10 Verdauung - Dutzler

Ernährung Verdauung

Ernährung Verdauung


H. M.
Diese Lernkarten behandeln die Verdauung und Absorption von Nährstoffen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Vitamine, Proteine, Lipide und klinische Beispiele wie Fructoseintoleranz oder Pellagra. Sie eignen sich für Medizinstudierende, die sich mit der Aufnahme von Nährstoffen, deren Mangelerscheinungen und der Rolle der Darmflora vertraut machen möchten.
Karten
181
Lernende
90
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
06.12.2016 / 28.12.2025

Lernkarten

Mikronährstoffe

Vitamine; Folsäure
- Funktion

sB

Mikronährstoffe

Vitamine; Folsäure
- Aktive Form

sB

Mikronährstoffe

Vitamine; Folsäure
- Mangel(-erscheinungen)

  • Besonders bei Schwangerschaft kritisch •
  • Missbildungen, Neuralrohrdefekte und Entwicklungsstörungen (DNA-Synthese runter)
  • Megaloblastäre Anämie wie bei B12-Mangel
  • Differentialdiagnose gegenüber B12-Mangel:
  • Bestimmung der Folatkonzentration im Blut, bzw. wenn neurologische Symptome auftreten, die für B12-Mangel typisch sind

Mikronährstoffe

Vitamine; Folsäure
- Empfohene Zufuhr
- Überdosierung (?)

Empfohlene Zufuhr
Erwachsene: 400 µg Folatäquivalente / Tag Schwangere: 800 µg (auch präventiv)

Achtung!
Überdosierung vermeiden: kann Vit. B12Mangel verschleiern, da die megaloblastäre Anämie verschwindet
Obere sichere Grenze: 1000 µg / Tag

Mikronährstoffe

Vitamine; Interaktionen: B6, B12, Folsäure

Die Biochemie dieser drei Vitamine muss wegen ihrer engen Beziehungen im Homocysteinmetabolismus als ein zusammengeh¨orendes System behandelt werden. Homocystein entsteht bei der
Ub¨ ertragung einer Methylgruppe aus Methionin. Zur Regenerierung
wird es von der Methionin-Synthase in einem Vitamin B12-abh¨angigen Schritt und mit 5-Methyl-THF als CH3-Donator erneut methyliert. Homocystein wird ausserdem unter Beteiligung von Pyridoxalphosphat als Coenzym der Cystathionin β-Synthase zu Cystein umgebaut (Abb. 3.17). Ein einziger Mangel an diesen Vitaminen verursacht eine Erh¨ohung der Homocysteinkonzentration im Blut. Diese kann daher als Marker f¨ur einen Vitaminmangel herangezogen werden. Bei einer pernizi¨osen An¨amie w¨are es entsprechend dem Schema in Abbildung 3.17, unangebracht nur eines der Vitamine
therapeutisch zu verabreichen, w¨ahrend ihre Kombination am wirksamsten ist.

Mikronährstoffe

Vitamine; Biotin
- Vorkommnen
- Empfohlene zufuhr
- Überdosierung (?)

Wichtige Nahrungsquellen sind sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Milch, Innereien und Eier

 Die empfohlene Zufuhr von 30-60 µg/Tag für Erwachsene ist ein Schätzwert. Eine Hypervitaminose ist bei Biotin nicht bekannt, weshalb auch keine obere sichere Grenze der Zufuhr angegeben wird.

Mikronährstoffe

Vitamine; Biotin
- Funktion

sB

Mikronährstoffe

Vitamine; Biotin
- Mangelerscheinung

sB

Mikronährstoffe

Vitamine; Pantothensäure
- Vorkommen
- Äquivalenzwerte
- Überdosierung (?)

sB

Mikronährstoffe

Vitamine; Pantothensäure
- Funktion

AcetyCoA spielt in anabolen und katabolen Prozessen der Kohlenhydrat-, Lipid- und Aminosäurenmetabolismus eine zentrale Rolle. Es ist essentiell für den Aufbau der Fettsäuren, Cholesterol, Gallensäuren, Ketonkörpern, Steroidhormonen und der Porphyrine. Das Coenzym hat die Aufgabe, Acetyl- und Acylreste als energiereiche Thioester zu bilden, bei deren Abspaltung etwa so viel Energie wie bei der ATP Hydrolyse freigesetzt wird.

