KTOP - FH St. Gallen
Organisation und Personalmanagement in der Krise
Organisation und Personalmanagement in der Krise
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Lernkarten
Welche Turnaround-Massnahmen gibt es?
Strategische Massnahmen
- Global Recovery Strategie
- Unternehmensstrategie
- Geschäftsfeldstrategie
Ertragswirtschaftliche Massnahmen
- Umsatzsteigerung
- Kostensenkung
Finanzwirtschaftl. Massnahmen
- Innenfinanzierung
- Aussenfinanzierung
Organisatorische Massnahmen
- Austausch Management
- Ablauf- und Aufbau- organisation
Welche Phasen hat der Veränderngsprozess nach Lewin
Auftauen (unfreezing) --> Verändern (moving) --> Stabilisieren (refreezing)
Kritische ausernandersetzung mit dem Model von Lewin (Positiv / Negativ)
Hilfreich
- plastisch, pragmatisch, einfach
- Zyklus-Modell Wandel erfolgt in verschiedenen Phasen
- Auftauphase: Wichtigkeit der Veränderungsbereitschaft wird Rechnung getragen
Weniger hilfreich (Kritik)
- Wandel als ‚störende‘ Episode, die überwunden werden mus
- Zielzustand liegt in der Stabilität
- Stabilität ≠ Fähigkeit zu kontinuierlicher Veränderung oder rasches Reagieren auf unerwartete Veränderungen
- Idee, dass Wandel einfach geplant werden kann
Welche Arten von Wandel gibt es
- Wandel erster Ortnung
- Wanderl Zweiter Ortnung
Was sind die Eigenschaften eines Wandels erster Ordnung
- Wandel in einer oder wenigen Dimensionen
- Wandel auf einer ebene
- Wandel in ein oder zwei verhaltensaspeckten
- quantitativer Wandel (z.b: Optimierung)
- Kontiunierlich, Verbesserungen und Entwicklung in der selben Richtung
- Inkrementale Veränderung
- Logisch und Rational
- Verändert nicht die vorhandene Weltsicht / das Paradigma
- Innerhalb des vorhandenen Zustands des Seins (Denken und Handeln)
Was sind die Eigenschaften eines Wandels zweiter Ordnung?
- Mehrdimensionaler Wandel, der viele Komponenten und Aspekte einschliesst
- Wandel auf allen Ebenen
- Wandel in allen Verhaltensaspekten (Einstellungen, Normen, Werte, Wahrnehmungen, Annahmen, Weltbilder, Verhaltensweisen)
- Qualitativer Wandel
- Diskontinuierlich, Veränderung in eine neue Richtung
- Revolutionäre ‚Sprünge‘
- Zunächst ‚irrational‘, basiert auf einer abweichenden, anderen Logik
- Führt zu einer neuen Weltsicht, einem neuen Paradigma
- Führt zu einem neuen Zustand des Seins (Denken und Handeln)
Wie Definiert sich der Radikale Wandel nach zweiter Ortung von Levy & Merry?
- grundlegende Revolutionäre Änderung in der Organisation
- Radikaler Wandel in allen ebenen der Organisation
- Wandel in Strategie und Weltbildern
Was sidn die Gründe für einen Organisationalen (radikalen) Wandel?
- Reduzierung von Kosten (56%)
- Verbesserung von einer guten Performance zu einer sehr guten (great) Performance (50%)
- Zur Integration bei Unternehmenszusammenschlüssen (Merger & Acquisitions) (27%)
- Überwindung einer Krisensituation (27%)
- Aufholen gegenüber rivalisierenden Anbietern (25%)
- Aufteilung oder Ausgliederung von Unternehmensbereichen (14%)
- Vorbereitung auf Privatisierung oder Marktliberalisierung (6%)
--> d.h. obwohl extrem aufwendiger Prozess, wird er durchgeführt auch wenn das Überleben gar nicht in Gefahr ist
Was besschreibt das integrative Model von Levy & Merry?
Was sind dei eigenschaften der Triebkräfte des Integratieven Modells?
- Der ‚Wille zur Veränderung‘ bei der dominierenden Koalition
- ein ausreichendes Mass an ‚managerial slack‘ von verfügbaren (überschüssigen) Ressourcen im Management
- Aussendruck durch Marktveränderungen oder ‚stake holder‘ (Einflussgruppen)
- Wahrnehmung der Krise
Was sind dei eigenschaften der Prozess und Prozessphasen im der Organisationalen Transformation nach Lang, R. & Alt, R. ?
