Histo-/Makropathologie ZNS

Histologie/Makropathologie ZNS

Histologie/Makropathologie ZNS


K. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die makro- und mikroskopische Pathologie des zentralen Nervensystems (ZNS) auf Universitätsniveau. Sie decken eine Vielzahl von Tumoren wie Astrocytome, Meningeome und Medulloblastome ab, sowie degenerative Erkrankungen wie die Amyotrophe Lateralsklerose und Morbus Alzheimer. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich auf die Diagnose und Behandlung von ZNS-Erkrankungen spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Definitionen, Lokalisationen und mikroskopischen Merkmalen bieten.
Karten
32
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.12.2016 / 20.12.2016

Lernkarten

Hirnödem: Pg und Makro

Pg:

  •  vasogen: Fkt.-Störung Blut-Hirnschranke --> Kapillarpermeabilität + --> Austritt Plasma und -proteine --> Flüssigkeitsansammlung interzellulär Raum. Ursache: Viele ZNS-Erkrankungen, Tumore, entzündlich, Trauma, Blutung, Krieslaufstörung
  • zytotoxisch/zellulär: Zusammenbruch Zellstoffwechsel --> Na/K-ATP-Pumpe fkt. nicht --> Einstrom Wasser und Na in Zelle --> intrazelluläre Volumenzunahme. Ursachen: Kreislaufstörungen, Stoffwechselstörungen (hepatogene Enzephalopathie), toxine, Intoxikation, "Wasserintoxikation" bei Hypernatriämie-Korrektur

Makro: weiche abgeflachte Gyri, verschmälerte Sulci, komprimierter Ventrikel, vasogen vor allem in weisser Substanz, zytotoxisch/zellulär in grauer und weisser Substanz

Globale/diffuse Ischämie: Ae und Morpho (Stadien)

Ae: Schwere Hypotonie, Schock --> globale Minderperfusion

Morpho: Grenzzoneninfarkte = kleine, multiple streifenförmige oder konfluierende Rindeninfarkte entlang der Grenzzone der Versorgungsgebiete der A. cerebri media und ant. (Mantelkante). Meist symmetrisch bds. 

 

Stadium 1 (1d):

  • Makro: Erweichung (Enzephalomalzie) , unscharfen Rinden-Markgrenze, Ödem
  • Mikro: red neurons (eosinophile Degeneration von Neuronen und Kernpyknose), ödematöser Randsaum

Stadium 2 (1-14d)

  • Makro: Kolliquationsnekrose, Pseudozystenbildung
  • Mikro: Makrophagen (Fettkörnchenzellen, foamy à Aufnahme lipider Debrid aus Nekrose), perifokale Gliose, Gefässproliferation (letztere makroskop. als bräunlich rote Streifen)

Stadium 3 (> 14d)

  • Makro: Narbe (v.a. Rinde), Pseudozyste (intrazerebral)
  • Mikro: Glianarbe und reaktive Astrozyten

Akute fokale zerebrale Ischämie: Def., Ae., Morph. (2 Arten von Infarkt)

Def: Ischämischer Hirninfarkt auf Grund eines akuten Verschlusses eines Hirngefässes (stroke)

 

Ae:

  • Embolie (Vorhofflimmern, Myokardinfarkt (murale Thromben), artherioskleritische Plaques
  • Thrombosen
  • Dissektion
  • Vaskulitis

 

Morphologie:

 

Anämischer Infarkt (Blutversorgung vollständig unterbrochen)

  • Makro: Rindi-Markgrenze verwischt, gelber Erweichungs- und Verflüssigungsherd, schlieeslich Gliose (Glianarbe) evtl. Liquorgefüllte Kavität (keine BG-Narbe)
  • Mikro: red neurons, ödematöser Randsaum; Kolliquationsnekrose, Makrophagen (foamy), Gefässproliferation, Gliose (= Atrozyten versuchen den Defekt mit Fortsätzen zu überbrücken); Glianarbe oder Pseudozyste

 

Hämorrhagischer Infarkt (wenn Blutzufuhr nur unvollständig oder zeitweise unterbrochen ist à sekundäre Einblutung)

  • Ist bei art. Infarkt nur auf graue Substanz beschränkt
  • CAVE Antikoagulantien können bei Hirninfarkten zu schweren sekundären Einblutungen füren
  • Makro: Multiple petechiale Einblutungen v.a. bei embolischem Geschehen, Gebiet geschwollen und aufgeweicht, zuerst blaurot, später bräunliche Verfärbung (brauen Enzephalomalzie)
  • Mikro: wie anämischer Infarkt aber am Rand der Läsion hämosiderinbeladene Histiocyten (à bräunliche Farbe)

Hypertensive Encephalopathie: Def und eine Sonderform

Multiple bilaterale Infarkte in grauer und weisser Substanz als Folge von hypertoniebedingter Arterio- und Arteriolosklerose sowei thrombotischen und embolischen Ereignissen. Hypertensive Massenblutung (intrazerebale Blutung) möglich.

