11 MZB II - Sommer
Nervengewebe Muskelgewebe
Nervengewebe Muskelgewebe
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Flashcards
ZNS und PNS
-> Was gehört wozu?
Zentralnervensystem, ZNS – Gehirn und Rückenmark
Peripheres Nervensystem, PNS – Strukturen ausserhalb des ZNS
-> Die Abgrenzung zwischen ZNS und PNS ist rein topografisch. Funktionell gesehen sind sie keine eigenständigen Systeme
Somatisches Nervensystem
Das somatische Nervensystem ist der Teil des Nervensystems, der die Motorik derSkelettmuskulatur und damit die willkürlichen und reflektorischen Körperaktionen steuert. Vereinfacht gesprochen regelt es die Funktionen, die der aktiven Beziehung zur Außenwelt dienen.
Das somatische Nervensystem bildet zusammen mit dem vegetativen Nervensystem das periphere Nervensystem (PNS) des Menschen.
Vegetatives Nervensystem
Das autonome Nervensystem, kurz ANS, ist der Teil des Nervensystems, der weitgehend der willkürlichen Kontrolle entzogen ist, d.h. sich "autonom" verhält. Nach der klassischen anatomischen Aufteilung bildet es zusammen mit dem somatischen Nervensystem das periphere Nervensystem(PNS) des Menschen
Nervengewebe:
istolgische Färbungen
Standard Färbungen selten, stattdessen Färbung spezifischer Elemente
Gliazellen
Unterteilung
Die Gliazellen bilden das Stützgewebe des Nervensystems
Gliazellen des ZNS
– Astroglia
– Oligodendrozyten
– Mikroglia
Gliazellen des PNS
– Schwann-Zellen
– Mantelzellen (oder Satellitenzellen)
Soma
– Zellkern und die den Kern(~karyon)umgebenden (’peri’~) Teile des Neurons
Dendriten
– ein bis mehrere entspringen dem Soma (Primärdendriten)
– quantitativ grösster Teil der rezeptiven Oberfläche des Neurons
Axon
– Dem Soma entspringt nie mehr als ein Axon, das sich aber in seinem weiteren Verlauf verzweigen kann.
– transmittierender Fortsatz des Neurons
Neuron:
Soma;
Form
Nucleolus
Nissl-Schollen
im Vergleich zu anderen Zellen (nicht nur des Nervengewebes) gross und variabel
grosser, euchromatin-reicher Nukleus mit einem oder mehreren, meist deutlich sichtbaren Nukleoli
– hohe Transkriptionsrate, Expression vieler Gene (~20-30% des Genoms)
– rRNA - hohe Proteinsyntheserate
Nissl-Schollen (Nissl-Substanz)
– EM: Stapel des rauen endoplasmatischen Retikulums (rER)
– hohe Proteinsyntheserate
-> Nissl-Schollen entsprechen Ansammlungen von rauemendoplasmatischen Retikulum (rER) und freien Ribosomen
Neuron:
Dendriten;
primär, sekundär, etc.
Grösse/Form
Gröbere Kategorien
• Verzweigung der Primärdendriten in Sekundär-, Tertiär etc Dendriten
• Grösse und Form des Dendritenbaums sehr variabel
zwei gröbere Kategorien
• Dendriten mit glatter Oberfläche (engl. smooth dendrites): meist inhibitorische Neurone
• Dendriten mit Dornfortsätzen (engl. spiny dendrites): meist exzitatorische Neurone
-> überwiegend passive Erregungsleitung
Neuron:
Axon;
Entspringt wo
Form
Boutons
• entspringt dem Soma im Bereich des Ursprungskegels
– engl.: axon hillock
– Initialisierung des Aktionspotentials
- schlanker als Dendriten (im ZNS 0.5-1 μm), aber im Verlauf gleichbleibender Durchmesser
- sehr lang - von Zentimetern bis zu über einem Meter
- stark verzweigt –> meist mit tausenden von anderen Neuronen in Kontakt
im Verlauf oder an den Enden Schwellungen, Boutons (en-passage oder terminal), die einen Kontakt mit einem anderen Neuron markieren
Axonaler Transport:
Weshalb ist dies nötig?
Arten des axonalen transportes
keine Proteinsynthese im Axon
–> alle Proteine müssen vom Soma in das Axon transportiert werden
anterograder Transport und retrograder Transport (vom Axon zum Soma)
Neuron:
Synapsen:
Präsynapse;
was befindet sich dort
typen von Vesikeln
präsynaptisch - Bouton
– synaptische Vesikel enthalten den Transmitter
• rund (Gray-Type I, exzitatorisch)
• pleiomorph ~’vielförmig’ (Gray-Type II, inhibitorisch)
– präsynaptische Membranverdichtung: Kontrolle der Fusion von Vesikeln mit der Membran
– kann selbst rezeptiv sein
Neuron:
Synapsen:
postsynapse
postsynaptische rezeptive Oberfläche - Spinae, Dendriten, Soma, Boutons oder initiales Segment des Axons
– postsynaptische Membranverdichtung: Rezeptoren, regulatorische und strukturelle Proteine
• breit in asymmetrischen, Gray-Type I Synapsen
• schmal in symmetrischen, Gray-Type II Synapsen
– ‘spine-apparatus’ - Zisternen des gER – Kalziumspeicher
Gliazellen:
Astrozyten
Die Astrozyten sind Zellen der Glia des zentralen Nervensystems (Neuroglia). Von anderen Gliazellen sind Astrozyten über ihre ausgeprägten Zellfortsätze ("Strahlen") abgrenzbar.
