Functional Food
Fragen aus der Vorlesung Biotechnologie
Fragen aus der Vorlesung Biotechnologie
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Was sind fuktionelle Lebensmittel?
Funktionelle Lebensmittel oder functional Food sind Lebensmittel mit einem spezifischen Zusatznutzen, der über den ernährungsphysiologischen Nutzen der darin enthaltenen Nährstoffe hinausgeht.
Beispiele für Functional Food
- LC1 Jogurt
- Multivitaminsaft
- Ovomaltine
Wie sind die gesetzlichen Regelungen für Functional Food/Speziallebensmittel?
Gesetzgebung EU (2007)
- Nährwert- und gesundheitsbezogene Aussagen über Lebensmittel müssen wahr und belegbar sein.
Es sollte sich ausschliesslich um übliche Lebensmittel als Bestandteil der täglichen Mahlzeiten handeln, nicht zum Beispiel um Nahrungsergänzungsmittel.
Sollte eine Modifikation gegenüber dem herkömmlichen Lebensmittel aufweisen, die auch im Endprodukt identifizierbar ist.
Modifikation muss einen für den Verbraucher konkreten nachweislichen Nutzen über die übliche Nährstoffversorgung hinaus bieten.
- Klare Trennung zwischen Lebens- und Heilmittel
- keine Anpreisung auf Behandlung oder Hilung einer Krankheit
Im schweizerischen/internationalen Lebensmittelrecht ist functional Food nicht definiert. In der Regel fallen diese LM in die Kategorie der Speziallebensmittel. Diese LM benötigen eine Bewilligung und werden auf Hinblick von Täuschungsschutz und Gesundheitsschutz geprüft.
Definition Speziallebensmittel
Speziallebensmittel sind LM die aufgrund ihrer, die aufgrund ihrer Zusammensetzung oder ihrer besonderen Herstellungsart für eine besondere Ernährung bestimmt sind.
Gründe für die Herstellung von Functional Food
- Lebensmittel mit günstigen oder schlechten Stoffen oder Wirkungen werden verändert.
- Entfernung unerwünschter Bestandteile
- Aufkonzentrierung von gewünschten Bestandteilen.
- Zusätzlicher Inhaltsstoff
- Verbesserte Bioverfügbarkeit.
Biotechnologisches Verfahren mit denen Functionalfood hergestellt wird
- Enzymatische oder fermentative Verfahren.
- Herstellung mit Algenkulturen oder pflanzlichen Zellkulturen
- Herstellung mit GVOs (Gentechnisch veränderte Organismen)
Probiotika
lebende Mirkoorganismen, die sich nach oraler Aufnahme längere Zeit im Intestinaltrakt ansiedeln können und eine positive Wirkung auf die Gesundheit des Menschen ausüben
Prebiotika
nicht-verdauliche Lebensmittelbestandteile, die die Gesundheit verbessern, indem sie die Darmflora durch die selektive Stimulation gewisser probiotisch aktiver Bakterien günstig beeinflussen
Symbiotika
Mischung von Pro- und Prebiotika
kann functional Food ohne GVO hergestllt werden?
Ja indem: Enzymatische oder fermentative Veränderung von Bestandteilen von Lebensmitteln, Herstellung mit Algen- oder pflanzlichen. Zellkulturen, Züchtung von Nutzpflanzen mit erhöhten Gehalt an Sekundärstoffen, Herstellung von probiotischen Lebensmittel v.a. fermentierte Milchprodukte, Entfernung ungewollter Substanzen
kann functional Food mit GVO hergestellt werden
Ja
- GVO Pflanzen mit verändertem: Fettsäuremuster, erhöhtem Vitamin E-Gehalt, erhöhtem Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltstoffen
- GVO probiotische MOs mit verbesserter Ansiedlungsfähigkeit im Darm, erhöhter Magensäureresisten
Wichtige Eigenschaften von Probiotischen Keimen
Grundsätzlich die Fähigkeit den Darm leben zu erreichen, sich dort anzusiedeln und die Zusammensetzung bzw. Aktivität der endogenen Darmflora günstig zu beeinflussen
- gesundheitliche Wirkung klinisch belegt
- sicher für den menschlichen Verzehr
- Anheftungsfähigkeit an den menschlichen Darm...
Wie werden probiotische Keime gewonnen?
aus einem gesunden Menschen isoliert