Intro
-
- 1 / 116
-
Flashcards
Strömungseigenschaften des Blutes
Kontinuitätsprinzip
Kontinuitätsprinzip: konstante Stromstärke (I)
→ (Gesamtquerschnitt x mittlere Strömungsgeschwindigkeit) ist konstant
Zur Erläuterung der Kontinuitätsbedingungen:
Änderungen der mittleren Strömungsgeschwindigkeit bei unterschiedlichen Querschnitten in hintereinandergeschalteten Gefässen mit gleicher Stromstärke.
Strömungseigenschaften des Blutes
Hagen Poiseuille
- Was saget es aus
Mit HP wird derVolumenstrom d. h. das geflossene Volumen V pro Zeiteinheit – bei einer laminaren stationären Strömung durch ein Rohr (Kapillare) mit dem Radius r und der Länge l beschrieben.
In einem Rohr mit halbem Durchmesser (also 4x kleinerem Querschnitt) ist der Strömungswiderstand 16x höher
Herzmechanik
Herztöne & Herzgeräusche
- Unterschied
- Ursache
- systolische/diastolische
Herztöne sind bei der Auskultation des Herzens hörbare Töne, die im Rahmen der physiologischenHerzaktion entstehen. Sie stehen damit im Gegensatz zu den pathologischen Herzgeräuschen, welche meistens durch Defekte der Herzklappen erzeugt werden.
- Der 1. Herzton ist immer hörbar ; Er entsteht durch die Kontraktion der Muskulatur bei gefüllter Kammer zu Beginn der Anspannungsphase des Herzens ("Muskelanspannungston") - in zeitlichem Zusammenhang mit der R-Zacke im EKG.
- Der 2. Herzton ist immer hörbar ; Er entsteht durch den Schluss der Semilunarklappen (Taschenklappen) der Aorta und des Truncus pulmonalis am Ende der Austreibungsphase ("Klappenschlusston") - zeitgleich mit der T-Welle im EKG.
Herzmechanik
Spaltung des Zweiten Herztones
Der 2. Herzton ist ein höherfrequenter Ton von rund 50 Hz, der ebenfalls beim Gesunden immer hörbar ist. Er dauert ca. 0,11 s. Der 2. Herzton ist in der Regel lauter, heller und kürzer als der erste. Er entsteht durch den Schluss der Semilunarklappen (Taschenklappen) der Aorta und desTruncus pulmonalis am Ende der Austreibungsphase ("Klappenschlusston") - zeitgleich mit der T-Welle im EKG. Bei tiefer Inspiration kann es physiologisch zur Spaltung des 2. Herztons kommen, da dann der Aortenklappenschluss dem Pulmonalklappenschluss etwas voraus geht.
Herzmechanik
HZV
- Messung
- Ficksches Prinzip
Das Herzzeitvolumen (HZV, englisch cardiac output CO) ist das Volumen desBlutes, das pro Zeitspanne vom Herzen gepumpt wird.
Fick: Der Fluss eines von einem Organ aufgenommenen oder von ihm abgegebenen Indikators entspricht der Differenz der Indikatorflüsse im Zuflusstrakt und im Ausflusstrakt.
Herzmechanik
Zugänge für HErzkatheter
- Rechtsherz
- Linksherz
=> Was misst man Damit
- Koronargefässe
Rechtsherzkatheter: ZVD, P im RV und A.Pulm., wedge pressure
-> Wedgepressure: den Druck, der beim vorübergehenden Verschließen (Blocken) eines kleinen Astes der Pulmonalarterie (Arteria pulmonalis) mittels einesBallonkatheters distal zum geblockten Ballon gemessen wird
Linksherzkatheter: P in Aorta und LV, Ventrikulo- und Koronarangiographie
-> jodhaltiges Röntgen-Kontrastmittel gegeben, um die Herzaktion (Ventrikulographie) oder die Gefäße am Herzen (Koronarangiographie) darzustellen.
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Intrazelluläre versus Extrazelluläre Ableitung
Eine bipolare Ableitung ist eine EKG-Ableitung, welche die Spannung zwischen zwei gleichberechtigten Punkten der Körperoberfläche registriert
Eine unipolare Ableitung ist eine EKG-Ableitung, welche die Spannung zwischen einer differentenElektrode und einem elektrischen "Nullpunkt" misst, der als indifferente Elektrode oder Bezugselektrode bezeichnet wird.
