...


Carmen Metzger
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und ihre zentralen Konzepte. Sie decken Themen wie Unternehmensziele, Produktionsfaktoren, Steuerung und Kontrolle sowie verschiedene Unternehmensbereiche wie Marketing, Produktion und Finanzen ab. Die Karteikarten sind ideal für Schüler, die die Grundlagen der BWL verstehen möchten, da sie klare Definitionen, Ziele und Aufgaben der BWL vermitteln.
Karten
55
Lernende
23
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
05.02.2013 / 19.07.2023

Cartes-fiches

Wirtschaft

alle Institutionen und Prozesse, die direkt oder indirekt der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse nach knappen Gütern dienen

Wirtschaften

Tätigkeiten von Menschen zur Befriedigung von Bedürfnissen

Bedürfnisse

Wunsch nach Veränderung negativ empfundener Mangelzustände

Bedarf

in Form von Gütern konkretisiertes Bedürfnis

Bedarf

in Form von Gütern konkretisiertes Bedürfnis

Güter

Mittel zur Bedürfnisbefriedigung

Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Bestehen der Unternehmen

Unternehmensaktivitäten ausgerichtet auf die Durchsetzung betriebswirtschaftlicher Erfordernisse hoher Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Rentabilität bei steter Gewährleistung der Liquidität des Unternehmens

Betriebswirtschaftslehre

eigenständiges Teilgebiet der Wirtschaftswissen-schaften, auf dem ökonomischen Prinzip gründend

wesentliche Arbeitsrichtungen der BWL

a) beschreibend/deskriptiv: Aufgabe, alle relevanten Tatbestände und Sachbeziehungen aufzuführen und in ihrem Systemzusammenhang zu ordnen, die das wirtschaftliche Handeln der Unternehmen im Kontext zu seiner Umwelt initiieren, fördern oder hemmen,


b) erklärend/explikativ: Aufgabe, das zielorientierte, rationale Handeln und Verhalten der Unternehmen mit den dahinter stehenden Gesetzmäßigkeiten für Theorie und Praxis transparent zu machen und


c)normativ/präskriptiv: Aufgabe, Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Praxis der Betriebswirtschaft der Unternehmen abzuleiten und sichtbar zu machen, in welcher Weise handels-und steuerrechtliche Rahmenbedingungen einer prosperierenden Unternehmenstätigkeit dienlich sein können oder diese eher hemmen

Die ökonomische Seite des Unternehmenshandelns steht in enger Wechselwirkung zu

technisch-technologischenProzess-und Umweltbedingungen und entsprechenden Einflussfaktoren


rechtlichenRahmenbedingungen und Zusammenhängen


sozialenErfordernissen, Bedingungen und Auswirkungen sowie


ökologischenNutzungsbedingungen, aber auch Folgen der Unternehmenstätigkeit.

Arten von Bedürfnissen

Existenzbedürfnisse/primäre Bedürfnissez.B. Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Unterkunft


Grundbedürfnisse sind zwar nicht existenziell, ergeben sich aber aus dem kulturellen und sozialen Leben sowie dem allgemeinen Lebensstandard einer Gesellschaft, z.B. Bedürfnisse nach Kultur, Sport, Reisen


Luxusbedürfnissez.B. Bedürfnisse nach Schmuck, Luxusautos

Bedürfnispyramide nach Maslow (1954)

Selbst-verwirk-lichung


Ich-Bedürfnisse(Anerkennung, Geltung)


Soziale Bedürfnisse(Freundschaft, Liebe, Gruppenzugehörigkeit)


Sicherheitsbedürfnisse(materielle u. berufliche Sicherheit)


Grundbedürfnisse(Essen, Trinken, Schlafen)

Bedürfnisse, Bedarf und Nachfrage: Beispiel

Verspürt ein Individuum den Wunsch, in den Urlaub zu fahren, ohne den genauen Zielort angeben zu können, spricht man von einem Bedürfnis.


Wird dieses Bedürfnis dahingehend konkretisiert, dass ein konkreter Urlaubsort in Österreich genannt werden kann, wird aus dem Bedürfnis ein Bedarf.


Zur Nachfrageentwickelt sich dieser Bedarf, wenn die Person über die finanziellen Mittel verfügt, um die Reise nach Österreich bezahlen zu können und sie bereit ist, die Mittel auch für diesenZweckauszugeben.

