Sommer 3


H. M.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Themen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Embryologie und Teratologie. Sie decken Aspekte wie Chromosomenanomalien, Missbildungen, Infektionen während der Schwangerschaft und pränatale Diagnostik ab. Besonders relevant sind Teratogene, die zu Fehlbildungen führen können, sowie genetische Vererbungsmuster und deren Auswirkungen. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren davon, um komplexe Zusammenhänge in der Embryonalentwicklung und pränatalen Medizin zu verstehen.
Flashcards
51
Students
4
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
28.05.2016 / 15.06.2018

Flashcards

Schwangerschaftsdauer

Schwangerschaftsperioden

  • Dauer der Schwangerschaft:

    • 280 Tage (40 Wochen) nach dem 1. Tag der letzten Regel (Ovulationsalter)

    • 266 Tage (38 Wochen) nach der Befruchtung(Befruchtungsalter)

Embryonalperiode, Fetalperiode

Berechnung des Geburtstermins

Berechnung des Geburtstermins:

1. Tag der letzten Menstruation + 1 Jahr – 3 Monate + 7 Tage

Altersbestimmung des Embryos:

- nach was ?

nach Entwicklungsstadien (d.h. Gestaltsmerkmalen)
ca. 6 Wochen Carnegie-Stadien (23 Stadien)

nach Grösse: „grösste“ Länge, z.B. im Ultraschall bis 2. Monat Scheitel-Steiss Länge (SSL) Weniger gebräuchlich: Scheitel-Fersen Länge (SFL)

Gewichtsverlauf des Feten

s.B.

Benenne

s.B.

Embryonale Organe

s.B.

Nabelstrang

s.B.

Maternale Anteile der Plazenta und Fruchthüllen

a. Decidua basalis = Basalplatte der Plazenta
b. Decidua capsularis
c. Decidua parietalis

Spiralarterien

Anzahl

vorkommen

Zweck

Spiralarterien
(6 – 7/ Kammer) öffnen in
intervillöse Räume

mütterliches Blut umspült die Chorionzotten
-> Stoffaustausch
-> Rückfluss des mütterlichen
Blutes über Venen in mütterlichen Kreislauf

Bau der Plazenta

Zu Beginn des 4. Monats besteht die Plazenta aus zwei Anteilen:

  1. Chorion Frondosum (fetaler Anteil)

  2. Decidua basalis (mütterlicher Anteil)

Zwischen Chorion und Dezidualplatte befinden sich die intervillösen Räume, die mit mütterlichem Blut gefüllt sind  

Verbindungen zwischen maternellem und fetalem Gewebe:

Entstehung der Zotten

Während sich der Embryo in der ersten Woche durch einfache Diffusion ernährt, braucht er später wegen seines schnellen Wachstums ein leistungsfähigeres Austauschsystem. Dies wird durch die Entwicklung des uteroplazentären Kreislaufsrealisiert: Dabei nähern sich die Blutkreisläufe von Mutter und Embryo in der Plazenta, was den Austausch von Gasen und Metaboliten durch Diffusion erlaubt.

Verbindungen zwischen maternellem und fetalem Gewebe:

primäre Zotten

Zwischen dem 11. und dem 13. Tag dringen Zytotrophoblastzellen in die Fortsätze des Synzytiotrophoblasten ein, wodurch die primären Trophoblastzotten entstehen.

Verbindungen zwischen maternellem und fetalem Gewebe:

Sekundärzotten

Ab dem 16. Tag wächst auch EEM in diese primären Trophoblastenzotten ein. Sie heissen nun Sekundärzotten und dehnen sich bis in die Lakunen aus, die mit mütterlichem Blut gefüllt sind.

Verbindungen zwischen maternellem und fetalem Gewebe:

Tertiärzotten (Terminalzotten)

Am Ende der 3. Woche differenziert sich das Zottenmesoblast zu Bindegewebe und Blutgefässen. Sie verbinden sich mit den embryonalen Blutgefässen. Zotten, die differenzierte Blutgefässe enthalten, werden Tertiärzotten genannt 

Bau der Plazentarschranke

Als Plazentarschranke werden Strukturen zusammengefasst, die mütterliches vom kindlichen Blut trennen und somit beim Austausch von Stoffen durchquert werden müssen. Die Zusammensetzung der Plazentarschranke ändert sich im Verlaufe der Schwangerschaft.

