Gesang


K. D.
Diese Lernkarten behandeln die Physiologie der Stimme auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf die Anatomie und Funktion des Kehlkopfes, insbesondere die Stimmlippen und die Stimmritze. Sie beleuchten die Rolle der Taschenfalten, des Gaumensegels und der Nasenhöhlen bei der Klangbildung sowie die Bedeutung der Anfeuchtung und Schleimproduktion für die Stimme. Die Karteikarten eignen sich für Medizinstudenten und Sänger, die ein tieferes Verständnis der Stimmphysiologie und deren Auswirkungen auf die Klangqualität erlangen möchten.
Cartes-fiches
25
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
03.01.2017 / 08.05.2017

Cartes-fiches

Wie sind die Stimmlippe aufgebaut?

  • Schichtstruktur
  • bestehen aus Muskulatur, hauptsächlich aus dem Stimmmuskel
  • Ränder bestehen überwiegend aus elastischen Fasern ==> die Stimmbänder

Was ist die Taschenfalten?

  • befinden sich oberhalb der Stimmlippen
  • kräftige Wülste, die sich in das Kehlkopfinnere hineinwölben

Wo befindet sich die Morgagnische Tasche und welche Funktion haben sie?

  • zwischen Taschenfalten und Stimmlippen auf jeder Seite
  • produzieren Schleim zur Anfeuchtung der Stimmbänder
  • erleiden bei der Vokalbildung bestimmte Formveränderungen

 

Welche Funktion hat die Deckschicht / Schleimhaut, die den Stimmlippen aufgelagert ist?

  • sie ist mit den unterliegenden Bindegewebsstrukturen und der Vokalismuskulatur eng verflochten
  • dadurch bei der Phonation bestimmte Verformungen und Verschiebungen der Deckschicht
  • sog. Randkantenverschiebungen

Rolle Kehldeckel

  • beim Schlucken legt sich Kehldeckel durch Heben des Kehlkopfes auf den Kehlkopfeingang und lässt Speisen in den dahinter liegenden Speiseröhreneingang gleiten
  • je weiter der Kehldeckel sich aufrichtet, desto leichter erfolgt die Abstrahlung des ursprünglichen Stimmschalls
  • durch Senkung des Kehldeckels==> Verdumpfung des Stimmklangs (Bauchrednerstimme)

Wie verändert sich die Stimmritze?

  • in Ruhe: mittlere Weite, spitzwinklige, dreieckige Form
  • Einatmung: Weite vergrößert sich
  • unmittelbar vor Stimmgebung: verengt oder geschlossen
  • entweder nur der Bandteil der Stimmritze geschlossen, verengt oder geöffnet oder zusätzlich der knorpelige Anteil
  • Ausgelöst durch Auseinanderrücken oder Annäherung der Stellknorpel

Beschreibe den muskulären Aufhängemechanismus des Kehlkopfs und dessen Funktion.

  • es gibt Schildknorpelheber und Senker sowie Zungenbeinheber und -senker (vom Kinn zum Zungenbein und zum Schädel, bzw. vom Zungenbein zum Brustbein und zur Schlundmuskulatur)
  • Funktion: ermöglicht gewollte Tiefstellung des Kehlkopfs beim Aufwärtssingen

Musculus cricothyroideus

  • Äußerer Kehlkopfmuskel (paar) , verläuft seitlich recht und links zwischen Ring- und Schildknorpelunmittelbar an Stimmerzeugnung beteiligt, und zwar bei Singen in die Höhe
  • verursacht durch seine Kontraktion eine Streckung und vermehrte Spannung der Stimmlippen
  • bewirkt dadurch Länger- und Schmalerwerden der Stimmlippen

Binnenmusklen des Kehlkopfes

  • besorgen die feinere Bewegung der Knorpel gegeneinander
  • dienen damit der Atem- und Stimmfunktion
  • Glottisöffner, Glottisschließer, Stimmlippenspanner

Aufbau des Vokalismuskel

  • besteht aus mehreren Muskelbündeln mit sehr verschiedenem Ursprung und Ansatz, die z.T. auch schräg verlaufen oder sich kreuzen
  • nur die längsten Fasern haben einen zum Stimmband fast parallelen Verlauf
  • dadurch: sehr wechselhafter Spannungsmechanismus und damit Vielfalt im Schwingungsverhalten der Stimmlippen

Funktion des Vokalismuskel

  • Verkürzen der Stimmlippen im Sinne einer isotonen Kontraktion
  • Erhöhen der Spannung der Stimmlippe durch isometrische Kontraktion, wenn die anderen Kehlkopfmuskeln die Stellknorpel festhalten

Stellungen des Kehlkopfes - Besonderheiten

  • sehr bewegliches Organ
  • je nach Beansprachung Lageveränderung
  • Ansteigen beim Schlucken und Einatmung, Senken bei Ausatmung
  • für alle Vokale verschiedene Stellungen, ansteigend vom u über e zum i
  • gute Sänger singen aufsteigende Tonfolgen meist mit tiefgestelltem Stimmorgan

