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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 16.01.2017 / 26.09.2017
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Medien

36. Was sind Medien?

- Zeichensysteme

- Zeichensymbole

- Schrift, Bild, Bewegbild

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Medien

37. Was ist bei Medien zu beachten?

Medien hat nicht auf alle die gleiche Wirkung

Bedeutend ist nicht die Darstellung in den Medien, sondern was die Kinder daraus verstehen.

Es gibt keine allgmeine Verbindung z.B. Horrormovies machen gewaltsam, Fernsehen macht aggressiv

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Medien

38. Was bedeutet Medienkompetenz?

… nötige Voraussetzung für mündigen Umgang mit Medien

Wissen über die Funktion, den Aufbau oder die Struktur von Medien besitzen

reflexiv und kritisch damit umgehen

sie kreativ zu nutzen und selbst zu gestalten

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Medien

39. Welche Kompetenzen werden dabei gefördert?

Technische, soziale

Kompetenz zum persönlichen Wissensmanagement

Kritikfähigkeit

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Medien

40. Was sind die Entwicklungsstufen und was ist dabei zu beachten?

Medienkompetenz ist auch eine Frage der Entwicklungsstufe.

Z.B. sagt man, dass bis 4 Jahre ein Kind das Konzept des Fernehers noch nicht versteht (z.B. was passiert wenn ich den Fernseher aufmache? - Pferd rennt aus dem Fernseher)

Danach können SuS bereits Werbung und Programm auseinanderhalten, jedoch bis zum 7. Lebensjahr die Werbeabsicht noch nicht erkennen (Z.B. die Manias im Migros)

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Medien

41. Erläutern Sie die Aussage: Gesellschaftliche Werte und Normen vs. Medienpädagogik

Es geht bei der Medienpädagogik nicht nur darum, das fachliche in Bezug auf Medien im Unterricht einzubringen, sondern diese auch mit den gesellschaftlichen Werten und Normen zu verbinden

  •  Es reicht nicht einen restriktiven Umgang mit Medien für die Jugend vorzuschreiben, es braucht die Auseinandersetzung mit Themen der Jugend. Auch mit Ängsten, Vorurteilen, Werten, Normen usw.
    Keine Sender-Empfänger, Ursache-Wirkung Haltung.

  • Durch aktive Auseinandersetzung mit Medien und Medieninhalten die Kinder kompetent machen.

  • Medien sind weder gut noch schlecht: Gesellschaftliche Debatte neigt zur Verteufelung/Idealisierung

  • Teilnahme Kultur erfordert Beherrschung kulturrelevanter Zeichensysteme (Vygotszki 1978)

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Medien

42. Erläutern Sie die Begriffe Edutainment und Infotainment

 

 

Edutainmeint: Kombination zwischen Education und Entertainment. Edutainment hat Absicht Wissen zu vermitteln

- spielerische Aspekte werden mit Lerninhalt verknüpft (z.B. Sesamstrasse)

Infotainment:
soll Rezipienten sowohl informieren als auch unterhalten. Oft geht es darum, komplexe Sachverhalte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf unterhaltende Weise zu vermitteln. (Bsp. Galileo, Wissenssendungen)

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Normalität

43. Was bedeutet Ordnung in der Schule? Nennen Sie die Möglichkeiten, in der man in der Schule ordnen kann.

Ordnung ist eine individuelle Sache, die von Person zu Person anders sein kann.

- Kategorien

- Ordnung nach Differenzen (horizontal/vertikal)

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Normalität

44. Was sind Kategorien in der Schule? Nennen sie die Beispiele dazu.

Kategorien sind Haltepunkte. Wir brauchen das (das System braucht es) um agieren zu können.

  • Jahrgänge

  • Alter

  • Leistung

  • Geschlecht

  • Grösse

  • Zimmerordnung/Pultordnung

  • Inhaltliche Kategorien
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Normalität

45. Was sind horizontale Differenzen? Nennen Sie Beispiele dazu

Komplementär z.B. gross/klein, schwarz/weiss, gut/schlecht

Grundprinzip sind sie ungleich, aber sind gleich wertig.

  • Sie sind also horizontal gleichwertig.
  • Durch Gesellschaftsnormen werden diese Grunddualismen aber nicht mehr gleichwertig (z.B. Mann und Frau).
  • Schule stark von solchen bewerteten Differenzen und Kategorien geprägt.

Ist “besser - schlechter” die Leitdifferenz im Erziehungsbereich? schon die Absicht zu erziehen kann gar nicht verkündet werden, ohne dass der Erzieher sich zu einer Differenz von besser und schlechter bekennt.