Einteilung von Gütern

nach der Verfügbarkeit:
freie Güter sind für jedermann beliebig verfügbar Bsp.: Luft zum Atmen, Sand in der Wüste
knappe Güter erfordern zumeist eine Gegenleistung (i.d.R. Geld)Bsp.: Autos, Lebensmittel, Rohstoffe


nach der Beschaffenheit:
materielle Güter: körperliche Gegenstände oder SachenBsp.: Computer, Haus, Spielzeug
immaterielle Güter: Dienstleistungen, Informationen, Rechte, andere immaterielle Werte (Firmenimage, Markenname)Bsp.: Patent, Urheberrecht, Image, Markenname

nach der Verwendung:
Konsumgüterdienen unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung;Bsp.: Nahrungsmittel, Kleidung
Produktionsgüterbzw. Produktionsfaktoren: zur Herstellung von Konsumgütern benötigt mittelbare BedürfnisbefriedigungBsp.: Maschinen, Schrauben


nach der Wiederverwendbarkeit:
Gebrauchsgüter: wiederholt zur Produktion oder zum Konsum einsetzbar;Bsp.: Kleidung, Maschinen
Verbrauchsgüter: nur einmal einsetzbar; gehen bei Produktion/Konsum unter,Bsp.: Benzin, Nahrung

Volkswirtschaftliche Einteilung der Produktionsfaktoren

Arbeit

Boden

Kapital

Betriebswirtschaftliche Einteilung der Produktionsfaktoren nach Gutenberg

Werkstoffe (Material)

Betriebsmittel

Menschliche Arbeitskraft

 

Werkstoffe (Material)

•Rohstoffe und Vorprodukte (Halbfabrikate): wesentliche ProduktbestandteileBsp.: Eisen, Computerchips


•Hilfsstoffe: untergeordnete ProduktbestandteileBsp.: Schrauben, Klebstoff


•Betriebsstoffe: zum Betrieb von Maschinen bzw. zur FunktionserhaltungBsp.: Schmiermittel, Benzin

Betriebsmittel

•Maschinen, Grundstücke, Gebäude, Werkzeuge (Sachgüter)


•Informationen, Algorithmen, Software (immaterielle Güter)
Gebrauchsgüter bzw. Potenzialfaktoren

Menschliche Arbeitskraft

•ausführendeArbeit: objektbezogene Aufgaben in Leistungserstellung und -verwertungsowie finanzielle Aufgaben ohne wesentliche Entscheidungsbefugnis;Bsp.: Montagearbeiten, Dienstleistungserbringung, Buchhaltung


•dispositive Arbeit: Managementaufgaben wie Planung, Kontrolle, Organisation, Personalführung Bsp.: Vorstandsvorsitzender, Produktionsleiterin

Beispiel zur Einteilung der Produktionsfaktoren: Schreinerei

Produktpalette: verschiedene Varianten von Tischen, Stühlen, Schränken


Werkstoffe
•Rohstoffe: Holzplatten und -bretter, Lacke
•Vorprodukte: zugekaufte Beschläge und Schlösser
•Hilfsstoffe: Holzleim, Nägel und Schrauben
•Betriebsstoffe: Strom, Schmiermittel, schnell verschleißende Werkzeuge

Betriebsmittel: Gebäude mit Werkstatt und Büroräumen, Fräsmaschine, Hammer


ausführende Arbeit: Möbelherstellung durch angestellte Schreiner


dispositive Tätigkeiten: Meister (Eigentümer), Büroangestellte

Ökonomisches Prinzip als Grundlage rationaler Entscheidungen

Maximumprinzip: maximaler Ertrag mit gegebenem Aufwand an knappen Gütern


Minimumprinzip: Erreichen eines angestrebten Ertrags mit minimalem Aufwand an knappen Gütern


AllgemeinesExtremumprinzip: möglichst günstiges Verhältnis bzw. möglichst große Differenz zwischen Ertrag und AufwandWirtschaften

Mögliche Ausprägungen für Aufwand und Ertrag

mengenmäßige Betrachtung

wertmäßige Betrachtung

 

mengenmäßige Betrachtung

Bsp.: Herstellung von Konsumgütern

•Input:eingesetzte Mengen der Produktionsfaktoren Produktionstheorie


•Output: hergestellte Mengen der Produkte

wertmäßige Betrachtung

Bsp.: Bewertung von Gütern durch Marktpreise

•Erlöse (Umsätze):finanzielle Mittel durch Verkauf der hergestellten Mengen


•Kosten:Bezahlung der eingesetzten Produktionsfaktoren

Break Even (Gewinnschwelle)

Bestimmung derjenigen Produktionsmenge (= Betriebsgröße) x, ab der sich ein Gewinn erzielen lässt Kompensation der Kosten durch den Umsatz

Zweck der Break Even-Analyse:

Berechnung einer Gewinnschwelle

Einteilung von Wirtschaftseinheiten

–Haushalte:entscheiden über Verwendung von Konsumgütern unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung

Privat: Individualbedürfnise

Öffentlich: Kollektivbedürfnisse

–Betriebe:planvoll organisierte Wirtschaftseinheiten zur Herstellung von Sachgütern oder Dienstleistungen

privat: private Entscheidungsträger

öffentliche: Trägerschaft in öffentlicher Hand

Umsatzprozess eines Produktionsunternehmens

...