Mikronährstoffe

Vitamine; Pantothensäure
- Mangel
  -> wann kommt Mangel vor?

sB

Mikronährstoffe

Vitamine; Vitamin C
- Vitamere
- Quellen

Allgemein kein Vitamin im Tierreich. Nur Menschen, Menschenaffen und Meerschweinchen können es nicht produzieren (keine L-Gulonolacton-Oxidase).

Mikronährstoffe

Vitamine; Vitamin C
- Funktion
- Mangel

Antioxidans mit Beteiligung and Hydroxylierungs- und Redoxreaktionen:

  • Prolin -> Hydroxyprolin, Lysin -> Hydroxylysin (Kollagen)
  • Bildung von Cortison, Adrenalin und Dopamin
  • Bildung von Carnitin (Transporter der Fettsäuren durch die Mitochondrienmembran)
  • Regenerierung von Vitamin E
  • Fe3+ -> Fe2+ im Darm (verbesserte Absorption)
  • Antioxidans gegen aggressive Radikale

Mangel: Störungen des Immunsystems, Skorbut

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente
- Welche Elemente Bracuht der Körper?
- Gurnd- vs Mengen- vs Spurenelemente

Grundelemente HCNO
Mengenelemnte: mehr als 50 mg pro kg Körpergewicht
Spurenelemente: weniger als 50 mg/kg Körpergeicht (ausser Eisen mit 60mg)

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Wasserbilanz
- % des Körpergewichtes
- Tagesumsatz
- Wasseraufnahme / Wasserabgabe / tag
- Wassermangel 
 -> Symptome

 

Wasser

  • Erwachsener Mann 60% des KG
  • Erwachsene Frau 50% des KG
  • Säugling 70% des KG
  • Tagesumsatz Erw. 6% des GanzkörperWassers
  • Tagesumsatz Säugl. 20% des GanzkörperWassers

 

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Mengenelemente
- Serumkonzentrationen

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Mengenelemente
Schwefel
- Aufnahme
- Schwefelreiche Gewebe

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Mengenelemente
Na, K, Cl
- Aufnahme (in welchen Lebensmitteln?)
- Vorkommen (im Körper)
- Aufnahme

Natrium:
Extrazelluläre Flüssigkeit, Membranpotential, Transportprozesse. Aufnahme 550 mg/Tag. Aufnahme mit Speisesalz (max. 6g/Tag) Überdosierung: Blutdruck, Nierenisuffizienz

Kalium:
Intrazellulär, Erregbarkeit von Herz, Muskel, Nerven. Aufnahme mit pflanzlichen Lebensmittel Aufnahme 2000 mg/Tag

Chlorid:
Extrazellulär, Wasserhaushalt, osmotischer Druck, Säure-Basen Gleichgewicht, HCl im Magen, elektrische Erregbarkeit. Aufnahme 830 mg/Tag

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Mengenelemente
Mg, Ca, P
- Aufnahme (in welchen Lebensmitteln?)
- Vorkommen (im Körper)
- Aufnahme

Calcium:
99% in Knochen und Zähnen, 1% in Serum und Intrazell. Blutgerinnung, Muskelkontaktion, Signaltransduktion. Zufuhr durch Milch und Milchprodukte, Mineralwasser. Mangelerscheinung: Rachitis, Osteomalazie Empfohlene Zufuhr: 1000mg/Tag.

Magnesium:
50-60% in Knochen und Zähnen. Bindung an ATP, Nukleotide, DNA, RNA, Reizübertragung. Zufuhr mit Vollkornprodukten, Sesam, Soja. Empfohlene Zufuhr: 300-350mg/Tag

Phosphor:
85-90% in Knochen und Zähnen. Membrane, Nukleinsäuren, Phosphorylierung von Proteinen und Zucker, Puffer. Vorkommen in allen Lebensmittel, Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte.
Zusatzstoff in Lebensmittel (Phosphosäure in Cola, Schmelzsalz in Schmelzkäse)
Empfohlene Zufuhr: 700mg/Tag

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Spurenelemente
Cr, Co, Fe
- Vorkommen/ Verwendung (im Körper)
- Vorkommen (im Essen)
- Empfohlene Zufuhr

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Spurenelemente
Cu, F
- Vorkommen/ Verwendung (im Körper)
- Vorkommen (im Essen)
- Empfohlene Zufuhr

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Spurenelemente
I
- Vorkommen/ Verwendung (im Körper)
- Vorkommen (im Essen)
- Empfohlene Zufuhr