- Krise/Zerfall: bisheriges Paradigma ist nicht mehr erfolgreich, Krisensituation wird als solche erkannt
- Transformationsphase im engeren Sinne: neue Wahrnehmungen, Überzeugungen, Visionen als Grundlage der Neugestaltung sind am entstehen
- Transition- oder Übergangsphase: Umsetzung der neuen Ideen in Handlungspläne, Programme, Strukturen, Systeme
- Stabilisierungs- und Entwicklungsphase: Institutionalisierung der Änderungen, Stabilisierung und evolutionäre Weiterentwicklung durch ‚first- order‘change.
Welches sind die Prozessphasen in der Verädnerung?
Krise/Zerfall
- Verkrustung
- Versuche der Problembewältigung scheitern
Transformation
- Bruch mit den alten Weltbildern
- Verpflichtung zum Wandel
- Schaffen einer neuen Vision
(Destabilisierung; zuerst mir weichen veränderung auseinander setzen)
Transition- oder Übergangsphase
- Umsetzung der Ideen und Visionen in Programme,
- Implementierung
Stabilisierung und Entwicklung
- Institutionalisierung der Veränderungen
- Feinabstimmung und Absicherung
- Entwicklung
Wie sind die Strategien und Interventionen des Managments in der Transistion und Transformations Phasen?
Transition:
- bewusst zielorientierte und planmässige Änderung existierender Strukturen und Prozesse
- Vorgehen ist: rational-analytisch, schrittweise, pragmatisch
Transformation:
- Herausbildung eines völlig neuen Zustandes: Entdeckung einer neuen Sichtweise und Veränderung der Wahrnehmung, des Bewusstseins und der Einstellungen
- Vorgehen ist: offen, unstrukturiert und intuitiv.
-->Transformation und Transition sind komplementäre Strategien:
1. Grundlegende Schaffung von etwas Neuem
2. Feinabstimmung, Implementierung des Neuen
Welche Bedeutung hat das Managment im Turnaround prozess?
- Wandel zweiter Ordnung muss durch die obere Managementebene initiiert und implementiert werden
- nur dadurch werden erforderliche Ressourcen und hohe Priorität im Arbeitsalltag gesichert
- stark ausgeprägte Führungsfähigkeiten sind genauso wichtig wie
- visionäre Fähigkeiten
Drei grundsätzliche Rollen und Aufgabenbereiche für das Topmanagement
- Envisioning – Entwicklung und Vermittlung einer überzeugenden Zukunftsvision
- Energizing – Erzeugung und Aufrechterhaltung der notwendigen Energie und Engagement
- Enabling – Mobilisierung und Etablierung der für nachhaltige Veränderung notwendigen Ressourcen und unterstützenden Systeme
Wie Besschreibt sich das führungszentrierte Modell von Tichy & Devanna
Prolog: Externe Zwänge und Veränderungen als Auslöser für die Veränderungsnotwendigkeit
Akt I: Die Führung muss ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen
- Organisationale Ebene: Die Notwendigkeit für Wandel muss klar werden, kann jedoch zu Widerstand führen, Vermeidung einer ‚schnellen und einfachen Lösung‘
- Individuum: muss sich von allem lösen, was mit der Vergangenheit in Verbindung steht, z.B. alte Loyalitäten und Beziehungsgeflechte, Prozess der Desillusionierung oder Ernüchterung tritt ein
Akt II: Die Führung muss eine neue Vision kreieren
- Organisationale Ebene: Gemeinsame Erschaffung und Kommunikation einer ansprechenden Vision – erlebte Negativemotionen wie Frustration und Angst sollen in eine konstruktive Richtung gelenkt werden, Commitment für die neue Vision muss mobilisiert werden
- Individuum: formt für sich persönlich eine Sichtweise vom Ende und vom Neuanfang, sollte sich emotional für die Zukunft verpflichten
Akt III: Den Wandel institutionalisieren
- Organisationale Ebene: Neugestaltung und Wiederaufbau der organisationalen Architektur und dabei den Konzepten, dem Design und der Komplexität der sozialen Struktur Rechnung tragen, viel Kreativität ist gefragt, Motivation der Mitarbeiter ist zentral.
