedervorstellungen, Erstvorstellung zur Therapiesynthese, Reevaluation nach längerer Therapie, für die Lehre / Forschung relevant, Reinforcement zur Edukation

Behandler: va Anästhesie, Schmerztherapie, Psychosomatik, Schmerzpsychologie, Neurologie, Orthopädie

Patient: Erstkontakt -> Schmerzkonferenz ca 22W, Alter ca 52, Schmerzdauer ca 10J, Behandlungsdauer ca 150t
=> va vorwiegend soamtischer NT Schmerz, somatisch + psychisch bedingter NT Schmerz, Psychisch mit Leitsymptom NT Schmerz

Häufig nach Rehamaßnahmen und schmerzbedingten OPs

Schmerzkonferenz => Mehr psychosomatische Therapie, mehr ambulante Psychotherapie, weniger invasive Verfahren bei psychischen Diagnosen

Pat mit LWS Schmerzen
=> Viele Behandlungen, alle ohne Erfolg
=> SES, PDI
Schmerzkonferenz: Diagnosen => Empfehlungen: Abschluss somatische Diagnostik, Verhinderung invasiver Therapieansätze, erweiterte psychologische Evaluierung, motivationales Training, ggfs multimodal  

Erheben: Sozialanamnese, Erwartungen,
Schmerzklassifikation nach MASK-P (Motorisch Verhaltensmäßig, Emotional, Kognitiv, Stressoren, Habituelle Persönlichkeitsmerkmale)
Psychopathologischer Befund, Beurteilung, Empfehlung

Risiko: Kommunikationsfehler
Fragetechnik (Frage -> Information, Fragestellen nicht immer kluges Verhalten, Patient hat Konzept, das er explizit erklären kann, häufig aber implizit und nicht bewusst zugänglich)

Patient als Black Box Konzept
=> ZUHÖREN! => Es fällt auf, das ein Bereich ausgespart wird

=> Erst wenn Ziel bekannt ist, lohnt sich gezieltes Nachfragen

Wer kein Ziel hat, sollte den Raum öffnen, damit der Patient sein vorborgenes Konzept enthüllt
=> Behandler muss Pat ins Erzählen bringen + Erzählraum öffnen

Risiko konventionelle Edukation: Motivational Interviewing: Coaching statt Advice

Schmerzkonferenz (2)



Gesprächsführung bei chronischen Schmerzpatienten:
Kooperation vs Konfrontation: Würdigung Kenntnisse / Einstellungen des Patienten vs argumentative Beweisführung
Evokation vs Edukation: Ressourcenorientierte Verstärkung vs Vorgaben durch Experten
Autonomie vs Autorität: Fähigkeit des Pat zur Selbstbestimmung vs Therapeut in alleiniger Expertenrolle
=> Änderung von Einstellung + Verhalten => Selbstmanagement

Bausteine Multimodale Behandlung. Medizinische Behandlung (Medikamente, MT),
Information + Schulung (biopsychosoziales KH Modell mit Bezug zur individuellen Problematik),
Konsequente Steigerung der körperlichen Aktivität (+ Motivierungs- und Beratungselemente für Alltagsaktivitäten, nach Quotensetzung + orientiert an verhaltenstherapeutischen Prinzipien),
Psychotherapeutische Behandlungsmaßnahmen (Veränderung maladaptiven KH Verhaltens, Verbesserung der Fähigkeit zur Wahrnehmung von Körpersignalen, Stärkung von Ressourcen im Umgang mit Schmerz / Beeinträchtigung, Erlernen von Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken, ggfs störungsorientierte Einzeltheraie)
Arbeits- / Berufs- / Alltagsorientiertes Training (unter Einbezug ergotherapeutischer Maßnahmen)
Ziel: Selbstmanagement: Hinführung, Akzeptanz, Verinnerlichung + zukünftige Umsetzung des Konzepts
=> Eigenverantwortliches Handeln für sich, seinen Körper + seine Rückenschmerzen
=> Behandlung ist nie beendet!

Indikatoren für Chronifizierung erkennen: Negative Kognitionen, erhöhte Aufmerksamkeit für körperliche Symptome, ängstliche / depressive Reaktionen, passive Bewältigungsstrategien, sozialer Rückzug, Abhängigkeitsvorgeschichte, Konflikte in Familie und Arbeitsplatz, Schuldattributionen, Somatische Kausalität, Zielkonflikte

Multidisziplinäre / Modale Therapie: Arzt, Psychotherapie, Physiotherapie + andere

Lernen