Z.T. auch mit generalisiertem Hirnödem

 

Sonderform: Status lacunaris:

  • Multiple Mikroinfarkte in Stammganglien, Striatum --> wenige Milimmeter grosse Erweichungsherde

Epiduralhämatom Def., Ae., Pg., Kl.

Def: Blutansammlung im Epiduralraum ( fiktiver Raum zwischen Dura und Perios (verwachsen miteinander)). Meist durch Ruptur A. meningea media

 

Ae: meist traumatisch, 90% mit Schädelfraktur verbunden

 

Pg: meist 12- 24h bis Druck durch einfliessendes Blut zu Ablösung Dura von Periost --> erst dann intrakranielle Druckerhöhung --> mind 24h Überwachung nach SHT

 

Kl. Akuter Notfall durch massiver intrakranielle Druckerhöhung à Herniation und Einklemmung

Subduralhämatom: Def., Ae., akut und chronisch, makro

Def.: Venöse Blutung in (virtueller) Raum zwischen Dura und Arachnoidea durch Zerreissung von Brückenvenen.

 

Ae.: meist traumatisch

 

Kl:

  • Akutes SDH: meist traumatisch, im Gegensatz zu EDH kein symptomfreies Intervall
  • Chron. SDH: Bagatelletrauma --> Zerreissung Brückenvenen --> erst im Verlauf von Wochen rezidivierende Blutungen aus entstandenen Granulationsgewebe mit signifikantem raumforderendem Effekt

 

Makro: Hämatom auf Hirnoberfläche, welches sich nicht bis in Sulci ausdehnt

Subarachnoidalblutung Ae., Pg.

Ae.: 80% Ruptur eines Aneurysma des Cirulus art. Willisi

Pg: Meistens spontane Ruptur --> Subarachnoidale Tamponierung der äusseren Liquorräume --> Liquorzirkulations- und resorptionsstörungen --> intrakranieller Druckanstieg

Intracerebrale Blutung: allg., Pg., Makro., Ko., andere seltenere Ursachen

Allg.

  • Diapedeseblutung (aus Kapillaren)
  • Rhexisblutung (Riss von Arterien) --> Massenblutung

 

Pg: Hypertensive Massenblutung (> 50%) bei hypertensiver Arteriosklerose und Hyalinose --> Wandschwäche à evtl. Mikroaneurysmen, Status lacunaris

Meist im Bereich der Basalganglien

 

Makro: grosse Blutungshöhle umgeben von zerfetzem und ödematösem Gewebe, durch Resorption kommt es zu einer Pseudozyste

 

Ko: Einblutung ins Ventrikelsystem --> Hämaticephalus internus, Ventrikeltamponade

 

Andere Ursachen für intrazerebrale Blutungen:

  • Kongophile Angiopathie --> erhöhte Gefässfragilität (à M. Alzheimer)
  • SHT --> Diapedeseblutung in den Kontusionsherden
  • Aneurysmen, Angiome

Akute eitrige Meningitis: Def., Ae., Liquor, Lok., Makro, Mikro, Ko, DD

Def.: Ansammlung eines eitrigen Infiltrats im Subarachnoidalraum

 

Ae:

  • E. coli, beta-hämolysierende Strept. (NG)
  • Häm. Infl. (NG)
  • Nsseria meningitidis (Kinder und Jugendliche)

 

Liquor: Zellzahl und Proteine erhöht, Glucose vermindert, trüb bis eitrig

 

Lokalisation: frontoparietal über Grosshirnhemispähren

 

Makro: Leptomeningen nicht mehr transparent ev. Eiteransammlung, durch Schwellung wegen Infektion kortikale Windungen nicht mehr zu erkennen (Sulci weniger).

