Pharma


S. L.
Diese Lernkarten behandeln nicht-opioide Analgetika auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Wirkmechanismen, Pharmakokinetik und Nebenwirkungen von verschiedenen Analgetika wie COX-Hemmern, Kaliumkanalöffnern und nicht-sauren Analgetika. Medizinstudierende profitieren davon, um die Unterschiede und Anwendungen dieser Schmerzmittel zu verstehen.
Flashcards
11
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
16.01.2017 / 28.12.2025

Flashcards

Acetylsalicylsäure

KS 3 + IA + BV + HW + MT

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (saure antipyretisch-antiphlogistische Analgetika--> Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus:

- irreversible Hemmung der Cyclooxygenasen (Acetylierung)

--> PGE-Synthese fällt weg

-->verringerte Sensibilisierung der Nozizeptoren (-> analgetisch Wirkung)

--> außerdem antipyretisch (PGE2 erhöht Körperkermtemperatur)

Pharmakokinetik:

-Gabe: oral, (i.v.)    --> schnelle, fast vollst. Resorption im Magen / Dünndarm (cave: Säure-Falle)

-MT: im Magen rasche Spaltung durch unspezifische Esterasen

--> Esterhydrolyse zu Salicylsäure ( aktiver Metabolit, ABER reversibler COX Hemmer)

--> hoher first-pass Effekt von ca. 50%

-BV:50%

-HW: Salicylsäure --> 2-3h (niedrige Dosis); >30h (hohe Dosis)    --> metabolisiernde Enzyme abgesättigt

--> Acetylsalicylsäure: 15min

-renale Elimination  --> Dosisanpassung bei Nieren und Leberinsuffizienz

Interaktionen:
-Glucocorticoide: erhöhen das Risiko von GIT-Komplikationen z.T. dramatisch

-Probenicid: Verringerung der urikosurische Wirkung Ausscheidung saurer COX-Inhibitoren wird gleichzeitig verlängert

-Thrombozytenaggregationshemmer (z.B.ASS,Clopidigrel): Erhöhung des Risikos von GIT-Blutungen

-Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI;z.B. Citalopram, Fluvoxamin): Erhöhung des Risikos von GIT-Blutungen aufgrund der 5HT-Depletion in den Thrombozyten

- Saluretika: Abschwächung diuretischer Effekte

- Antihypertensiva: Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkungen

UNW:

-Lebertoxizität (--> Anstieg der Serumtransaminasen)

-GIT-Störungen/-Erosionen

-Hautreaktionen

-Nierenfunktionsstörungen

-Hemmung der Thrombozytenaggregation, kardiovaskuläre Komplikationen

-ZNS-Störungen

-Asthmaanfälle

 

Diclofenac

KS 3 + HW

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (saure antipyretisch-antiphlogistische Analgetika--> Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus

- nicht selektiver, reversibler COX-Hemmer

Pharmakokinetik

- rasche Resorption nach oraler Gabe

- hoher first-pass Effekt

- BV 30-80%

- komplexer Metabolismus (CYP, UGT)

- HWZ 1,5h

- >99% Plasmabindung

UNW

→ GIT-Störungen (Dyspepsien, Übelkeit, Erbrechen,Durchfall) /-Erosionen (Ulzerationen, Blutungen,Perforationen)

→ Hautreaktionen (Ausschlag, Jucken)

→ Nierenfunktionsstörungen

→ Hemmung der Thrombozytenaggregation

→ ZNS-Störungen (Schwindel, Kopfschmerzen)

→ Abnahme der Uterusmotilität

→ Kardiovaskläre Komplikationen (Myokardinfarkt,Herzinsuffizienz)

→ Erhöhung von Serumtransaminasen

cave: erst ab 15 Jahren anwendbar; kann im 3. Trimenon kontrainduziert (Frühzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus mögl.)

Ibuprofen

KS 3 + IA

Analgetika --> nicht opioide Analgetika (saure antipyretisch-antiphlogistische Analgetika--> Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus

-unselektiver COX-Hemmer

Pharmakokinetik

- fast vollständige Resorption im Dünndarm

- BV 80-100%

Ibuprofen liegt als Racemat vor (R(-) wird in S(+) umgewandelt --> S(+) biologisch aktiv)

-renale Elimination

Interaktionen

-hebt ASS-Wirkung auf

-Diuretika & ACE-Hemmer heben Wirkung auf

UNW

→ geringes Risiko GIT-Störungen (Dyspepsien, Übelkeit, Erbrechen,Durchfall) /-Erosionen im GIT (Ulzerationen, Blutungen,Perforationen)

→ Hautreaktionen (Ausschlag, Jucken)

→ Nierenfunktionsstörungen

→ Hemmung der Thrombozytenaggregation

→ ZNS-Störungen (Schwindel, Kopfschmerzen)

→ Abnahme der Uterusmotilität

→ Kardiovaskläre Komplikationen (Myokardinfarkt,Herzinsuffizienz)

