11 MZB I - Ullrich

Vegetatives Nervensystem - Anatomie

Vegetatives Nervensystem - Anatomie


H. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das vegetative Nervensystem auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Struktur und Funktion von Neuronen, Ganglien und Reflexbögen, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen Sympathikus und Parasympathikus liegt. Die Karteikarten erklären auch die Rolle des Hypothalamus als oberstes Integrationszentrum und die Bedeutung von Neurotransmittern. Medizinstudenten profitieren von diesen Karten, um die komplexen Zusammenhänge des Nervensystems besser zu verstehen und ihre Kenntnisse in der Physiologie zu vertiefen.
Flashcards
22
Students
14
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
17.05.2016 / 06.01.2019

Flashcards

Steuerung des vegetativen Nervensystems:

Circadiane Funktionen

Circadiane Leistungsfähigkeit

 

Als circadiane Rhythmik (auch: circadianer Rhythmus) bezeichnet man in der Chronobiologie zusammenfassend die endogenen (inneren) Rhythmen, die einePeriodenlänge von circa 24 Stunden haben.

Über 100 circadian regulierte Körperfunktionen:
Atmung, Kreislauf, Verdauung, Temperatur, Sexualfunktionen, Wasserhaushalt
-> vom Hypothalmus aus gesteuert

Sympathicus:

1. Neuron

Von wo bis wo?

Das sympathische Nervensystem besteht aus einer
zentralen Steuereinheit, dem Hypothalamus und drei efferenten Nervenzellen:

Das erste zentrale Neuron reicht vom Gehirn bis ins Seitenhorn der Rückenmarksegmente T1 bis L3 (L4).

Achtung: Definition «1. Neuron» unterschiedlich !

Symphaticus:

2. Neuron

von wo bis wo

Ramus communicans albus

Im Seitenhorn der Rückenmarksegmente T1 bis L3 (L4) schalten die Fasern des ersten Neurons auf das zweite, das präganglionäre Neuron um. Das Axon des präganglionären Neurons verlässt das Rückenmark als Teil der Vorderwurzel, spaltet sich jedoch bereits sehr früh nach dem Verlassen des Wurzelkanals vom Spinalnerv ab und führt als kurzer weißer Verbindungsast (=Ramus communicans albus) zum symphatischen Granzstangganglion des zugehörigen Rückenmarkssegments

Grenzstrang

Der Grenzstrang (lat. Truncus sympathicus) ist eine Kette untereinander in Längsrichtung verbundener Ganglien an denWirbelkörpern des Rumpfes. Er gehört zum Sympathikus.

Der Grenzstrang (Truncus sympathicus) erhielt seinen Namen, weil er die gesamte Wirbelsäule vom unteren Halsbereich bis hinunter zum Kreuzbein auf beiden Seiten „begrenzt. Er besteht aus einer perlschnurartigen Kette von Ganglien, zwischen denen die Rami interganglionares eine ununterbrochene Verbindung herstellen.

Was passiert mit dem 2. Neuron, wenn es zum Grenzstrangganlion kommt?

2 möglichkeiten

1. Das präsynaptische Neuron geht eine synaptische Verbindung mit dem Soma oder den kurzen Dendriten des dritten, des postganglionären Neurons ein.
-> Dessen Axone ziehen entweder in einem speziellen vegetativen Nerv direkt zum Erfolgsorgan oder schließen sich über den kurzen grauen Verbindungsast (Ramus
communicans griseus) erneut dem Spinalnerv an
-> Es entsteht ein gemischt motorischer und vegetativer Rückenmarksnerv.
2. Das präsynaptische Neuron zieht durch den Grenzstrang durch und schaltet erst in den prävertebralen Ganglien vor der Wirbelsäule um.

Wohin strahlen die efferenten sympathischen Fasern...

... des oberen Brustmarks

... des Lendenmarks

Die efferenten sympathischen Fasern des oberen Brustmarks strahlen in die drei großen Halsganglien ein (Ganglion cervicale superius, medium und inferius = stellatum), während die Fasern aus dem Lendenmark in die Ganglien seitlich des Kreuzbeins projizieren.

Wo sind die Schaltstellen des Symphatikus für die Bauchorgane loklisisert?

Was bilden Ganglion coeliacum, Ganglion mesentericum superius und Ganglion mesentericum inferius

Die Schaltstellen des Sympathikus für die Bauchorgane sind in prävertebralen Ganglien lokalisiert

Diese bilden mit ihren Nervenfasern ausgedehnte Geflechte um die großen unpaaren Äste der Bauchaorta (Ganglion coeliacum, Ganglion mesentericum superius und Ganglion mesentericum inferius)

Diese präganglionären Fasern ziehen ohne Umschaltung durch das Grenzstrangganglion hindurch und schalten erst in den prävertebralen Ganglien des Bauchraums um

Sympathicus:

Neurotransmitter

s.B.