- Individuum: Neuanfang, mit neuen Plänen und neuer Motivation. Vorbereitung auf frustrierende Momente, die kommen, wenn alte Routinen durch neue ersetzt werden.
Epilog: Das Drama ist nicht beendet, sondern die ‚Revolution‘ beginnt von vorn.
Was sind die Lernstufen beim Manamgement von Übergangsprozessen nach Kimberly/Quinn?
- Restructuring: Prozess der Veränderung wesentlicher Elemente der Formalstruktur (z.B. Übergang von einer funktionalen zu einer divisionalen Struktur)
- Repositioning: Prozess der Veränderung der Marktposition (z.B. durch Einführung neuer Produkte)
- Revitalizing: Prozess der Veränderung des Verhaltensstils in einer Unternehmung (z.B. Einräumen grösserer Handlungsspielräume, Enthierarchisierung/empowerment, ‚Änderung‘ der Unternehmenskultur)
- Reviewing: Prozess der Veränderung grundlegender Weltbilder, kognitiver Bezugsrahmen, Interpretationsschemata (z.B. Entwicklung eines Konzepts der lernfähigen Organisation)
Was ist die Kritik an den Theorien des radikalen Wandels? der (OT)
- Prozess ist stark nach dem top-down Prinzip aufgebaut, die beim OE relativ wichtige Partizipationsforderung fällt weg
- entideologisierter und entpolitisierter Charakter des Konzepts trägt den organisationalen ‚Wirklichkeiten‘ keine Rechnung (vgl. irrationales Verhalten und Machbarkeits-Mythos)
- Neuigkeitswert der Theorien/Konzepte gegenüber anderen change management Konzepten kann in Frage gestellt werden (vgl. z.B. Lewins Phasen Modell)
- Allgemeinheit, Beliebigkeit: kaum konkrete Hinweise, wie Wandel tatsächlich zu bewältigen ist
- Überbetonung der Führung (vgl. Führungs-Mythos)
- Unterschätzung der Verhaltensrobustheit – speziell mit Hinblick auf Verhaltensskripts, Routinen und Loyalitäten (vgl. ‚drop your tools or you will die‘)
Was sind die Gemeinsamkeiten aller Modelle?
- keine einheitlichen Konzepte: je nach Modell / Theorieansatz dominieren unterschiedliche Phasen/Prozesse/‘Schlagwörter‘ (revitalizing, envisioning, transformation, transition, etc.)
- aber bei allen geht es um einen grundlegenden (revolutionären, radikalen) Wandel der gesamten Organisation als Reaktion auf eine wahrgenommene Krise
- alle beschreiben im Rahmen dieses Wandels unterschiedliche Phasen und Prozesse
- bei allen geht es neben der Veränderung der Struktur ganz zentral auch um eine Verhaltensänderung
- und alle propagieren einen Paradigm-shift: grundlegende Annahmen, Werte und Normen ändern sich
- dafür braucht es ganz besonders viel Energie, Motivation, commitment und eine gute Vision
- Bedeutung des Management und der Führung wird stark betont
Was sind die Probleme eines Funktonalen Organisation?
- Abteilungsdenken fürht zu Blockaden
- Interne Kommunikation zwischen Abteilungen funktioniert nicht gut
- Bereichsübergreifende Probleme werden ins Top-Managment geführt
Welche vorgänge beschreibt das Business Reengineering von Hammer & Champy?
- radikale Unternehmesnrestruckturierung
- Grüne-Wiese-Ansatz: Wie würden wir vorgehen, wenn wir noch einmal ganz von vorne beginnen würden
- grundlegendes Überdenken der Unternehmensprozesse, um Verbesserungen bei den Kosten, bei Qualität, Service, Zeit und Kundennutzen zu erreichen
- NEUBEGINN, d.h. völliges Überdenken der bestehenden Strukture
- Drei Schlüsselworte: fundamental, radikal, dramatisch
- Fundamental: bezieht sich auf Sinn und Zweck jeder Tätigkeit im Unternehmen und auf die Art und Weise wie sie durchgeführt wird
- Radikal: keine Optimierung bestehender Abläufe, sondern völliges Überdenken der Strukturen
- Dramatisch: Veränderung im Unternehmen, Steigerung der Effizienz in Quantensprüngen
Was sind die Changsen bzw. Risiken des Business Reegineering?