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Spurenelemente
Mn, Mo
- Vorkommen/ Verwendung (im Körper)
- Vorkommen (im Essen)
- Empfohlene Zufuhr

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Spurenelemente
Se, Si
- Vorkommen/ Verwendung (im Körper)
- Vorkommen (im Essen)
- Empfohlene Zufuhr

sB

Mikronährstoffe

Mineralien und Spurenelemente; Spurenelemente
Zn, Sn
- Vorkommen/ Verwendung (im Körper)
- Vorkommen (im Essen)
- Empfohlene Zufuhr

sB

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Natürliche pflanzliche Schadstoffe
- Peptidaseinhibitoren
  - Vorkommen
  - Was machen sie
  - Wie werden sie Unschädlich gemacht?

sB

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Natürliche pflanzliche Schadstoffe
- Lectine
  - Vorkommen
  - Was machen sie
  - Wie werden sie Unschädlich gemacht?

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Natürliche pflanzliche Schadstoffe
- Alkaloide
  - Vorkommen
  - Was machen sie
  - Wie werden sie Unschädlich gemacht?
=> Vertreter

Solanin
Steroidalkaloidsaponin Frühkartoffeln, grünen Tomaten. Modernen Kartoffelsorten 3-7 mg/100 g in der Schale und noch viel weniger im Kartoffelkörper. Unreife Tomaten 9-32 mg/100 g.
Vergiftungssymptome:
25 mg Brennen und Kratzen im Hals Durchfall und Übelkeit.
Bei höheren Mengen kommt es zu Schweissausbrüchen, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Krämpfen. 400 mg Solanin können tödlich sein.

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Natürliche pflanzliche Schadstoffe
- Blausäureglycoside
  - Vorkommen
  - Was machen sie
  - Wie werden sie Unschädlich gemacht?

sB

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Natürliche pflanzliche Schadstoffe
- Oxalsäure, Phytinsäure
  - Vorkommen
  - Was machen sie
  - Wie werden sie Unschädlich gemacht?

sB

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Benzpyren
- Entstehung
- Was macht es im Körper

sB

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Maillardprodukte
- Entstehung

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Maillardprodukte
-> für was sind sie im Essen verantwortlich

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Maillardprodukte
-> unerwünschte Maillardprodukte

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Zusatzstoffe
- ADI wert

Die Behörden bestimmen die toxische Wirkungen an mindestens zwei Tierarten (davon eines ein Säugetier)
-> ADI-Wert, Acceptable Daily Intake in mg/kg Körpergewicht

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Zusatzstoffe; Farbstoffe
- E-Nummern
- Beispiele

Farbstoffe (E 100-E 199)
Natürlich und künstlich hergestellte Farbstoffe die zum Färben und Verschönern von Lebensmitteln und deren Oberflächen verwendet werden.
E160 Carotinoide, E101a Riboflavin-5-Phosphat

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Zusatzstoffe; Konservierungsstoffe
- E-Nummern
- Beispiel

Konservierungsstoffe (E 200-E 299)
Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln. z.B. Sorbinsäure (E 200 bis 203) welche auch in der Natur vorkommt.

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Zusatzstoffe; Antioxidanten
- E-Nummern
- Beispiel

Antioxidantien (E 300-E 321)
Sie verhindern Reaktionen von Sauerstoff mit Lebensmittelinhaltsstoffen und damit deren Verderb.
(E300 Ascorbinsäure, E307 α-Tocopherol (Vit. E))

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Zusatzstoffe; Emulgatoren und Säuerungsmittel 
- E-Nummern
- Beispiel

Emulgatoren und Säuerungsmittel (E 322-E 375)
Emulgatoren verbinden ursprünglich nicht miteinander mischbare Stoffe, z.B. Fett und Wasser. Säuerungsmittel verhindern die Vermehrung von Keimen. (E322 Lecithin, E326 Kalium Lactat, E334 Weinsäure)

Mikronährstoffe

Lebensmittel: Zubereitung, Schadstoffe und Zusatzstoffe
Zusatzstoffe; Verdickungs- und Geliermittel 
- E-Nummern
- Beispiel

Verdickungs- und Geliermittel (E 400-E 419)
Zum Verdicken und Gelieren von Flüssigkeiten (Puddings, Gelees, Konfitüren), auch eingesetzt als Füllstoffe in kalorienreduzierten Lebensmitteln. E406 Agar-Agar,

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