 

Mikro: Zahlreiche Neuros im Subarachnoidalraum und perivaskulär im Cortex

 

Ko: adähsive Arachnoiditis, Fibrose der Meningen

 

DD: Virale Meningitis, Hirnabszess, Subduralempyem

Hirnabszess: Def., Err., Makro, Mikro

Örtlich begrenzte eitrige Einschmelzung des Hirnparenchyms. Durch Sepsis, Endokarditis

 

Err: Staph. Aureus, Strept. Pyogenes

 

Makro: solitäre oder multiple gelbliche Nekroseherde mit zunächst einem hämorrhagischem Randsaum, später Abkapslung. Bei Fortleitung Otitis media typische Lokalisation in Temporallappen, Mastoiditis --> Kleinhirn

 

Mikro: polymorphkernige Granulozyten und Zelldedritus. Randzone mit Granulationsgewebe mit Makrophagen und starker Kapillarproliferation, dieses fibrosiert zunehmend --> Abszesskapsel. Aussehalb Kapsel Astrogliareaktion ohne entzündl. Infiltrat.

Subdurales Empyem: Def.

Nachbarschaft fortgeleitete bakt. Entzündung z.B. Sinusitis, Otitis media oder Kiefer.

Meningoencephalitis durch Tuberkulose: Def., Lok., Makro, Mikro, Ko

Verkäsende Granulome im Subarachnoidalraum

 

Lok: vor allem Cisternen der Hirnbasis

 

Makro: trübung der Meningen an der Hirnbasis

 

Mikro: käsige Nekrose, typische granulomatöse Entzündung, charakteristisch: starke BG-Proliferation

 

Ko:

  • Übergreifen der Entzündung auf Gefässe --> obliterative Endarteriitis à Infarkte
  • Arachnoidale Fibrose --> Hydrozephalus
  • Tuberkulom: intraparenchymatöser kalter Abszess --> feste BG-Kapsel und zentrale verkäsende Nekrose evtl. Verkalkung --> CT und MRT tyische Ringstruktur

Virale Meningoencephalitis: mikro

Sehr variables Bild

 

Mikro:

  • Mononukleäre Infiltrate
  • Gliazell-Reaktion
  • Neuronophagie (Phagozytose untergegangener Neurone)

Spongiforme Enzephalopathie: Def., Pg., Makro, Mikro

Auch Prionerkrankung, neurodegenrative Erkrankung, Creutzfeldt-Jakob

 

Pg: infektiöses, resistentes und übertragbares mutiertes Prion-Protein mit lediglich unterschiedlicher (Sekundär- und) Tertiärfaltblattstruktur führt zur Konformationsänderung physiologischer PrP --> intrazelluläre Vakuolisierung und Nueronenuntergang

 

Makro: atrophie Grosshirnrinde

 

Mikro: spongiöse Auflockerung der grauen Substanz (diffus oder lokal) durch Ganglienzellverlust und reaktive Astrozytose (Gliose), kein Infiltrat (!)

Multiple Sklerose: Def., Lok., Makro, Mikro, Kl., Liquor

Schubförmig auftretende, umschriebene Demyelinisierung.

 

Lok: In allen Abschnitten der weissen Substanz möglich. Bevorzugt in Nachbarschaft zu Ventrikelsystem, häufig auf Rinde-Mark-Grenze

 

Makro: gräuliche Plaques, multipel in weisser Susbtanz

 

Mikro:

  • Aktive Plaques: Zeichen des Myelinabbaus, lipidgefüllte Makrophagen, perivaskulär betontes lymphplasmozelluläres Infiltrat
  • inaktive Plaques: fast kein Myelin mehr, Gliose

 

Kl: sehr variabel, Optikusneuritis, Hirnnervenausfälle, Ataxie, Spastik, Inkontinenz, sensomotorische Störungen

 

Liquor: Gammaglobuline erhöht, typischerweise ooligoklonale Banden

Morbus Alzheimer: Def., Makro, Mikro

v.a. Cortex betreffende neurodegenerative Erkrankung, häufigste Ursache Demenz im Alter

 

Makro: Atrophie des Kortex --> weite Sulci, schmale Gyri, weite Ventrikel

 

Mikro: Trias (spez.)

  • Zytoskelletveränderungen: flammenartige Filamentbündel, abnormes Tau-Protein, v.a. im Kortex und Hippocampus, Silberfärbung
  • Neuritische Plaques: zentraler Amyloidkern (beta-Amyloid) umgebende degenrierende Neuriten und Astrozytenfortsätzen, Diffuse Plaques ohne umgebende Neuriten, v.a. im Kortex und Hippocampus, Silberfärbung
  • Kongophile Angiopathie: beta-Amyloid-Ablagerungen in leptomeningealen Gefässen

Granuvakuoläre oder stäbchenförmige Einschlüsse (Hirano-Körper) nicht spez. Aber kommen vor.

