11 MZB I - Verrey

Grundlagen des autonomen Nervensystems

Grundlagen des autonomen Nervensystems


H. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das autonome Nervensystem (ANS) auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Funktionen und Interaktionen des Sympathikus und Parasympathikus, einschließlich ihrer Wirkungen auf verschiedene Organe wie Herz, Blase und Leber. Die Karteikarten behandeln auch Rezeptoren, Neuronen und die Auswirkungen von Medikamenten wie Propanolol und Atropin. Medizinstudenten profitieren davon, da sie komplexe physiologische Prozesse und klinische Anwendungen verstehen lernen.
Cartes-fiches
37
Utilisateurs
11
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
16.05.2016 / 30.08.2023

Cartes-fiches

Vegetatives Nervensystem:

was für Stimuli werden aufgenommen

Zweck

• (meist) unbewusste Wahrnehmung aus Körperinnerem (Viszerozeption) von noziceptiven (schmerzhaften) Inputs und physiologischen Stimuli (Spannung von Herzwand und Gefässen, PCO2, PO2, pH, Glucose Konzentration, Temperatur etc.) und für die Kontrolle unwillkürlicher Funktionen (metabolische Regulation, Motorik der glatten Muskeln)
• Zweck: Aufrechterhaltung der inneren Homöostase der lebenswichtigen Funktionen wie Herzschlag, Kreislauf / Blutdruck, Atumung, Verdauung (siehe enterisches Nervensystem) und Stoffwechsel. Entsprechend „schläft“ es nie. Das ANS innerviert auch die Sexualorgane, exokrine Drüsen und die inneren Augenmuskeln.

Enterisches Nervensystem

gehört zu

Das enterische Nervensystem (ENS) = Nervensystem des Magen-DarmTrakts wird vom ANS kontrolliert und oft auch zum ANS gezählt.

Homöostase
(Begriffserlärung)

Die Homöostase ist das physiologische Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist.

dynamic equilibrium (input = output)

Sympathikus versus Parasympathikus

stimulieren welche art von Aktionen? (grob)

- gehören zu welchem Nervensystem

Gehören zum Vegetatives - / Autonomes Nervensystem

Sympathikus
unterstützt bei Stress, Angst, physischer Aktivität, Erregung (Ergotropie) (fight-or-flight response)

Parasympathikus
stimuliert „sendentarische“ Aktivitäten wie Nahrungsaufnahme und andere „vegetative“ Funktionen (Trophotropie) (rest-and-digest activities)

Aufbau des efferenten ANS:

Zwei neurone
-> von wo bis wo gehen sie jeweils

Zwei Neurone: 
Erstes Neuron in ZNS Projektion (myelinisiertes Axon) in peripheres Ganglion (präganglionär)
Zweites Neuron in Ganglion Projektion (nicht myelinisiert) bis Zielzellen (postganglionär)

Efferentes ANS:

Sympathikus:

präganglionäre Neurone
postganlionäre Neuronen
-> wo befinden sie sich

Der linke Teil der Figur zeigt den Sympathikus Anteil des efferenten ANS. Die Zellkörper der präganglionären Neurone (rot) befinden sich im Seitenhorn des Thorakal und Lumbalmarks. Ihre Axone projizieren zum parvertebralen Trunkus Sympathikus und zu prävertebralen Ganglien. Die postganglionären Neurone (blau) haben entsprechend lange Projektionen bis zu ihren Zielorganen.

Efferentes ANS:

Parasympathikus:

präganglionäre Neurone
postganlionäre Neuronen
-> wo befinden sie sich

Der rechte Teil der Figur zeigt den efferenten Parasympathikus. Die Zellkörper seiner präganglionären Neurone (orange) befinden sich entweder im Hirn (Mesencephalon, Pons, Medulla oblongata) oder im Sakralmark (S2-S4). Ihre Axone projizieren zu Ganglien, welche bei den Zielorganen liegen. Die postganglionären Projektionen (grün) sind entsprechend kurz.

Sympathikus und Parasympathiku:

Wie wirken die Beiden Systee auf dasselbe Organ / dieselbe Funktion?

Es gibt Funktionen/Organe, welche
- von Sympathikus und Parasympathikus entgegensätzlich reguliert werden (Pupillen, Bronchien, Herzfrequenz, Verdauung, Harnblase
- nur von einem der beiden beeinflusst werden zB durch Sympathikus: Leber Gluconeogenese, Schwitzen, Gänsehaut (Piloerektion), viele Gefässe (! unterschiedliche Effekte via α1 und β2 Rezeptoren)
- durch beide in die gleiche Richtung beeinflusst (zB Speicheldrüsen).