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Der Weg der Erregung am Herzen
- Wo beginnt sie , wo geht sie durch, wo endet sie
- Leitungsgeschwindigkeit
- Erregungsbildung im Sinusknoten
- Erregungsleitung durch die Vorhöfe
- Verzögerung und Ueberleitung durch AV-Knoten
- Leitung via His-Bündel,
- Kammerschenkeln
(links, rechts),
- Faszikeln (anterior, posterior),
- Purkinje-Fasern
- Erregung des Arbeitsmyokards
Leitungsgeschwindigkeit: = Zeit, die es für die Fortpflanzung der Erregung über eine gegebene Distanz braucht. Diese Geschwindigkeit ist im AV Knoten besonders langsam (Rolle des kleineren Zelldurchmessers, der langsameren Depolarisation und der Anzahl gap junctions).
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Ionenkanäle und Pumpen am Herzen
- Zweck
- Unterhalt der Ionengradienten
- Unterhalt des Ruhe-Membranpotentials
- Produktion des Aktionspotentials
- Transduktion via [Ca2+]in
- Sinus- und AV-Knoten: Schrittmacherfunktion
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Funny current
owohl der Sympathikus als auch der Parasympathikus modulieren die Herzfrequenz durch eine veränderte Aktivität von Ionenkanälen des Sinusknotens. Die Automatie der Schrittmacherzentren wird wesentlich durch die Expression von Ionenkanälen bestimmt, wobei unspezifische Kationenkanäle, die als Ursache eines Hintergrundstroms („funny“ Strom, If) gelten, besonders wichtig sind. In Zellen des Sinus und AV-Knotens verhindern diese Kanäle vor allem durch einen Natriumeinstrom in die Zelle die Ausbildung eines stabilen Ruhepotenzials. Die Offenwahrscheinlichkeit dieser Kanäle wird durch Hyperpolarisation und cAMP moduliert. Daher fasst man die inzwischen vier bekannten Vertreter dieser Klasse von Kanälen zur HCN-Familie (hyperpolarisation and cyclic nucleotide activated) zusammen (vgl. Abb. 3.3) (S. 94).
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Sympathische und parasympathische regulation des herzens
- Entsprechende transmitter
Erhöhte Sympathikusaktivität löst, z. B. bei körperlicher Aktivität, eine Steigerung der Herzfrequenz aus (positiv chronotrope Wirkung). Noradrenalin, das aus den terminalen Endigungen sympathischer Fasern ausgeschüttet wird, stimuliert an Zellen des Sinus- und AVKnotens β-Adrenozeptoren, die in einer Gαs gekoppelten Reaktion die Adenylylcyclase aktivieren. In der Folge wird vermehrt cAMP gebildet, welches u. a. die HCN-Kanäle stimuliert, sodass der Na+- Einstrom und die Depolarisationsrate ansteigen. Das Schwellenpotenzial wird daher schneller erreicht und somit die Herzfrequenz gesteigert.
Die parasympathische Senkung der Herzfrequenz (negativ chronotrope Wirkung) beruht auf einem gegenläufigen Effekt. Ausschüttung von Acetylcholin aus den Endigungen parasympathischer Fasern führt nämlich zur Aktivierung muskarinerger M2-Rezeptoren. Diese sind an heterotrimere G-Proteine gekoppelt, deren α-Untereinheit inhibitorisch (Gαi) auf die Adenylylcyclase wirkt und deren βγ-Untereinheiten einen Acetylcholin-stimulierbaren Kaliumkanal (KACh) aktivieren. Die Folge der AChAusschüttung ist somit eine Senkung des cAMP-Spiegels und damit verbunden eine Reduktion des If-Stroms. Zusätzlich wirkt der erhöhte Kalium-Ausstrom der Depolarisation durch den Na+-Einstrom entgegen. Beide Mechanismen verlängern die Zeit zum Erreichen des Schwellenpotenzials und senken so die Herzfrequenz.
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Koppelung von Erregung und Kontraktion und Reregung im Herzen
-> Was läuft ab?
ELektromechanische Kopplung Und Steuerung der Kontraktionskraft beim Herzmuskel.
Während der PLateau-Erregung der Muskelfaser (Arbeitsmyokard) öffnen sichCA2+-Kanäle der Zellmembran, die einen Ca2+-Einstrom ins Zellinnere auslösen. Die einströmenden Ca2+-Ionen veranlassen die CA2+-Freisetzung aus dem sarkoplasmtische reitkulum und damit die KOntraktion. Der beitrag der einströmenden Ca+-Ionen zur unmittelbaren Aktivierung der kontraktilen Proteine ist gering.
In der ruhephase werden die Ca2+-Ionen überwiegend wieder in das sakoplasmatische Retikulum zurückgepumpt, zu einem klienen Teil auch in den Extrazellulärraum. Wird durch Noradrenaliln dei aktiveirbarkeit der Ca2+-Kanäle gestigert, so fliesst systolisch mehr Ca2+ in die Zelle hinein, sodass sich der Gesamtbestand des intrazellulären Ca2+, das bei Erregung zu Verfügung steht, erhöht, was eine Steigerung der Kontraktionskraft zur Folge hat.
