Mikrobiologie Teil 1 - Mikroorganismen

Biodiversität und Evolution

Biodiversität und Evolution


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Mikrobiologie, insbesondere die verschiedenen Gruppen von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Algen und Protozoen. Sie behandeln deren Wachstum, Vermehrung, Stoffwechsel und ihre Bedeutung im Alltag, in der Landwirtschaft und der Industrie. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Biologie, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis der mikrobiellen Prozesse und ihrer Anwendungen vertiefen möchten.
Flashcards
19
Students
4
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
13.12.2016 / 05.02.2017

Flashcards

Was ist Mikrobiologie?

- NaturWissenschaft, die sich mit Mikroorganismen beschäftigt

Mikroorganismen - Organismen, die man mit bloßem Auge nicht sehen kann

Ausnahmen: Pilze, Schimmel, Photo-/ Purpurbakterien u.Ä.

Typisch Mikroorganismen!

1. Metabolismus - Erzeugung der Vorläufer von Makromolekülen 

2. Vermehrung (Wachstum)

3. Differenzierung

4. Kommunikation

5. Bewegung

6. Evolution

Maschinen- und Kodierungsfunktion von Zellen

Kodierungsfunktion: DNA > Replikaion/Transkription (RNA) > Translation, Protein

►Weitergabe der in der DNA kodierten Gene

Maschinenfunktion: Energie (ADP + P4 ⇒ ATP) > Metabolismus > Enzyme (Ktalysatoren des Wachstums)

►Vermehrung (Wachstum)

Mikroorganismen im Alltag - Nahrung

Konservierung

Herstellung (Fermentation)

Lebensmittelzusätze

Mikroorganismen im Alltag - Landwirtschaft

• Abbau Pflanzenschutzmittel

• Speicherung und Transformation überschüssiger Dünger

• Verbesserung Bodenstruktur

• Schutz vor Pflanzenkrankheiten

►N2-Fixierung: N2 → 2 NH3 → NO3-  ►S → SO4(2-) → H2S

►Viehhaltung: Cellulose → CO2 + CH4 + Tier. Eiweiß

Mikroorganismen im Alltag - Energie und Umwelt

• Biologische Brennstoffe - Methan

• Biologische Entsorgung - Öl + O2 → CO2

• Mikrobielle Erzgewinnung

• Mais wird durch Gärung zu Ethanol

Mikroorganismen im Alltag - Industrielle Mikrobiologie

Natürliche Bildung von wertvollen Chemikalien (Aroma-/Farbststoffe)

Gentechnische Optimierung (neue Antibiotika)

Gentechnische Herstellung neuer Verbindungen (Insuline)

Die Rhizosphäre

• Bodenbereich wird von leb. Pflanzenwurzeln durch Rhizodepositonen beeinflusst:

Rhizodepositonen = Substanzen, die von der Pflanzenwurzel in den Boden abgegeben werden (Wachstum, Signal für Bakterien)

►Bakterien und Pilze versorgen die Pflanze mit Nährstoffen

Geschichte der Mikrobiologie

Robert Hooke - erste Darstellung von mikroorganismen

Antoine von Leeuwenhoek - entdeckt Protozoen und Bakterien

Louisa Pasteur - erster Nachweis von metabolisch aktiven Mikroorganismen (Exp. Schwanenhalskolben)

► 1. Frühzeit: Entdeckung, Medizinische u. allgemeine Mikrobiologie

► 2. Ära der Mikrobiologie: allg. Mikrobiologie

► 3. Molekulare Mikrobiologie: Genomik, Proteomik

Gruppen der Mikroorganismen

• Viren- und Bakteriophagen

• Prokaryonten - Bakterien, Archaeen

• Eukaryonten - Protozoen, Algen und Flechten, Pilze

Viren und Bakteriophagen

- sehr klein (10 bis 100 nm)

- mit DNA oder RNA und Struktur schützenden, gebenden Proteinen (Hüllproteine/Kapside)

- nur lebendig, wenn sie in Wirtsorganismen sind → keine echten Organismen, genetische Programm nicht ausreichend für lebensnotwendige Funktionen

- Vermehrung erfolgt über genetisch kodierte Funktionen der Wirte, welche "umprogrammiert" werden

Bakterien

  • zahlreich
  • pathogen bis symbiontisch
  • hohe Vielfalt, große metabolische Vielfalt
  • hohe aktive Oberfläche - hohe Umsatzraten bei hohem Oberfläche-Volumen Verhältnis
  • viele "nicht-kultivierbare" Organismen

Archaea

  • mikroskopisch ähnl. wie Bakterien
  • sehr alt, dadruch sind viele an extreme Umweltbedingungen angepasst
  • immer anaerober Stoffwechsel (anfällig für Sauerstoff)
  • einzige biologische Methan-Produzenten

Pilze

  • Abbau von Pflanzenresten in der Streuschicht
  • Lebensmittelverderber, Antibiotika- u. Mykotoxinbildner
  • extrazelluläre Enzyme f. Abbau von Polymeren wie Cellulose, Pektine
  • viele mit kompliziertem Sex-Leben: Hauptfrucht- und Nebenfruchtformen
  • Sporen überall verbreitet

Algen

  • Photosynthetische, eukaryontische Mikroorganismen
  • lichtabhängig, empfindlich gegen Austrocknung
  • terrestische Eroberung zusammen mit Pilzen ...

...als Flechten

Flechten - Symbiosen zw. Algen und Pilzen

  • Pilze: Thallus, schützt vor Austrocknung
  • Algen bzw. Cyanobakterien: CO2- Bindung oder Bindung von molekularem Stickstoff aus Atmosphäre
  • typische Primärbesiedler

Protozoen - heterotrophe, einzellige Eukaryonten

  • Amöben, Ciliaten, Flagellaten
  • fressen Bakterien oder kleine org. Partikel
  • stark wasserabhängig - Möglichkeit zur Cystenbildung
  • viele pathogene Protozoen (z.B. in Trinkwasser)

Aufbau Prokaryonten

Aufbau Eukaryonten

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