-> relativ kleine Zellen mit stark verzweigten Fortsätzen
Gliazellen:
Astrozyten:
Funktion
sind am Meta- und Katabolismus von Transmitterstoffen beteiligt
– z.B. Glutamat und GABA - wichtigste exzitatorische und inhibitorische Transmitter des ZNS
regulieren Ionenzusammensetzung der interstitiellen Flüssigkeit des ZNS
exprimieren Rezeptoren für und reagieren auf wichtige Transmitter
– Synapsen, Boutons in der weissen Substanz
Hypertrophie und Proliferation in Folge von Verletzungen des Gewebes - Gliose
-> Bildung einer Glianarbe - mechanische Barriere und Expression von Membranproteinen, die die Regeneration von Axonen einschränken
Gliazellen:
Oligodendrozyten;
unterscheidung von Astrozyten
Oligodendrozyten sind Gliazellen, die in der grauen und weißen Substanz des Zentralnervensystemsals "Satellitenzellen" die Myelinscheiden der Axone bilden
Kern kleiner und Heterochromatinreicher (dunkler) als bei den
Astrozyten
–> Unterscheidung nicht ganz einfach direkter Vergleich oder Lokalisation
– relative wenige und wenig verzweigte Fortsätze
bilden die Markscheiden (Myelin~) um Axone des ZNS
– saltatorische Konduktion - Energieeffizient und schnell
– myelinisieren mehrere Axone (3-50)
Ependymzellen
Form/Entstehung
Das Ependym ist eine dünne Epithelschicht, die das Ventrikelsystem des Gehirns und denZentralkanal des Rückenmarks auskleidet. Die Ependymzellen werden den Gliazellen zugerechnet
entstehen aus Neuroepithel
– wenig auffallende Differenzierung
– kubisch, prismatisch; durch Nexus und Zonulae adhaerentes verbunden
– Kinozilien
Tanyzyten
Form
spezialisierte Ependymzellen
-> Tanyzyten sind Gliazellen, die an der Ausbildung der Blut-Liquor-Schranke mit beteiligt sind
– lange basale Fortsätze, bis an Blutgefässe oder Neuronen
– apikal nur eine Kinozilie
Mikroglia
Funktion
(embryonaler) Ursprung
Form
- mikroglia: "Makrophagen" des ZNS
-> differenzieren bei Verletzungen des Nervengewebes in phagozytierende Zellen
- aus Mesoderm, von Blutstammzellen -> während Fetlalzeit in ZNS
sehr kleine Zellen, mit stark verzweigten, ‘Flaschenbürsten’-artigen Fortsätzen und länglichen, hetero-chromatin-reichen dunklen Nukleus
Peripheres Nervensystem
Das periphere Nervensystem, kurz PNS, ist der Teil des Nervensystems, der - im Gegensatz zumzentralen Nervensystem (ZNS) - außerhalb des Schädels und des Wirbelkanals liegt. Das periphere Nervensystem wird zum größten Teil durch die Hirnnerven und die Spinalnerven gebildet. Es verbindet das ZNS mit den Effektororganen.
Ganglien
Gruppen
Ein Ganglion ist eine Ansammlung von Nervenzellkörpern, aus der eine Verdickung des Nervenstranges resultiert. Besonders im PNS werden sie als Ganglien bezeichnet. Im ZNS nennt man diese Ansammlungen eher Nuclei.
-> periphere Ansammlungen von Neuronen, den Ganglienzellen und ihren peripheren Gliazellen
Zwei Hauptgruppen der Ganglien sind zu unterscheiden:
- Ganglien des Autonomen Nervensystems
- Spinalganglien
neurovaskuläre Bündel
Periphere Nerven werden meist von arteriellen und
venösen Gefässen begleitet. Nerv und Gefässe bilden ein neurovaskuläres Bündel
Epineurium
Das Epineurium ist die äußerste Schicht des Bindegewebes, das einen Nerven zusammen mit den ihn versorgenden, größeren Gefäßen umgibt
straffes, grobfaseriges kollagenes Bindegewebe, mechanische Funktion, z.B. Zugbelastbarkeit der Nerven
Perineurium
Das Perineurium ist ein straffes Bindegewebe, das viele einzelne Nervenfasern zu gemeinsamen Bündeln, den so genannten Faszikeln zusammenfasst
– epithelialer Verband von Perineuralzellen, verbunden durch Zonulae occludentes (tight junctions)
– Schadstoffbarriere
Endoneurium
Das Endoneurium ist eine dünne Schicht aus lockerem Bindegewebe, welche die einzelnenNervenfasern und die zugehörigen Schwann-Zellen innerhalb eines peripheren Nervs umkleidet und sie dadurch voneinander trennt
– feinfaseriges, lockeres kollagenes Bindegewebe, das die einzelnen Nervenfasern umgibt
– enthält die typischen Bindegewebszellen und Gefässe
Nervenfaser; besteht aus...
Schwann-Zelle und Axon werden als Nervenfaser bezeichnet.
„myelinisierte“ und „nicht myelinisierte“ Axone
Myelinisiert bedeutet "von einer Markscheide (Myelinscheide) umgeben".
Myelinscheide:
Bildung und Struktur
Ganglionzellen
Mantelzellen
• Ganglionzellen
– multipolare Neurone in den Ganglien des autonomen Nervensystems
– pseudounipolare Neurone in den Spinalganglien
• Mantelzellen (=Stallitenzellen)
– umgeben die Ganglionzellen
Plexi
Nervenplexus (Nervengeflechte) entstehen durch Aneinanderlagerung von Nervenfasern aus verschiedenen Rückenmarkssegmenten oder Ganglien zu netzförmigen Faserverbünden
autonome, parasympatische Ganglien sind meist klein und oft in der Wand der innervierten Organe eingebettet (intramurale Ganglien).
-> Nervenfaserbündel verbinden diese Ganglien und bilden zusammen mit ihnen einen Plexus