XBI 003: Teil B

Humanbiologie 2

Humanbiologie 2


K. R.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende biologische Konzepte für Mittelschüler. Sie behandeln die Funktionen der Netzhaut, die Rolle von Hormonen wie Insulin und Glukagon bei der Regulation des Blutzuckerspiegels, sowie die Struktur und Arbeitsweise des Auges, einschließlich Weitsichtigkeit und Kurzsichtigkeit. Auch die Hautfunktionen und Sinneswahrnehmungen wie Geschmack und Geruch werden erklärt. Ideal für Schüler, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie und Physiologie vertiefen möchten.
Karten
19
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
12.01.2017 / 10.10.2018

Lernkarten

Regulation des Blutzuckers

  • Bauchspeicheldrüse produziert Peptidhormone Insulin und Glukagon
  • Blutzucker steigt über Sollwert -> Ausschüttung von Insulin
  • Blutzucker sinkt unter Sollwert -> Abgabe von Glukagon
  • Insulin fördert Aufnahme von Glucose vom Blut in die Zellen + Aufbau von Glykogen aus Glucose -> senkt dadurch den Blutzuckerspiegel
  • Glukagon fördert Abbau von Glykogen zu Glucose in der Leber -> erhöht den Blutzuckerspiegel

Insulinmangel

  • führt zu Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Blutzuckerspiegel steigt nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten stark an; Zellen hungern
  • hoher Blutzucker verursacht Ausscheidung von Glucose und viel Wasser im Harn
  • Langzeitfolgen: Schädigung von Blutgefässen/Nerven, schlechte Wundheilung, Trübung der Augenlinse

Insulinüberschuss

  • Blutzuckerspiegel kann so tief sinken, dass Hirnzellen nicht mehr ausreichend versorgt werden
  • kann zum Tod führen

Fernakkommodation

  • Ciliarmuskel ist entspannt
  • Linse ist flach (durch Zug der Linsenbänder/des elastischen Augapfels gespannt)
  • weit entfernte Objekte werden auf Netzhaut scharf abgebildet, näher liegende Objekte dahinter

Nahakkommodation

  • Brechkraft der Linse wird erhöht
  • Ciliarmuskel kontrahiert; sein Durchmesser nimmt ab
  • Linsenbänder (Zonulafasern) werden locker; elastische Linse zieht sich zusammen
  • Elastizität der Linse nimmt mit zunehmendem Alter ab (Altersweitsichtigkeit)

Kurzsichtigkeit

  • Kurzsichtige sehen in die Weite schlecht
  • Ursache: (meist) ein zu langer Augapfel
  • Kompensation: Vorsetzen einer Zerstreuungslinse

Weitsichtigkeit

  • Weitsichtige sehen in die Nähe schlecht
  • Ursache: ein zu kurzer Augapfel oder eine zu geringe Brechkraft der Linse
  • Kompensation: Vorsetzen einer Sammellinse

Netzhaut (Bau)

  • liegt zwischen Glaskörper und Aderhaut
  • besteht aus dem Pigmentepithel und drei Schichten mit Sinnes- und Nervenzellen:
    • Innere Schicht: Zellkörper der wegführenden Neuronen; ihre Fasern laufen zum blinden Fleck, wo sie als Sehnerv austreten (dort gibt es keine Sinneszellen)
    • Mittlere Schicht: Schaltzellen
    • Äussere Schicht: Zäpfchen (Farbensehen) und Stäbchen (Dämmerungssehen); am Rand der Netzhaut nur Stäbchen, im gelben Fleck nur Zapfen

Blinder und Gelber Fleck

  • Blinder Fleck: Netzhaut besitzt keine Sinneszellen, wo Sehnerv das Auge verlässt
  • Gelber Fleck: beste räumliche Auflösung; Licht fällt fast ungehindert auf die Zapfen

Riechsinneszellen

  • liegen in der Schleimhaut im oberen Bereich der Nasenhöhlen
  • in Membran der Sinneshaare der Riechsinneszellen sitzen Rezeptormoleküle, die substanzspezifisch sind
  • jede Rezeptorzelle bildet nur eine Art von Rezeptormolekül
  • bindet eine Duftsubstanz an einen Rezeptor, wird ein Aktionspotenzial ausgelöst

Geschmackssinneszellen

  • liegen gebündelt in den Geschmacksknospen auf der Zunge
  • Knospen sind grubenartig versenkt; bilden eine flüssigkeitsgefüllte Pore, in die die Sinneshaare der Rezeptorzellen ragen
  • vier Grundgeschmacksqualitäten: süss, sauer, salzig und bitter

Lautstärkeunterscheidung

  • Töne, die sich nur in Lautstärke unterscheiden, reizen die gleichen Sinneszellen, lösen aber unterschiedlich starke Erregungen aus
  • Schalldruck, den ein Ton haben muss, um gehört zu werden, ist von Frequenz abhängig
  • höchste Empfindlichkeit im Sprechbereich (2000–5000 Hz)

Richtungshören

  • bei Dauertönen: Lautstärkeunterschied an den beiden Ohren
  • bei kurzen Ereignissen: Zeitunterschied, mit dem Schall an beiden Ohren eintrifft

Haut (Funktionen)

  • Barrierefunktion
  • Stoffwechselorgan
  • Energiespeicher
  • scheidet Duftstoffe ab; sendet Farbsignale aus

Hormonsystem (Aufgabe)

  • regelt/koordiniert mit vegetativem NS die Arbeit der inneren Organe/die Entwicklung des Körpers

Hormone

  • körpereigene Botenstoffe; in Hormondrüsen produziert; vom Blut verteilt
  • wirken nur in Zellen mit passendem Rezeptor

Hormone (Wirkung)

  • wirken auf ganze Stoffwechselketten
  • mehrheitlich Peptide oder Steroide

Hormone (Produktion, Ausschüttung)

  • vom Zwischenhirn (Hypothalamus) + Hypophyse über Hormone geregelt

Einsatz von Hormonen

  • zur Therapie bei Mangel (z. B. Insulin, Wachstumshormon)
  • zur Beeinflussung von Körperfunktionen
  • Weibliche Geschlechtshormone: Verhinderung einer Schwangerschaft
  • Katabole Hormone (z. B. Cortisol): Entzündungshemmer, Mittel gegen Allergien
  • Anabole Hormone (z. B. Testosteron): Stimulation des Muskelaufbaus

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