Chancen:
- Konzentration auf wettbewerbsrelevante Prozesse
- Radikalkur
- Quantensprünge‘
Risiken:
- Unübersichtliches Thema mit vielen Varianten
- Falsche Definition und Fokussierung der Geschäftsprozesse
- Optimierung statt Neugestaltung
- Umsetzung aufwendig (zu frühes Aufgeben)
- Mangelnde Beachtung der Belegschaft und ihrer Einwände/Ängste, da top-down ‚Bombenwurfstrategie‘
Wie Defineirt sich Outsourcing?
- Idee: Ausgliederung von Geschäftsfeldern (Supportprozessen), die nicht zu den Kernprozessen gehören
- kostengünstiger und strategisch vorteilhafter, wenn man sich auf Kernprozesse konzentriert und andere Aufgaben an spezialisierte Zulieferer abgibt
- Kernprozesse: wahrnehmbarer Kundennutzen, Unternehmensspezifität, schwer zu imitieren, nicht-substituierbar (d.h. Wettbewerbsvorteil)
- Beispiele: Informationsverarbeitung, Finanzbuchhaltung, Catering, Logistik, Gebäude-Management vgl. auch ‚make-or-buy‘ Argument
- Unterschiedliche Formen des Outsourcing: Inhouse-Outsourcing, fallweiser Zukauf von Fremdleistungen, Gründung einer am Markt tätigen Tochtergesellschaft, Gründung strategischer Allianzen
Was ist das Ziel von Outsourcing?
- Reduktion der Totalkosten / des gebundenen Kapitals
- Kosten sind planbarer
- Fokus auf Kernkompetenzen und Strategieziele (d.h. das ‚Kerngeschäft‘) Verbesserung der Effizienz (Fokussierung und Straffung der Prozesse)
- Fehlendes Fachwissen kann eingekauft werden (z.B. IT Spezialisten)
Was sind die Risiken von Outsourcing?
- Schnittstellenmanagement
- Servicequalität
- Abhängigkeit vom Outsourcing-Anbieter
- Kulturelle Unterschiede
- Kosten (Anbahnungskosten, Umstellungskosten, Kommunikations- und Koordinationskosten)
- Räumliche Trennung
Was sind wichtige Einflusfaktoren auf Outscourcing?
- Erfolgskriterium: Wahl des Outsourcing-Partners, Qualität der Dienstleistung/des Produkts (zur Kostenreduzierung wird oftmals an Qualität gespart)
- Voraussetzungen: Fachkompetenz, wirtschaftliche Stabilität, Möglichkeit der Rückübertragung
- Vertrag (inkl. SLAs = Service Level Agreements) beinhaltet oftmals Übernahme von bisherigen Mitarbeitern
- Widerstand dennoch i.d.R. gross: Arbeitsplätze, Einflussmöglichkeiten, Bequemlichkeiten, Kostenverschiebebahnhöfe und sonstige Nützlichkeiten für Mitarbeiter, Leistungsbezieher, Arbeitnehmervertreter und Führungskräfte fallen weg.
Wie unterscheiden sich Mergers und Acquisitions?
Merger: Verschmelzung zweier Unternehmen, keine wirtschaftliche und rechtliche Selbständigkeit mehr
Akquisition: Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem Unternehmen oder einem Unternehmensteil
Ziel: langfristige Wertsteigerung erfahren
Aber: ca. 50% aller M&As verlaufen suboptimal oder scheitern ganz
Welche ausmasse der Integration gibt es in einer M&A?
- Stand Alone - Autonomie des akquirierten Unternehmens bleibt erhalten.
- Vorteil: weitgehend störungsfreie Weiterführung des Geschäftsbetriebs,
- Nachteil: (keine) Kostensynergien nur in wenigen Bereichen; Unternehmenskulturen bestehen nebeneinander (unabhängig voneinander)
- Holding-Struktur - Autonomie bleibt ebenfalls weitgehend erhalten. Angemessen, wenn hoher Restrukturierungs- und Sanierungsbedarf. Unternehmen bleibt rechtlich eigenständig, ist aber weisungsgebunden.
- Vorteil: vergleichsweise problemlose Desinvestition möglich
- Nachteil: kaum Kostensynergien.
