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Cartes-fiches
Wirtschaft
alle Institutionen und Prozesse, die direkt oder indirekt der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse nach knappen Gütern dienen
Bedürfnisse
Wunsch nach Veränderung negativ empfundener Mangelzustände
Bedarf
in Form von Gütern konkretisiertes Bedürfnis
Bedarf
in Form von Gütern konkretisiertes Bedürfnis
Güter
Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Bestehen der Unternehmen
Unternehmensaktivitäten ausgerichtet auf die Durchsetzung betriebswirtschaftlicher Erfordernisse hoher Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Rentabilität bei steter Gewährleistung der Liquidität des Unternehmens
Betriebswirtschaftslehre
eigenständiges Teilgebiet der Wirtschaftswissen-schaften, auf dem ökonomischen Prinzip gründend
wesentliche Arbeitsrichtungen der BWL
a) beschreibend/deskriptiv: Aufgabe, alle relevanten Tatbestände und Sachbeziehungen aufzuführen und in ihrem Systemzusammenhang zu ordnen, die das wirtschaftliche Handeln der Unternehmen im Kontext zu seiner Umwelt initiieren, fördern oder hemmen,
b) erklärend/explikativ: Aufgabe, das zielorientierte, rationale Handeln und Verhalten der Unternehmen mit den dahinter stehenden Gesetzmäßigkeiten für Theorie und Praxis transparent zu machen und
c)normativ/präskriptiv: Aufgabe, Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Praxis der Betriebswirtschaft der Unternehmen abzuleiten und sichtbar zu machen, in welcher Weise handels-und steuerrechtliche Rahmenbedingungen einer prosperierenden Unternehmenstätigkeit dienlich sein können oder diese eher hemmen
Die ökonomische Seite des Unternehmenshandelns steht in enger Wechselwirkung zu
technisch-technologischenProzess-und Umweltbedingungen und entsprechenden Einflussfaktoren
rechtlichenRahmenbedingungen und Zusammenhängen
sozialenErfordernissen, Bedingungen und Auswirkungen sowie
ökologischenNutzungsbedingungen, aber auch Folgen der Unternehmenstätigkeit.
Arten von Bedürfnissen
Existenzbedürfnisse/primäre Bedürfnissez.B. Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Unterkunft
Grundbedürfnisse sind zwar nicht existenziell, ergeben sich aber aus dem kulturellen und sozialen Leben sowie dem allgemeinen Lebensstandard einer Gesellschaft, z.B. Bedürfnisse nach Kultur, Sport, Reisen
Luxusbedürfnissez.B. Bedürfnisse nach Schmuck, Luxusautos
Bedürfnispyramide nach Maslow (1954)
Selbst-verwirk-lichung
Ich-Bedürfnisse(Anerkennung, Geltung)
Soziale Bedürfnisse(Freundschaft, Liebe, Gruppenzugehörigkeit)
Sicherheitsbedürfnisse(materielle u. berufliche Sicherheit)
Grundbedürfnisse(Essen, Trinken, Schlafen)
Bedürfnisse, Bedarf und Nachfrage: Beispiel
Verspürt ein Individuum den Wunsch, in den Urlaub zu fahren, ohne den genauen Zielort angeben zu können, spricht man von einem Bedürfnis.
Wird dieses Bedürfnis dahingehend konkretisiert, dass ein konkreter Urlaubsort in Österreich genannt werden kann, wird aus dem Bedürfnis ein Bedarf.
Zur Nachfrageentwickelt sich dieser Bedarf, wenn die Person über die finanziellen Mittel verfügt, um die Reise nach Österreich bezahlen zu können und sie bereit ist, die Mittel auch für diesenZweckauszugeben.