 

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Normalität

46. Was sind vertikale Differenzen? Nennen Sie Beispiele dazu

 

Es gibt Rangeinteilung, Skalierung, Hierarchie und wird auch mit einer sozialen Differenzierung verbunden (Mittelstand, Unterschicht usw.)

  • Diese Skalierungen sind meistens automatisch wertend.
    • Z.B. Organigramm: Schulleiter, Lehrer, Schüler)
    • Klassenclowns oder Alphatiere (In der Gesellschaft steht der Klassenclown aber unten. Sie sind nicht schlecht, aber in der Gesellschaft nicht so erwünscht.)
    • Benotung (Die Wertigkeit in DE sind z.B. anders). Gelten also nicht global.
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Normalität

47. Was ist Normalität? Nennen Sie Beispiele dazu.

Normalität ist eine Beschreibung einer Idealvorstellung. Jene, die dem nicht entsprechen, werden ausgeschlossen.

→ Normalitätskonstrukt

Z.B. Pestalozzi und Rousseau haben auch Idealvorstellungen und diese Vorstellungen sind heute immer noch in der Pädagogik verankert.


Kinder kommen heterogen in die Schule. Durch die Normalisierung/Klassifizierung (z.B. Kinder in Klassen einführen) schaffe ich die Kategorisierung (Leistungskategorien), mit der wir Kinder beschreiben, erkennen und stigmatisieren.

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Normaliät

48. Was bewirkt die historische Perspektive?

Die historische Perspektive bewirkt, dass wir über uns hinauswachsen können. Wir können reflektieren, ändern, lernen. Was ist möglich bzw. nicht möglich?

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Normalität

49. Problemkinder

Um eine Statistik über die blödsinnigen, schwachsinnigen oder ausgesprochen Schwachbefähigten Kinder in der Schweiz zu erstellen, führte man eine Befragung mit einem Fragebogen in der ganzen Schweiz durch.

 

Bewertungen wurden früher nicht mehr von Lehrern gemacht, sondern von Ärzten.

Es wurde kritisiert, dass die Kinder überhaupt kategorisiert werden: Es werden Einheitsköpfe gebildet und nicht mehr die unendliche Schönheit des Menschen und Naturlebens.

Idiotie und Schwachsinnig war früher die Fachsprache (Expertenwissen), was wir heute als ADHS bezeichnen.

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Normalität

50. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Normalität und historischen Bezug

Was “normales” oder “anormales”, “funktionales” oder “dysfunktionales”, “gutes” oder “blödes” Verhalten ist, kann nicht abstrakt bestimmt werden, sondern bezieht sich immer auf einen konkret-historischen Bezugsrahmen.

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Autobiographische Perspektive

1. Erläutern Sie die autobiographische Reflexion. Wozu dient es?

- Blinde Flecken aufdecken: Durch die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen in der eigenen Schulzeit, kann ich mein jetziges Handeln verstehen und mich dabei nicht von eigenen Erfahrungen beinflussen lassen.

- Aufdecken von Alltagstheorien -> Möglichkeit zum Weiterentwickeln und abgrenzen von wissenschaftlichen, professionellen Theorien und Haltungen.

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Autobiographische Perspektive

2. Nennen Sie ein Beispiel für Alltagstheorien.

Jeder hat das Gefühl unterrichten zu können, weil sie selber in die Schule gegangen sind.

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Autobiographische Perspektive

3. Welche Perspektiven können eingenommen werden?

Perspektivewechsel:

- Schüler (z.B. was denken Schüler, was eine gute Lehrperson ausmacht?)

- Eltern

- Lehrpersonen

- Gesellschaftliche, politische, wissenschaftliche, religiöse Perspektiven

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Komplexität und Haltepunkte

4. Erläutern Sie den Begriff einfach

Eine Aufgabe, die sich ohne Anstrengung lösen lässt, wenn die entsprechenden Regeln bekannt sind

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Komplexität und Haltepunkte

5. Erläutern Sie den Begriff kompliziert

Problem lässt sich lösen mit gewissem Lösungsweg; z.B. Ikeamöbelstück oder mathematisches Problem

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Komplexität und Haltepunkte

5. Erläutern Sie den Begriff komplex

Die Komplexität hat etwas mit unbekannten Regeln und Dynamik (Veränderungsprozess) und Existenz von mehreren Momenten (Aspekten oder Menschen) zu tun. Es ist ein Wechselspiel das ich nicht planen kann (Z.B. Reaktionen von Eltern oder Kinder, die nicht voraussehbar sind oder Wetter).