M. Parkinson: Def., Kl., Makro, Mikro

Neurodegenerative Erkrankung, nigrostriatale extrapyramidales System

 

Kl.: Akinesie + mind. 1 aus 3: Rigor (axial und sital), Ruhetremor, posturale Instabilität; sonst Maskengesicht, Kleinschrittiger Gang

 

Makro: Abblasung und Depigmentierung Substantia Nigra

 

Mikro: Verlust Neurone Susbtantia Nigra (--> Dopaminmangel), Gliose, Lewy-Körperchen (intrazytoplasmatische eosinophile Einschlüsse (alpha Synuclein), Cortex und Substantia nigra)

Amyotrophe Lateralsklerose: Def., Kl., Makro, Mikro

Untergang der 2. Und 1. Motoneuron, sporadisch, Pg unbekannt

 

Kl.: Unspez. Dann --> atrophische Parese, Faszikulationen, bulbäre Symptomatik (Schluck-, Kau-, Kehlkopfmusk. --> Schluck- und dann Sprachstörung) ----> 2.Motoneuron

--> dann spast. Parese, lebhafte Reflexe, Pyramidenbahnzeichen ----> 1. Motoneuron

 

Makro: Atrophie Vorderhorn RM, Atrophie und Demyelinisierung Tractus Corticospinalis später sogar bis Gyrus prezentrais

 

Mikro: Neuronenverlust und Gliose Vorderhorn

Hirntumore allgemein: Eint, Lok., Kinder

Eint.:

  • Metastasen (häifigste)
  • Gliome (2. Häufigste): Astrocytom, Oligodendrogliom, Ependymom, Medulloblastom
  • Mesenchymalen Tumore (3. Häufigste): Meningeom

 

Lok.:

  • Erwachsene: supratentoriell --> v.a. Herdsymptome
  • Kinder: infratentoriell --> v.a. Störung der Liquorpassage

 

Kinder: Pilocystische Astrocytom, Medulloblastom, Ependymom

Astrocytome allgemein: Erwachs. und Kinder Lok.

Kinder: Kleinhirn

Erw.: Grosshirn

Pilocystische Astrocytom: Lok, Makro, Mikro

Grad I Astrocytom, Häufigste Tumor Kinder und Jugendliche, langsam infiltrierend

 

Lok: Kleinhirn und sonst um Mittellinie des Gehirns (N.opt., Tr.opt., Hypothalamus, med. Temporallappen

 

Makro: oft Pseudozyste mit randständigem Tumor oder solide umschrieben

 

Mikro: zellarmer Tumor, faserreiche Astrozyten mit langen Fortsätzen, eosinophile Strukturen in Fortsätzen (= Rosenthal-Fasern), selten Mitosen, keine Nekrosen.

Niedriggradiges (diffus infiltrierendes) Astrocytom: Def., Lok., Makro, Mikro, Variante

Grad II Atrocytom, Geringe Wachtumstendenz, diffus infiltrierend in benachbarte Strukturen, v.a. Erwachsene

 

Lok.: Grosshirnhemisphäre

 

Makro: infiltrativ aber nicht detruierend, Auftreibung benachbarter Strukturen, Grenze zum Hirngewebe unscharf, Schnittfläche homogen, grau oft glasig.

 

Mikro: geringe Zelldichte, faserreiche Zellen (GFAP-pos.), zahlreiche Mikrozysten

Variante: Gemischtozytische Astrocytom: „gemästete“ Atrocyten mit viel eosinophilem Zytoplasma

Anaplastische Astrocytom: Def., Makro, Mikro

Grad III Astrocytom, Entwicklung aus Grad II.

 

Makro: Wie Grad II --> infiltrativ aber nicht detruierend, Auftreibung benachbarter Strukturen, Grenze zum Hirngewebe unscharf, Schnittfläche homogen, grau oft glasig.

 

Mikro: zunehmende Hyperzellurarität, starle Polymorphie, hohe Mitoserate, Proliferation/Hyperplasie Kapillarendothelien (--> fragil --> Blutungen)

Glioblastoma multiforme: Def., Lok., Makro, Schmetterlingsgliom, Mikro

Grad IV Astrocytom, 40-60 LJ, malignester Tumor des Adulten, invasives Wachstum

 

Lok.: v.a. Grosshirnhemisphäre, selten multifokal

 

Makro: buntes Bild --> gelbliche Nekrosen, Blutungen, Zytsne, grau-weisses Tumorgwebe. Wachstum entlang kompakter Faserbündel --> Corpus Callosum --> Befall beider Hemisphären = Schmetterlingsgliom

 

Mikro: hohe Zelldichte, variable Polymorphie (spindelig, zytoplasmareiche Riesenzellen), hohe Mitoserate. Charakteristisch: flächige oder strichförmige Nekrosen um die sich Tumorzellen (Palisadenstellung der Kerne) radiär anordnen. Ausgeprägte Gefässproliferation.