Einteilung von Gütern
nach der Verfügbarkeit:
freie Güter sind für jedermann beliebig verfügbar Bsp.: Luft zum Atmen, Sand in der Wüste
knappe Güter erfordern zumeist eine Gegenleistung (i.d.R. Geld)Bsp.: Autos, Lebensmittel, Rohstoffe
nach der Beschaffenheit:
materielle Güter: körperliche Gegenstände oder SachenBsp.: Computer, Haus, Spielzeug
immaterielle Güter: Dienstleistungen, Informationen, Rechte, andere immaterielle Werte (Firmenimage, Markenname)Bsp.: Patent, Urheberrecht, Image, Markenname
nach der Verwendung:
Konsumgüterdienen unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung;Bsp.: Nahrungsmittel, Kleidung
Produktionsgüterbzw. Produktionsfaktoren: zur Herstellung von Konsumgütern benötigt mittelbare BedürfnisbefriedigungBsp.: Maschinen, Schrauben
nach der Wiederverwendbarkeit:
Gebrauchsgüter: wiederholt zur Produktion oder zum Konsum einsetzbar;Bsp.: Kleidung, Maschinen
Verbrauchsgüter: nur einmal einsetzbar; gehen bei Produktion/Konsum unter,Bsp.: Benzin, Nahrung
Volkswirtschaftliche Einteilung der Produktionsfaktoren
Arbeit
Boden
Kapital
Betriebswirtschaftliche Einteilung der Produktionsfaktoren nach Gutenberg
Werkstoffe (Material)
Betriebsmittel
Menschliche Arbeitskraft
Werkstoffe (Material)
•Rohstoffe und Vorprodukte (Halbfabrikate): wesentliche ProduktbestandteileBsp.: Eisen, Computerchips
•Hilfsstoffe: untergeordnete ProduktbestandteileBsp.: Schrauben, Klebstoff
•Betriebsstoffe: zum Betrieb von Maschinen bzw. zur FunktionserhaltungBsp.: Schmiermittel, Benzin
Betriebsmittel
•Maschinen, Grundstücke, Gebäude, Werkzeuge (Sachgüter)
•Informationen, Algorithmen, Software (immaterielle Güter)
Gebrauchsgüter bzw. Potenzialfaktoren
Menschliche Arbeitskraft
•ausführendeArbeit: objektbezogene Aufgaben in Leistungserstellung und -verwertungsowie finanzielle Aufgaben ohne wesentliche Entscheidungsbefugnis;Bsp.: Montagearbeiten, Dienstleistungserbringung, Buchhaltung
•dispositive Arbeit: Managementaufgaben wie Planung, Kontrolle, Organisation, Personalführung Bsp.: Vorstandsvorsitzender, Produktionsleiterin
Beispiel zur Einteilung der Produktionsfaktoren: Schreinerei
Produktpalette: verschiedene Varianten von Tischen, Stühlen, Schränken
Werkstoffe
•Rohstoffe: Holzplatten und -bretter, Lacke
•Vorprodukte: zugekaufte Beschläge und Schlösser
•Hilfsstoffe: Holzleim, Nägel und Schrauben
•Betriebsstoffe: Strom, Schmiermittel, schnell verschleißende Werkzeuge
Betriebsmittel: Gebäude mit Werkstatt und Büroräumen, Fräsmaschine, Hammer
ausführende Arbeit: Möbelherstellung durch angestellte Schreiner
dispositive Tätigkeiten: Meister (Eigentümer), Büroangestellte
Ökonomisches Prinzip als Grundlage rationaler Entscheidungen
Maximumprinzip: maximaler Ertrag mit gegebenem Aufwand an knappen Gütern
Minimumprinzip: Erreichen eines angestrebten Ertrags mit minimalem Aufwand an knappen Gütern
AllgemeinesExtremumprinzip: möglichst günstiges Verhältnis bzw. möglichst große Differenz zwischen Ertrag und AufwandWirtschaften
Mögliche Ausprägungen für Aufwand und Ertrag
mengenmäßige Betrachtung
wertmäßige Betrachtung
mengenmäßige Betrachtung
Bsp.: Herstellung von Konsumgütern
•Input:eingesetzte Mengen der Produktionsfaktoren Produktionstheorie
•Output: hergestellte Mengen der Produkte
wertmäßige Betrachtung
Bsp.: Bewertung von Gütern durch Marktpreise
•Erlöse (Umsätze):finanzielle Mittel durch Verkauf der hergestellten Mengen
•Kosten:Bezahlung der eingesetzten Produktionsfaktoren
Break Even (Gewinnschwelle)
Bestimmung derjenigen Produktionsmenge (= Betriebsgröße) x, ab der sich ein Gewinn erzielen lässt Kompensation der Kosten durch den Umsatz
Zweck der Break Even-Analyse:
Berechnung einer Gewinnschwelle
Einteilung von Wirtschaftseinheiten
–Haushalte:entscheiden über Verwendung von Konsumgütern unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung
Privat: Individualbedürfnise
Öffentlich: Kollektivbedürfnisse
–Betriebe:planvoll organisierte Wirtschaftseinheiten zur Herstellung von Sachgütern oder Dienstleistungen
privat: private Entscheidungsträger
öffentliche: Trägerschaft in öffentlicher Hand
Definition: Produktion
(Leistungserstellung)
Wertschöpfung
Definition: Marketing
(Absatz):
Verkauf der erstellten Produkte auf Absatzmärkten
dadurch Erzielung von Umsatz bzw. Erlösen
Definition: Beschaffung
Kauf von Produktionsfaktoren
Investition: Beschaffung von Betriebsmitteln
Personalbeschaffung: Bereitstellung menschlicher Arbeitsleistung
Materialwirtschaft: Einkauf (und Lagerung) von Werkstoffen
Definition: Logistik
Steuerung u. Kontrolle aller Güterbewegungen in Beschaffung,
Produktion, Absatz
raum-zeitliche Veränderung von Produkten:
Transport, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung
Definition: Finanzierung
Beschaffung von Finanzmitteln (Geld)
Innenfinanzierung: aus Erlösen
Außenfinanzierung: auf dem Kapitalmarkt gegen Bezahlung
• Eigenkapital (EK): Einlagen von Eigentümern des Unternehmens
• Fremdkapital (FK): Aufnahme von Krediten
Weitere Funktionen im Finanzbereich:
Finanzinvestitionen: Anlage "überschüssiger" Finanzmittel gegen Zinsen
Steuern: Abführen von Finanzmitteln an den Staat
Subventionen: Finanzmittel vom Staat (z.B. Landwirtschaft, "Kohlepfennig")
Definition: Rechnungswesen
Rechnungswesen
Erfassung und Kontrolle der Geld- und Güterbewegungen
zahlenmäßige Abbildung des Umsatzprozesses
Internes Rechnungswesen (Betriebsbuchhaltung; Kosten-Leistungsrechnung)
Externes Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung)
Definition: Management
Führung): Steuerung und Kontrolle des Umsatzprozesses
koordinierende Querschnittsfunktion, dispositiver Faktor
Aufgaben im Rahmen des Managementprozesses
• Formulierung und dauerhafte Durchsetzung einer Unternehmenspolitik
• Entscheidungsfunktion: Formulieren von Zielen, Planen, Treffen von
Entscheidungen, Aufgabenverteilung und Entscheidungsdurchsetzung,
Kontrolle
• Bildung einer Organisation zur arbeitsteiligen Aufgabenerfüllung:
– Aufbauorganisation: Gliederung des Unternehmens in Teilbereiche
– Ablauforganisation: Gestaltung der Unternehmensprozesse
• Personalmanagement: zielgerichtete Beeinflussung von Mitarbeitern, Personal- und Managemententwicklung
• Informationsmanagement: Nutzbarmachung moderner
Informationstechnologien zur Unterstützung und Steuerung des
Managementprozesses
• Controlling: Koordination zwischen den und innerhalb der verschiedenen
Managementfunktionen
Definition: Unternehmensziele
erwünschter, angestrebter Zustand
Ziel(setzung) besteht aus
• Zielgröße (-inhalt): z.B. Kundenzufriedenheit
• angestrebtem Ausmaß: z.B. Mindestwert
Extremierung versus Satisfizierung!
• zeitlichem Bezug: kurz-, mittel-, langfristig
• organisatorischem Bezug: Konzern-, Werks-, Abteilungsziele, ...
Beispiel: Maximiere den Umsatz der Automobilsparte des Unternehmens in den Jahren 2009-2011!
Aufgaben von Zielen
einheitliche Ausrichtung des Systems Unternehmen
Beurteilung und Auswahl von Handlungsalternativen
Kriterien zur Kontrolle des Maßnahmenerfolgs
Steuerung und Regelung des Unternehmens
Unterteilung der Ziele
Formal-bzw. Erfolgsziele:übergeordnete Ziele, die den Erfolg unternehmerischen Handelns messen
Fundamentalziele (um ihrer selbst willen von Bedeutung)
Sachziele:Umsetzung der Formalziele in konkrete Handlungsmaßstäbe für Unternehmens-teilbereichezur Steuerung des Umsatzprozesses
Instrumentalziele (nur Mittel zum Zweck, d.h. Erreichung von Fundamentalzielen)