Vorlesung


N. M.
Diese Lernkarten bieten einen universitären Einblick in die Mechanismen der Evolution und Ökologie. Sie behandeln zentrale Konzepte wie natürliche Selektion, Artbildung und Anpassung, wobei Beispiele wie Darwins Finken und die adaptive Radiation afrikanischer Barsche vertieft werden. Die Karteikarten eignen sich für Studierende der Biologie, die die Prozesse der Evolution und die Interaktionen zwischen Organismen und ihrer Umwelt verstehen möchten.
Flashcards
25
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
27.01.2017 / 12.02.2017

Flashcards

Evolution

Prozess auf dem das Leben der Erde basiert

Missing links

Zwischenform- Überleitung von einem Organismus zu einem anderen

zB Archaeopteryx (Dinosaurier vs. Vogel)

Evolution der Feder

gleiches Material wie Schuppen bei Reptilien

viele Raub- Dinosaurier hatten Federn - Entwicklung Flugfähigkeit

Evolutionstheorie

Charles Darwin (1858): Entwicklung der Arten aus gemeinsamen Vorfahren

Genotyp, Phänotyp

Genotyp: Erbbild eines Organismus, individuelle Satz von Genen 

Phänotyp: Erscheinungsbild: Summe aller ausgeprägten Merkmale

 

Darwin und Vallace: Variation

- Unterschiede der Individuen im Phänotyp

- Darwin: Postulation eines Vererbungsmechanismus

-zB Hund: einzelne Rassen können sich physikalisch nicht mehr fortpflanzen- seperate Arten: ARTBILDUNG

Selektion

Prozess in einer Population, Mechanismus der Evolution:

-mit Variation bzgl Phänotyp

-Zusammenhand Merkmalsausprägung und Reproduktionserfolg oder Überleben (Fitnessunterschiede)

-mit Vererbung von Eltern zu Nachkommen

Mutation

Mutation im Genotyp führt zur Merkmalsausprägung - mehr Energie = erhöhter Reproduktionserfolg = erhöhte Fitness

 

Fitness

Erfolg der Weitergabe der eigenen Erbinformation

-entscheidend ist der relevante Selektionsmechanismus

Typen von Selektion

-Selektion kann Merkmale eines Organismus verändern

1. Stabilisierend: typische Merkmale werden verstärkt, die vom Mittel abweichenden Organismen werden in ihrer Fitness verringert- verschwinden 

2. Gerichtet: Ein Typ der vom Mittel abweicht hat Fitnessvorteile- Verschiebung der Population im Phänotyp

3. Disruptiv: Mittlere Typ bekommt durch Veränderungen Nachteile - schnell entstehen 2 Arten

Künstliche Selektion

Sonderfall der natürlichen Selektion

Mensch wählt zielgerichtete Varianten- Fitnessvorteil durch Zucht

Natürliche Selektion durch Mensch

zB Pestizide als Selektionsdruck der Umwelt auf einen Organismus

-gibt aber Varianten die höhere Resistenz haben als andere (Selektionsvorteil)

Beispiel: Mönchsgrasmücke- Veränderung der Überwinterungsgebiete durch Fütterung

Adaptive Radiation

Aus einer Form im Laufe vieler Schritte bildet sich eine ganze Gruppe von Arten die sich in eine neue ökologische Nische einpassen

zB Kleidervögel Hawaii (Schnabelanpassung an Ernährung)

Beweise durch fossile Funde

Darwins Finken

Darwinfinken von Galapagos: Schnabelanpassung an unterschiedliche Ernährung

Ressource beeinflusst die Stärke der Veränderung

Ausweichung von Konkurrenz - verantwortlich für ökologische Einnischung und Phänotyp

beteiligte Prozesse: Auswanderung Teilpopulation- genetischer Drift, Prozess wiederholte sich innerhalb der Inseln, Konkurrenz um Ressource- sympatrische Artbildung

Koevolution

Prozess der wechselseitigen Anpassung zweier stark interagierender Arten aufeinander 

zB Blütenpflanzen und Bestäuber: formen haben sich aneinander adaptiert

fortdauender Prozess

Ergebnis: Koadaptionen

Koevolution: Beispiel

Kolibri will Nektar mit geringem Energieaufwand - je länger Schnabel desto einfacher erreicht er Nektar

Blüte will nicht zu viel abgeben - langer Sporn sodass Vogel nicht dran kommt 

INTERESSENKONFILKT - lange Schnabel und lange Spornen

Red Queen Effect

ständige Veränderum um Angepasstheit aufrecht zu erhalten ohne sie zu erhöhen

Umweltprobleme durch Selektion in Habitaten : evolutives GG

Sexuelle Selektion

Geweih von Hirschen : Überzeugung der Weibchen von Fitness: Statussymbol - Weibchen trägt zur weiteren AUsprägung bei 

Weibliche Gameten: erhöhen Ressource: Selektion auf Qualität

Männliche Gameten: werden zahlreicher: Selektion auf Quantität

Spermienkonkurrenz

Weibchen will Fitness maximieren : lässt sich von Territoriumshaltern begatten

Männchen versucht Vaterschaft sicher zu stellen : entfernt Sperma vom Vorgänger zB Libellen

Radiation afrikanischer Barsche

Natürliche Selektion: Einnischung unterschiedliche Habitate und Anpassung an Futter

Sexuelle: unterschiedliche Färbungen durch Weibchen

sehr schnelle Evolution - abhängig von Generationszeit

Genetischer Drift

erhöhte Mortalität durch Umweltänderung

Auswanderung oder Isolation einer Teilpopulation

zufällige Veränderung des Genpols einer Art 

Artbildungsprozesse

Allopatrische Artbildung: Geographische Barriere- Periphere Verinselung zB Schimpansen durch Kongo Fluss

Sympatrische Bildung: überlappende Populationen zB Kentia Palmen (2 Arten von Palmen die sich im Habitat und Phänologie unterscheiden)

Klassifizierung von Stillgewässern: Produktivität und Nährstoffe

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Oligotrophe Seen: geringe Produktivität, Nährstoffarmut, tief

Eutrophe Seen: hohe P, viel N, oft flach

Hypertrophe See: eutrophe Seen mit anthropogenem Einfluss

Dystrophe Seen: Gerine P, eingeschwemmtes Pflanzenmaterial 

pH-Wert von Stillgewässern

meist im neutralen Bereich 

saure Seen: Moorseen meist 3-5 (aber angepasste Pflanzen und Tiere)

Vulkansee: unter 3 : Bakterien und Archaeten 

Zusammenfassung Klassifizierung von Stillgewässern

Große, tiefe Seen: Baikal See, Lake Superior

Flachwasserseen: kleine oder flache große Seen zB Victoria

Künstliche Seen: Stauseen, Teichanlagen 

Altwässer: Gewässer im Bereich von Flussauen 

Sümpfe: Auengewässer oder späte Sukzessionsstadien von Flachwasserseen

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