Einheit 16 Toxikologie
Pharma WS 16/17 Uni Lübeck Häuser
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Cartes-fiches
Lampenöl und Petroleum
B Symptomatik einer Exposition
Husten, Würgen Erbrechen, Rasselgeräusche, Fieber, CRP erhöht, Ateminsuufizienz, chemische Pneumonitis ohne Nachweis für Bakterielle Superinfektion
B Therapiemaßnahmen Asymptomatisch:
amb. Überwachung, Kontrolle und
Thorax Röntgen nach 12-24h
KEIN Erbrechen auslösen !!!
Symptomatisch:
Stat. Überwachung, Rö-Thorax 12-24h
Infiltrate? -> Antibiose?
Komplikationen-> Rö-Thorax SOFORT->je nach
Befund->Antibiose, Steroide, PEEP-Beatmung
Kontrollen mit Rö-thorax je nach Verlauf
Nach 2-3 Monaten abschließende Kontrolle
Tenside und waschaktive Substanzen
B Symptomatik einer Exposition
Lokale Reizung, Gastroenteritis -> Erbrechen
Diarrhö, Konjunktivitis, Chemosis, Verätzung
B Therapiemaßnahmen Atemwege freihalten, KEIN Erbrechen auslösen,
trinken(Teelöffelweise, keine Kohlensäure)
Gabe eines Schaumbrechers (zB Dimeticon,Simamethicon)
Säuren und Laugen
B Symptomatik einer Exposition
Säuren: Ausfällung von Eiweißen -> Koagulationsnekrose
-> Ätzschorf
Hohe Konzentrationen Entzug von Wasserà schwarze Färbung durch Schwefelsäure)
Flusssäure HF: Gute Resorption durch die Haut, Antidot Calcium Gluconat Lösung
Laugen: Verseifung von Geweben ->Kolliquationsnekrose meist schwerwiegender als Säuren
Oral: Reflektorischer Kardiaschluss, Blutungen, Glottisödem, Aspiration, Lungenschäden…
B Therapiemaßnahmen Nach oraler Ingestion:
sofort Wasser, Saft, Tee (nicht heiß!) trinken -> KEIN Erbrechen !
Antibiotika und Glucokortikoide
Ausgleich des Säure Basehaushaltes durch Pufferlösungen
Schutz vor Reflux durch Protonenpumpenhemmern
Kreislaufstabilisation (12-24h)
Endoskopische Aufklärung von Darmschäden
Keine Aktivkohle, keine Neutralisation
Vergiftungen mit Insektiziden Acetylcholinesterase-Hemmer (AChE)
Alkylphosphate: irreversibel
Carbamate: reversibel
Pestizide: blau, grüne Farbe des Erbrochenen (Knoblauchgeruch)
Pat entkleiden und Abwaschen
CAVE: Eigenschutz -> mehrere Schichten
Spezialhandschuh etc.
irreversible Hemmung der AChE durch Alkylphosphate
Antidote:
Atropin, Serum Cholinesterase, Obidoxim
Dimethoat KS3
Chlorpyrifos KS 3
Sarin KS 3
Tabun KS 3
Parathion (E605) KS 0
Symptomatik einer Intoxikation
Periphere muscarinerge Wirkung
GIT:Übelkeit, Diarrhö. Krämpfe
Haut: Schwitzen
Augen: Tränen, Miosis, verschwommenes Sehen
Lunge:Bronchalsekretion, Bronchospasmus
Herz/KL: HF, RR und Gefäßtonus sinken
Periphere nicotinartige Wirkung
Sprachstörungen Generalisierte Muskelzuckungen, Muskelschwäche
Atemmuskulatur periphere Atemlähmung
Zentralnervöse Wirkungen
ZNS: Kopfschmerzen, Angst, Schwindel, konz.Störungen, Tremor, Krämpfe, evtl. Koma
Spezifische Therapie einer Intoxikation
1. Beatmung, nicht Mund zu Mund!
i.v. Atropinin hoher Dosis-> Speichel und Bronchialsekret normalisiert
Magenspühlung und Aktivkohle, NA2SO4 Gabe, Erbrechen
Oxime innerhalb 24-48 Std, nie ohne Atropinschutz
Atropin KS 3
Blockade der muscarinergen Rezeptoren durch Atropin
Obidoxim KS 3
Reaktivator der Ach durch Dephosphorylierung des katalytischen Zentrums
Zügiger Einsatz nötig, wenn Alterung=Bildung eines stabilen Komplexes mit Alkylrest hat Obidoxim keine Wirkung mehr.
reversible Hemmung der AChE durch Carbamate
Antidote: Atropin, Aktivkohle OXIME KONTRAINDIZIERT!!!