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Komplexität und Haltepunkte

6. Wann ist Komplexität gegeben?

  • mehrere Aspekte/Momente sich zueinander verhalten → Wechselspiel
  • durch das Wechselspiel dieser Aspekte eine Dynamik feststellbar ist (Regeln unbekannt)
  • ein Sachverhalt nicht plan- und/oder steuerbar ist, also uns “vor Planungs- und Steuerungsprobleme stellen” (Rucker 2014:129)
  • Perspektivität vorhanden ist
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Komplexität und Haltepunkte

7. Wie wirkt sich komplexität auf den Beruf aus?

  • Diversität der Kinder

  • Man kann sich nicht auf die Theorie stützen, sondern erlebt immer neue Situationen.

  • Facettenreicher Beruf (Prüfungen, Eltern)
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Komplexität und Haltepunkte

8. Definieren Sie den Begriff Haltepunkt und nenen Sie Beispiele dafür

sind Orientierungsmöglichkeiten. Gibt einen gewissen Anhalt, damit wir wissen, welche Möglichkeiten wir haben, etwas zu tun.

→  Orientierungsmöglichkeiten; machen uns handlungsfähig in einer gewissen Situation

→  verringern Komplexität

Sind jedoch nicht steuerbar, da zu viele variable Faktoren beinhaltet sind.

Beispiele:

  • Schulregeln, Anweisungen

  • Ausbildungsinhalte

  • Das Team als Rückhalt, Kollegium zum Austauschen, Tipps einholen.

  • Gesunder Menschenverstand, persönliche Haltung, Alltagstheorie

  • Schulgebäude an sich, Räume usw.

  • Gesetzgebungen, Lehrpläne
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Komplexität und Haltepunkte

9. Was lösen Änderungen von Haltepunkte aus und was bedeutet es für die Pädagogik?

Führen oft zu Krisen und Auseinandersetzungen. Es braucht oft eine Neuorientierung, aus diesem Grund ist es auch so schwierig, sich an ein Haltepunkt zu orientieren.

Bedeutung für Pädagogik

Da Haltepunkt sich verändern können, kann man in der Pädagogik nicht von einer einfachen Disziplin reden (Vergl. Naturwissenschaft/erwiesene Wissenschaft)

→ Perspektivität, Einzigartigkeit der Situationen, Dynamik

  • Handlungswissen ≠ Handlungsanleitung!

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Menschenbilder

10. Was sind Menschenbilder?

Menschenbilder sind zeit- und gesellschaftliche Werte und Normen nach denen wir leben und beurteilen; Selbstinterpretation der Menschen.

Beispiel Emo: Schwarz gekleidet und geschminkt → Vorurteil: depressiv, selbstmordgefährdet, borderline syndrom.

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Menschenbilder

11. Nennen Sie den Bezug von Menschenbilder zu autobiographische Perspektive.

Eigene Wahrnehmung von Menschenbilder überdenken, damit man SuS möglichst objektiv (bzw. ohne Vorurteile) behandelt.

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Menschenbilder

12. Menschenbilder haben Einflüsse auf Lehrpläne. Wie wird das Menschen bild im LP21, Rudolf-Steiner- und SVP-Lehrplan beschrieben?

LP21: Der Mensch ist ein entdeckendes Wesen. Der Mensch muss viel können. Die Erwartungen an die Lehrperson sind sehr hoch.

Rudolf-Steiner: Der Mensch hat einen eigenen Willen. Er ist ein Sinneswesen. → Wollen, Empfinden, Denken

SVP: Das Kind ist ein Objekt. Es soll so viel wie möglich leisten. Es gibt gute, schlechte, faule, freche,... Kinder. Die Erziehung ist Sache der Familie, nicht der Schule. Diese kümmert sich um die Bildung.

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Menschenbilder

13. Erläutern Sie die Begriffe Anlage & Umwelt

Anlage: Kind hat alles in sich drin (Z.B. genetische Veranlagung). Man soll so wenig eingreifen wie möglich in der Erziehung. (Gärtner)

  • Gärtner (setzt auf Anlage): Erziehung als natürlich angelegter Entwicklungsprozess →  Steiner, Montessori, Key

Umwelt: Kind kommt als “tabula rasa” auf die Welt. Es ist “gut”/ ein weisses Blatt Papier. Die Erziehung macht aus dem Kind ein Mensch → Das Kind ist Formbar. (Bildhauer). Alltagserfahrungen und Umwelt prägen das Kind.

  • Bildhauer (setzt auf Umwelt): Kind als tabula rasa →  John Locke, Rousseau, Watson (=viel Vertrauen in Erziehung)

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Menschenbilder

14. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Menschenbilder, Anlage und Umwelt.

z.B. Steinbrocken (Bildhauer) = Menschenbild