XBI 002: Teil E
Humanbiologie 1
Humanbiologie 1
19
0.0 (0)
K. R.
K. R.
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über die Immunreaktionen des Körpers, insbesondere im Kontext von Viren und anderen Krankheitserregern. Sie behandeln Themen wie Antigene, Antikörper, Lymphocyten und die Unterscheidung zwischen zellulärer und humoraler Abwehr. Die Karteikarten sind ideal für Schüler der Mittelschule, die ihr Verständnis der Immunologie vertiefen möchten, indem sie die Rolle von B- und T-Lymphocyten, die Funktion von Antikörpern und die Mechanismen der Immunreaktionen erlernen.
Karten
19
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
06.01.2017 / 24.01.2017
-
- 1 / 19
-
Lernkarten
Infektionskrankheiten (Definition)
- durch Krankheitserreger verursacht und übertragen
- häufigste Krankheitserreger: Viren, Bakterien, Einzeller und Würmer
Infektionskrankheiten (Übertragung)
- über Nahrung, Trinkwasser oder verunreinigte Gegenstände
- mit der Atemluft oder mit Schleimtröpfchen beim Husten oder Niesen
- mit Körperflüssigkeit
- durch Speichel beim Biss bzw. Stich von infizierten Tieren
Verursacher der Symptome
- Ausscheidungen (Toxine) der Eindringlinge
- manchmal durch Zerstörung von Zellen/Geweben
Bakterien (Übersicht)
- einzellige Prokaryoten; kleiner und einfacher gebaut als Eucyte
- schnelle Vermehrung durch Teilung
- leichte Verbreitung durch Kleinheit
- harmlose Zerleger (bauen organische Stoffe ab); Nützlinge; Pathogene (Krankheitserreger)
- stellen u. a. ATP her
Viren (Übersicht)
- parasitierende Nucleinsäuren; keine Lebewesen
- im Lichtmikroskop nicht sichtbar
- bestehen aus 1 Eiweisskapsel mit Nucleinsäure mit Erbinformation
- kein Stoffwechsel, kein Wachstum und keine Fortpflanzung -> von Wirtszelle abhängig
- bringen ihr Erbgut in Wirtszelle; erzwingen dadurch Herstellung/Freisetzung von Viren
- schwer zu bekämpfen, weil sie sich im Inneren der Wirtszellen aufhalten
Viren (Entwicklung)
- Andocken des Virus an die Zellwand der Wirtszelle
- Injektion der Viren-Nucleinsäure in die Wirtszelle
- Umprogrammierung der Wirtszelle
- Herstellung von Viren-Nucleinsäuren
- Synthese von Virus-Proteinen
- Zusammenbau der Virenteile
- Wirtszelle löst ihre Zellwand auf, Viren werden freigesetzt
Unspezifische Abwehr
- verleiht Körper angeborene Resistenz
- schützt vor vielen Infektionen; bekämpft Eindringlinge mit Fresszellen, Abwehrstoffen, Fieber und Entzündung
Spezifische Abwehr
- Aufgabe des Immunsystems
- Eindringling kennenlernen -> durch Immunreaktion (Lymphocyten, Antikörpern) selektiv bekämpfen
- Erreger der gleichen Art werden vom Immunsystem eliminiert, bevor sie Schaden anrichten
zelluläre und humorale Abwehr
- durch Abwehrzellen (zellulär)
- durch Abwehrstoffe in Flüssigkeiten (humoral)
- beide von spezifisch/unspezifisch genutzt
Antigene
- Stoffe bzw. Moleküle, die eine gegen sie gerichtete Immunreaktion auslösen
- können frei oder an Zellen gebunden sein
Antikörper
- vom Körper gegen bestimmtes Antigen hergestelltes Eiweiss (Immunglobulin)
- Y-förmig; 4 Peptidketten (je 2 identisch)
- freie Enden der beiden Y-Arme tragen je 1 Bindungsstelle für das Antigen
- in Körperflüssigkeiten gelöst / als Antigen-Rezeptoren an der Oberfläche von Lymphocyten
B-Lymphocyten
- Vorläuferzellen im Knochenmark hergestellt/geprägt
- Aufgabe: Bildung von Antikörpern (humorale Immunreaktion)
B-Lymphocyten (Entwicklung)
- Unterscheidung der ca. 100 Millionen B-Lymphocyten in der Bindungsstelle der Antigen-Rezeptoren
- bei Erstinfektion werden B-Lymphocyten mit passendem Rezeptor aktiviert (Primärreaktion)
- teilen sich und bilden identische B-Lymphocyten, die sich zu Plasmazellen/Gedächtniszellen entwickeln
- Plasmazellen liefern passende Antikörper gegen das auslösende Antigen
- Gedächtniszellen bleiben erhalten; begründen Immunität
T-Lymphocyten
- Vorläuferzellen im Knochenmark gebildet, im Thymus geprägt
- Aufgabe: Zerstörung infizierter Körperzellen (zelluläre Immunreaktion)
- möglich, weil befallene Körperzellen Eiweisse der Eindringlinge als Antigene an Oberfläche haben
T-Lymphocyten (Vorgehen)
- T-Killerzellen (TC) und T-Helferzellen (TH) (Unterscheidung in Rezeptor)
- Aktivierung bei Erstkontakt
- Makrophagen phagocytieren Erreger; halten Proteinbruchstücke als Antigene an Zelloberfläche
- ruhende Zellen docken an; werden aktiviert; teilen sich
- Killerzellen docken an infizierte Körperzellen an; lösen Zerstörung aus
Rhesuskinder
- Mutter und Fötus können sich in Blutgruppe unterscheiden; getrennte Blutkreisläufe
- Schwangerschaft einer Rh–-Frau mit einem Rh+-Kind
- 1. Schwangerschaft: Mutter wird durch seine Erythrocyten sensibilisiert
- 2. Schwangerschaft: winzige Mengen von Rh+-Ec lösen massive Antikörperbildung in Mutter aus
- Anti-D gelangen in Blut des Kinds -> Agglutination der Rh+-Erythrocyten und somit Gelbsucht/Blutarmut
- Prävention: Antikörper D werden vor Sensibilisierung injiziert
Aktive Immunsierung
- man impft Antigene oder Erreger, die im Körper eine Immunreaktion auslösen
- Antigene sind isoliert/gentechnologisch hergestellt, Erreger sind geschwächt/tot.
- mehrere Dosen und Auffrischungsimpfungen erforderlich
- Körper vermehrt Lymphocyten mit passendem Antigen-Rezeptor; bildet für Immunität entscheidenden Gedächtniszellen
Passive Immunisierung
- Injektion von Antikörpern, die durch Sensibilisierung eines Tiers gewonnen wurden
- wirken schnell, aber nicht nachhaltig
- keine Immunität, denn keine Bildung von Gedächtniszellen