Methiocarb KS 3
Carbamate binden wie Organophosphate und Ach kovalent an das aktive Zentrum der Ach
Bindung ist reversibel durch Anlagerung von H2O
Pirimicarb KS 3
Carbamate binden wie Organophosphate und Ach kovalent an das aktive Zentrum der Ach
Bindung ist reversibel durch Anlagerung von H2O
Symptomatik einer Intoxikation
Periphere muscarinerge Wirkung
GIT:Übelkeit, Diarrhö. Krämpfe
Haut: Schwitzen
Augen: Tränen, Miosis, verschwommenes Sehen
Lunge:Bronchalsekretion, Bronchospasmus
Herz/KL: HF, RR und Gefäßtonus sinken
Periphere nicotinartige Wirkung
Sprachstörungen Generalisierte Muskelzuckungen, Muskelschwäche
Atemmuskulatur periphere Atemlähmung
Zentralnervöse Wirkungen
ZNS: Kopfschmerzen, Angst, Schwindel, konz. Störungen, Tremor, Krämpfe, evtl. Koma
Spezifische Therapie einer Intoxikation
i.v. Atropin-> Speichel und Bronchialsekret normalisiert
->nicht überdosieren
Intoxikation mit Atropin:
Im Vordergrund anticholinerges Syndrom: Antagonist des mAchRP
Mundtrockenheit
Mydriasis
Akkomodationsstörungen
Heiserkeit
Schluckbeschwerden
Durst
Tachykardie
Zentrale Störungen mit Erregungszuständen, Delir, starke Motorische Unruhe
Therapie
Magenspühlung und Aktivkohle, möglichst unter Intubation bei herabgesetzter Darmmotilität
Gabe von Physostigmin AchE Hemmer mit Aufhebung der Symptomatik innerhalb von Minuten
Antikonvulsiva Therapie (Diazepam), künstl. Beatmung,
Bekämpfung der Azidose
Methanol KS 3
Vergiftung mit Alkoholen
Umwandlung in der Leber in Formaldehyd durch ADH
Anschließend Oxidation zur Ameisensäure
Kumulation der Ameisensäure (t1/2= 2Tage ->Formaldehyd ca. 2min)
-> Verhinderung der Ameisensäurebildung durch
Ethanol-Therapie
Symptome:
Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel,
Übelkeit und Erbrechen, Abdominalschmerzen, periodisches Atmen, Bewusstlosigkeit mit
Atemstillstand
3 Phasen:
1.Narkotische Phase
2.Latenzperiode (6-36h)
3.Azidose Kumulation von Ameisensäure
In der Regel 1g/kgKG tödlich -> 30-100ml können für einen Erwachsenen tödlich sein
Therapie:
Fomepizol (4 Methylpyrazol 8.000 fach höhere Affinität zu ADH als Ethanol
Ethanol i.v.
Behandlung der Azidose mit NaHCO3
Ethylenglykol KS 3
Vergiftung mit Alkoholen
Frostschutzmittel, Kosmetik, Lösungsmittel süßlischer Geschmack -> Verwechlungsgefahr mit Alkoholischem Getränk Wird im Organismus gegiftet:
Glyoxylat(toxisch an Tubulus)-> Oxalat -> Oxalniere
Symptome: narkotisch, hypnotisch (schwächer als bei Ethanol), Haluzinationen, Übelkeit, Erbrechen
Innerhalb von Tagen kommt es zum Ausfallen von
Calziumoxalat in der Niere
Tubuli verstopfen
Niere geschädigt -> Dialyseplicht
Kalziumoxalat kann auch ins ZNS ->Degenerationserscheinungen
Therapie:
Fomepizol (4 Methylpyrazol 8.000 fach höhere Affinität zu ADH als Ethanol
Ethanol i.v.
