Einheit 13 (1) ANALgetika nicht Opioide

Uni Lübeck WS 16/17 Häuser

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R. R.
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über nicht-opioide Analgetika und deren Wirkmechanismen, insbesondere COX-Hemmer und NSAIDs. Sie behandeln die Eigenschaften, Anwendungen und Nebenwirkungen von Medikamenten wie Paracetamol, Ibuprofen, Celecoxib und anderen, einschließlich ihrer Auswirkungen auf das GIT, die Nieren und das kardiovaskuläre System. Ideal für Medizinstudenten, die sich auf die Pharmakologie und klinische Anwendung dieser Analgetika vorbereiten.
Flashcards
12
Students
4
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
07.01.2017 / 20.02.2017

Flashcards

Acetylsalicylsäure KS 3 ZOP

IA →Glucocorticoide

erhöhen das Risiko von GIT-Komplikationen z.T. dramatisch

→ Probenicid

Verringerung der urikosurische Wirkung Ausscheidung saurer COX-Inhibitoren wird gleichzeitig verlängert

→ Thrombozytenaggregationshemmer (z.B.ASS,

Clopidigrel)Erhöhung des Risikos von GIT-Blutungen

→ Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI;z.B. Citalopram, Fluvoxamin)

Erhöhung des Risikos von GIT-Blutungen aufgrund der 5HT-Depletion in den Thrombozyten

 → Saluretika

Abschwächung diuretischer Effekte

→ Antihypertensiva

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkungen

BV:50%

HW: 2-8 Std Dosisabhängig niedrige Dosis Kinetik 1. Ordnung 2-3Std, hohe Dosis Kinetik0. Ordnung 15-60Std

MT: ASS selbst kurze Halbwertszeit ( 15 min.) in Magen dort rasche Spaltung durch unspezifische Esterasen Esterhydrolyse zu Salicylsäure ( aktiver Metabolit,ABER reversibler COX Hemmer)

75% Konjugation mit Glycin zu Salicursäure

15% Oxidation zu Gentisinsäure

5-10% unverändert renal ausgeschieden, Erhöhung des renalen Anteils durch Alkalisierung

Renale Ausscheidung der Metabolite

Dosisanpassung bei Nieren und Leberinsuffizienz

Acetylsalicylsäure KS 3

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, irreversibler und unselektiver COX Hemmer

2.Acetyliert das aktive Zentrum von COX1 und 2

Acetylierung eines Serinrests in

→ Postion 530 bei COX-1

→ Position 516 bei COX-2

3. → GIT-Störungen (Dyspepsien, Übelkeit, Erbrechen,Durchfall)

→ Erosionen im GIT bis hin Ulzerationen, Blutungen,Perforationen

→ Hautreaktionen (Ausschlag, Jucken) inklusive Überempfindlichkeitsreaktionen

→ Nierenfunktionsstörungen (Na+- und Wasserretention, Ödembildung, Blutdruckerhöhung) Konkurrenz mit Harnsäure um renalen Sekretionsmechanismus

→ Hemmung der Thrombozytenaggregation

→ ZNS-Störungen (Schwindel, Kopfschmerzen)

→ Abnahme der Uterusmotilität

Frühzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus des Feten in der Schwangerschaft

→ Kardiovaskläre Komplikationen (Myokardinfarkt,Herzinsuffizienz) wenig bis keine bei ASS!!!

→ Erhöhung von Serumtransaminasen

→ Auslösung von Asthmaanfällen -> erhöhte Produktion bronchokonstriktorischer Leukotriene !!!

Bei Überdosierung ist eine verminderte Atemfrequenz sehr unwahrscheinlich !!!

Aspirin-Asthma verursacht durch das „Leukotrienübergewicht“ Kreuzallergien mit Ibuprofen und Diclofenac (~98%) Nach Auftreten von Allergie-Symptomen auf

Paracetamol umsteigen (Kreuzallergie ~ 2%)

 Reye Syndrom: akute Enzephalopathie und fettige Degeneration der Leber bei Verwendung von ASS bei Kindern mit Virusinfekten

Diclofenac KS 3

HW: 2-3 Std Plasmaspiegel fallen rasch ab, durch Azidität akkumuliert in saurem Gewebe und entzündeten Gelenken; effektive Wirkdauer ist daher länger als PlasmaHW

 

 

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, unselektiver COX Hemmer,

2. reversible Hemmung von Cox1+2

Kinetik:

Rasche Resorption, hoher first pass Effekt

Orale Bioverfügbarkeit (30-80%)

komplexer Metabolismus

hohe Plasmabindung (>99%)

renale (70%) und biliare (30%) Elimination

3.