- Partielle Integration - Zusammenlegen von bestimmten Bereichen (bespw. mit weitgehend identischen Aufgaben), dadurch Harmonisierung und Vereinheitlichung von Teilbereichen.
- Vorteil: Synergiepotenziale.
- horizontale Übernahme (Unternehmen derselben Branche) --> Economies of Scale
- vertikale Übernahme (vor- /nachgelagerte Einheiten Wertschöpfungskette) --> Economies of Scope
- Vollständige Übernahme - schrittweise vollständige Zusammenlegung sämtlicher Bereiche der beteiligten Unternehmen
- Vorteil: intensiver Know-how Transfer, besseres Erreichung des Unternehmensziels, vollkommen neues Unternehmen, mit neuer Unternehmens- bzw. Leistungskultur,
- Nachteil: hoher Integrationsaufwand auf allen Ebenen (inkl. Risiken)
Welche Faktoren können den erfolg einer M&A's beeinflussen?
Motivation/Vorbedingungen
- Wertsteigerung (Marktmacht, Effizienz, Ressourcen Umverteilung)
- Finanzielles (Erhöhung Kreditwürdigkeit / Rentabilität, neue Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten)
- Selbstinteresse des Managements (Vergütung, Überheblichkeit)
- Umweltfaktoren (Unsicherheit, Regulierung, Imitation, Ressourcenabhängigkeit, Netzwerkverbindungen, Konsolidierungsdruck)
- Firmeneigenschaften (Erfahrungen mit Akquisitionen, Firmenstrategie und –position, Grösse ‚Global player‘)
Einflussfaktoren/ Moderatoren
- Vertragseigenschaften (Bezahlungsart, Vertragstyp)
- Managementeffekte (Anteilbesitz, Vergütung, Erfahrung, Persönlichkeit)
- Firmeneigenschaften (Performance, Grösse, Akquisitionserfahrungen)
- Umweltfaktoren (Regulierungen)
Nachgelagerte Bedingungen
- Finanzielle Indikatoren (Aufpreis)
- Fluktuation (Management)
- Reaktion Kunden/Gläubiger
Was ist das ziel einer Post-Merger-Integration bei einer M&A?
- Ziel: die mit der Übernahme angestrebten Ziele sollen verwirklicht werden
- Massnahmen der PMI werden nach
- strategischen
- organisatorisch-strukturellen
- personellen und
- kulturellen (kann die andern stark beeinflussen)
Was ist das Ziel einer Analyse der unternehmensstrucktur bei einer M&A aktivität?
- Analyse des Selbstverständnisses, der Leitbilder und Grundsätze, Betätigungsfelder, Ausrichtung
- Status-Quo Analysen, z.B. SWOT Profile
- Harmonisierung der Unternehmenspolitiken
- Strategic Fit – Mass an Übereinstimmung zwischen akquiriertem und akquirierendem Unternehmen
- Ziel: Wertsteigerung
- Aber: Mehr als die Hälfte aller M&A-Projekte ergeben keinen Mehrwert bzw. scheitern ganz.
Eine zentrale Rolle dabei spielt die (ungenügende/falsche) Integration.
Was versteht mann unter einer Organisatorischen-strukturellen Integration bei einer M&A tätigkeit?
- Integration der Aufbauorganisationen – Ankopplung oder Reorganisation
- wichtige Aspekte: Zentralisierung vs. Dezentralisierung, Einlinien- vs. Mehrliniensystem, persönliche vs. unpersönliche Koordination
- Integration Ablauforganisation – Bewertung der Geschäftsabläufe (Qualität, Effizienz). Anpassung an das jeweils ‚bessere‘ System
- Ziel: Synergieeffekte
Was versteht mann unter einer Personalintegration bei einer M&A tätigkeit?
- Sorge um den Arbeitsplatz oder um das Fortkommen im neuen Unternehmen beeinträchtigt die Arbeitsleistung
- fehlgeschlagene personelle Integration oft Grund für gescheiterte Unternehmenszusammenschlüsse
- Personalbestandsanalyse: Zahl und Qualifikation der beschäftigten Personen
- Datenauswertung: Qualifikation, Leistungsfähigkeit und -bereitschaft, Potenzial und Motivation der Mitarbeiter
- Personalbedarfsanalyse: welche personellen Ressourcen (qualitativ & quantitativ) werden im Unternehmen benötigt?