Parasympathicus

1. Neuron

zentrale steuereinheit

von wo bis wo

Parasymphaticus: Langsame, fein regulierte und koordinierte Regulation „interner“ Körperfunktionen

Das parasympathische Nervensystem besteht aus einer zentralen Steuereinheit, dem Hypothalamus und drei efferenten Nervenzellen:
Das erste zentrale Neuron reicht vom Gehirn bis zu den Hirnnervenkernen III, VII, IX/X oder zu den Rückenmarkssegmenten S2-S4 (S5)

Parasymphaticus:

2. Neuron

wo endet es
-> konsequenz für die parasymphatischen Nerven

 

2. Neuron
Alle parasympathischen Nerven enthalten ausschließlich präganglionäre Fasern, also die Axone des zweiten Neurons

Die parasympathischen Ganglien liegen ganz in der Nähe und teilweise innerhalb der versorgten Organe

Parasymphatikus:

3. Neuron

länge

Das dritte, postganglionäre Neuron hat ein sehr kurzes Axon

Parasymphaticus:

Neurotransmitter

s.B.

Regulation des vegetativen Nervensystems:

Steuerung von einfachen vs komplexen Relexen

oberstes Integrationszentrum

Einfache Reflexe können innerhalb des jeweiligen Organs ablaufen, komplexere Mechanismen werden hingegen von übergeordneten vegetativen Zentren (bis hin zum ZNS) gesteuert.

Das oberste Integrationszentrum ist der Hypothalamus, der das vegetative Nervensystem in die Ausführung seiner Programme einbezieht. Es unterliegt der Kontrolle des limbischen Systems.

Durch was wird eine Effektorzelle Beinflusst?

Nicht-neuronale Einflüsse können auch auf die Effektorzellen einwirken !
-> nicht eine Alle-oder-Nichts Antwort

Vegetativer Reflexbogen

Als Reflexbogen wird in der Physiologie die kürzeste Verbindung zwischen Rezeptor und Effektor über die Nervenzellen eines bestimmten neuronalen Erregungskreises bezeichnet.[1] Die Verschaltung vom afferenten auf das efferente Neuron erfolgt im einfachsten Fall auf spinaler Ebene über eine Synapse imVorderhorn des Rückenmarks.

Viszero-Afferenzen

Viszerosensibel bedeutet "empfindungsfähig (sensibel) für Körperempfindungen, die von denEingeweiden ausgehen". In der Regel handelt es sich dabei um unbewusste Empfindungen

Das vegetative Nervensystem leitet unter anderem auch Empfindungen zum Rückenmark, z.B. den Füllungszustand von Magen, Darm und Blase. Ihre Zellkörper liegen in den Spinalganglien des Rückenmarks oder in den Ganglien des VII., IX. bzw. X. Hirnnerven.

Head Zonen

Die Viszero-afferenten Fasern ziehen über die Hinterwurzeln ins Rückenmark. Weil sie auch sensible Eingänge aus der Haut des Rumpfes erhalten, projizieren sich Schmerzen aus einem inneren Organ nicht selten auf einen bestimmten Bezirk der Bauch- oder Brusthaut (Headsche Zonen).

Viszero-kutaner Reflexbogen und Head-Zonen

Als viszerokutanen Reflex bezeichnet man eine spinalen Reflex, der die inneren Organe mit derHaut verschaltet.

Hintergrund:
Die Afferenzen des viszerokutanen Reflexes laufen über vegetative Fasern aus den inneren Organen und werden zentral durch Interneurone mit kutanen Reflexwegen verschaltet. Dadurch kann es durch pathologische Veränderungen im Bereich der inneren Organe zu einer verstärkten Erregbarkeit der Haut, meist in Form einer Hyperpathie, kommen.

Cuti-viszeraler Reflex

Reiz mit Reizort Haut (s.a. Head-Zone) u. Reizantwort an Eingeweiden.

Die Erregungen starten an Rezeptoren der Haut. Sie gelangen über afferente Fasern in das Rückenmark und werden dort auf präganglionäre vegetative Neurone übertragen.
Mit den Fasern dieser Nervenzellen und denen der nachgeschalteten postganglionären Neurone verlaufen sie zu den Eingeweiden.
Auf diese Weise können durch Hautreize (z.B. kalte oder warme Umschläge) viszerale Efferenzen beeinflußt werden.

Viszero-viszeraler Reflex

"durch Reizung von Interozeptoren der Eingeweide ausgelöster vegetativer Reiz mit Erfolg an anderen inneren Organen"

Die Erregungen starten an Rezeptoren. Sie gelangen über efferente Fasern in das Rückenmark und werden dort auf präganglionäre vegetative Neurone übertragen. Mit den Fasern dieser Nervenzellen und denen der nachgeschalteten postganglionären Neurone kehren die Erregungen zurück. Auf diesem Wege wird z.B. ein Teil der Magen-Darm-Bewegungen koordiniert.

Viszero-motorischer Reflex

bsp

Erregungen aus den Eingeweiden gelangen über das Zwischenneuronennetz des Rückenmarks zu den somatischen Motoneuronen. Über die Fasern dieser Nervenzellen erreichen sie direkt die quergestreifte Skelettmuskulatur. So entstehen z.B. bei Entzündungen innerer Organe Abwehrspannungen in der Bauchmuskulatur.

Hierarchie des vegetativen Nervensystems:

vom limbischen sytem zum sympathikus bzw parasymphatikus

 

s.B.

Study