→ GIT-Störungen (Dyspepsien, Übelkeit, Erbrechen,Durchfall)

→ Erosionen im GIT bis hin Ulzerationen, Blutungen,Perforationen

→ Hautreaktionen (Ausschlag, Jucken) inklusive Überempfindlichkeitsreaktionen

→ Nierenfunktionsstörungen (Na+- und Wasserretention, Ödembildung, Blutdruckerhöhung) Konkurrenz mit Harnsäure um renalen Sekretionsmechanismus

→ Hemmung der Thrombozytenaggregation

→ ZNS-Störungen (Schwindel, Kopfschmerzen)

à im 1. und 2. Trimenon unter strenger Indikation im 3. Trimenon kontraindiziert

→ Abnahme der Uterusmotilität

Frühzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus des Feten in der Schwangerschaft

→ Kardiovaskläre Komplikationen (Myokardinfarkt,Herzinsuffizienz)

→ Erhöhung von Serumtransaminasen

Ibuprofen KS 3

IA Ibuprofen hemmt die Thrombozytenaggregationshemmung von ASS 100

 

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, unselektiver COX Hemmer, Ibuprofen ist neben PCM Analgetikum und Antipyretikum bei Kindern

2. fast vollständige Resorption im Dünndarm schneller Wirkeintritt

Bioverfügbarkeit: 80-100%

Ibuprofen liegt als Racemat vor

Nur das S(+) Enantiomer ist ausreichend biologisch

aktiv. Das R(-) Enantiomer aber wird in erheblichem

Maße in das S(+) Enantiomer umgewandelt.

Metabolite werden renal ausgeschieden (90%)

HWZ: ~2h

3. → GIT-Störungen (Dyspepsien, Übelkeit, Erbrechen,Durchfall) niedrigstes Risiko von allen NSAID

→ Erosionen im GIT bis hin Ulzerationen, Blutungen,Perforationen

→ Hautreaktionen (Ausschlag, Jucken) inklusive Überempfindlichkeitsreaktionen

→ Nierenfunktionsstörungen (Na+- und Wasserretention, Ödembildung, Blutdruckerhöhung) Konkurrenz mit Harnsäure um renalen Sekretionsmechanismus

→ Hemmung der Thrombozytenaggregation

→ ZNS-Störungen (Schwindel, Kopfschmerzen)

→ Abnahme der Uterusmotilität

Frühzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus des Feten in der Schwangerschaft

→ Kardiovaskläre Komplikationen (Myokardinfarkt,Herzinsuffizienz)

→ Erhöhung von Serumtransaminasen

Indometacin KS 1

 

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, unselektiver COX Hemmer etwas stärkere COX1 Hemmung

 

Meloxicam KS 1

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, unselektiver COX Hemmer, hemmt in niedriger Dosis COX 2 stärker als COX 1 (präferenzieller COX2 Inhibitor)

 

Celecoxib KS 3

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, selektiver COX 2 Hemmer

→ variable Bioverfügbarkeit: 50-70%, p.o. Einnahme

→ Plasmahalbwertszeit 6-12 h

→ Verstoffwechselung bzw. Inaktivierung durch CYP2A9

CAVE: Polymorphismen von CYP2A9

→ Celecoxib hemmt CYP2D6

Kann bei längerer Anwendung Wundheilungsstörungen verursachen

CAVE: Interaktion mit CYP2D6 Substraten, anderen Medikamenten die über CytC450 Verstoffwechselt werden

Wirkt in therapeutischen Dosen entzündungshemmend

2. Eigenschaften:

→ mit COX Hemmern vergleichbar

3. Nebenwirkungsprofil

→ weniger gastrointestinale Komplikationen

(Blutungen, Ulzerationen)

→ keine Thrombozytenaggreagtionshemmung

Häufige unerwünschte Wirkungen:

→ Infektionen der oberen Atemwege

→ Durchfall, Dyspepsien, Oberbauchbeschwerden

→ periphere Ödeme, Blutdruckerhöhung

→ Kardiovaskuläre Ereignisse (Schlaganfall, Herzinfarkt) da COX1 Wirkung mit Thromboxan A2 Bildung überwiegt

Parecoxib KS 2

1. Nicht steroidale antipyretisch, antiphlogistische Analgetika NSAID, selektiver COX 2 Hemmer, IV Applikation

2. Eigenschaften:

→ mit COX Hemmern vergleichbar

Paracetamol KS 3

IA Wechselwirkungen:

koppelt mit Glutathion, nicht genügend Glutathion

Kopplung mit anderen Proteinen Nekrosen

Antiemetika vom Typ 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten

(Tropisetron und Granisetron)

Probenecid

MT → Vollständige Metabolisierung in der Leber

EL

Glucuroniden (55%)

Sulfaten(30%), die renal ausgeschieden werden.

→ Nur 4% werden unverändert renal ausgeschieden.

→ Bei normalen Dosierungen wird nur in geringem

Umfang über CYP N-Acetyl-p-benzochinonimin

gebildet und durch Konjugation mit Glutathion

inaktiviert.