Fibrinoidansammlungen in definitiver Plazenta

Die Fibrinoid-ansammlungen bilden die subchoriale Langhans-Schicht A. Auf der Ebene der Basalplatte befindet sich die Rohr-Schicht Bunterhalb der Stammzotten und noch tiefer in der Dezidua basalis gelegen bilden sie die Nitabuch-Schicht C. Letztere befindet sich dort wo Zona spongiosa und Zona compacta aufeinander stossen (wo sich die Ablösung der Plazenta vollziehen wird).

Plazenta nach der Geburt

Am Ende der Schwangerschaft ist die Plazenta ein 15-25 cm im durchmesser, 3cm Dicke, 500-600 gramm schwere Scheibe. Sie besitzt ca. 15 – 20 Kotyledonen (die Furchen zwischen den Kotyledonen werden von den Dezidualsepten hervorgerufen), welche sich auf der mütterlcihen Seite befinden. Auf der fetalen Siete sieht man Choriongefässe (Arterien und Venen), die zur Nabelschnur hin konvergieren

Aufgaben der Plazenta

Mechanismen des feto-maternellen Austausches aktiver Transport, Diffusion, Endocytose
- nur transzellulärer Transport, kein parazellulärer Transport

Atmungsfunktion
Sauerstoffzufuhr zum Fetus und den Abtransport von fetalem Kohlendioxid

Nutritive und exkretorische Funktion
Wasseraustausch: 3,5 Liter / Tag bis zur 35. Woche, sinkt auf 1,5 Liter / Tag kurz vor der Geburt

Beseitigung von Abfallstoffen aus dem fetalen Metabolismus

Schutzfunktion
Barriere für die meisten, aber nicht alle Bakterien

plazentäre Austauschoberfläche

Die plazentäre Austauschoberfläche
vergrössert sich von 5 m2 mit 28 Wochen auf ungefähr 12 m2 kurz vor der Geburt!

Plazenta und immunologische Schranke

Der Synzytiotrophoblast und Zytotrophoblast der Zotten exprimieren keine Gewebsantigene (HLA-A , -B, -C Komplexe).
<-> keine Erkennung als ‚Fremdgewebe‘

Zudem passive Immunität : mütterliche IgG gelangen über Pinocytose durch den Syncytiotrophoblasten

Endokrine Funktion der Plazenta

Plazenta: eine endokrine Drüse!
HCG, gelangt in Fetus UND Mutter
-> Ausschüttung von Oestrogen (E2) und Progesteron (P)

- Progesteronproduktion in der Plazenta ist ohne Beteiligung des Fötus
- Östrogenproduktion im Gegensatz involviert bereits den Fötus

Zweieiige Zwillinge

Häufigkeit

Eihäute

Dizygot: 2 Spermien, 2 Eizellen
7-11 pro 1000 Geburten
-> 2 implatationsorte; 2 Amnion, 2 Chorion, 2 Plazenten

Eineiige Zwillinge

Eihäute

A) Trennung vor dem Blastozystenstadium
  -> 2 Amnion, 2 Chorion, 2 Plazenten
B) (häufigster Fall) Aufspaltung erst im Embryoblast
  -> nur 1 implatationsort
    -> 1 Chorion, 1 Plazenta, 2 Amnion
C) (recht selten) Trennung erfolgt zu einem Zeitpunkt nach dem Embryoblast
  -> 1 Chorion, 1 Plazenta, 1 Amnion

Missbildungsrate:

AUftreten von Missbildungen im Verlaufe der Schwangerschaft

s.B.

Teratologie

Definiton

Teratologie = Lehre der Missbildungen

Die Teratologie (altgr. τέρας téras „Monster“ und -logie) ist die Lehre der Ursachen von Fehlbildungen durch Umweltfaktoren (Teratogene).

Missbildungsrate:

bei Geburt

Absolut

Missbildungsrate bei Geburt:
bei Geburt ca. 1.5% schwere Missbildungen, leichte 4 – 12 %, je nach Land!

Absolute Missbildungsrate aber sehr viel höher Abbruch von ca. 20 – 25% aller Schwangerschaften durch spontanen Frühabort innerhalb der ersten 8 Wochen

Ursachen von Missbildungen

Ursachen:
A. 25% (mono- od. poly)genetisch und chromosomal bedingt
B. 10% von Umgebungsfaktoren (über Mutter, Viren,Stoffwechsel, hormonal, toxische)
C. 65% nicht bekannt, „primär multifaktoriell“

Begriffe:

Syndrome

Dysplasie

Agenesie

- Syndrome:
  Kombination von Fehlbildungen mit einer charakteristischen art und weise
- Dysplasie:
  Abnorme Organisation der Zellen (z.b. Eines Organs)(Hypo- /Hyperplasie)
- Agenesie:
  Fehlen eines Organs

Primäre Missbildungen

Unterteilung
- jeweilige Häufigkeit

Primäre Missbildung:
Fehler (genetische Anomalie) in der Struktur eines Organs oder eines Teils eines Organs, welche auf eine Anomalie seiner Entwicklung zurückzuführen ist (Spina bifida, Hasenscharte, angeborener Herzfehler).
 