Definition: Produktion

(Leistungserstellung)

Wertschöpfung

Definition: Marketing

(Absatz):
Verkauf der erstellten Produkte auf Absatzmärkten
dadurch Erzielung von Umsatz bzw. Erlösen

Definition: Beschaffung

Kauf von Produktionsfaktoren


Investition: Beschaffung von Betriebsmitteln


Personalbeschaffung: Bereitstellung menschlicher Arbeitsleistung


Materialwirtschaft: Einkauf (und Lagerung) von Werkstoffen

Definition: Logistik

Steuerung u. Kontrolle aller Güterbewegungen in Beschaffung,
Produktion, Absatz


raum-zeitliche Veränderung von Produkten:
Transport, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung

Definition: Finanzierung

Beschaffung von Finanzmitteln (Geld)


Innenfinanzierung: aus Erlösen


Außenfinanzierung: auf dem Kapitalmarkt gegen Bezahlung


• Eigenkapital (EK): Einlagen von Eigentümern des Unternehmens

• Fremdkapital (FK): Aufnahme von Krediten
 

Weitere Funktionen im Finanzbereich:

Finanzinvestitionen: Anlage "überschüssiger" Finanzmittel gegen Zinsen


Steuern: Abführen von Finanzmitteln an den Staat


Subventionen: Finanzmittel vom Staat (z.B. Landwirtschaft, "Kohlepfennig")

Definition: Rechnungswesen

Rechnungswesen


Erfassung und Kontrolle der Geld- und Güterbewegungen
zahlenmäßige Abbildung des Umsatzprozesses
Internes Rechnungswesen (Betriebsbuchhaltung; Kosten-Leistungsrechnung)
Externes Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung)

Definition: Management

Führung): Steuerung und Kontrolle des Umsatzprozesses


koordinierende Querschnittsfunktion, dispositiver Faktor

Aufgaben im Rahmen des Managementprozesses

• Formulierung und dauerhafte Durchsetzung einer Unternehmenspolitik


• Entscheidungsfunktion: Formulieren von Zielen, Planen, Treffen von
Entscheidungen, Aufgabenverteilung und Entscheidungsdurchsetzung,
Kontrolle


• Bildung einer Organisation zur arbeitsteiligen Aufgabenerfüllung:
– Aufbauorganisation: Gliederung des Unternehmens in Teilbereiche
– Ablauforganisation: Gestaltung der Unternehmensprozesse


• Personalmanagement: zielgerichtete Beeinflussung von Mitarbeitern, Personal- und Managemententwicklung


• Informationsmanagement: Nutzbarmachung moderner
Informationstechnologien zur Unterstützung und Steuerung des
Managementprozesses


• Controlling: Koordination zwischen den und innerhalb der verschiedenen
Managementfunktionen

Definition: Unternehmensziele

erwünschter, angestrebter Zustand


Ziel(setzung) besteht aus
• Zielgröße (-inhalt): z.B. Kundenzufriedenheit
• angestrebtem Ausmaß: z.B. Mindestwert
Extremierung versus Satisfizierung!
• zeitlichem Bezug: kurz-, mittel-, langfristig
• organisatorischem Bezug: Konzern-, Werks-, Abteilungsziele, ...


Beispiel: Maximiere den Umsatz der Automobilsparte des Unternehmens in den Jahren 2009-2011!

Aufgaben von Zielen

einheitliche Ausrichtung des Systems Unternehmen

Beurteilung und Auswahl von Handlungsalternativen

Kriterien zur Kontrolle des Maßnahmenerfolgs

Steuerung und Regelung des Unternehmens

Unterteilung der Ziele

Formal-bzw. Erfolgsziele:übergeordnete Ziele, die den Erfolg unternehmerischen Handelns messen

Fundamentalziele (um ihrer selbst willen von Bedeutung)

 


Sachziele:Umsetzung der Formalziele in konkrete Handlungsmaßstäbe für Unternehmens-teilbereichezur Steuerung des Umsatzprozesses

Instrumentalziele (nur Mittel zum Zweck, d.h. Erreichung von Fundamentalzielen)

Étudier