Stimmritze bei Ein- und Ausatmung

  • Weite der Stimmritze variiert entsprechend der Tätigkeit des Kehlkopfs
  • stimmlose Einatmung: Stimmritze weit offen, proportional zur Tiefe und Schnelligkeit der Einatmung
  • Ausatmung: Stimmritze verengt

Bewegung der Stimmlippen

Vertikalbewegung

  • Stimmritze öffnet sich unter Anblasdruck von unten nach oben fortschreitend und schließt sich so auch wieder
  • wenn der Luftdruck in der Stimmritze sinkt, strömt Luft von unten nach ==> saugt die medialen Flächen der Stimmlippen wieder zusammen

Horizontalbewegung

  • Öffnung vorn und hinten gleichmäßig, Mitte öffnet sich zuletzt

Randkantenverschiebung

  • wellenförmige Bewegungen mit Abschwächung uns Auslauf nach seitwärts

Wie verändert sich Länge der Stimmlippen und Weite der Stimmritze in Abhängigkeit von der Tonhöhe?

  • tiefe Töne: Stimmritze etwas geöffnet, Form eines gleichschenkligen Dreiecks; langsame, aisholende Schwingungen der Stimmlippen
  • steigende Tonhöhe: Stimmlippen strecken sich, spannen sich an, wobei der äussere Kehlkopfmuskel mitwirkt
  • hohe Töne Stimmlippen stark gespannt, gestreckt und verlängert; ganz schmaler Spalt der Stimmritze
  •  

Was ist der primäre Kehlkopfton?

  • Stimmtone, der unmittelbar nach Austritt des in der Glottisebene verformten Luftstroms von diesem verursacht wird, noch bevor er im Ansatzroht durch dessen Funktion zum endgültigen Stimmklang wandelt
  • obertonreiches, undifferenziertes Schwingungsgemisch
  • für unsere Ohren: rauhes, schnarrendes Geräusch

Was gehört zum Ansatzrohr?

Raum von den Stimmlippen (ausgenommen) bis zu den Mundlippen und Naseöffnungen.

  • Rachenraum, Mundhöhle, Nasenraum

Was / wo sind Taschenfalten?

  • drüsenreiche Wülste oberhalb der Stimmlippen
  • an Stimmbildung normalerweise unbeteiligt
  • Drüsen produzieren Schleim, die Stimmlipppen mit Feuchte überziehen
  • ist der Schleim zu dick und zäh kann die Tätigkeit der Stimmlippen beeinträchtigt werden

Was / wo morgagnische Tasche?

  • gewährleisten den Simmlippen Bewegungsmöglichkeit
  • selbst in Form und Ausdehnung wechselhaft
  • wechselnde Form mitbestimmend für die persönliche Klangfarbe der Stimme und für das sog. Decken eines Tones beim Kunstgesang

Was / wo Kehlraum?

  • liegt zwischen laryngealer Schallquelle und lautbildender REsonanzhöhle des Mundes
  • klangformend
  • Resonanzhöhle des Mundes: besonders Bildung der Sprachlaute
  • Kehlraum: Gestaltung der farbspendenden Klangabstufungen der menschlichen Sprach- und Sprechstimme

Was / wo Zunge?

  • beweglichstes Muskelsystem
  • Kraft, Beweglichkeit, fein abgestufte Koordination sind die motorischen Voraussetzungen für 2 Grundmerkmale der Laute:
    • Vielfalt und Variabilität (Lautabstufung)
    • Wiederholbarkeit
  • Zungenspitze wichtig für Lautbildung
  • durch Verbindung mit Gaumensegel auch entscheidend für bestimmte Gaumensegelbewegungen

Gaumensegel

  • beim Sprechen und Singen verlegt das Gaumensegel den Weg zur Nase
    • vollkommender Abscluss bei Verschlusslauten p, t, k, b, d, g
    • vollkommende Öffnung bei Nasenlauten m, n, ng
  • Bewegung durch kompliziertes Muskelsystem, das aus Gaumenhebern und Schlundschnürern besteht
    • durch deren Kontraktion zusammen mit Gaumensegel kommt es zum trichterförmigen Verschluss zum oberen Rachen hin

Nase - Rolle, Besonderheit

  • Nasenhaupthöhlen mit je 3 Nasenmuscheln
  • Nasenmuscheln können durch unterschiedliche Blutfüllung  eine sehr wechselhafte Form und GRöße annehmen und dadurch für die Luftdurchgängigkeit der Nase Bedeutung gewinnen
  • Nase dient dem Riechen, Anfeuchtung, Erwärmung und Entstaubung der Luft
  • beim Singen verstäken die Nasenhaupthöhlen gewissen Teiltöne (wahrscheinlich)

faukale Weite und Enge

  • große relative Weite im Rachen ==> weicherer, geschmeidigerer, vollerer, dunklerer Klang
  • Einengung des Rachens ==> härtere, sprödere, hellere und gedrückter Kland

Muskelpartien des Kehlkopfs und wo sie sich befinden

Étudier