 

Oligodendrogliom: Def., Lok., Makro, Mikro

40-50 LJ, weisse Substanz, langsames Wachstum

 

Makro: Umschriebener grauer, gelatinöser Tumor, häufig mit Blutungen, Zysten und Verkalkungen

 

Mikro: zellreich, isomorphe Zellen mit rundem Kern und perinukleär Hellem Zytoplasma --> Bienenwabenmuster oder Spiegel-Ei; kleine Verkalkungen

Medulloblastom: Def., Lok., Makro, Mikro

Embryonaler Tumor des Kleinhirns, 2. Häufigster Tumor des Kindes, hohe Malignität, rasches Wachstum, subarachnoidale und ependymale Ausbreitung im IV Ventrikel

 

Lok.: v.a. im Kleinhirnwurm, wenn ausserhalb des Kleinhirns --> primitive neuroektodermale Tumor (PNET)

 

Makro: weich, feinkörnig, grauweiss bis rötliche Masse, meist scharf begrenzt, ependymale/subarachnoidale Ausbreitung möglich

 

Mikro: Hyperzelluraritär, dicht gelagerte Zellen, häufige Mitosen, small round blue cells (--> kleine cytoplasmareiche Zellen). Rosettenartige Anordung der Zellen (Homer-Wright-Rosetten)

Ependymom: Def., Lok. , Makro, Mikro

Grundsätzlich benigne, Ependymzellen

 

Lok: intra- oder periventrikulär, bevorzugt Seitenventrikel oder IV Ventrikel (--> v.a. bei Kindern)

 

Makro: grob- bis feinknotig, scharf abgegerenzter Tumor, graue Schnittfläche, exophytisches Wachstum

 

Mikro: zellreich, Bildung von Rosetten und perivaskulären Pseudorosetten.

 

Plexupapillom: Def., Lok., Makro, Mikro

benigner Tumor des Plexus choroideus

 

Lok: Kinder-Seitenventrikel, Erwachsene-IV Ventrikel

 

Makro: exophytisches Wachstum, blumekohlartige papilläre Oberfläche

 

Mikro: schwierig von Plexu choroideus zu unterscheiden

 

Meningeom: Def., Lok., Makro, Mikro

Benigner Tumor, langsames, verdrängendes Wachstum, von Arachnoidalzellen ausgehend, meist solitär. Frauen>Männer

Speziell: gelegentlich mit Hormonrepzeptoren (Progesteron, Östrogen, Androgene)

 

Lok: parasagital, falx cerebri, Keilbein, Felsenbein, Olfaktoriusgrube

 

Makro: kugelig, derb, abgekapselt, oft verkalkt, oft mit Dura verwachsen, Schnittfläche grau.

 

Mikro: Meningithelialer Typ (häufigste) --> wirbelförmig angeordnete polyginale Zellen, Psammonkörper (verkalktes Hyalin).

Varianten: vollständig (fibroplastischer Typ) oder partiell (Mischtyp) aus fibriblastenartigen Tumorzellen aufgebaut

Hirnmetastasen: Def., Lok., Makro

Häufigster Hirntumor!

 

Ae:

  • Bronchus-Ca
  • Mamma-Ca
  • Malignes Melanom
  • Nierenzell-Ca
  • GIT-Ca

 

Lok: Rinde-Mark-Grenze

 

Makro: meist gut abgrenzbar, häufig multipel oft zentrale Nekrose

 

Lymphome: oft Infiltration Hirnparenchym

Leukämie: oft Meningeosis leukämica

Neurinom: Def., Makro, Mirko

Benigner Tumor, ausgehend von Schwann’schen Zellen des peripheren Nervs

 

Akustikusneurinom: Tinitus, Hörstörungen, GGW-Störungen, Nystagmus

 

Makro: grauweiss, glasig, evtl, zystisch mit BG-Kapsel

 

Mikro:

  • Antoni A: zelldicht, spindelige Zellen, pallisadeförmige Anordnungen
  • Antoni B: zellarm, myxoide, retikuläre Komponente

Neurofibrom: Eint, Makro, Mikro

Eint: kutanes, solitäres, plexiformes Neurofibrom für Phakomatosen s. Skript S166)

 

Makro: weiss,grauweiss, kugelig

 

Mikro: Spindelförmige Schwannsche Zellen mit zigarrenförmigen Kernen, wellige Kollagenfaserformationen ev. Mukoide degenrative Veränderungen

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