11 MZB I - Helmchen 1

Biophysik der erregbaren Zellen Ruhepotential und Aktionspotential Ionenkanäle Nervenleitung

Biophysik der erregbaren Zellen Ruhepotential und Aktionspotential Ionenkanäle Nervenleitung


H. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Neurophysiologie und Pharmakologie auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Funktionsweise von Ionenkanälen, insbesondere Natrium- und Kaliumkanälen, sowie auf die Rolle von Rezeptoren und Membranpotentialen. Die Karteikarten behandeln auch die molekularen Strukturen und die Pharmakologie von Ionenkanalblockern. Medizinstudierende und Forscher profitieren von diesem Set, um ihr Verständnis der zellulären und molekularen Mechanismen der neuronalen Erregbarkeit zu vertiefen.
Karten
33
Lernende
15
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.04.2016 / 20.02.2022

Lernkarten

Patch Clamp:

Konfigurationen:

Whole-cell recording

Inside-out recording

Outside-out recording

s.B.

Halbaktivierungs-Potential

Potential, bei dem 50% der kanäle geöffnet sind

-> Verschiebung der Kurve nach links = leichtere Erregbarkeit (vice versa)

Molekulare Struktur von Natriumkanälen

Funktion von:
- α-Untereinheit
- β-Untereinheit

- Die α-Untereinheit enthält die Kanalpore
- Die α-Untereinheit besteht aus 4 Proteindomänen
- Jede Domäne besitzt 6 Transmembranregionen (TMR)
- Zusatzuntereinheiten (ß-subunit) regulieren die Funktion

Ionenkanalzustände in Abhängigkeit des Membranpotentials:

Na+ Kanäle

s.B.

Ionenkanalzustände in Abhängigkeit des Membranpotentials:

K+ Kanäle

s.B.

Topologie von Kaliumkanälen

Untereinheiten

- grosse und diverse Gruppe von spannungsgesteuerten Kanälen
- es gibt mehrere Untergruppen, die sich in ihrer Struktur und in ihren Aktivierungs- und Inaktivierungseigenschaften unterscheiden
- Ionenkanal besteht aus 4 Kanalproteinen
- verschiedene Kanalproteinstrukturen mit entweder 2, 4, 6, oder 7 TMRs

spannungsgesteuerte Ionenkanäle:

Calcium-Kanäle

Funktion

- entscheidend an der synaptischen Übertragung beteiligt
- Grundlage von Calcium-APs
- Regulation biochemischer Pfade

spannungsgesteuerte Ionenkanäle:

Chlorid-Kanäle

Funktion

- kontrollieren Ruhepotential und Erregbarkeit
- Regulation des Zellvolumens

Spannungssensor im Kanal

Prinzip

• Helix mit positiv geladenen Aminosäuren im S4 Transmembransegment
• Konformationsänderung bei Änderung des Membranpotentials führt zum Öffnen der zentralen Pore

Selektivitätsfilter von K+ Kanälen

Prinzip

- die 4 extrazellulären Schleifen zwischen den Transmembransegmenten sind am Selektivitätsfilter beteiligt
- Selektivität wird durch Anpassung der Porenöffnung an den Durchmesser des dehydrierten Kalium-Ions erreicht

Pharmakologie:

Blockierung von Ionenkanälen

Bsp. :TTX

- viele Gifte binden an spannungsgesteuerte Ionenkanäle und blockieren dadurch ihr Öffnung 

- bekanntestes Beispiel ist Tetrodotoxin (TTX) aus dem Kugelfisch, das Natriumkanäle blockiert 
  -> Folge: die Ausbreitung von Aktionspotentialen ist unterbunden, es kommt zu sensiblen und motorischen Lähmungen 

Lokalanästhetika (z.B. Lidocain) blockieren ebenfalls Natriumkanäle 

Ligandengesteuerte Rezeptoren:

2 Typen

/Beispiele

1. Ionotrope Rezeptoren
– Ligandenbindung öffnet Ionenkanal
– Beispiele: nikotinischer ACh-Rezeptor, Glutamat- Rezeptoren des AMPA- und NMDA-Typs 
2. Metabotrope Rezeptoren
– Ligandenbindung löst intrazelluläre Signalkaskade aus
– Beispiele: muskarinischer ACh-Rezeptor, metabotrope Glutamat-Rezeptoren 

nAChR 

Molekulare Struktur

Nikotinischer Acetylcholinrezeptor

Der nAChR besteht aus 5 Untereinheiten, die aus je 4 Transmembran-Segmenten bestehen 

Molekulare Struktur metabotroper Rezeptoren 

Monomerische /Heteromerische Proteine

Anzahl  Transmembransegmente

G-Proteine

Beispiele

• Monomerische Proteine
• 7 Transmembransegmente
• G-Proteine binden an die intrazelluläre Schleife zwischen Domänen 3 und 4 und die C-terminalen Region 
(Als G-Proteine oder GTPasen bezeichnet man eine inhomogene Gruppe von Proteinen innerhalb vonZellen, die in der Lage sind, die Guanin-Nucleotide GDP und GTP zu binden)
• Beispiele: Rezeptoren für Glutamat, GABA, Dopamine, Norepinephrine, Histamine, Serotonin, ... 

Spannungsklemme (Voltage Clamp) 

Funktionsprinzip

Über einen Rückkopplungsschaltkreis wird das Membranpotential konstant gehalten (auf das Kommando- potential „geklemmt“)
-> Der benötigte Strom entspricht dem Membranstrom bei diesem Potential. 

Trennung der Ionenstromanteile:

2 Methoden

Durch Ionensubstitution: (Natrium-freie Extrazellulärlösung)
-> Der benötigte Strom entspricht dem Membranstrom bei diesem Potential.

Durch pharmakologische Blockierung der einzelnen Komponenten

Zeitliche Leitfähigkeitsänderungen der Na+ und K+ Kanäle

s.B.

Lernen