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Kardiomyozyten, Glanzstreifen
Die Glanzstreifen sind Zellverbindungen zwischen den Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) desMyokards. Sie sind das Äquivalent zu den Z-Streifen der Skelettmuskulatur.
Funktion
Im Bereich des Glanzstreifens befinden sich verschiedene Adhäsionskontakte und Desmosomen, die dem Zellverband Stabilität geben und eine Kraftübertragung zwischen den Zellen ermöglichen. Außerdem finden sich im Glanzstreifen zahlreiche Gap junctions, durch welche die Herzmuskelzellen elektrisch gekoppelt sind. Die Ionenströme können so einfach auf benachbarte Zellen übergreifen.
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Ca2+ Funken (sparks) in Herzmuskelzelle
Calcium (Ca2+) sparks are intracellular Ca2+ release events that are important in excitation-contraction coupling. In cardiac muscle cells, a Ca2+ spark arises from the activation of a cluster of ryanodine receptors, which causes Ca2+ to be released from an intracellular organelle, the sarcoplasmic reticulum. Near synchronous activation of ~ 104Ca2+ sparks produces a cell-wide Ca2+ transient that then activates the myofilaments to cause muscle contraction.[1]
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Refraktärphase
- Jeder potential-abhängige (Na+, Ca2+ und K+) Kanal hat seine eigene Refraktärzeit. Der Zeitpunkt an dem Kanäle wieder öffnungsfähig werden ist unterschiedlich → relative Refraktärzeit
- Eine zu frühe Wiedererregung (zweiter Reiz) findet normalerweise nicht statt, nur in pathologischen Fällen, zB bei Leitungsstörungen im Rahmen eines Herzinfarkts (Kreisstrom, frühe ventrikuläre Extrasystole). Eine zu frühe Wiedererregung von sich repolarisierenden Zellen kann Teil einer anarchischen elektrischen und mechanischen Aktivität sein (Flimmern).
Erregungsbildung, Erregungsleitung, Kontraktion
Regulation der Inotropie durch Sympathikus
Als Inotropie bezeichnet man die Beeinflussung der Kontraktionskraft des Herzens. Positive Inotropie bedeutet, dass die Kraft gesteigert wird. Negative Inotropie bedeutet eine Verringerung der Kontraktionskraft.
EKG
verlauf der fortpflanzung im herzen (de- und repolarisation)
Erregt wird das Herz (normalerweise) durch den Sinusknoten. on dort verläuft die Erregungsausbreitung über die beiden Vorhöfe zum AV-Knoten und gelangt dann überd das His-Bündel mit seinen beiden (Tawara-)Schenkeln zu den Purkinje-Fasern die dei Erregungauf das Kammermyokard übertragen. In ihm breitet sich der Reiz von Innen nach aussen und von der Spitze zur Basis aus.
EKG
Cabrerakreis
Der Cabrera-Kreis entsteht durch die Vereinigung der 6 Extremitätenableitungen des EKG zu einem hexaxialen System.
2 Hintergrund
Im Cabrera-Kreis sind die Extremitätenableitungen nach Goldberger (aVR, aVL, aVF) und Einthoven(I, II, III) systematisch in Winkelintervallen von 30° angeordnet. Der Cabrera-Kreis erleichert so die Bestimmung des Lagetyps des Herzens.
EKG
U-Welle
- wieso
- Bedeutung
U-Welle?
Genese unklar.
Erhöht in Hypokaliämie.
Negativ und biphasisch pathologisch (ausser in III)
-> ist nicht abnrmal in gewissen situatonen
U-Welle; Der T-Welle folgende Potential-Schwankung.
- Hohe U-Welle: Vagotonie, Bradykardie, Sportlerherz, Hypokaliämie, Hyperthyreose
- Neg. oder biphasische U-Welle: stets pathol.; bei Linkshypertrophie, Rechtsbelastung, Koronare Herzkrankheit (KHK), nach Herzinfarkt, Lungenembolie, Schenkelblock, Extrasystolie
EKG
Elektrische Herzachse
- definition
- Bestimmung
Die elektrische Herzachse wird durch die Hauptausbreitung der elektrischen Erregung in den Herzkammern determiniert. Sie ist der Summationsvektor aller bei der Erregung des Herzens anfallenden Vektoren. Ihre Projektion in der Frontalebene legt den Lagetyp des Herzens fest und kann mit Hilfe des Cabrera-Kreises aus den Extremitätenableitungen bestimmt werden. Vereinfacht gesprochen liegt die Herzachse etwa in der Richtung der Ableitung, welche die größte R-Zackeaufweist.
Bei der Lehrbuchmethode der BEstimmung der Elektrischen Herzachse schneiden sich nicht immer die drei linein, grund ist dass die R-Zacken maxima nicht synchron sind