Afferenter Anteil des ANS:

Richtung

Physiologische Afferenzen
-> werden in welchem System geleitet

Noziception
-> Entlang welcher Bahnen

Leitung via Ganglien zum ZNS

Die physiologischen Afferenzen (Spannung von Herzwand und Gefässen, PCO2, PO2, pH, Glucose Konzentration, Temperatur etc.) werden entlang des Parasympathikus geleitet.

Unter Nozizeption versteht man die Wahrnehmung von Schmerzen.
-> wird entlang der Sympathikus Bahnen geleitet (90% nicht myelinisiert) und die Zellkörper befinden sich in Spinalganglien.

Enterisches Nervensystem

Plexus myentericus
Plexus submucosus
-> lokalisation

(Darmnervensystem)

- Plexus myentericus (Auerbach):
  zwischen Ring- und Längsmuskulatur (→Regulation der Motilität)
- Plexus submucosus (Meissner):
  zwischen Schleimhaut und Muskelschicht (→Regulation der Absorption)

Parasympathikus:

lokalisation des zweiten Neurons (im bezug auf die Zielorgane)

was wird durch den Parasympathikus stimuliert

(rest-and-digest activities)

Zweites Neuron in der Nähe oder innerhalb der Zielorgane

Der Parasympathikus stimuliert (Auswahl):
- Miosis (Pupillenkonstriktion)
- Tränensekretion
- Speichelsekretion
- Verlangsamung der Herzfrequenz
- Bronchokonstriktion und Schleimsekretion in Bronchien
- Glykogenbildung in der Leber
- Gallensekretion
- Verdauung
- Stuhlgang: Peristaltik, Entspannung des inneren Anusschließmuskels
- Kontraktion des Blasenmuskels (Detrusor)
- Entspannung des inneren Schließmuskels der Blase
- Stimulation der Erektion

Sympathikus:

lokalisation des zweiten Neurons

was wird durch den Sympathikus stimuliert

(fight-or-flight response)

zweites Neuron in paravertebralen Ganglien (Sympathischer Grenzstrang) oder prävertebralen (mesenterischen) Ganglien

Der Sympathikus stimuliert (Auswahl):
- Mydriase (Pupillenvergrösserung)
- Proteinsekretion in Tränen
- Speichelsekretion (visköser Speichel, Kaliumsekretion)
- Schweissdrüsensekretion, Gänsehaut (erector pili)
- Herzfrequenz (Tachykardie)
- Herzkontraktilität (Inotropie)
- Vasokonstriktion
- Bronchodilatation
- Glykogenolyse und Gluconeogenese in der Leber
- Lipolyse (Fettzellen)
- Relaxation des Darmes, Kontraktion der Darmsphinkter
- Reninsekretion (Juxtaglomerulärer Apparat) -> ↑Blutdruck
- Endokriner Pankreas: Abnahme Insulin und Glukagon Sekretion
- Relaxation des Blasenmuskels (Detrusor) und Kontraktion des inneren Schließmuskels der Blase
-(β2) Relaxation der Gebärmutter
- Stimulation der Ejakulation

Parasympathikus vs Sympathikus:

Einfluss auf:

Pupillen

Tränen

PS Miosis (Pupillenkonstriktion) - Tränensekretion

S Mydriase (Pupillenvergrösserung) - Proteinsekretion in Tränen

Parasympathikus vs Sympathikus:

Einfluss auf:

Speichel

Herzfrequenz

PS Speichelsekretion - Verlangsamung der Herzfrequenz

S Speichelsekretion (visköser Speichel, Kaliumsekretion) - Herzfrequenz (Tachykardie) - Herzkontraktilität (Inotropie)

Parasympathikus vs Sympathikus:

Einfluss auf:

Glykogen (in Leber)

Verdauung

PS Glykogenbildung in der Leber - Verdauung

S - Glykogenolyse und Gluconeogenese in der Leber - Relaxation des Darmes, Kontraktion der Darmsphinkter

Parasympathikus vs Sympathikus:

Einfluss auf:

Blasenmuskeln

Penis

PS Kontraktion des Blasenmuskels (Detrusor) - Entspannung des inneren Schließmuskels der Blase - Stimulation der Erektion