• Genaberrationen - 7,5% der angeborenen Missbildungen
(Die Genaberrationen machen etwa 7,5% der angeborenen Missbildungen aus. Es handelt sich entweder um monogenetische Mutationen, oder um polygenetische Mutationen, die sich nach den Mendel'schen Regelnweitervererben. )
• chromosomale Anomalien - etwa 0.5 %
(Man unterscheidet auch hier wiederum zwei Arten: die Strukturanomalien und die Zahlanomalien. Sie umfassen etwa 0.5 % der angeborenen Missbildungen.)
• „multifaktorielle“ Anomalien - lassen sich auf mehrere Gene zurückführen und können von Umwelteinflüssen (Medikamente, chemische Produkte) beeinflusst werden
(Sie lassen sich auf mehrere Gene zurückführen und können von Umwelteinflüssen (Medikamente, chemische Produkte) beeinflusst werden Zu dieser Gruppe gehören alle Missbildungen des Neuralrohrs und die der Lippen- und Gaumenspalte, sowie Herzkreislauf-Störungen, Dysplasien der Hüfte, und Kryptorchismus.)

Sekundäre Missbildungen

Sekundäre Missbildung ("Disruption" der Anglo-Saxen):
Unterbruch der normalen Entwicklung eines Organs, welcher auf äussere Einflüsse zurückzuführen ist. Es handelt sich entweder um einen teratogenen Wirkstoff (Infektion, Chemische Substanz, ionisierende Strahlung oder ein Trauma (Amnionstränge, welche zu Amputationen führen).
Die am meisten verbreiteten infektiösen Agentien sind der Rötelnvirus, der Cytomegalovirus und der Parasit der Toxoplasmose (Toxoplasma gondii). Zu den chemischen, teratogenen Agentien gehören das Thalidomid, das Warfarin, das Chloroquin (Malariamedikament) und das Lithium. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine angeborene Missbildung nicht unbedingt erblich sein muss.

abhängig vom Gesundheitszustand der Mutter, vom Zeitpunkt und der Art des teratogenen Faktors und der genetischen Veranlagung des Kindes ab.

Teratogene Faktoren

• Infektiöse Wirkstoffe
• Medikamente, Hormone und chemische Produkte·
• Physikalische Wirkstoffe (ionisierende Strahlung)
• Andere Faktoren (Metaboliten, toxische Substanzen)

Pränatale Diagnostik:

Methoden

Ultraschalluntersuchung;

genetische Untersuchung des mütterlichen Blutes (fötale DNA (!), (ca. 11. SSW)

Chorionzottenbiopsie (10.-14. SSW),

Amniozentese (14.-18. SSW)

Blasenmole

Entstehung

Beispiel einer Pathologie der Plazenta

Schwangerschaft ohne Embryo (nur Trophoblast -> nur plazentäre Membranen)

z.B. durch dispermische Befruchtung: zwei Spermien befruchten eine kernlose Oozyte Verschmelzen der beiden männlichen Vorkerne -> diploider Kern, nicht lebensfähig.
Oder z.B. durch monospermische Befruchtung einer kernlosen Oozyte mit nachfolgender Mitose des väterlichen Vorkerns

Komplikationen und Missbildungen bei Zwillingen:

Fetus papyrecus und transfusionssyndrom

s.B.

Komplikationen und Missbildungen bei Zwillingen:

Siamesische Zwilling
-> Arten

s.B.

Einzelgendefekt oder -mutation:

Autosomal Dominant

Beispiele

• Aniridie
• Marfan-Syndrom
• Neurofibromatose

Einzelgendefekt oder -mutation:

Autosomal rezessiv 

Beispiele

• Cystische Fibrose
• Sichelzell-Anämie

Einzelgendefekt oder -mutation:

x-gebunden

Beispiele

• Duchenne'sche Muskeldystrophie
• Hämophilie A und B
• Rot-Grünblindheit

Abweichende Chromosomenzahl oder -struktur:

Non Disjnction Meisoe I

s.B.

Abweichende Chromosomenzahl oder -struktur:

Non Disjnction Meisoe II

s.B.

Study