→ Erhöhung von Serumtransaminasen

Indometacin

KS 1

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (saure antipyretisch-antiphlogistische Analgetika--> Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus

- unselektiver COX Hemmer etwas stärkere COX1 Hemmung

Meloxicam

KS 1

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (saure antipyretisch-antiphlogistische Analgetika--> Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus

- präferenzieller COX-2-Inhibitor

Celecoxib

KS 3 + IA

Analgetika --> nicht opioide Analgetika (NSAID--> saure Analgetika: Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus

- selektiver COX2-Hemmer

Pharmakokinetik

→ orale BV: 50-70%,

→ Plasma-HWZ 6-12 h

→ CYP2A9 Metabolismus (CAVE: Polymorphismus möglich)

Interaktionen

→ hemmt CYP2D6

--> Kann bei längerer Anwendung Wundheilungsstörungen verursachen

- CYP2D6 Substraten, über CYP metabolisierte Pharmaka

UNW

→ weniger gastrointestinale Komplikationen (Blutungen, Ulzerationen)

→ keine Thrombozytenaggreagtionshemmung

→ Infektionen der oberen Atemwege

→ Durchfall, Dyspepsien, Oberbauchbeschwerden

→ periphere Ödeme, Blutdruckerhöhung

→ Kardiovaskuläre Ereignisse (Schlaganfall, Herzinfarkt) da COX1 Wirkung mit Thromboxan A2 Bildung überwiegt

Parecoxib

KS 2

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (NSAID --> saure Analgetika: Anreicherung in saurem, entzündeten Gewebe)

Wirkmechanismus

- selektiver COX2-Hemmer

Paracetamol

KS 3 + IA + MT + EL

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (nicht-saure antipyretische Analgetika)

Wirkmechanismus

- COX-Hemmung

- Erhöhung der zentralen 5HT-Konzentration (unklarer Mechanismus)

Pharmakokinetik

-Rasche Resorption nach peroraler Gabe

-orale BV: 65-90%

-HWZ 2h

-hepatischer Metabolismus

--> 55% Glucoronidierung

--> 30% Sulfatierung

--> 4% unverändert

-teilw. CYP-Metabolismus (->Konjugation mit Glutathion; bei Erschöpfung des Glutathionpools kovalente Bindung an Leberzellproteine)

-renale Elimination

Interaktionen

- Antiemetika vom Typ 5-HT3-Rezeptor-Antagonist (Tropisetron, Granisetron)

-Probenacid

-Alkohol

UNW

-hepatoxisch

-nephrotoxisch (v.a. bei Langzeitanwendung)

-allerg. Reaktionen

-Muskelschmerzen

-Kopfschmerzen, Müdigkeit, vegetat. Symptome

- cave: Kumulation möglich

Metamizol (≙ Novalgin)

KS 3

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (nicht-saure antipyretische Analgetika)

Wirkmechanismus

1. Erhöhung der zentralen 5HT-Konzentration

2. Hemmung der COX

3. Hemmung der im ZNS nachgewiesenen COX3

4. Eingriff ins Cannabinoid-System

Pharmakokinetik

-orale Gabe --> Hydrolyse zu 4-Methylaminophenazon (MAA) im Magen /Darm

- weiterer Metabolismus

-renale Ausscheidung

UNW

- Agranulozytose

- Schock bei schneller Injektion

- Übelkeit, Erbrechen

Flupirtin

KS 2

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (Analgetika ohne antiphlogistische & antipyretische Wirkung)

Wirkmechanismus

- seletiv wirksamer, Kalium-Kanal Öffner (postsyn.)

--> aktiviert G-Protein gekoppelte einwärts gleichrichtende Kalium-Kanäle an Nervenzellen

--> Kalium-Ausstrom stabilisiert Ruhemembranpotential (--> erschwerte Aktivierung)

--> löst Muskelverspannungen (--> Förderung der Ca-Aufnahme in Mitochondrien)

1. Analgetikum ohne antipyretische und antiphlogistische Wirkung

Zentral analgistisch und muskelrelaxierend bindet nicht an OpioidRP und hemmt PG Synthese erst in Hoher Dosis

Indikation: Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen,Hexenschuss, Dysmenorrhoi Spannungskopfschmerz Tumorschmerzen

2.Selektiver neuronaler Kaliumkanalöffner à Hyperpolarisation der Zelle

Dadurch Hemmung der NMDA Rezeptoren (indirekter NMDA Rezeptorantagonist)

à Weiterleitung aufsteigender nozizeptiver Impulse gehemmt

Ziconotid

KS 2

Analgetika --> nicht-opioide Analgetika (Analgetika ohne antiphlogistische & antipyretische Wirkung)

Wirkmechanismus

-Conotoxin

--> inhibiert selektiv und reversibel neuronale (N-Typ-) Kalziumkanäle (präsyn.)

--> intrazelluläre Kalziumkonzentration sinkt

Study