Behandlung der Azidose mit NaHCO3
Vergiftungen mit Reizgasen
lokale Wirkung im Atemtrakt
-Beeinträchtigung/Verminderung O2-Aufnahme /CO2- Abgabe
-Inhalationstrauma durch Reizstoffe
Konzentrationsabhängig zunächst im oberen Bereich
Ödeme, Schwellung epiglottis
Ammoniak Gas mit sofortiger Wirkung (Reizgas)
Salzsäure Gas mit sofortiger Wirkung (Reizgas)
Formaldehyd
Konzentrationsabhängig zunächst im mittleren Bereich
Asthmatische Beschwerden
Schwefeldioxid, hohes Lungenödemrisiko (toxisch), Lipophiles RG
Diisocyanate
Chlor-gas Gas mit verzögerter Wirkung, hohes Lungenödemrisiko (toxisch), Lipophiles RG
Konzentrationsabhängig zunächst im tiefen Bereich
Lungenödem
Sauerstoff
Ozon, hohes Lungenödemrisiko (toxisch), Lipophiles RG
Stickoxide hohes Lungenödemrisiko (toxisch), Lipophiles RG
Phosgen Gas mit verzögerter Wirkung, hohes Lungenödemrisiko (toxisch), Lipophiles RG
toxisches Lungenödem und Therapie
Ein Lungenödem kann im bindegewebigen Stützgerüst der Lunge bzw. in den Zellzwischenräumen (Interstitium) oder in den Lungenbläschen (Alveolen)
lokalisiert sein. Man unterscheidet daher:
interstitielles Lungenödem
intraalveoläres Lungenödem (alveoläres
Lungenödem)
Da das Lungengewebe aufgrund seiner geringen Zelldichte nur eine geringe Kapazität zur Aufnahme von Flüssigkeit hat, geht das interstitielle Lungenödem in der Regel schnell in ein intraalveoläres Ödem über.
Die Symptome des Lungenödems sind abhängig von
seiner Ausprägung. Zu den typischen Symptomen
zählen:
Dyspnoe
Husten
schaumiger Auswurf
Tachykardie
Zyanose
Unruhe
Therapie der Reizgasintoxikation:
Stat. Überwachung -> mind. 24h
Bettruhe
Flüssigkeitsaufnahme minimieren
Inhalatives Glucocortocoid
Sympthomatische Therapie
Sauerstoffbeatmung
Vergiftungen mit Substanzen mit beeinträchtigender Wirkung auf den Sauerstofftransport im Blut Kohlendioxid
2% Anteil: erhöhtes Atemvolumen
10% Anteil AMV bis 75 L normal 5-8L/min
30% Anteil Bewusstlosigkeit und Tod innerhalb von 25 sec
In Hohen Konzentrationen verdrängt das CO2
Den verfügbaren Sauerstoff, giftige Wirkung ist Folge der Azidose
Therapie
Frische Luft
Intubation und künstliche Beatmung
Korrektur der Azidose
Kohlenmonoxid KS 3
Ursachen:
Kohlenmonoxid entsteht bei
Verbrennungsprozessen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr
Ursache sind daher vor allem defekte Öfen und Schornsteinanlagen, Schwelbrände in abgeschlossenen Räumen und Suizidversuche mit Abgasen.
Pathophysiologie
CO im Vergleich zu Sauerstoff eine etwa 300-fach höhere Affinität zum Hämoglobin.
lagert sich so an das Hämoglobin und bildet Carboxyhämoglobin (COHb).
Aufnahme von Sauerstoff wird dadurch blockiert,
O2 Bindungskurve nach links verschoben.
Bei 21%atmosphärischem O2 sind 0.1% CO ausreichend um 50% HB zu HbCO zu konvertieren
0,1% (1000ppm) CO über 30 Min gilt als letale Konzentration
COHb-Anteil von 25% im Blut erste Vergiftungserscheinungen
COHb-Anteil von 50% Ohnmacht.