S Relaxation des Blasenmuskels (Detrusor) und Kontraktion des inneren Schließmuskels der Blase
-(β2) Relaxation der Gebärmutter - Stimulation der Ejakulation

Ganglionäre Übertragung:

Welcher Rezeptor ist entscheidend
- Aktivator / Inhibitor

Nikotinischer Acetylcholin Rezeptor (ligandenaktivierter Ionenkanal)

- Aktivator: Nikotin
- Inhibitor: Hexamethonium
- Abbau von Ach: Acetylcholinesterase

Postganglionäre Übertragung:

Was für Rezeptoren weren im Parasympathikus bzw im Sypathikus für die Postganglionäre übertragung eingesetzt
-> entsprechender Transmitter

Parasympathikus:
Muscarinische Ach Rezeptoren; M1, M2 Ach Rezeptoren [Transmitter = Acetylcholin]

Sympathikus:
Adrenerge Rezeptoren: α-Rezeptoren (α1, α2) β-Rezeptoren (β1, β2, β3) 
[(Nor)Adrenalin = (nor)epinephrin] 

Rezeptoren:

N1 nicotinic ACh:

Agonisten

Antagonisten

ACh, Nikotin

D-Tubocurarine

Rezeptoren:

N2 nicotinic ACh:

Agonisten

Antagonisten

ACh, Nkotin

Hexamethonium

Rezeptoren:

M1/M3/M5 muscarinic ACh

Agonisten

Antagonisten

G Protein

Linked Enzyme

2nd Messener

ACh, muscarine

Atropine

G(alpha)q

PLC

IP3

Rezeptoren:

M2/M4 muscarinic ACh

Agonisten

Antagonisten

 

ACh, Muscarine

Atropine

Rezeptoren:

(alpha)1 Adrenergic

Agonisten

Antagonisten

G Protein

Linked Enzyme

2nd Messener

Noradrenalin >= Epi

Phentolamine

G(alpha9q

PLC

IP3 und DAG

Rezeptoren:

(beta)1 Adrenergic

Agonisten

G Protein

Linked Enzyme

2nd Messener

Epi > Noraadrenalin

G(alpha)s

Adenylyl cyclase

zunahme [cAMP]i

Rezeptoren:

(beta)2 Adrenergic

Agonisten

G Protein

Linked Enzyme

2nd Messener

Epi > Noradrenalin

G(alpha)S

Adenyly cyclase

zunahme [cAMP]

Parasympathikus:

Wirkung auf das Erfolgsorgan

Prinizp (am Beispiel des M1 Rezeptors)

s.B.

Symphaticus:

Wirkung auf das Erfolgsorgan

Prinzip (am Beispiel des alpha Rezeptors)

s.B.

Symphaticus:

Wirkung auf das Erfolgsorgan

Prinzip (am Beispiel des beta Rezeptors)

s.B.

Effekt von Adrenalin, Phentolamin und Propanolol auf glatte Muskel der Aorta

s.B.

Effekt von Adrenalin, Phentolamin und Propanolol auf glatte Muskel der Aorta

s.B.

Effekt von Adrenalin, Phentolamin und Propanolol auf glatte Muskel der Aorta

s.B.

Autonome Reflexe via Hirnstammkerne:

Beispiel Baroreflex

Ablauf/schritte

Beispiel Baroreflex:
Zunahme des arteriellen Blutdruckes
 → Hemmung des Sympathikus und
 → Stimulation des Parasympathikus:
=>beide wirken via Sinusknoten verlangsamend auf Herzfrequenz.

Baroreflex: erhöhter Blutdruck senkt reflektorisch die Herzfrequenz und damit den Blutdruck 

Interaktionen zwischen kortikaler uns autonomer Funktion:

Beispiele von Descending cortical control of autonomic output

s.B.

Interaktionen zwischen kortikaler uns autonomer Funktion:

Beispiele in welchen viscerale afferenze kortikale Funktionen overwhelm

s.B.

Wichtige Stoffe/Medikamente, welche auf das ANS wirken:

Atropin

Unspezifischer Inhibitor der mucarinischen Rezeptoren

Wichtige Stoffe/Medikamente, welche auf das ANS wirken:

Phentolamin

Nichtselektiver alpha-Blocker

Wichtige Stoffe/Medikamente, welche auf das ANS wirken:

Propanolol

nichtselektiver beta-Blocker

Étudier