GIT


T. H.
Diese Lernkarten bieten eine detaillierte Übersicht über den Aufbau und die Funktionen des Gastrointestinaltrakts (GIT) auf Berufsschulniveau. Sie konzentrieren sich auf den Wandbau des Dickdarms, Dünndarms und Magens, einschließlich der Struktur von Epithelzellen, Schleimhautschichten und Muskulatur. Die Karteikarten erläutern auch spezifische Merkmale wie Taenien, Haustrien und die Funktionen von Drüsen im Dünndarm. Ideal für Medizinstudenten und Berufsschüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie komplexe anatomische und physiologische Zusammenhänge verständlich darstellen.
Flashcards
31
Students
2
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
02.09.2015 / 14.02.2024

Flashcards

Welche Partner zählen zum GIT?

  • Mundhöhle

  • Zunge

  • Gaumen
    - harter Gaumen
    - weicher Gaumen

  • Speicheldrüsen

  • Rachen = Schlund = Pharynx

  • Speiseröhre = Ösophagus

  • Magen

  • Dünndarm

  • Dickdarm

Wo liegt der Magen?

  • linke, obere Bauchhöhle

  • interperitoneal

Welche Funktion hat der Magen?

  • Nahrungsbehälter

  • Verdauungsorgan
    - Bildung von Magensaft
    - Durchmischung der Nahrung mit Magensaft

  • Weitertransport des Nahrungsbreis

Welche Form hat der Magen?

  • variabel, abhängig von
    - Körperlage
    - Magenfülle
    - Muskeltonus
    - Zustand der Nachbarorgane

  • im Stehen hakenförmig

  • rechts konkav = kleine Kurvatur

  • links konvex = große Kurvatur

Welchen Bau hat der Magen?

  • Cardia

  • Fundus

  • Corpus

  • Sphincter antri

  • Antrum

  • Sphincter pylori = Pylorus

Welchen Wandbau hat der Magen?

  • Grobrelief: Magenfalten, Fkt: Dehnbarkeit
    darauf aufliegend:

  • Feinrelief: Felder = Areae gastricae mit Magengrübchen

Wie ist die T. mucosa aufgebaut und was mündet in ihr?

- Schleimschicht
- Lamina epithelialis mit 1-schichtigem Zylinderepithel
- Lamina propria
- Lamina muscularis mucosae
- Magengrübchen
hier münden
- Magendrüsen

In welche Tunicae ist der Magen aufgebaut?

  • T. mucosa
  • T. submucosa
  • T. muscularis
  • T. serosa

Wie ist die T. submucosa des Magens aufgebaut?

- mit B.g., Drüsen und Gefäßen
- Plexus submucosus: innrviert L. muscularis mucosae und Drüsen

Welche Magendrüsen gibt es? Wo legen sie und was bilden sie?

Glandulae cardiacae
- im Cardiabereich
- bilden Schleim
= „Alkalibarriere“ zur Neutralisierung der Magensäure

Glandulae gastricae
- im Fundus- und Corpusbereich
mit
- Belegzellen: bilden HCL, Intrinsicfaktor
- Nebenzellen: bilden neutralen Schleim, Ort von Mytosen
- Hauptzellen: bilden Pepsinogen

Glandulae pyloricae
- bilden mukösen Schleim
- bilden Gastrin (steuert Magensäureproduktion)

 

Wie ist die T. serosa des Magens aufgebaut?

= Perituneum = Bauchfell
- aus einschichtigem Plattenepithel
- geschlossener Peritoneal Sack aus
visceralem Blatt: mit Eingeweide verwachsen
parietalem Blatt: kleider Bauchhöhle aus
dazwischen Spalt mit Flüssigkeit

Wie ist die T. muscularis des Magens aufgebaut?

- innen: Ringmuskelschicht, Fkt: Verschlussfkt
- außen: Längsmuskelschicht, Fkt: reguliert die Längenausdehnung des Magens
- dazwische: Plexus myentericus

In welche Tunicae ist der Dünndarm aufgebaut?

  • T. mucosa
  • T. submucosa
  • T. muscularis
  • T. serosa = Peritoneum oder T. adventitia = B.g.
     

Dünndarm

- Länge
- Abschnitte
- Befestigung

  • Länge: 3-4m

  • Abschnitte
    - Duodenum
    - Jejenum
    - Ileum
    gehen ohne scharfe Trennung ineinander über

  • über Mesenterium = Peritonealduplikatur an der hinteren Bauchwand befestigt

Wie ist die T. mucosa des Dünndarm aufgebaut?

- Lamina epithelialis mit 1-schichtigem Zylinderepithel
- Lamina propria: B.g., Gefäße, Nerven
- Lamina muscularis mucosae: glatte M.

Wie ist die T. submucosa des Dünndarm aufgebaut?

- mit B.g., Gefäße, Nerven, Drüsen , Lymphfollikel
- Plexus submucosus = Teil des Darmnervensystems
innerviert L. muscularis mucosae und Drüsen

Wie ist die T. muscularis des Dünndarm aufgebaut?

- inne: Ringmuskulatur
- außen: Längsmuskulatur
- dazwischen: Plexus myentericus

Wodurch entsteht eine Oberflächenvergrößerung des Dünndarms?