> 60% COHb Koma und Tod
Einteilung
akute Kohlenmonoxidvergiftung
chronische Kohlenmonoxidvergiftung
Klinik
Typische Symptome
Kopfschmerzen
Dyspnoe
Übelkeit
Evtl. Cheyne-Stokes-Atmung
Mit fortschreitendem Einatmen kommt es zu Bewusstlosigkeit und Tod.
bei einer Kohlenmonoxidvergiftung keine Zyanose
der Patient ist rosig verfärbt, Komplex aus Hämoglobin und Kohlenmonoxid scheint rosa
chronischer Kohlenmonoxidvergiftung
allgemeinen Leistungsminderung.
Kohlenmonoxidfreisetzende Substanzen
Ursache sind daher vor allem defekte Öfen und
Schornsteinanlagen,
Schwelbrände in
abgeschlossenen Räumen
Suizidversuche mit Abgasen
Dichlormethan Metabolismus, Aktivierung, Inaktivierung:
Therapie einer
Kohlenmonoxid-Vergiftung
sofortigen Beatmung mit reinem Sauerstoff (Hyperbare Oxygenation).
Die Zufuhr von Frischluft nicht ausreichend, da Eliminationshalbwertzeit von CO über 5 Stunden beträgt.
Azidoseausgleich mit Bikarbonat
Selbstschutz!
Dichlormethan KS 2
MT verläuft oxidativ in Richtung CO
Nach Aufnahme größerer Mengen und Abbauwegssättigung kommt es zu Konjugation zu Chlormethylgluthation auch über CYP2E1 (kanzerogen, mutagen)
1.Starkes Narkotikum
2. Mit Lipophilie durch Einbau zusätzlicher Halogene steigt die narkotische Wirkung
Aufnahme Pulmonal, Verteilung analog der Inhalationsnarkotika
Methämoglobinbildner KS 2
mit schnell eintretender Wirkung
Verbindungen die in Gegenwart von Sauerstoff Ferrinhäm bilden
(zB. Nitrite Chlorate Perchlorate, Anilin, DMAP etc.)
Chlorate KS 2
Verbindungen, die direkt Ferrohämoglobin zu Ferrinhämoglobin oxidieren
MetHb Kann O2 nicht mehr transportieren, es kommt zur Hypoxie
Chromate KS 2
Verbindungen, die direkt Ferrohämoglobin zu Ferrinhämoglobin oxidieren
MetHb Kann O2 nicht mehr transportieren, es kommt zur Hypoxie
Peroxide KS 2
Verbindungen, die direkt Ferrohämoglobin zu Ferrinhämoglobin oxidieren
MetHb Kann O2 nicht mehr transportieren, es kommt zur Hypoxie
Nitrite KS 2
Anorganische Nitrite und Nitritsalze reagieren wesentlich schneller mit Hämoglobin als aromatische Amine oder Nitroverbindungen, In Düngemitteln vorhanden
Führen auch zu RR Abfall als Donatoren für NO
Methämoglobinbildner KS 2
mit verzögert eintretender Wirkung
Verbindungen die erst nach Biotransformation
Ferrinhämoglobin bilden
Aromatische Amine KS 2
MT durch oxidative Giftung Umsetzung zu ultimativen Kanzerogenen (Nitreniumion)
1. Grundstoffe der Farbindustrie
Nitroaromate KS 2
MT müssen im Organismus gegiftet werden, langsam einsetzende Vergiftung
Über CYP Umwandlung zu Nitrosobenzol und NADPH abhängige Chinon Oxidoreduktasen Umwandlung von FerroHb zu FerrinHb
Nitrobenzol einer der einfachsten und bekanntesten Vertreter: Benzol ist cancerogen !!!, erzeugt durch Lipophilie auch ZNS Symptome
Nitrotoluol
Arzneimittel mit Methämoglobin-bildender Komponente
Sulfonamide KS 2
1. Antibakterielle Wirksamkeit
Sulfadiazin
Sulfamathoxazol
Sulfametrol
2.Sulfonamide als Substratanaloga bei der Folsäuresynthese besetzen kompetitiv die Bindungsstelle des Enzyms
Wichtige Metabolisierung ist N Acetylierung in der Leber, Senkt Wasserlöslichkeit
Werden in der Niere und im Tubuluslumen konzentriert und ausgeschieden
Schutz vor Auskristallisation durch hohe Trinkmenge
Hemmung von Cyp2C8 und CYP2C9
NO freisetzende Substanzen z.b.
Glyceroltrinitrat
Isosorbiddinitrat
Molsidomin
Therapie einer Vergiftung mit Methämoglobinbildnern
Symptome: schokoladenfarbene Haut, Lippen schiefergrau bis blau
Therapie: Gabe von Ascorbinsäure (nur leichte Fälle)
i.v.Apl. von Toloniumbromid (tuloidinblau)oder Methylenblau
-> wärend Therapie blaufärbung der haut normal, Überdosierung führt zu Hämolyse
Toloniumchlorid KS 2
(= Toluidinblau)
Beschleunigt die Elektronenübertragung auf das MetHb
Kontraindikation:
Pat. Mit G6PDH Mangel
Wirkung auf zelluläre Sauerstoffverwertung Cyanide und deren Salze
Interaktion mit dem Cytochromoxydasekomplex
Gute Komplexbildung mit 3-wertigem Eisen
Verindert Reduktion von Fe3+ zu Fe2+ und die Anlagerung von Sauerstoff
Elektronenstau-> kein ATP
„Innere Erstickung“
Symptome: Kratzen in Hals u. Nase, Brennen in den Augen, Übelkeit, Bewusstseinstörung, Rotfärbung der Haut und Schleimhaut, Druckgefühl in der Stirn, Angst, Herzklopfen, Atemnot, Mydriasis, Krämpfe, Atemstillstand, Kreislaufzusammenbruch, Tod
Blausäure und deren Salze (Cyanide) KS 3
Rasche Resorption über die Haut
Bildung von Rhodanid (Thiocyanat) über Rhodanasen
Ausscheidung zu 80% als Thiocyanat über die Nieren
Limitierender Faktor ist Schwefel
Cyanid-freisetzende Substanzen
Pflanzliche Cyanogene KS 1
Natriumnitroprussid KS 1
1. NO freisetzende Substanz 4 CN komplexiert an Fe2+ und NO
Zerfällt an Zelloberfläche und setzt spontan NO frei
Freisetzung von Cyaniden beschränkt Natriumnitroprussid in Anwendung
Kann durch Gabe von Natriumthiosulfat entgiftet werden
Acetonitril KS 1
Bei starkem Erhitzen und im Brandfall entstehen aus Acetonitril giftige Gase wie Cyanwasserstoff und Stickoxide. Mit Luft entstehen explosionsfähige Gemische
Therapie einer Cyanid-Vergiftung
Therapie einer Cyanid Vergiftung:
1. Gabe von Na2SO4 als Donator von Schwefel für Enzym Rhodanese
2. Gabe von 4 DMAP zur Reduktion des Fe im Hb und Aufnahme von Cyanid
3. Gabe von Vit. B12 iv Hydroxykobalamit (Cyanokit)
Natriumthiosulfat KS3
Bei leichten Vergiftungen auch Monotherapie möglich
Bildung von weniger Thiocyanat stellt Schwefel für die enzymatische (Rhodanese) Entgiftung zur Verfügung wir zu Rhodanid abgebaut
4-Dimethylaminophenol KS 3
(4-DMAP)
Reaktivierung der Cytochromoxydase durch einenMetHb-Bildner
Kombination mit Thiosulfat
Cave: Nicht bei Mischintox mit CO Brandrauchvergiftung!!!
Nicht geben bei G6PDH Mangel, nach Überdosierung Hämolyse
Hydroxocobalamin KS3
Cave: Interaktionen mit vielen Medikamenten, daher getrennten Zugang
Sehr großes Molekül -> viel Volumen nötig um Canid zu binden (1mg Cyanig = 50 mg Hydr.)
ABER: Kann auch bei Mischintoxiaktion mit CO
eingesetzt werden
Nebenwirkungen:
Reversible Rotfärbung von Haut und Schleimhäuten
Dunkelrote Verfärbung des Urins
Reduzierter Prozentsatz an Lymphozyten
Vorübergehender RR Anstieg
VES