Bei Erschöpfung des Glutahionpools

(z.B. bei Überdosierungen) bindet es kovalent an Leberzellproteine

 

1. Nicht saure antipyretische Analgetika

2. Kinetik:

→ Rasche Resorption nach peroraler Gabe

→ Orale Bioverfügbarkeit: 65-90%

→ HWZ: 2 h

PCM hemmt die COX 2 außerhalb von sauren Entzündungsgebieten

PCM Metabolit AM404 hemmt im ZNS die Wiederaufnahme von analgetisch wirkenden endocannabioiden in Präsynapse, dadurch Wirkungsverlängerung

PCM kann Cox Enzyme in Gegenwart von Radikalen wie Peroxiden nicht hemmen

Hohe Peroxidkonzentrationen finden sich in Entzündungsstellen, nicht jedoch im ZNS

Dadurch Analgesie bei fehlender antiphlogistischer Wirkung

3. Unerwünschte Wirkungen:

Hepatotoxisch -> Dosislimitierend !!!

Überdosierung kann zu tödlichem Leberkoma führen!!

Nephrotoxisch (v.a. bei Langzeitanwendung und

Kombination)

Allergische Reaktionen

Muskelschmerzen

Kopfschmerzen, Müdigkeit, vegetative Symptome

Achtung: in Kombinatiopn mit anderen Analgetika à Analgetischer Kopfschmerz

Anwendungsbeschränkungen

Leberfunktionsstörungen

Icterus intermittens juvenilis (Meulengracht oder

Gilbert)

Nierenfunktionsstörungen

Langzeitanwendung mit oralen Antikoagulantien

Metamizol KS 3

1.Nicht saure, antipyretische Analgetika

Indikation:

→ akute starke Schmerzen nach Verletzungen

oder Operationen, Koliken, Tumorschmerzen

→ sonstige akute oder chronische starke

Schmerzen, soweit andere therapeutische

Maßnahmen nicht indiziert sind

→ hohes Fieber, das auf andere Maßnahmen

nicht anspricht.

 

2. Kinetik:

→ Metamizol (prodrug)wird nach oraler Gabe bereits im

Lumendes Magens und des Darms zu

4-Methylaminophenazon hydrolysiert

→ 4-Methylaminophenazon wird resorbiert und zu 4-

Aminophenazon metabolisiert

→ 4-Methylaminophenazon und 4-Aminophenazon

sind beide pharmakologisch aktiv.

Wirkt durch Öffnung von ATP abhängigen Kaliumkanälen, und verminderten Einstrom von Calcium in glatte Muskelzelle

3.

Kann zu Agranulozytose führen: bedingt durch 4 MAA führt zur Bildung von Antikörpern gegen pyrazolonbildende Granulozyten à Zytotoxische Immunreaktion

Zu Vermeiden ist Kombination mit anderen Agranulozytose auslösenden Medikamenten: Clonazepin, Carbamazepin, Phenylbutazid oder Thioamid Thyreostatika

Rasche Injektion führt zu RR Abfall und Schockreaktion, daher langsame Injektion nötig

Provoziert Übelkeit und Erbrechen

Wechselwirkungen:

Metamizol kann eine Abnahme der Ciclosporin-Serumspiegel bewirken. Diese müssen daher

überwacht werden, wenn gleichzeitig Novalgin angewendet wird. Bei gleichzeitiger Anwendung von Novalgin und Chlorpromazin kann eine schwere Hypothermie

auftreten. Für die Substanzklasse der Pyrazolone ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit oralen Antikoagulanzien, Captopril, Lithium, Methotrexat und Triamteren sowie Änderungen der Wirksamkeit von Antihypertensiva und Diuretika kommen kann.

Inwieweit auch Metamizol zu diesen Wechselwirkungen führt, ist nicht bekannt

Rotfärbung des Urins durch Metaboliten Rubazonsäure

Flurpirtin KS 2

1. Analgetikum ohne antipyretische und antiphlogistische Wirkung

Zentral analgistisch und muskelrelaxierend bindet nicht an OpioidRP und hemmt PG Synthese erst in Hoher Dosis

Indikation: Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen,Hexenschuss, Dysmenorrhoi Spannungskopfschmerz Tumorschmerzen

2.Selektiver neuronaler Kaliumkanalöffner à Hyperpolarisation der Zelle

Dadurch Hemmung der NMDA Rezeptoren (indirekter NMDA Rezeptorantagonist)

à Weiterleitung aufsteigender nozizeptiver Impulse gehemmt

Ziconotid KS 2

BV

 

1. Analgetikum ohne antipyretische und antiphlogistische Wirkung

1. Analgetikum ohen antipyretische und antiphlogistische Wirkung

Über Intrathekalen Katheter wenn andere Analgetika nicht mehr wirken

2. Nach Injektion in Liquor 4-5 Std HWZ in systemischer Zirkulation eliminiert, durch ubiquitäre Peptidasen abgebaut

Study