- Falten in T. mucosa und submucosa
- Zottenauffaltungen in L. epithelialis und L. propria
- Mikrovilli: Auffaltung der Epithelzellen innenwärts

Welche besondere Drüse gibt es nur im Dünndarm - und im welchen Abschnitt gibt es diese?

  • nur im Duodenum: Brunner'sche Drüsen, bilden alkalisches Sekret

Was liegt zwischen den Zotten des Dünndarms?
Was findet hier statt?
Was enthalten diese?
 

Krypten
- hier Regeneration der Epithelzellen, Ort von Mytosen
- enthält sezernierende Epithelzellen
· Becherzellen: bilden Schleim
· Körnerzellen: bilden Lysozym = bakterizid
· Zellen zur Bildung der Gewebshormone = Sekretin + Cholezystokinin

Wie lang ist der Colon?
In welche Abschnitte lässt sich der Dickdarm einteilen?

Länge: ca. 1,5m
1. Caecum = Blinddarm mit Appendix = Wurmfortsatz
2. Colon ascendens = aufsteigender Dickdarm
3. Colon transversum = querverlaufender Dickdarm
4. Colon descendens = absteigender Dickdarm
5. Colon signoideum
6. Rectum = Mastdarm mit Analkanal

Wie heißt die Struktur am Übergang Dünndarm - Dickdarm?
Welchen Bau hat sie?
Welche Funktion hat sie?

Valva ileocaecalis = Bauhin'sche Klappe
Bau: 2 Schleimhautfalten
         verdeckte Ringmuskulatur
Fkt: periodische Abgabe des Darminhalts in den Dickdarm
         deshalb: verhindert den Rückfluss in Dünndarm,
         da Bakterien aus Dickdarm hier schädlich sind

Wo befindet sich das Caecum?
Wie sieht es aus?
Welche Funktion hat es?

Wo: meist retroperitoneal, auf der rechten Beckenschaufel aufliegend
Aussehen: blind endender Sack
Funktion: Ort der Abwehr mit reichlich lymphatischem Gewebe

Lokalisation und Befestigung von:

Appendix
Colon ascendens
Colon transversum
Colon descendens

Appendix: rechts, intraperitoneal, beweglich am Mesoappendix befestigt
C. ascendens:  rechts, retroperitoneal, Hinterwand mit Rumpfwand verwachsen
C. transversum: mittig, intraperitoneal, beweglich am Mesocolon befestigt
C. descendens: lnks, retroperitoneal, Hinterwand mit Rumpfwand verwachsen

Wo befindet sich das Colon sigmoideum?
Wie ist es befestigt?
Welche Form hat es?
Auf welcher WSK-Höhe geht es in das Rectum über?

Wo: intraperitoneal, Höhe linke Beckenschaufel
Befestigt: über Mesocolon sigmoideum an der hinteren Bauchwand
Form: S-förmig
Übergang: Höhe S2

Wie ist die Caecum- und Colonmuskulatur angeordnet?

1. Taenien: Anordnng der Längsmuskelschicht in 3 Streifen
2. Haustrien (außen) / Plicae semilunaris (innen): scheinbare Aussackung der Darmwand durch Ringmuskulatur

Wie bezeichnet man gewisse Anhängesel aus Fettgewebe am Colon?
An welcher Struktur ist sie lokalisiert?

Appendices epiploicae
Lokalisiert: entlang der Taenien

Wie ist der Wandbau des Dickdarms?

  • T. mucosa
    - enthält Krypten mit
    · Epithelzellen mir Bürstensaum
    · Becherzellen mit enterokrinen Zellen

  • T. submucosa
    - mit Gefäßen

  • T. muscularis
    - innen: Ringmuskelschicht
    - außen: Längsmuskelschicht = Taenie

  • T. serosa oder T. adventitia

Rectum

- Länge
- Lage
- Bau
- Besonderheit

  • Länge: 12 - 18 cm

  • Lage
    -
    im kleinen Becken direkt vor dem Kreuzbein
    - mit mehreren Biegungen, zuerst retro-, dann extraperitoneal

  • Bau
    -
    oberer Anteil: Ampulla recti
    Fkt: Lagerung unverdaulicher Nahrungsreste

    - Übergang Analkanal: in der Schleimhaut liegen Gefäßknäul
    Fkt: Schwellkörper zur Abdichtung des Analkanals, enthalten A. und V.

  • Besonderheiten im Wandbau
    - keine Taenien, Haustrien/Plicae semilunaris, Appendices epiploicae
    - T. muscularis: Längmuskelschicht geschlossen

Welche Öffnungen befinden sich am Analkanal?

- innerer Sphincter im oberen Bereich des Analkanals
· aus Ringmuskulatur des Analkanals, arbeitet unwillkürlich
· in Dauerkontraktion, erschlafft beim Stuhlgang
- äußerer Sphincter = Schließmuskel
· aus quergestreifter Beckenbodenmuskulatur, willentlich beeinflussbar
· in Dauerkontraktion

Welche Besonderheiten hat der Wandbau des Analkanals?

- keine Taenien, Haustrien/Plicae semilunaris, Appendices epiploicae
- T. mucosa: mit 3 Etagen
obere Etage: Zylinderepithel
mittlere Etage: Zylinder- + Plattenepithel
untere Etage:
-
Übergang auf die äußere Haut
- mehrschichtiges, verhorntes Plattenepithel
- mit Haaren, Pigmenten, Schweißdrüsen (apo+epokrin), Talgdrüsen

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