- u.U. Stellenabbau – möglichst mit Vermeidung von Kündigungen (innerbetriebliche Versetzungen, Änderungen der Arbeitszeit, Pensionspläne)
- wenn Freisetzung: Outplacement-Massnahmen (mehr dazu im LB 3)
- Merger-Syndrom: Demotivierung auf Mitarbeiterseite
- zeitnahe und transparente Kommunikation der geplanten Personalmassnahmen: vertrauensbildend
Was versteht mann unter einer Kulturintegartion bei einer M&A tätigkeit?
- Analyse der bisherigen Unternehmenskulturen (Ist-Analyse)
- Artefakte: Verhaltensmuster (Anrede, Dresscode, Organisationsstruktur, Entlöhnungs- und Beförderungssysteme, Ausstattung der Büros, etc.)
- Werte, Normen und Grundeinstellungen können durch Fragebögen, Interviews, Dokumentenanalyse erkundet werden
- Zuordnung zu unterschiedlichen Kulturtypen (vgl. OCI – Organizational Cutlure Inventory)
- Definition der Soll-Kultur
- Clash of Cultures (‚Kulturkampf‘) oder Cultural Fit?
- Akkulturation, d.h. Zusammenführung von Elementen aus beiden Unternehmenskulturen oder eine Übernahme zugunsten von der bisher bestehenden
- statischer Ansatz (Ist-Soll, Fit Gedanke) vs.
- prozessorientierte Ansatz
- Beibehaltung der Unternehmenskulturen und Fokus auf cultural diversity
Wie kann man Kulturbewusstsein im Unternehmen schaffen?
Ansatzpunkte eines Bewusstwerdungsprozesses als erster Schritt einer Kulturgestaltung:
- Wie werden Ereignisse im Unternehmen interpretiert?
- Welchen Annahmen liegen Argumentationen und
- Entscheidungsprozessen zugrunde?
- Welche Prioritäten existieren in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens, die Wahrnehmung, Denken, Handeln und die damit verbundenen Gefühle beeinflussen?
- Wie kann man Automatismen von ihrem Ablauf her ins Bewusstsein bringen und reflektieren?
Was sind die Gründe für Personalfreisetzung?
- Ausserbetriebliche Rahmenbedingungen:
- Konjukturelle Schwankungen
- Strukturelle Veränderungen (Veränderung der eingesetzten Technolgie, zunehmende Konkurrenz)
- Betriebliche Rahmendbedingungen:
- Reorganisation
- Stardortverlegung
- Betriebsstillegungen
- Akquisitionen und Fusionen
- Personelle Rahmendbedingungen:
- Mangelde Übereinstimmung von Anfoderungen und Fähigkeiten
- Fehlverhalten, Intriegen, Mobbing
Welche Freisetzungsarten gibt es?
- Änderung
- Versetzungen
- horizontal
- vertikal
- Arbeitszeit- verkürzungen
- Überstundenabbau
- Kurzarbeit
- Urlaubsgestaltung
- Teilzeitarbeit
- kollektive Arbeitszeit- verkürzungen
- stufenweise Pensionierung
- Versetzungen
- Beendigung
- Indirekte Massnahmen
- Einstellungsstopp (natürliche Fluktuation)
- Nicht-Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen
- Kündigung / Nicht- Verlängerung von Personalleasing-Verträgen
- Direkte Massnahmen
- Aufhebungsverträge
- Vorzeitige Pensionierung
- Outplacement
- Entlassungen
- Indirekte Massnahmen
Was sind die Ziele einer Personalfreisetzung?
- Erhöhung der Rentabilität durch Reduzierung der Personalkosten
- Verschlankung von Prozessen
Was sind die Risiken einer Personalfreisetzung?
- Kostensenkungsziele/Einsparungen werden oft nicht erreicht
- Verlust von Kompetenzen und Know-how
- Gefährdung der Entwicklungs- und Wachstumschancen eines Unternehmens (Konjunkturaufschwung kommt früher als gedacht, Mitarbeitende fehlen)
- negative Auswirkung auf ‘Verbleibende’
Was sind die Negativen aspeckte einer Personalfreisetzung?
- Austrittskosten:
- Fehlzeiten:
- Vakanzen:
- Eintrittskosten:
- Abwanderung von Leistungsträgern:
- Einnahmeausfälle:
- Imageverlust:
- Gesundheitsrisiken: