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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 16.01.2017 / 26.09.2017
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Komplexität und Haltepunkte

8. Definieren Sie den Begriff Haltepunkt und nenen Sie Beispiele dafür

sind Orientierungsmöglichkeiten. Gibt einen gewissen Anhalt, damit wir wissen, welche Möglichkeiten wir haben, etwas zu tun.

→  Orientierungsmöglichkeiten; machen uns handlungsfähig in einer gewissen Situation

→  verringern Komplexität

Sind jedoch nicht steuerbar, da zu viele variable Faktoren beinhaltet sind.

Beispiele:

  • Schulregeln, Anweisungen

  • Ausbildungsinhalte

  • Das Team als Rückhalt, Kollegium zum Austauschen, Tipps einholen.

  • Gesunder Menschenverstand, persönliche Haltung, Alltagstheorie

  • Schulgebäude an sich, Räume usw.

  • Gesetzgebungen, Lehrpläne
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Komplexität und Haltepunkte

9. Was lösen Änderungen von Haltepunkte aus und was bedeutet es für die Pädagogik?

Führen oft zu Krisen und Auseinandersetzungen. Es braucht oft eine Neuorientierung, aus diesem Grund ist es auch so schwierig, sich an ein Haltepunkt zu orientieren.

Bedeutung für Pädagogik

Da Haltepunkt sich verändern können, kann man in der Pädagogik nicht von einer einfachen Disziplin reden (Vergl. Naturwissenschaft/erwiesene Wissenschaft)

→ Perspektivität, Einzigartigkeit der Situationen, Dynamik

  • Handlungswissen ≠ Handlungsanleitung!

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Menschenbilder

10. Was sind Menschenbilder?

Menschenbilder sind zeit- und gesellschaftliche Werte und Normen nach denen wir leben und beurteilen; Selbstinterpretation der Menschen.

Beispiel Emo: Schwarz gekleidet und geschminkt → Vorurteil: depressiv, selbstmordgefährdet, borderline syndrom.

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Menschenbilder

11. Nennen Sie den Bezug von Menschenbilder zu autobiographische Perspektive.

Eigene Wahrnehmung von Menschenbilder überdenken, damit man SuS möglichst objektiv (bzw. ohne Vorurteile) behandelt.

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Menschenbilder

12. Menschenbilder haben Einflüsse auf Lehrpläne. Wie wird das Menschen bild im LP21, Rudolf-Steiner- und SVP-Lehrplan beschrieben?

LP21: Der Mensch ist ein entdeckendes Wesen. Der Mensch muss viel können. Die Erwartungen an die Lehrperson sind sehr hoch.

Rudolf-Steiner: Der Mensch hat einen eigenen Willen. Er ist ein Sinneswesen. → Wollen, Empfinden, Denken

SVP: Das Kind ist ein Objekt. Es soll so viel wie möglich leisten. Es gibt gute, schlechte, faule, freche,... Kinder. Die Erziehung ist Sache der Familie, nicht der Schule. Diese kümmert sich um die Bildung.

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Menschenbilder

13. Erläutern Sie die Begriffe Anlage & Umwelt

Anlage: Kind hat alles in sich drin (Z.B. genetische Veranlagung). Man soll so wenig eingreifen wie möglich in der Erziehung. (Gärtner)

  • Gärtner (setzt auf Anlage): Erziehung als natürlich angelegter Entwicklungsprozess →  Steiner, Montessori, Key

Umwelt: Kind kommt als “tabula rasa” auf die Welt. Es ist “gut”/ ein weisses Blatt Papier. Die Erziehung macht aus dem Kind ein Mensch → Das Kind ist Formbar. (Bildhauer). Alltagserfahrungen und Umwelt prägen das Kind.

  • Bildhauer (setzt auf Umwelt): Kind als tabula rasa →  John Locke, Rousseau, Watson (=viel Vertrauen in Erziehung)

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Menschenbilder

14. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Menschenbilder, Anlage und Umwelt.

z.B. Steinbrocken (Bildhauer) = Menschenbild

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Anthropologie: Lehre des Menschen

15. Nennen Sie die 2 anthropologische Thesen und erläutern Sie diese.

Erziehungsbedürftigkeit: Die Notwendigkeit des Lernens und der Erziehung

  • Physiologische Frühgeburt → Der Mensch als Mängelwesen.

  • Bildsamkeit ermöglicht das Überleben des Menschen

  • Man kann noch nicht herumrennen, wenn man auf die Welt kommt

Erziehungsfähigkeit: Die Voraussetzung, dass man Verhaltensweisen dauerhaft ändern kann.

  • Der Mensch ist Lernfähig (und Prägbar)